DE4135591C2 - Verfahren zum Herstellen von Kopien, die nur im UV-A-Licht lesbar sind - Google Patents

Verfahren zum Herstellen von Kopien, die nur im UV-A-Licht lesbar sind

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Description

Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Herstellen von ausschließlich im UV-A-Licht lesbaren Kopien licht­ durchlässiger Vorlagen.
Reprographische Verfahren sind bekannt (D. Winkelmann, A. Bräuninger, H.-W. Frass; Reprographie. Ullmanns Enzyklopädie der technischen Chemie, 4. Auflage, Bd. 20, S. 179-188). Der Nachteil dieser Techniken besteht darin, daß der Informationsgehalt der so hergestellten, im Tageslicht lesbaren Kopien nicht ohne aufwendige Maßnahmen geheim zu halten ist.
Es besteht deshalb ein besonderes Interesse daran, Kopien von vertraulichem Schriftgut nach Verfahren herzustellen, die eine Geheimhaltung weitestgehend gewährleisten.
Ein Verfahren, Abbildungen herzustellen, die im Tageslicht nicht lesbar sind, sondern nur im UV-A-Licht ausgewertet werden können, wird in EP 0 279 600 A1 angegeben. Als Aufzeichnungsmaterial werden filmbildende Materialien, bevorzugt Zellulosediacetat, verwendet, die fotochrome Verbindungen, vor allem vom Typ der Fulgide, enthalten. Latente Abbildungen werden z. B. mit dem Schreibstrahl eines Lasers durch Abbau der fotochromen Verbindung erzeugt. Die Abbildung wird auf farbigem Untergrund sichtbar durch Belichtung im UV-A-Bereich. Dieses relativ aufwendige Verfahren ist für die Herstellung von Kopien auf Zellulose-Schichtträgern nicht geeignet.
Die Aufgabe der Erfindung ist es, ein einfaches und sicher durchführbares Verfahren zur Herstellung von kontrastscharfen Kopien auf Zellulose-Schichtträgern, die nur im UV-A-Licht lesbar sind, bereitzustellen.
Die Aufgabe wird gelöst durch ein positiv arbeitendes Verfahren, um Kopien von zweidimensionalen, licht­ durchlässigen Vorlagen herzustellen mit Hilfe von licht­ empfindlichen Aufzeichnungsmaterialien bestehend aus Zellulose-Schichtträgern und cis-Isomeren von Verbin­ dungen, die sich von der 4,4′-Diaminostilben- 2,2′-disulfonsäure ableiten.
Hierzu wird die bekannte Eigenschaft der verwendeten cis-Isomere von handelsüblichen Derivaten der 4,4′-Diaminostilben-2,2′disulfonsäure ausgenutzt, schwach an Zellulose adsorbiert, sich bereits bei Belichtung mit Tageslicht oder tageslichtähnlichen Leuchten in die fluoreszierenden und relativ stark adsorbierten trans- Isomere umzuwandeln. (H. Theidel; Mell. Text. Ber. 5 (1964), 514-519). Bei diesen Untersuchungen war die Um­ wandlung eines solchen cis-Isomers auf Papier in das trans-Isomer veranschaulicht worden. Die Grenze zwischen den Bereichen von cis- und trans-Isomer - 1. Szenenbild - erscheint aber diffus und ohne Konturenschärfe. Die prinzipielle reprographische Eignung der cis-trans-Isomerie der oben genannten Verbindungen auf Zellulose war daher nicht erkannt worden.
Außer der bekannten cis-trans-Isomerie sind weitere Eigen­ schaften der cis-Isomere beschrieben, u. a. ihre Herstellung (W.I. Weller; J. Soc. Dy. Col. 5 (1979), 187-190).
Die vorteilhaften Merkmale des beanspruchten Verfahrens sind folgende:
  • - Für die Herstellung des lichtempfindlichen Aufzeich­ nungsmaterials werden Musterabschnitte von Zellulose- Schichtträgern verwendet. Diese bestehen aus maschinen­ glatten Chromatographie-Papieren von 70-140 g/m2, aus Zelluloseschichtplatten für die Dünnschichtchromato­ graphie, ohne Leuchtstoff; aus weißtönerfreiem Pergamin nach DIN 6730, ca. 40 g/m2, oder aus Zellulosefaser­ nessel von ca. 100 g/m2 aus gebleichter, weißtönerfreier Baumwolle oder aus weißtönerfreien Zelluloseregenerat­ fasern.
Diese Musterabschnitte werden mit einer wäßrigen Lösung von 1-10 g/l eines oder mehrerer der cis-Isomere der Formeln I und II:
im Tauchbad präpariert, durch Trocknen fertiggestellt und in Fotoschutzpapier (DIN 6730) gelagert.
  • - Mit diesem lichtempfindlichen Aufzeichnungsmaterial wird anspruchsgemäß ein Belichtungs- und ein Entwicklungsprozeß durchgeführt.
  • - Zur Vorbereitung des Belichtungsprozesses werden licht­ durchlässige Vorlagen von Dokumenten in bekannter Technik in gewünschten Abbildungsmaßstäben mit Overhead-Folien auf Kopiergeräten oder mittels Dokumentenfotografie hergestellt. Eine Vorlage dieser Art wird bei Gelb-Grün-Licht über das beschriebene Aufzeichnungsmaterial gelegt und mit diesem durch mäßigen Andruck mit einer Glasplatte in Kontakt gebracht.
  • - Die Ablichtung erfolgt mit einem oder mehreren Elektronenblitz(en), die im Abstand von 20-30 cm ein oder mehrere Mal(e) ausgelöst werden.
  • - Nach Entfernen der Vorlage wird die latente Abbildung mit Wasser von 0-4°DH oder schwach ammoniakalischem Wasser bei 10-50°C entwickelt, wodurch der unbelichte­ te Anteil an cis-Isomer(en) herausgelöst wird.
  • - Anschließend wird die Kopie bei 20-60°C getrocknet und gegebenenfalls geglättet. Vorteilhaft ist es, die Kopie mit einem lichtdurchlässigen Schutzlack zu behandeln, wodurch sich deren Festigkeitswerte wesent­ lich verbessern lassen und die Beschriftbarkeit der Kopie ermöglicht wird.
  • - Eine für die Praxis ebenfalls interessante Variante des bean­ spruchten Verfahrens besteht in folgendem:
    Zunächst wird das lichtempfindliche Aufzeichnungs­ material in Kontakt mit einer Vorlage A belichtet, die dann entfernt wird. Anschließend belichtet man die Rückseite desselben Aufzeichnungsmaterials unter einer Vorlage B. Nach Entfernen der letzteren und nach der oben beschriebenen Entwicklung ist eine doppelseitige Kopie hergestellt.
  • - Die anspruchsgemäß hergestellten Kopien sind im Tages­ licht unsichtbar und ausschließlich im UV-A-Licht lesbar, entweder visuell oder mit optischen Hilfs­ mitteln.
  • - Kennzeichnend für die Leistungsfähigkeit des Verfahrens ist die Wiedergabe des ISO-Testzeichens Nr. 1 nach DIN 19 051. Danach ergeben sich die Kennzahlen 50-70 für die Lesbarkeit, das sind Schriftgrößen von 0,5-0,7 mm und ein vergleichbares Auflösungsvermögen von 8,8-6,3 (Linienpaare in mm).
  • - Die nach dem Belichtungsprozeß erhaltenen, latenten Abbildungen können sicher gelöscht werden. Zu diesem Zweck werden dieselben nach Ent­ fernen der Vorlage nicht entwickelt, sondern erneut vollflächig belichtet, wozu ein Elektronenblitz, Tageslicht oder tageslichtähnliche Leuchten geeignet sind.
Beispiele Beispiel 1
Zum Kopieren wird bei Gelb-Grün-Licht ein Bogen Chromatographie- Papier mit 90 g/m2 verwendet, der während ca. 5 Sekunden in die 4 g/l cis-Isomer entsprechend Formel I enthaltende wäßrige Lösung getaucht wird und nach kurzem Ablaufen bei 40-50°C während ca. 20 Minuten im Umluftstrom getrocknet wird. Die Lagerung dieses Aufzeichnungsmaterials erfolgt in Fotoschutz­ papier nach DIN 6730.
Zur Herstellung einer Kopie nach dem erfindungsgemäßen Verfahren wird zunächst mit einer Overhead-Folie eine Vorlage von Mell. Text. Ber. 5 (1964), Seite 514 hergestellt. Diese wird dann bei Gelb-Grün-Licht über das oben beschriebene Aufzeichnungs­ material gelegt und mit demselben durch mäßigen Andruck mit einer ca. 8 mm starken, optisch klaren Glasplatte in Kontakt gebracht.
Die Ablichtung erfolgt dann durch einen dreimal ausgelösten Elektronenblitz aus einem Fotoblitzgerät mit der Leitzahl 41 für ISO 100, im Abstand von 30 cm.
Die entstandene, latente Abbildung wird in Wasser von ca. 4°DH bei ca. 40°C während 12 Minuten entwickelt und bei 40-60°C im Umluftstrom getrocknet, anschließend geglättet.
Die Kontrolle im UV-A-Licht (visuell und mit Leselupe) ergibt eine blau fluoreszierende, kontrastreiche, sehr gut lesbare Wiedergabe des Textauszuges, die im Tageslicht oder tageslicht­ ähnlichem Licht nicht erkennbar ist.
Beispiel 2
Zum Kopieren wird bei Gelb-Grün-Licht ein Bogen Chromatographie- Papier mit 90 g/m2 verwendet, der während ca. 5 Sekunden in die 2 g/l cis-Isomer entsprechend Formel II enthaltende wäßrige Lösung getaucht und weiter wie in Beispiel 1 fertiggestellt wird.
Zur Herstellung einer doppelseitigen Kopie werden vom Textauszug wie in Beispiel 1 von Seite 514 und 515 mit Overhead-Folien Vorlagen im Abbildungsmaßstab 1 : 2 hergestellt.
Die Vorlage der Seite 514 wird wie in Beispiel 1 mit dem oben angegebenen Aufzeichnungsmaterial in Kontakt gebracht und mit dem in Beispiel 1 genannten Elektronenblitz durch zweimaliges Auslösen im Abstand von 25 cm abgelichtet. Danach wird die Vorlage entfernt.
Danach wird mit der Vorlage der Seite 515 auf der Rückseite des­ selben Aufzeichnungsmaterials in sonst gleicher Weise verfahren.
Die Entwicklung der latenten Abbildungen erfolgt in Wasser von ca. 4°DH unter Zusatz von 3 ml/l Ammoniaklösung (25%) bei ca. 40°C während 15 Minuten.
Im noch feuchten Zustand wird der Papierbogen zur Verbesserung der Beschriftbarkeit bei ca. 20°C mit einer verdünnten wäßrigen Emulsion eines Tapetenschutzlackes besprüht, bei 40-60°C im Umluftstrom getrocknet und geglättet.
Die Kontrolle der Kopien im UV-A-Licht ergibt eine blau fluores­ zierende, kontrastreiche und störungsfreie Wiedergabe der Vorlagen. Im Tageslicht oder in tageslichtähnlichem Licht ist der Text der doppelseitigen Kopie unsichtbar.
Beispiel 3
Ein Bogen Chromatographie-Papier mit 90 g/m2 wird bei Gelb- Grün-Licht während ca. 5 Sekunden in die 4 g/l cis-Isomer der Formel II enthaltende wäßrige Lösung getaucht und wie im Beispiel 1 fertiggestellt.
Die Vorlage für das Kopieren wird wie in Beispiel 2 beschrieben von Seite 514 hergestellt und entsprechend Beispiel 1 mit dem oben angegebenen Aufzeichnungsmaterial in Kontakt gebracht.
Zur Ablichtung wird der in Beispiel 1 genannte Elektronenblitz im Abstand von 25 cm dreimal ausgelöst.
Nach Entfernen der Vorlage und Abdecken einer Hälfte der erhaltenen, latenten Abbildung mit schwarzem Karton wird deren offene Hälfte ein zweites Mal wie oben angegeben belichtet.
Entwickeln und Fertigstellen erfolgt wie im Beispiel 2.
Im UV-A-Licht betrachtet, zeigt sich im abgedeckten Bereich der Kopie eine gut lesbare, blau fluoreszierende Wiedergabe des Textauszuges, im offen gebliebenen Bereich ist der kopierte Text gelöscht.
Beispiel 4
Bei Gelb-Grün-Licht wird eine Zellulose-Dünnschichtplatte, 0,1 mm Schichtdicke, während ca. 5 Sekunden in die 4 g/l cis-Isomer entsprechend Formel II enthaltende wäßrige Lösung bei ca. 20°C getaucht, kurz ablaufen gelassen und bei 40-50°C während ca. 10 Minuten im Umluftstrom getrocknet. Für die Lagerung dieses Aufzeichnungsmaterials wird wie im Beispiel 1 angegeben verfahren.
Vom Textauszug wird, wie in Beispiel 2 angegeben, eine Vorlage von Seite 514 hergestellt und sonst mit dem oben angegebenen Aufzeichnungsmaterial wie in Beispiel 1 beschrieben verfahren.
Zur Ablichtung wird der in Beispiel 1 angegebene Elektronen­ blitz im Abstand von 20 cm dreimal ausgelöst.
Die erhaltene, latente Abbildung wird in Wasser von ca. 4°DH unter Zusatz von 3 ml/l Ammoniaklösung (25%) bei ca. 40°C während 10 Minuten entwickelt und an der Luft bei ca. 22°C getrocknet.
Zur Verbesserung der Abriebfestigkeit und Beschriftbarkeit der Zelluloseschicht wird die Platte in eine verdünnte wäßrige Lösung eines Tapetenschutzlackes ca. 5 Sekunden getaucht und an der Luft getrocknet.
Die Kontrolle im UV-A-Licht ergibt sowohl vor wie nach dem genannten Oberflächenschutz eine sehr gute Lesbarkeit des Textauszuges. Im Tages- oder üblichen Kunstlicht ist der Text unsichtbar.
Beispiel 5
Zum Kopieren wird bei Gelb-Grün-Licht eine Zellulose- Dünnschichtplatte der Art wie im Beispiel 4, die mit der 3 g/l cis-Isomer der Formel I enthaltenden wäßrigen Lösung - sonst wie in Beispiel 4 - vorbereitet ist, verwendet.
Vom ISO-Testzeichen Nr. 1 nach DIN 19 051, Teil 1 und 2, wird nach bekannter Technik ein Diapositiv als Vorlage im Abbildungs­ maßstab 1 : 1 hergestellt und mit dem oben angegebenen Aufzeich­ nungsmaterial weiter wie im Beispiel 1 beschrieben verfahren.
Zur Ablichtung wird der in Beispiel 1 genannte Elektronenblitz dreimal im Abstand von 20 cm ausgelöst. Die Entwicklung der latenten Abbildung erfolgt wie in Beispiel 4 beschrieben.
Im noch feuchten Zustand wird die Platte zur Verbesserung von Abriebfestigkeit und Beschriftbarkeit wie in Beispiel 2 behandelt und fertiggestellt.
Die Kontrolle im UV-A-Licht ergibt für die Lesbarkeit nach DIN 19 051 die Kennzahl 50, entsprechend einer Schriftgröße von 0,5 mm. Das nach DIN 19 051, Teil 1, errechnete vergleichbare Auflösungsvermögen beträgt 8,8.
Im Tages- oder üblichen Kunstlicht ist das ISO-Testzeichen Nr. 1 unsichtbar.
Beispiel 6
Es wird ein Aufzeichnungsmaterial wie in Beispiel 4 angegeben eingesetzt.
Als Vorlage werden von folgenden Textauszügen die Negative eines Dokumentenfilms verwendet: aus Mell. Text. Ber. 5 (1964), Seite 514 in den Abbildungs­ maßstäben 1 : 2 und 1 : 3 und aus J. Chromatogr. 27 (1967), Seite 413 im Abbildungsmaßstab 1 : 2. Danach wird weiter wie im Beispiel 1 verfahren.
Zur Ablichtung des Aufzeichnungsmaterials wird der in Beispiel 1 gekennzeichnete Elektronenblitz im Abstand von 20 cm zweimal ausgelöst.
Die Entwicklung und Lackierung werden nach den Angaben in Beispiel 4 vorgenommen.
Im UV-A-Licht, nicht aber im Tages- oder Kunstlicht, sind die kopierten Negative kontrastreich und mit einer Lupe sehr gut lesbar wiedergegeben.
Beispiel 7
Bei Gelb-Grün-Licht wird mit einem Stück feinfädigem Baumwollnessel - 100 g/m2 - das Aufzeichnungsmaterial sonst wie in Beispiel 4 angegeben hergestellt.
Vom Textauszug wie in Beispiel 1 wird mit einer Overhead-Folie eine Vorlage hergestellt und mit dem oben angegebenen Auf­ zeichnungsmaterial weiter wie im Beispiel 1 beschrieben verfahren.
Die Ablichtung erfolgt mit dem angegebenen Elektronenblitz, viermal im Abstand von 30 cm ausgelöst.
Die erhaltene, latente Abbildung wird in Wasser von ca. 4°DH unter Zusatz von 3 ml/l Ammoniaklösung (25%) bei ca. 15°C während 30 Minuten entwickelt, bei 40-60°C im Umluftstrom getrocknet und anschließend geglättet.
Die Beurteilung der Kopie im UV-A-Licht ergibt eine mit einer Lupe sehr gut lesbare Wiedergabe der Textvorlage.
Im Tages- oder Kunstlicht dagegen sind keine Schriftzeichen zu erkennen.
Beispiel 8
Ein Bogen von handelsüblichem Pergamin - ca. 40 g/m2 - wird bei Gelb-Grün-Licht während ca. 5 Sekunden in die 10 g/l cis-Isomer entsprechend Formel I enthaltende wäßrige Lösung getaucht, weiter wird wie in Beispiel 1 verfahren.
Aus J. Chromatogr. 27 (1967), Seite 413 wird mit einer Overhead-Folie eine Vorlage im Abbildungsmaßstab 1 : 2 herge­ stellt. Unter dieser Vorlage wird das oben angegebene Auf­ zeichnungsmaterial wie im Beispiel 5 angegeben abgelichtet und die erhaltene, latente Abbildung in Wasser von ca. 4°DH während 10 Minuten entwickelt, bei 40-60°C im Umluftstrom getrocknet und anschließend geglättet.
Die Lesbarkeit der Kopie ist im UV-A-Licht, auch bei der relativ geringen Schriftgröße, sehr gut.
Im Tages- oder Kunstlicht sind dagegen keine Schriftzeichen zu erkennen.

Claims (11)

1. Verfahren zum Herstellen von ausschließlich im UV-A-Licht lesbaren Kopien lichtdurchlässiger Vorlagen, dadurch gekennzeichnet, daß ein licht­ empfindliches Aufzeichnungsmaterial, bestehend aus einem Zellulose-Schichtträger und cis-Isomeren von Verbindungen der 4,4′-Diaminostilben- 2,2′-disulfonsäure der Formeln I oder II oder aus Mischungen derselben im Kontakt mit einer lichtdurchlässigen Vorlage mit tageslichtähnlichem Licht belichtet wird, die so erzeugte latente Abbildung mit Wasser oder einer wäßrigen Lösung entwickelt und das Auf­ zeichnungsmaterial anschließend getrocknet wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Zellulose-Schichtträger des Aufzeichnungs­ materials aus maschinenglattem Chromatographie- Papier mit einem Gewicht von 70-140 g/m2 besteht.
3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Zellulose-Schichtträger des Aufzeichnungs­ materials aus einer Zelluloseschichtplatte für die Dünnschichtchromatographie, die keinen Leuchtstoff enthält, besteht.
4. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Zellulose-Schichtträger des Aufzeichnungs­ materials aus weißtönerfreiem Pergamin (DIN 6730) besteht.
5. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Zellulose-Schichtträger des Aufzeichnungs­ materials aus feinfädigem Nessel aus gebleichter, nicht weißgetönter Baumwolle oder aus weißtöner­ freien Zelluloseregeneratfasern mit einem Gewicht von ca. 100 g/m2 besteht.
6. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß für die Belichtung ein oder mehrere Elektronen­ blitzgeräte verwendet werden.
7. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das belichtete Aufzeichnungsmaterial mit Wasser von 0-4°DH bei 10-50°C entwickelt wird.
8. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das belichtete Aufzeichnungsmaterial in schwach ammoniakalischem Wasser von 0-4°DH bei 10-50°C entwickelt wird.
9. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Aufzeichnungsmaterial nach der Entwicklung bei 20-60°C getrocknet wird.
10. Verfahren nach einem der Ansprüche 1-9, dadurch gekennzeichnet, daß das Aufzeichnungsmaterial zunächst im Kontakt mit einer Vorlage A belichtet wird und anschließend die Rückseite desselben Auf­ zeichnungsmaterials in gleicher Weise im Kontakt mit einer Vorlage B belichtet wird.
11. Verfahren nach einem der Ansprüche 1-10, dadurch gekennzeichnet, daß die Kopie mit einem licht­ durchlässigen Schutzlack behandelt wird.
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