DE40711C - Oeffentliche Bedürfnifsanstalt mit selbsttätiger Gebührenerhebung - Google Patents
Oeffentliche Bedürfnifsanstalt mit selbsttätiger GebührenerhebungInfo
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- DE40711C DE40711C DENDAT40711D DE40711DA DE40711C DE 40711 C DE40711 C DE 40711C DE NDAT40711 D DENDAT40711 D DE NDAT40711D DE 40711D A DE40711D A DE 40711DA DE 40711 C DE40711 C DE 40711C
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- Germany
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- arm
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- lever
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- Expired - Lifetime
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Classifications
-
- A—HUMAN NECESSITIES
- A47—FURNITURE; DOMESTIC ARTICLES OR APPLIANCES; COFFEE MILLS; SPICE MILLS; SUCTION CLEANERS IN GENERAL
- A47K—SANITARY EQUIPMENT; ACCESSORIES THEREFOR, e.g. TOILET ACCESSORIES
- A47K13/00—Seats or covers for all kinds of closets
- A47K13/10—Devices for raising and lowering ; Collapsible or rotating seats or covers
Landscapes
- Health & Medical Sciences (AREA)
- Public Health (AREA)
- Refuse Receptacles (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATEN
KLASSE 85: Wasserleitung.
Die vorliegende Erfindung betrifft eine Einrichtung an öffentlichen Bedürfnifsanstalten,
welche die Benutzung eines Closets erst nach Einwurf einer bestimmten Münze gestattet.
Die zur Erzielung dieser selbsttätigen Gebührenerhebung dienende Vorrichtung kann
natürlich in der verschiedensten Weise zur Ausführung gelangen; so kann z. B. über dem
Sitzbrett des Closets ein Deckel angebracht und dieser durch einen Verschlufsmechanismus
gesichert werden, welcher durch den Einwurf einer Münze ausgeschaltet wird, so dafs erst
dann das Hochklappen des Deckels möglich ist.
Die Einrichtung kann aber auch, wie auf beiliegender Zeichnung dargestellt ist, so getroffen
sein, dafs das Sitzbrett selbst für gewöhnlich hochgeklappt und in dieser Stellung
gesichert ist und ein Niederklappen des Sitzes erst nach Einwurf einer bestimmten Münze in
einen vorgesehenen Schlitz anhängig ist.
Fig. ι zeigt das Closet mit hochgeklapptem
Sitzbrett in oberer Ansicht, Fig. ζ ist ein Verticalschnitt durch das Closet. Das Sitzbrett
α des Closets ist um Zapfen b hochklappbar; ein Gegengewicht c von hinreichendem
Uebergewicht oder eine Feder klappt das Sitzbrett sofort in die Höhe, wenn dasselbe
nicht gesichert ist. Damit das Closet A nicht ohne Sitzbrett benutzt werden kann, sind auf
der oberen Kante des Umbaues B Spitzen d oder dergleichen eingesetzt, welche erst bei
niedergeklapptem Sitzbrett verdeckt werden und hierbei in entsprechende Bohrungen e des Sitzbrettes
treten.
Neben dem Gloset ist ein Verschlag g angebracht,
in welchem der Schlitz/ für den Einwurf der Münze vorgesehen ist. Innerhalb
des Verschlages befindet sich der Mechanismus, durch welchen das hochgeklappte Sitzbrett gesichert
wird. Zu diesem Zwecke ist auf dem in den Verschlag g hineinreichende Ende des
einen Lagerzapfens des Sitzbrettes ein Arm h befestigt, vor welchen sich bei hochgeklapptem
Sitzbrett ein Riegel stellt, welcher an dem kürzeren Schenkel i eines zweiarmigen Hebels
angebracht und zwischen festen Leisten, Fig. 2, geführt ist. Der längere Schenkel j dieses Hebels
trägt einen Behälter k, in welchen die durch den Schlitz f eingesteckte Münze fällt. Der
Hebel ij ist derart ausbalancirt, dafs das Gewicht einer bestimmten Münze gerade ausreicht,
den Hebelschenkel j mit dem Behälter k zu senken, so dafs alsdann der Riegel hochgleitet
und den Arm h freigiebt, worauf das Sitzbrett a niedergeklappt werden kann.
In dem Boden des Behälters k befindet sich ein Schlitz, welcher theilweise durch eine drehbar
gelagerte, mit einem Gegengewicht oder Gegenschenkel dl versehene Klappe c1 geschlossen
wird. Der Schlitz ist gerade so lang, dafs das als Gebühr bestimmte Geldstück hindurchgleiten
kann, wenn die Klappe c1 durch Drehen um ihre Aufhängeachse/1 den Schlitz
vollständig freigiebt. Auf der Achse fl sitzt lose drehbar ein Daumen α1, welcher auf einem
an der Klappe cl angebrachten Anschlag g·1
aufliegt.
Zur Bethätigung dieser Vorrichtung dient ein bei η drehbar gelagerter dreiarmiger Hebel
Z/1/2. Der Schenkel Z ist nach oben gerichtet
und mit einer oben abgerundeten Nase ο versehen, welche beim Niederklappen des Sitz-
brettes von dem unten ebenfalls abgerundeten Ende des Armes h getroffen wird. Bei hinreichendem
Druck auf das Sitzbrett wird die Nase ο von dem Arm h unter entsprechender
Drehung des Hebels H1I2 seitwärts gedrückt,
so dafs der Arm h schliefslich unter die Nase ο zu liegen kommt.
Durch die Wirkung des am Hebelarm Z1. sitzenden Gewichtes ρ schwingt der Hebel/Z1 Z2
jetzt wieder zurück, so dafs die Nase ο über den Arm h greift und somit das Sitzbrett
während der Benutzung des Closets sichert. Mit dem Hebelarm Z2 ist mittelst Zapfens m
eine Stange q drehbar verbunden, welche am oberen Ende mit mehreren Stiftreihen r besetzt
ist. Beim Niedergang der Stange q stöfst einer der Stifte r von oben gegen den Daumen
α1, wodurch dieser den Anschlag g1 nach
unten drückt und die Klappe cl so weit von der Bodenöffnung des Behälters k entfernt,
dafs das Geldstück herausfallen kann.
Die zum Niedergang der Stange q erforderliche Drehung des Hebels /' Z2 wird beim Austritt
der Person durch das Oeffnen der Thür C bewirkt. Hierzu ist mit der unteren Kante
der Thür eine gebogene Gelenkstange S verbunden, welche beim Oeffnen bezw. Schliefsen
der Thür eine in einer Oese u geführte Stange i hin- bezw. herschiebt. Das andere
Ende dieser Stange t ist keilförmig zügeschärft. Beim Oeffnen der Thür C schiebt sich dieser
Keil ν unter das Gewicht p, hebt dasselbe an und senkt hierdurch die Stange q, so dafs
hiermit das Geldstück in der oben beschriebenen Weise aus dem Behälter k freigegeben
wird. Gleichzeitig giebt auch der Schenkel Z den Arm h wieder frei, so dafs das Sitzbrett
mit diesem Arm durch die Wirkung des Gegengewichtes c nunmehr wieder von selbst
hochgeklappt wird. Das Sitzbrett schlägt hierbei, um Beschädigungen zu vermeiden, gegen
eine Bufferleiste w. Nach dem Herausgleiten des Geldstückes aus dem Behälter k erlangt
der andere Schenkel i des Hebels wiederum das Uebergewicht, so dafs der Hebel zurückschwingt
und die Klinke vor den Arm h vorgeschoben, das Sitzbrett also in hochgeklappter
Lage gesichert wird.
Das Niederschwingen des Hebels j wird durch den Stift χ begrenzt.
Derselbe Mechanismus kann mit geringen Abänderungen verwendet werden, wenn das
Closet durch einen Deckel geschlossen gehalten wird. In diesem Falle wäre die Einrichtung
so zu gestalten, dafs beim Einwerfen einer Münze der Deckel gehoben werden kann,
während beim Schliefsen der Thür der Deckel sich schliefst.
Claims (1)
- Patent-Anspruch:Bei einer öffentlichen Bedürfnifsanstält die Anordnung eines beim Oeffnen und Schliefsen der Thür bethätigten dreiarmigen, belasteten Hebels (H1PJ mit einer Nase (o) an dem einen Schenkel und einer mit Anschlagstiften (r) versehenen Schubstange (q) an dem zweiten Schenkel, in Verbindung mit einem an' dem klappbaren Sitzbrett befestigten Arm (la) und einem Riegel an dem Hebel (ij) des mit Klappboden (c y versehenen Münzeneinwurf behälters (k) derart, dafs einerseits nach dem durch Einwurf einer Münze erfolgten Entriegeln des Armes (h) letzterer beim Niederklappen des Sitzbrettes von dem Hebelschenkel Z festgelegt wird, andererseits beim Austritt aus der Anstalt das Sitzbrett behufs Hochschwingens wieder freigegeben und gleichzeitig der Klappboden (c1) des Geldbehälters durch die Schubstange (q) behufs Entleerens geöffnet wird und der Arm (h) nunmehr wieder von dem hochschwingenden Hebel (ij) aus verriegelt wird.Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE40711C true DE40711C (de) |
Family
ID=316248
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT40711D Expired - Lifetime DE40711C (de) | Oeffentliche Bedürfnifsanstalt mit selbsttätiger Gebührenerhebung |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE40711C (de) |
-
0
- DE DENDAT40711D patent/DE40711C/de not_active Expired - Lifetime
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