DE76174C - Von innen und aufsen zu lösende Sperrvorrichtung für Thüren, Gatter u. dergl - Google Patents

Von innen und aufsen zu lösende Sperrvorrichtung für Thüren, Gatter u. dergl

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DE76174C
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Application number
DENDAT76174D
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P. WEGENER und H. RATH in Berlin, Reichen, bergerstrafse 119
Publication of DE76174C publication Critical patent/DE76174C/de
Anticipated expiration legal-status Critical
Expired - Lifetime legal-status Critical Current

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    • EFIXED CONSTRUCTIONS
    • E05LOCKS; KEYS; WINDOW OR DOOR FITTINGS; SAFES
    • E05CBOLTS OR FASTENING DEVICES FOR WINGS, SPECIALLY FOR DOORS OR WINDOWS
    • E05C17/00Devices for holding wings open; Devices for limiting opening of wings or for holding wings open by a movable member extending between frame and wing; Braking devices, stops or buffers, combined therewith
    • E05C17/02Devices for holding wings open; Devices for limiting opening of wings or for holding wings open by a movable member extending between frame and wing; Braking devices, stops or buffers, combined therewith by mechanical means
    • E05C17/04Devices for holding wings open; Devices for limiting opening of wings or for holding wings open by a movable member extending between frame and wing; Braking devices, stops or buffers, combined therewith by mechanical means with a movable bar or equivalent member extending between frame and wing

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Operating, Guiding And Securing Of Roll- Type Closing Members (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAM
Den Gegenstand vorliegender Erfindung bildet eine Sicherungsvorrichtung an Thüren, vermittelst wekher das Oeffnen der ThUr nur bis zu einer gewissen Spaltgröfse gestattet wird. Diese Sicherungen haben den Zweck, Unbefugten oder Eindringlichen den Eingang in eine Wohnung durch die Thür zu versperren, dabei aber dem Wohnungsinhaber zu gestatten, mit der aufserhalb der ThUr stehenden Person zu sprechen oder Gegenstände in Empfang zu nehmen.
Beiliegende Zeichnung stellt diese Erfindung in zwei Arten dar, von denen die eine für leichtere Thüren, wie solche zum Abschlufs von Wohnungen benutzt werden, während die andere Art für schwere Thüren, z. B. Hausthüren, Thore etc., verwendet werden soll.
Fig. ι ist die Seitenansicht der Gleitschiene, Fig. 2 deren Frontansicht,
Fig. 3 Draufsicht derselben,
Fig. 4 der in die Laufbahn eingreifende Zuhalter,
Fig. 5 eine Abänderung der Gleitschiene mit Verlängerung,
Fig. 6 eine Seitenansicht der Sicherung an schweren Thüren, andere Ausführungsform.
Fig. 6 a zeigt die Sicherung aus der Hauptfigur 6 mit ausgelöstem Sicherungshaken,
Fig. 7 eine Draufsicht derselben.
Fig. 7 a zeigt den Eingriff des Sicherungshakens in das Gleitblech, welches zum Theil die Bewegung bereits gemacht hat.
Fig. 8 zeigt einerseits den Angriff des Sicherungshakens q und andererseits den Sicherungshaken in seiner gleitenden Bewegung.
Die in den Fig. 1 bis 4 dargestellte Sicherung wird aus Metall, sei es aus Gufseisen oder Messing etc., hergestellt und besteht aus einer viereckigen, nach der Frontseite hin offenen Rinne a, welche an einem Winkellappen b befestigt ist und an ihrer vorderen Seite eine Gleitnase c trägt. Vermittelst des Winkellappens b wird die Gleitschiene an dem Thürpfosten durch Schrauben befestigt und ist offen nach der Richtung hin, in welcher das Oeffnen der Thür erfolgt. Die Gleitschiene α ist an ihrem oberen Theil durch einen Ausschnitt d unterbrochen und trägt auf dem Boden eine einerseits durch den Stift e festgehaltene und andererseits durch Niete f befestigte Feder g, welche, freigegeben, die in Fig. 1 punktirte Lage einzunehmen vermag.
Der Ausschnitt d in der oberen Gleitschiene ist aus dem Grunde gemacht, dafs das vordere Ende h des um den Bolzen i drehbaren, durch den Stift k arretirten Umlegehebels / einfallen kann. Im entsicherten Zustande befindet sich der Hebel I nach der Pfeilrichtung (Fig. 3) umgelegt, so dafs seine Nase h aufser Eingriff mit der Gleitrinne α ist. Behufs Sicherung wird der Hebel / zurückgedreht und die Nase h in Eingriff mit der Leitschiene gebracht. Sobald die Thür geöffnet wird, was in der Pfeilrichtung Fig. 4 erfolgt, gleitet die Nase h in der Gleitschiene so weit, bis sie die Schlufswand der Gleitrinne erreicht, wodurch das weitere Oeffnen der Thür verhindert wird.
Ist nun die Thür von aufsen aus Versehen zugeschlagen worden, während die Sicherung in Eingriff ist, so kann nun durch das Heraus-
ziehen des die Feder g haltenden Stiftes e die Entsicherung gelöst werden. Zu diesem Zwecke wird die Thür so weit geöffnet, als es die Sicherung zuläfst, und durch den entstandenen Thürspalt wird der Stift e herausgezogen, wodurch die Feder g zur freien Entfaltung ihrer Wirkung gelangt. Die Nase des Sicherungshebels mufs nun beim Zumachen der Thür, die Feder herabdrückend, auf derselben sitzend gleiten und wird, sobald er den Ausschnitt d der Gleitschiene erreicht, von der Feder aus der Rinne gehoben. Die Sicherungsvorrichtung ist nun vollständig entsichert und die Thür kann beliebig aufgemacht werden, wobei die Nase des Hebels nunmehr auf der oberen Decke der Gleitbahn gleitet und von der Führungsnase c geleitet wird, falls der Sicherungshebel nicht herumgelegt worden ist.
Fig. 5 stellt dieselbe Gleitbahn dar, nur in einer Anordnung, welche die Gleitbahn verlängert. Zu diesem Zwecke ist die Gleitbahn a in der Mitte um ein Scharnier m drehbar getheilt, so dafs der eine Theil desselben, a1, im unbenutzten Zustande frei herabhängt. Durch den eingelegten Sicherungshebel / wird beim Oeffnen der Thür die gebrochene Gleitbahn in die Höhe gehoben und es kann nun eine Thüröffnung entstehen, welche der Länge der Gleitbahn α α1 entspricht.
Die in den Fig. 6 und 7 dargestellte Sicherung verfolgt denselben Gedanken, nur ist deren Ausführung kräftiger und dem Gewicht der Thiiren entprechend ausgebildet. An der Thür wird der einseitig umlegbare, durch die Stifte ο ο arretirte Hebel η mit seinem Grundblech ρ befestigt.
Der flach gehaltene Hebel endigt in einen nach abwärts gekehrten und mit einer Aufhaltenase versehenen Winkel q und trägt eine unten durch Niete an ihm befestigte und mittelst eines Auges ihn durchdringende, durch Stifte r feststellbare Feder s. Die Feder s ist so lang gemacht, dafs sie bei geschlossener Sicherung auf der Gleitbahn aufzuliegen kommt, um auf dieser eine steife und widerstandsfähige Unterlage zu finden. Die Gleitbahn besteht aus einem kräftigen, nach einem der Thürbreite entsprechenden Radius gebogenen und mit einem Schlitze u versehenen Bleche t, welches an seinem vorderen Theile einen Ausschnitt ν und eine Führungsplatte w trägt. Die Gleitbahn t ruht auf einem kräftigen und durch Schrauben an den Thürpfosten befestigten Winkel x, dessen aufgesetzter Stift den Schlitz u der Gleitbahn t durchdringt, ein der Drehbahn entsprechendes Schlufsblech y und eine in eine Halbkugel ausmündende Feder \ trägt, die, auf der Gleitbahn schleifend, in einer Bohrung derselben Rast findet.
Beim Einstellen der Sicherung greift die Nase q des einseitigen Sicherungshebels η durch den Ausschnitt ν des Gleitbleches t. Erfolgt nun das Oeffnen der Thür, so nimmt der Hebel η die Gleitbahn in der Pfeilrichtung der Fig. 6 derart mit, dafs dieselbe, auf dem Bolzen des Winkels χ gleitend, vorgezogen wird. Hierdurch erfolgt das Oeffnen der Thür in einer der Länge der Gleitbahn entsprechenden Weite (Fig. 7 a). Durch das Schliefsen der Thür wird die Gleitbahn wieder zurückgezogen und es nimmt die Sicherungsvorrichtung die in Fig. 7 dargestellte Lage ein.
Soll nun die Entsicherung erfolgen, so mufs die Thür auf ihren gröfsten Spalt geöffnet werden und es wird danach der Vorstecker r aus der an der Feder s angebrachten Oese herausgezogen, wodurch die Feder s gelöst wird und sich drückend auf das Gleitblech t legt. Die nun in Wirksamkeit getretene Feder 5 versucht den Sicherungshaken η aus seiner Oeffnung ν herauszuheben, was jedoch nicht möglich ist, da die Nase q des Sicherungshakens sich von unten an das Blech legt, wie Fig. 8 zeigt. Wird nun die Thür in den geschlossenen Zustand zurückgebracht, so wird auch das Gleitblech in die erste Lage zurückgeschoben und es werden die einzelnen Theile die Stellung, welche Fig. 6 zeigt, einnehmen. Die Nase q des Sicherungshakens gelangt innerhalb des Ausschnittes ν in eine derartige Stellung, dafs der Haken seine Berührung mit dem Gleitblech verliert und die Feder s ihre volle Wirksamkeit entfalten kann. Der Sicherungshaken wird infolge dessen so hoch gehoben, dafs die Unterkante desselben auf das Gleitblech zu liegen kommt. Erfolgt nun die Oeffnung der Thür, so gleitet der Sicherungshaken η an dem Führungsblech w herab, während die Feder s schleifend denselben hochhält. Es kann daher die Thür nunmehr geöffnet werden. Beim Schliefsen derselben gleitet der Sicherungshaken wieder auf dem Gleitblech w t hin, so dafs ein Eingreifen des Sicherungshakens nicht erfolgen kann.
Um diese Sicherung wieder in Wirksamkeit treten zu lassen, mufs nun die Feder s an dem Sicherungshaken durch den Vorstecker r befestigt werden, wodurch der Mechanismus seine ursprüngliche Lage wieder einnimmt.
Die Verwendung der Thürsicherung beschränkt sich nicht allein auf Flur- und Hausthüren, sondern erstreckt sich auch auf Stallthüren, Gatter etc.
Bei den Ställen ist es erwünscht, die Thüren spaltweise offen zu halten, um frische Luft eintreten zu lassen, da gewöhnlich die Fenster schwer oder gar nicht zu öffnen sind. Würde die Stallthür nur angelehnt werden, so könnte es vorkommen, dafs die Thiere, nachdem sie sich von dem Stande losgemacht haben, die Thür aufstofsen und aus dem Stall entweichen.
Die Sicherungsvorrichtung für diese Thüren mufs sowohl von aufsen als von innen gelöst werden können, da in den Ställen sich meist Niemand befindet. Die Lösung der Sperrung wird also von aufsen durch Freigabe der an der Sicherung angebrachten Feder bewirkt.
Aufserdem ist es häufig erwünscht, die Thüren von Häusern, in denen nur sehr wenige Personen wohnen, jederzeit zu sperren, ohne die Thür abschliefsen zu müssen oder bei dem Abschliefsen der Thür eine doppelte Sperrung zu haben. Für diesen Fall wird die ThUrsicherung so eingelegt, dafs beim Schliefsen der Thür die Sperrklinke in die Rinne einhakt.
In der Zeichnung ist die Sperrung der Feder nur angedeutet und durch einen Steckstift, welcher durch das Auge der Feder dringt, dargestellt. Es kann diese Sperrung in verschiedener Weise ausgeführt und auch so eingerichtet werden, dafs sie nur durch eine besondere Vorkehrung (Steckschlüssel) gelöst werden kann.

Claims (2)

Patent-Ansprüche:
1. Eine von innen und aufsen zu lösende Sperrvorrichtung für Thüren, Gatter und dergl., bei welcher ein umlegbarer Schliefshebel in der Rinne einer Gleitbahn geführt wird, gekennzeichnet durch eine in der Gleitbahn (a) angeordnete, von innen und aufsen freigebbare Feder (g), mittelst welcher der Schliefshebel beim Schliefsen der Thür aus der Gleitbahn gehoben und die Thür entsichert werden kann.
2. Eine Ausführungsform der unter ι. genannten Sperrvorrichtung, wobei die Gleitbahn durch ein Gleitblech (t) ersetzt ist, welches, mit dem hinteren, geschlitzten Ende am Thürpfosten gleitend, vom am vorderen Ende lösbar befestigten Schliefshebel (n), der Spaltweite der Thür entsprechend, mitgenommen wird und nach erfolgter Lösung der mit dem Schliefshebel verbundenen Feder (s) erst beim Thürschlufs die selbstthätige Freigabe des Schliefshebels zuläfst.
Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
DENDAT76174D Von innen und aufsen zu lösende Sperrvorrichtung für Thüren, Gatter u. dergl Expired - Lifetime DE76174C (de)

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