DE55430C - Kasten, dessen Verschlufs durch die eingelegten Gegenstände gesperrt wird - Google Patents
Kasten, dessen Verschlufs durch die eingelegten Gegenstände gesperrt wirdInfo
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- A—HUMAN NECESSITIES
- A47—FURNITURE; DOMESTIC ARTICLES OR APPLIANCES; COFFEE MILLS; SPICE MILLS; SUCTION CLEANERS IN GENERAL
- A47G—HOUSEHOLD OR TABLE EQUIPMENT
- A47G29/00—Supports, holders, or containers for household use, not provided for in groups A47G1/00-A47G27/00 or A47G33/00
- A47G29/14—Deposit receptacles for food, e.g. breakfast, milk, or large parcels; Similar receptacles for food or large parcels with appliances for preventing unauthorised removal of the deposited articles, i.e. food or large parcels
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Description
KAISERLICHES
ρατενταμτλ!
Die vorliegende Erfindung betrifft einen an Thüren, Wänden etc. in besonderer Weise zu
befestigenden Kasten, welcher, nachdem Gegenstände von entsprechendem Gewicht in denselben
hineingelegt und der Kasten verschlossen worden ist, erst dann wieder geöffnet werden
kann, wenn er von der Thür oder Wand abgenommen ist, was nur durch den Eigenthümer
geschehen kann. Dies soll dadurch erreicht werden, dafs der Kasten mit einem beweglichen Boden versehen ist, welcher durch
das Gewicht der eingelegten Gegenstände niedergedrückt wird und hierbei einen Schieber so
verschiebt, dafs letzterer die Schlüssellöcher, in welche der zum Aufschliefsen des Kastens
dienende Schlüssel eingesteckt werden mufs, verdeckt, wodurch die Verschlufsvorrichtung
unzugänglich wird. Wenn der Kasten von der Thür oder Wand abgenommen und sodann
derart umgestürzt wird, dafs die in demselben befindlichen Gegenstände nicht mehr
auf dem beweglichen Boden aufruhen, bewegt sich letzterer unter der Wirkung einer Feder
in seine normale Lage zurück und schiebt hierbei auch den Schieber wieder zur Seite,
so dafs die Schlüssellöcher freigegeben sind.
Anstatt das Heben des beweglichen Bodens durch Umstürzen des Kastens zu bewirken,
kann derselbe mit einer Vorrichtung versehen sein, mittelst welcher er sich selbstthätig hebt,
sobald der Kasten von der Thür oder Wand ■abgenommen ist.
Der Kasten ist hauptsächlich zum Ersatz der bisher an die Corridorthüren gehängten
Frühstücksbeutel bestimmt und soll eine Entwendung des Frühsücks unmöglich machen.
Auf der beiliegenden Zeichnung ist der Kasten in Fig. 1 und 2 in zwei senkrecht zu
einander genommenen Verticalschnitten und in Fig. 3 im Horizontalschnitt dargestellt. Die
übrigen Figuren zeigen Einzelheiten bezw. Abänderungen.
Der aus Blech hergestellte Kasten A ist mit einem um Scharniere drehbaren Deckel B versehen.
Eine ah der Hinterwand des Kastens A befestigte, sich gegen den Deckel B anlehnende
Feder α ist stets bestrebt, den' Deckel zu öffnen.
Die Verschlufsvorrichtung, durch welche der Deckel B in der geschlossenen Lage erhalten
wird, besteht aus zwei zweiarmigen Hebeln c c, deren obere Arme mit Nasen c1 cλ versehen
sind, welche über einen an dem Deckel B angebrachten Schlofsbügel b greifen (Fig. 1 und 2).
Die Hebel c c sind bei c° an einem an der Vorderwand des Kastens A angebrachten Steh-.
bolzen d, Fig. 2, drehbar gelagert. Die unteren Arme' der Hebel c c sind mit seitlich absiehenden
Platten c2 versehen. Gegen die Innenseite dieser Platten lehnen sich die freien
Enden zweier an dem Kasten A befestigter Federn/, welche bewirken, dafs die unteren
Arme der Hebel cc stets nach rechts (Fig. 1) und folglich die oberen Arme mit den
Nasen c1 nach links gedrückt werden. Wird daher der Deckel B, wenn er geöffnet war,
niedergedrückt, so schnappt der Bügel b unter die federnden Nasen C1C1 ein und letztere
halten nun den Deckel in der geschlossenen Lage fest. In der Lage Fig. ι liegen die
unteren Arme der Hebel c c an einem an der Seitenwand des Kastens angebrachten Anschlagstift
g an, damit sie sich nicht weiter nach rechts drehen können.
Um den Kasten wieder öffnen zu können, sind in der Mitte vor den Platten c2 der
Hebel cc in der Seitenwand - des...Kastens A
zwei Löcher α1«2, Fig. 3, angebracht. Zum
Oeffnen dient ein gabelförmiger Schlüssel h, Fig. 4, dessen Zinken h1 h1 ebenso .weit von
einander entfernt sind, wie die Löcher al a2
des Kastens. Der Schlüssel h wird mit seinen beiden Zinken in die Löcher a1 a2 des Kastens
so weit als möglich hineingesteckt: hierbei drücken die Zinken h ! h 2 die unteren Arme
der Hebel cc nach links (Fig. 1, was zur
Folge hat, dafs die Nasen c1 den Bügel b des
Deckels B freigeben (s. Fig. 5), worauf der Deckel unter der Wirkung der Feder α in die
Höhe schnellt.
In dem Kasten A ist ein besonderer beweglicher Boden A1 angeordnet, welcher an seiner
einen Schmalseite (in Fig. 1 links) durch Scharniere a° drehbar an dem Kasten befestigt
ist. Das gegenüberliegende freie Ende des Bodens A1 ist durch eine senkrechte Stange i
mit dem hinteren Arm kl eines bei k° an der
betreffenden Seitenwand des Kastens drehbar gelagerten zweiarmigen, aus einem Blechstreifen
bestehenden Hebels k1 k2, Fig. 2, verbunden.
Eine unter dem beweglichen Boden a1 angeordnete Feder I, Fig. 1, ist stets bestrebt,
den Boden A1 in der waagrechten Lage zu erhalten. Bei dieser Lage des Bodens nimmt
der Hebel k1 A2 die in Fig. 2 in. vollen Linien
gezeichnete Lage ein, in welcher sein hinterer Arm k J an. einem . an dem Kasten A angebrachten
Anschlagstift m anliegt, so dafs der Boden A1 nicht weiter gehoben werden kann.
Sind Gegenstände, z. B. Brödchen, in den Kasten hineingelegt worden, so drücken dieselben
infolge ihres Gewichtes den Boden A1 nach unten in die in Fig. 1 punktirt gezeichnete
Stellung. Bei dieser Senkung des Bodens A1 wird der Hebel k1 k2 so weit gedreht, dafs er
die in Fig. 2 punktirt gezeichnete Lage einnimmt, in welcher sein vorderer Arm k2 über
den Schlüssellöchern α1 α2 des Kastens liegt
und also letztere verdeckt. Der Schlüssel h kann nun nicht in den Kasten hineingesteckt
und somit letzterer nicht geöffnet werden. Der Arm k2 findet in dieser Lage einen Anschlag
in dem Stift g.
Behufs Befestigung des Kastens an der Thür sind in der Hinterwand desselben nahe dem
oberen Rande zwei Schlitze α8 α4, Fig. 1, angebracht,
mittelst welcher der'Kasten an zwei an der Aufsenseite der Thür befestigte Haken n,
Fig. 2, angehängt wird. Ferner ist in der Mitte der Hinterwand, nahe dem unteren
Rande, noch ein Ausschnitt as vorgesehen,
■durch welchen beim Anhängen des Kastens ein an der Thür angebrachter drehbarer
Wirbel 0 hindurchtritt, welcher sodann um 90° gedreht wird und in dieser Stellung den
Kasten an der Thür festhält, so dafs derselbe nicht abgenommen werden kann. Ueber dem
"Ausschnitt α5 ist an der Innenseite der Hinterwand eine Blechkappe α6 angelöthet, welche
den Wirbel 0 vollständig überdeckt, so dafs derselbe von dem Innern des Kastens aus
nicht gedreht werden kann. Der Wirbel 0 reicht durch die Thür hindurch bis zur Innenseite
derselben (s. Fig. 2) und kann nur von hier aus gedreht werden. ■ · ■
Der Bäckerjunge, welcher des Morgens die Frühstücksbrödchen etc. bringt, erhält einen
Gabelschlüssel h, damit er den an der Thür befestigten Kasten öffnen kann. Derselbe legt
dann die Brödchen in den Kasten, wobei sich der Boden Αλ senkt und daher der Schieber k2
über die Schlüssellöcher αΛ α2 geschoben wird.
Alsdann klappt der Bäckerjunge den Deckel B zu. Nun kann der Kasten durch Unbefugte
nicht mehr geöffnet werden und eine Entwendung seines Inhaltes ist also unmöglich.
Der Eigenthümer des Kastens nimmt dann den Kasten,' nachdem er den Wirbel 0 entsprechend
umgedreht hat, von der Thür ab und stürzt ihn behufs Oeffnung so um, dafs sein Inhalt nicht mehr auf dem Boden A1 aufruht.
Infolge dessen kehrt der Boden A1 unter der Wirkung der Feder I in seine gewöhnliche
Lage zurück und bewegt hierbei unter Vermittelung der Stange i den Schieber k2
von den Schlüssellöchern λ1 α2 ab, so dafs der
Kasten nun mittelst des Schlüssels h geöffnet und der Inhalt herausgenommen werden ,kann.
Anstatt das Heben des Bodens A' und
Zurückschieben des Schiebers k2 durch Umstürzen des Kastens zu bewirken, kann der
letztere mit einer besonderen Vorrichtung versehen werden, durch welche der Boden A1
selbstthätig gehoben wird, sobald der Kasten von der Thür abgenommen ist. Diese Vorrichtung
besteht zweckmäfsig aus einem unter dem Boden A1 angeordneten zweiarmigen
Hebel w, Fig. 1 und 2, welcher bei w° an
einem an dem Kasten A sitzenden Ansatz drehbar befestigt ist. An dem unteren Ende
des Hebels iv ist ein waagrechter Bolzen wx
drehbar befestigt, dessen anderes Ende sich in einem entsprechenden Loch in der Hinterwand
des Kastens führt. Auf den Bolzen η>λ ist
eine kräftige Zugfeder w2 aufgesteckt und mit ihren Enden an dem Hebel w und an der
Hinterwand des Kastens befestigt; diese Feder, ist s'ets bestrebt, den Hebel w in die in Fig. 2
punktirt gezeichnete Lage zu ziehen.
Claims (2)
1. Ein mit einem beweglichen Boden versehener Kasten, bei welchem das oder die
Schlüssellöcher des den zugeklappten Deckel festhaltenden Schnappschlosses dadurch versperrt
werden, dafs der bewegliche Boden A1 bei seinem durch die in den Kasten gelegten
Gegenstände hervorgerufenen Herabgange vermittelst einer Stange i einen doppelarmigen, innen an dem Kasten angebrachten
Hebel kl k2 so dreht, dafs der letztere das oder die Schlüssellöcher verdeckt.
2. In Verbindung mit dem Kasten (Anspruch i.) eine Vorrichtung, um die Sperrung des
Verschlusses selbstthätig aufzuheben, sobald der Kasten von der Thür, Wand etc. abgenommen
wird, bestehend aus einem unter dem beweglichen Boden (A1J an
dem Kasten drehbar gelagerten zweiarmigen Hebel (w) und einem mit dessen
unteren Ende drehbar· verbundenen, aus der Hinterwand des Kastens herausragenden
Bolzen (w1), welche letztere bei Anbringung
des Kastens durch die Thür, Wand etc. zurückgedrückt wird und hierbei den
Hebel (w) so umlegt, dafs der Boden (A') sich frei senken kann, während beim Abnehmen
des Kastens eine Feder (w1) den
Hebel (w) so dreht, dafs sein oberes Ende den Boden (A1) emporhebt und dadurch
das Zurückdrehen des Sperrschiebers (k?) bewirkt.
Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE55430C true DE55430C (de) |
Family
ID=329958
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT55430D Expired - Lifetime DE55430C (de) | Kasten, dessen Verschlufs durch die eingelegten Gegenstände gesperrt wird |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE55430C (de) |
-
0
- DE DENDAT55430D patent/DE55430C/de not_active Expired - Lifetime
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