DE40800C - Weichenstellvorrichtung für Pferdeeisenbahnen - Google Patents

Weichenstellvorrichtung für Pferdeeisenbahnen

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DE40800C
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Germany
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cord
drawn
horse
railways
setting device
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Expired - Lifetime
Application number
DENDAT40800D
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English (en)
Original Assignee
F. SERVUS in Berlin S., Kottbuserstr. 8
Publication of DE40800C publication Critical patent/DE40800C/de
Anticipated expiration legal-status Critical
Expired - Lifetime legal-status Critical Current

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Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B61RAILWAYS
    • B61LGUIDING RAILWAY TRAFFIC; ENSURING THE SAFETY OF RAILWAY TRAFFIC
    • B61L11/00Operation of points from the vehicle or by the passage of the vehicle
    • B61L11/02Operation of points from the vehicle or by the passage of the vehicle using mechanical interaction between vehicle and track

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Toys (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 20: Eisenbahnbetrieb.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 4. Januar 1887 ab.
Mit vorliegender Einrichtung sollen die Wei- ■ chen der Pferdeeisenbahngeleise vom Wagen, und zwar vom Führerstande aus, nach dem einen oder dem anderen Geleise hin verstellt werden können.
Die Stellvorrichtung, deren je eine auf der Vorder- und Hinterseite des Wagens angebracht ist, besteht im wesentlichen aus dem Stellbrett h, welches in einem senkrecht beweglichen Schlitten i gelagert ist und nach der Richtung der Geleisezungen nach rechts oder nach links hin bewegt wird.
Die Vorrichtung wird von einer Kurbel a in Bewegung gesetzt, welche derart von der Bremskurbel b entfernt liegt, dafs beide nicht collidiren, Fig. 2 und 2 a.
Die Kurbel α setzt die senkrechte, aufserhalb oder innerhalb der Wagenvorderwandung bei d und e gelagerte Welle f in rotirende Bewegung. Vor dem Vorderrad auf der Weichenseite, und zwar dicht vor demselben, ist die eigentliche Stellvorrichtung angebracht. Diese besteht im wesentlichen aus einer verticalen, runden Stange g, welche an ihrem unteren Ende das Weichenbrett h trägt. An dem oberen Theile ist die Stange g in dem Schlitten i in den Gleitführungen k auf- und abverschiebbar. In letzteren sind die Rollen Z1 /2 /3 /4 drehbar gelagert. Auf dem oberen Ende der Stange g ist eine Schnurscheibe m befestigt, an welcher die Enden einer Schnur oder Kette η festgeklemmt sind, die über die Rollen IU2I3I* geführt und auch an der verstärkten Nabe ο der Welle f festgeklemmt ist. Um die Schnur bezw. Kette η gut auf der Schnurscheibe m zu führen, sind noch auf dem Schlitten i kleine Führungsrollen pl -p1 in geeigneter Weise befestigt. Der Durchmesser der Nabe 0 und die Lage des Schlitzes in derselben zum Festklemmen der Schnur η sind so gewählt, dafs bei der obersten Stellung des Schlittens i in den Gleitführungen k beide Schnurzüge ηΛ η2 gleichmäfsig aufgezogen sind, Fig. 8, und dafs nachher beim Drehen der Kurbel α der eine Schnurzug zunächst locker wird, während der andere aufgewickelt wird, Fig. 9, bis schliefslich bei Weiterdrehung der Kurbel beide Schnurzüge aufgewickelt werden, Fig. 10. Durch diese Lockerung bezw. einseitige Anziehung der Schnüre wird die Schnurrolle m um den Theil ihres Umfanges, als zur Drehung des Stellbrettes h nach der Weiche erforderlich ist, gedreht. Die Schnurscheibe m trägt weiter einen Anschlagstift q, welcher bei der Drehung der Schnurscheibe gegen den Schlitten i aufschlägt und so zur besseren Sicherung und Feststellung der beschriebenen erforderlichen Drehung der Schnurscheibe m dient. Zwischen dem unteren Lager t an den Gleitführungen k und dem Schlitten i ist eine Schraubenfeder u eingeschaltet, welch letztere mit der Stange g und dem Stellbrett h nach oben drückt.
Drückt man die Kurbel α in Richtung des Pfeiles /, so wird dadurch der. Schnurzug n1 angezogen, die Schnurscheibe m wird zunächst nach rechts gezogen, bis sie in ihre Rechtslage gedreht und Anschlagstift q gegen den Schlitten i anschlägt; sobald dies geschehen, zieht die Schnur n1 bei weiterem Drehen an der Kurbel α den Schlitten i herab und bewegt
dadurch die Stange g mit dem Stellbrett h unter Ueberwindung des Federdruckes abwärts, bis letzteres auf dem Schienengeleise aufliegt. Durch die Rechtsdrehung der Schnurscheibe m ist jedoch auch die Stange g und das Stellbrett h nach rechts gedreht worden. Stöfst nun das Weichenstellbrett h beim Schleifen auf der Schiene ρ gegen die Weichenzunge s, so schiebt dasselbe die letztere mit ihrem hinteren, in der Schienenfurche schleifenden Theil nach links, so dafs das Geleise rechts zum Befahren freigelegt wird, Fig. 4; dadurch, dafs die Stellvorrichtung dicht vor dem Vorderrad angebracht und so lange gehalten ist, bis das Vorderrad vollständig die Weiche passirt hat, ist ein Entgleisen oder falsches Einfahren vollkommen ausgeschlossen.
Dreht man dagegen die Kurbel in Richtung des Pfeiles II, so dafs die Kette n'2 angezogen wird, so schlägt schliefslich der Anschlagstift q an der Schnurscheibe m an die linke Seite des Supports und veranlafst dadurch das Linksdrehen des Stellbrettes h, welches auf der Schiene bezw. mit seinem hinteren Ende in der Schienenfurche schleift und die Weichenzunge s nach rechts schiebt, so dafs der Wagen links fährt, Fig. 5. Beim Drehen der Kurbel α in der einen oder der anderen Richtung mufs zunächst .der Widerstand der Feder u überwunden werden; läfst man dagegen die Kurbel α los, so bewirkt die Feder u den Rückgang des Schlittens in die höchste Lage, so dafs das Stellbrett sich parallel zu den Schienen stellt. Bei der beschriebenen Vorrichtung bleibt somit das Schieneiigeleise vollkommen unverändert, man könnte höchstens die Schiene kurz vor der Weichenzunge s etwas schräg auf der Innenseite des Kopfes abarbeiten, um ein gutes Greifen des Stellbrettes h zu bewirken. Schliefslich kann auch ein gutes Greifen der Weichenzunge von dem Stellbrett h dadurch erzielt werden, dafs man unter die Weichenzunge s1, Fig. 6, eine Feder ν setzt, welche dieselbe etwas über die Schienenoberkante hebt.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    In Verbindung mit dem bekannten Stellbrett h der Schlitten z, die Feder u und die Kette «, welche an der Spindel a an entgegengesetzten Punkten befestigt ist und dazu dient, mittelst der Rollen / und ρ das Stellbrett nach unten zu drücken und der Kurbelstellung entsprechend schräg zu stellen.
    Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
DENDAT40800D Weichenstellvorrichtung für Pferdeeisenbahnen Expired - Lifetime DE40800C (de)

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