DE409125C - Maximalausschalter in Stoepselform - Google Patents
Maximalausschalter in StoepselformInfo
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Classifications
-
- H—ELECTRICITY
- H01—ELECTRIC ELEMENTS
- H01H—ELECTRIC SWITCHES; RELAYS; SELECTORS; EMERGENCY PROTECTIVE DEVICES
- H01H73/00—Protective overload circuit-breaking switches in which excess current opens the contacts by automatic release of mechanical energy stored by previous operation of a hand reset mechanism
- H01H73/60—Protective overload circuit-breaking switches in which excess current opens the contacts by automatic release of mechanical energy stored by previous operation of a hand reset mechanism cartridge type, e.g. screw-in cartridge
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Description
Die Erfindung betrifft einen Maximalausschalter, welcher in Form eines Sicherungsstöpsels
ausgeführt und ebenso zu handhaben ist und gegenüber einem solchen den Vorteil hat, daß er nach erfolgtem Ausschalten, stets
wieder gebrauchsfertig ist. Maximalausschalter in Stöpselform sind bereits in verschiedenen
Ausführungen bekanntgeworden. Diese stellen aber in der Hand des Laien mehr
ίο oder minder gefährliche Apparate dar, mit
denen leicht Mißbrauch getrieben werden kann und bei deren Gebrauch Unglücksfälle
eintreten können, wenn bestimmte Bedienungsvorschriften nicht eingehalten werden.
Der Schalter nach der Erfindung besitzt diese Nachteile nicht. Hat derselbe durch
Überstrom selbsttätig ausgeschaltet, so erfolgt seine Wiedereinschaltung in bekannter
Weise dadurch, daß man ihn lockert bzw. aus seinem Sockel herausdreht und ihn dann
wieder festschraubt. Gegenüber bekannten Ausführungen dieser Art hat der neue Schalter
aber den Vorteil, daß er eine einwandfreie Freiauslösung besitzt, durch welche sowohl
der Schalter selbst gegen Beschädigungen als auch die ihn betätigende Person gegen
Verletzungen beim Schalten unter Kurzschluß geschützt ist.
In den Zeichnungen stellt die Abb. 1 einen aus dem Sockel herausgedrehten Stöpselschalter
dar. Abb. 2 ist der zugehörige Grundriß. Abb. 3 zeigt den Schalter im eingeschraubten
Zustand nach erfolgter Maximalauslösung und Abb. 4 die entsprechende
Draufsicht. In den Abbildungen ist α ein Isolationskörper nach Art eines Sicherungsstöpsels
mit den Elektroden b und c. In seinem Innern befindet sich eine Spule d mit
einer Kupferwicklung e. In der Spule steckt ein Messingrohr / mit einem unbeweglichen
Kernstück g aus Eisen. Ferner befindet sich lose verschiebbar im Rohr der Anker h mit
dem zylindrischen Ansatz / und der Messingstange £. Letztere trägt an ihrem oberen Ende
das kegelförmige Isolationsstück /, welches
in den Anzeigestiftm ausläuft. Eine Feder« drückt den Anker // mit einer gewissen Kraft
vom Kern g weg. Über der Spule d sitzt die Isolationsplatte o, welche die beiden federnden
Kontakte ρ trägt. Eine Abdeckplatte q, welche ein Anzeigeloch r besitzt; das wiederum
ίο durch einen Glaskörper s abgeschlossen ist, schließt den Schaltraum nach außen ab. Mehrere
ins Freie führende Schlitze y in der Haube q ermöglichen einen Ausgleich des
beim Abschalten entstehenden Überdrucke; und verhindern ein Explodieren des Stöpsels.
Die Öffnungen y sind so angebracht., daß die
Hand des Bedienenden gegen die austretenden, glühenden Gase geschützt ist. In der
rohrförmigen Elektrode c befindet sich noch ein Druckteller t und ein Isolationspfropfen 11.
Die Teile t und ti werden durch eine Feder ν
(Abb. 1) so weit auseinandergepreßt, als dies die an diesen Teilen befindlichen Distanzbügel
w zulassen, so daß der Pfropfen u aus der Elektrode c herausragt. Beim Einschrauben
des Stöpsels wird der Pfropfen α von dem Gegenkontakt im Elementenkasten (Abb. 3)
zurückgedrückt, bis er mit der Elektrode c abschneidet, d. h. bis der Stöpsel Kontakt \
macht. Dann ist aber auch die Feder ν noch | weiter zusammengedrückt, und die Distanzbügel
w sind entsprechend ineinandergeschoben. Der von u kommende und auf t lastende
Federdruck wird von einer Sperrung χ aufgenommen, deren Sperrglieder beispielsweise
Kugeln sein können, die unter dem Druck des Tellers t von den trichterförmig versenkten
Rohrwandungen in das Innere des Rohres / ausweichen möchten, aber durch den Ansatz / des Ankers h daran gehindert
sind. Wird jedoch der Anker h von dem Kern g angezogen, wie dies bei Überstrom :
der Fall ist, so folgen die Kugeln unter dem j Druck des Tellers t nach und übertragen nun j
den Druck der Feder ν auf den Anker bzw. den Auslösekegel /, der beim weiteren Nachobengehen.
die Kontaktfedern ρ auseinanderspreizt und somit die Ausschaltung herbeiführt.
Beim Ausschalten wird zwar die Anker rückdrückfeder η noch etwas weiter gespannt;
trotzdem verharrt der Schalter jedoch in seiner Ausschaltstellung, weil die Feder ν
bedeutend stärker ist als die Feder n. Will man wieder einschalten, so muß man dem
Pfropfen u Gelegenheit geben, wieder aus der Elektrode c herauszutreten, d. h. man muß
den Stöpsel lockern. Unter dem Einfluß der Feder η schiebt sich dann der Anker h r.::
dem ganzen Inhalt der rohrförmigen Elektrode c so weit zurück, bis die Sperrung wie- Co
der einschnappt bzw. die beiden Kugeln χ wieder aus dem engen Rohr / heraus und auf
den Rand desselben geschoben sind. Die Schalterkontakte ρ sind dann zwar wieder geschlossen,
aber die Leitung wurde dabei schon vorher durch das Herausschrauben des Stöpsels
an der Elektrode c unterbrochen. Nachdem der Stöpsel wieder festgedreht ist,
ist der Stromkreis vollständig geschlossen, und zwar, wie Abb. 1 zeigt, von der
Elektrode c durch die Wicklung e über die Schalterkontakte ρ nach der Gewindeelektrode
b.
In dem bisher Gesagten wurde angenommen, daß die Auslösung des Schalters bzw.
die Aufhebung seiner Sperrung in der Einschaltstellung durch magnetische Kraft hervorgerufen
wird. Es kann jedoch auch ein Schalter mit thermischer Auslösung benutzt werden. Es könnten ferner an Stelle der Sperrkugeln
χ Sperrklinken verwandt werden, oder es kann der Pfropfen α an seinem vorstehenden
Ende mit einer Metallarmierung versehen sein, passend für vorhandene Unverwechselbarkeitseinrichtungen
an Sicherung^- 8g elementen, wobei die eigentliche Stromschließung
erst dann erfolgen würde, wenn der Pfropfen beim Einschrauben des Stöpsels so weit zurückgedrückt wäre, daß die Metallarmierung
die Elektrode c berührt. Auch kann der Pfropfen überhaupt aus Metall sein
und die Elektrode selbst darstellen, die in diesem Fall mit einem im Innern des Stöpsels
befindlichen Gegenkontakt erst dann in Berührung kommen darf, wenn sie beim Einschrauben
des Stöpsels ein Stück zurückgedrückt ist.
Claims (1)
- Patent-An Spruch:Maximalausschalter in Stöpselform mit magnetischer oder thermischer Auslösung, dessen Schalterkontakt sich nach erfolgter selbsttätiger Auslösung durch Lockern des Stöpsels wieder selbsttätig schließt, dadurch gekennzeichnet, daß beim Lockern oder Herausdrehen des Stöpsels der Stromkreis an zweiter Stelle sicher unterbrochen wird, bevor sich der Schalterkontakt selbsttätig schließt, und daß beim Einschrauben des Stöpsels der Mechanismus für die selbsttätige Auslösung vorbereitet ist, bevor der Stromkreis an zweiter Stelle geschlossen wird.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DES63256D DE409125C (de) | 1923-07-04 | 1923-07-04 | Maximalausschalter in Stoepselform |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DES63256D DE409125C (de) | 1923-07-04 | 1923-07-04 | Maximalausschalter in Stoepselform |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE409125C true DE409125C (de) | 1925-01-31 |
Family
ID=7496244
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DES63256D Expired DE409125C (de) | 1923-07-04 | 1923-07-04 | Maximalausschalter in Stoepselform |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE409125C (de) |
-
1923
- 1923-07-04 DE DES63256D patent/DE409125C/de not_active Expired
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