DE4024576A1 - Vorrichtung zum einseitigen aetzen einer halbleiterscheibe - Google Patents
Vorrichtung zum einseitigen aetzen einer halbleiterscheibeInfo
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Description
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum einseitigen Ätzen von
Halbleiterscheiben (Siliciumwafern), welche nach Art einer Ätzdose
aufgebaut ist.
Eine solche ist bekannt aus der Zeitschrift Vacuum
Science Technology, Ausgabe Juli/August 1985, Seiten 1015 ff.,
G. Kaminsky, "Mikromachining of silicon mechanical structures".
Darin wird eine Ätzhalterung für Siliciumwafer in Form einer Teflon
platte beschrieben, an deren Rand in einer Nut ein O-Ring angeordnet
ist, auf dem der zu ätzende Wafer gelagert wird. Der Wafer wird
durch einen Ring aus Teflon, welcher mittels Nylonschrauben mit der
Grundplatte verbunden wird, auf der Teflonplatte befestigt. Durch
den Teflon-Ring gelangt Ätzlösung an die Oberfläche des Wafers. Der
O-Ring verhindert, daß Ätzlösung an die Rückseite gelangt. Die
Ätzlösung kann allerdings den Rand des Wafers bis zur Kontaktzone
zwischen Wafer und O-Ring beidseitig benetzen. Die mechanische Sta
bilität ist deshalb im Randbereich des Wafers vermindert, außerdem
werden Bearbeitungsmöglichkeiten des Wafers nach dem Ätzprozeß ein
geschränkt. Während des Ätzvorgangs steigt infolge der hohen Ätztem
peraturen der Druck der unter dem Wafer befindlichen Luft an. Da
durch erhöht sich, besonders am Randbereich des Wafers, wo er auf
dem O-Ring aufliegt, die Bruchgefahr. Eine Vorrichtung zum Druckaus
gleich für den unter dem Wafer entstehenden Luftraum ist nicht vor
gesehen. Auch die Möglichkeit einer elektrischen Kontaktierung des
Wafers, um einen elektrochemischen Ätzstop durchführen zu können,
ist nicht vorgesehen.
Das Grundmaterial Teflon weist ferner eine für die vorgesehene
Anwendung bei hohen Ätztemperaturen zu geringe Formstabilität auf.
In Lösungen verändert Teflon durch Quellen sein Volumen und damit
seine Form. Eine Ätzhalterung aus Teflon kann deshalb nicht mehrfach
benutzt werden.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Vorrichtung für das
einseitige Ätzen von Siliciumwafern anzugeben, die den zu ätzenden
Wafer mechanisch gering beansprucht, einen vollständigen Schutz der
Waferkanten gewährleistet und einen elektrochemischen Ätzstop
gestattet.
Die Aufgabe wird erfindungsgemäß gelöst durch die kennzeichnenden
Merkmale des Anspruchs 1. Hierbei wird eine Halterung nach Art einer
Ätzdose mit offenem Oberteil benutzt, die mit zwei O-Ringen versehen
ist, zwischen welche der Wafer eingespannt wird und welche so ange
ordnet sind, daß die Ätzlösung nur den innerhalb des deckelseitigen
O-Rings befindlichen Innenbereich der zu ätzenden Waferseite errei
chen kann. Der unter der Waferrückseite entstehende Hohlraum ist
über eine Bohrung, der sich ein Rohr oder ein Schlauch anschließt,
mit der Außenumgebung verbunden. Die Entstehung eines Überdruckes
unter dem Wafer ist dadurch ausgeschlossen. Durch die Bohrung wird
gleichzeitig die Zuleitung geführt für die zum elektrochemischen
Ätzstop erforderliche elektrische Kontaktierung des Wafers.
Die erfindungsgemäße Vorrichtung hat den Vorteil, daß die Waferkante
absolut sicher gegen Kontakt mit der Ätzlösung geschützt ist. Die
den Wafer haltenden O-Ringe sind genau übereinander angeordnet, so
daß beide Waferseiten mit symmetrischen Haltekräften beaufschlagt
werden. Der Wafer ist dadurch, daß seine Befestigung nur über
O-Ringe erfolgt, elastisch gelagert. Er wird gegen die Ätzlösung
geschützt von der Rückseite her elektrisch kontaktiert. Durch die
Verbindung mit der Außenumgebung entsteht auch bei hohen Tempera
turen der Ätzlösung im Hohlraum unter der Waferrückseite kein
Überdruck. Die Vorrichtung gestattet damit eine maximale Bruchsi
cherheit. Die gute Formstabilität der vorgeschlagenen Materialien
gestattet eine Mehrfachverwendung der Ätzdose. Die elektrische Kon
taktierung des Wafers erfolgt vorteilhaft durch Federkontakte.
Weitere vorteilhafte Weiterbildungen der Vorrichtung ergeben sich
aus den in den Unteransprüchen genannten Maßnahmen.
Bei Herstellung der Ätzdose aus einem Polyvinyliden Fluo
rid-(PVDF)-Kunststoff werden zweckmäßig in Deckel und Bodenteil je
weils Nuten vorgesehen, welche die O-Ringe fixieren. Das Volumen der
Nuten wird, da die O-Ringe durch den Kontakt mit der Ätzlösung quel
len, so bemessen, daß der Druck auf den Wafer konstant bleibt. Im
Kontaktbereich zwischen Deckel und Bodenteil ist zweckmäßig ein
dritter O-Ring vorgesehen, um zusätzliche Sicherheit zu erhalten,
daß keine Ätzlösung in den Kantenbereich eindringen kann. Vorteil
haft wird für die elektrische Kontaktierung der Waferrückseite ein
Federstift verwendet.
In einer anderen vorteilhaften Ausführung wird die Ätzdose von einer
im Handel erhältlichen Polypropylen-(PP)-Transportbox abgeleitet.
Eine auf diese Art gefertigte Ätzdose ist milchig durchsichtig und
gestattet, etwaige Undichtheiten der Ätzdose sofort von außen zu er
kennen. Eine solche aus PP bestehende Ätzdose ist ferner außeror
dentlich preisgünstig. In den Kontaktbereich zwischen Deckel und Bo
denteil wird als zusätzliche Dichtung zweckmäßig Siliconpaste einge
bracht. Ein Federteil im Grundkörper erlaubt eine zuverlässige elek
trische Kontaktierung der Waferrückseite sowie ein schnelles Einset
zen und Entnehmen des Wafers.
Zwei Ausführungsbeispiele der Erfindung werden anhand von Zeichnun
gen und der anschließenden Beschreibung näher erläutert werden.
Es zeigen
Fig. 1 einen Schnitt einer aus PVDF gefertigten Ätzdose,
Fig. 2a und 2b Schnitte einer PP-Ätzdose.
Das in Fig. 1 gezeigte erste Ausführungsbeispiel besteht aus den
Hauptteilen Grundkörper 3 und Deckel 2. Beide Teile sind aus dem
Kunststoff PVDF gefertigt. Das Material ist auch bei hohen Tempe
raturen formstabil und erlaubt eine Mehrfachverwendung der Ätzdose.
Die gesamte, aus Deckel 2 und Grundkörper 3 gebildete Ätzdose hat
vorzugsweise eine runde Form, jedoch sind auch andere Formen mög
lich. Deckel 2 und Grundkörper 3 sind in ihrer Form so gestaltet,
daß sie aufeinander passen. Dazu ist der Rand des Deckels 2 gegen
über dem Innenbereich 12 stufenförmig abgesenkt, während der Rand
des Grundkörpers 3 stufenförmig erhöht ist. Die Stufungen sind so
gestaltet, daß bei geschlossener Ätzdose mit darin befindlichem Wa
fer die Randbereiche des Deckels 2 und des Grundkörpers 3 bündig
aufeinanderliegen, wobei die O-Ringe 7, 8, zwischen welchen der Wafer
1 eingespannt ist, um etwa 20% ihrer Schnurdicke gequetscht sind.
Die Durchmesser der Vertiefung am Innenbereich 13 bzw. der Überhö
hung am Innenbereich 12 sind etwas größer als der Durchmesser des
Wafers 1, für den die Ätzdose ausgelegt ist. Der Grundkörper 3 be
sitzt vorzugsweise zwei konzentrische Nuten 18 und 19, von denen
eine in den stufenförmig überhöhten Randbereich, die andere am Rand
des Innenbereichs 13 eingearbeitet ist. In den Nuten 18, 19 befindet
sich jeweils ein O-Ring 8, 9. Die innerhalb des inneren O-Ringes 8
liegende Grundkörperoberfläche 14 ist über eine Bohrung 4, deren
Durchmesser zweckmäßig 0,1-5 mm beträgt, mit der Grundkörperaußen
seite verbunden. Am Ausgang der Bohrung 4 auf der Grundkörperaußen
seite schließt sich unmittelbar ein Röhrchen 6 oder ein Schlauch an,
welche die Bohrung 4 fortsetzt. Durch die Bohrung 4 erfolgt zum ei
nen der Druckausgleich zwischen der Umgebung und dem durch Wafer 1,
O-Ring 8 und Grundkörperoberfläche 14 umschlossenen Raum. Zum ande
ren wird durch die Bohrung 4 der für die elektrische Kontaktierung
des Wafers 1 erforderliche Draht 10 nach außen geführt. Die Boh
rung 4 verläuft zweckmäßig rechtwinklig von der Innenfläche zur
schmalen seitlichen Außenfläche des Grundkörpers. Durch die recht
winklige Führung kann die Ätzdose bequem vertikal in die Ätzlösung
eingeführt werden. Die Bohrung 4 ist zu diesem Zweck an ihrem Aus
gang in Form eines sich anschließenden geraden Röhrchens 6 oder
Schlauches fortgesetzt, welches aus der Ätzlösung herausragt. Andere
Führungen der Bohrung 4 sind selbstverständlich gleichwertig. Auf
der inneren Grundkörper-Oberfläche 14 ist am Ende des durch die Boh
rung 4 geführten Drahtes 10 ein Federkontakt 11 angebracht, der eine
sichere elektrische Kontaktierung des Wafers 1 gewährleistet.
Der Ätzdosendeckel 2 weist im gegenüber dem Rand überhöhten Innenbe
reich 12 eine Nut 17 auf, die so ausgebildet ist, daß sie bei ge
schlossener Ätzdose genau über der Innennut 18 des Grundkörpers
liegt. In der Nut ist ein weiterer O-Ring 7 angeordnet.
Der äußere O-Ring 9 im Grundkörper 3 und der im Deckel 2 plazierte
O-Ring 7 sind während des Ätzprozesses jeweils von einer Seite her
der Ätzlösung ausgesetzt, wodurch sie geringfügig quellen. Dies kann
zu einem erhöhten Druck auf den zwischen den O-Ringen 7 und 8
eingespannten Wafer führen. Die Form der die O-Ringe 7 bis 9 fixie
renden Nuten 17 bis 19 ist deshalb zweckmäßig so gestaltet, daß eine
Volumenvergrößerung der O-Ringe 7 bis 9 infolge Quellens von den Nu
ten 17 bis 19 aufgenommen und der Druck auf den Wafer 1 dadurch je
derzeit etwa konstant bleibt.
Deckel 2 und Grundkörper 3 der Ätzdose werden durch Schrauben, wel
che durch dafür an den Rändern von Deckel und Grundkörper angeordne
te Bohrungen 15 gesteckt werden, zusammengehalten. Alternativ kann
die Verbindung von Deckel und Grundkörper auch durch Schnellspann
verschlüsse erfolgen. In diesem Fall müssen an der Deckeloberseite
und der Grundkörperunterseite Maßnahmen zur Fixierung der Schnell
spannklammern getroffen werden. Der Druck, mit dem die Ätzdosenteile
zusammengepreßt werden, ist so zu wählen, daß die gestuften Ränder
von Deckel 2 und Grundkörper 3 fest aufeinander liegen, wobei die
von außen sichtbaren O-Ringe 7 und 9 nahezu vollständig in die Nu
ten 17 bzw. 19 gepreßt werden.
Zur Anwendung der Ätzdose wird der Wafer 1 in den Grundkörper 3 auf
den darin angeordneten inneren O-Ring 8 gelegt. Die zu schützende
Seite weist zur Grundkörperoberfläche 14. Anschließend wird der
Deckel 2 aufgelegt und durch Festziehen der Schrauben mit dem Grund
körper 3 verbunden. Die verschlossene Ätzdose kann in beliebiger
Weise der Ätzlösung ausgesetzt werden. Insbesondere können Dauer und
Temperatur des Ätzprozesses frei gewählt werden, da durch die Druck
ausgleichsbohrung 4 gewährleistet ist, daß in dem unter dem Wafer 1
gegebenen Hohlraum kein Überdruck, und somit keine Bruchgefahr ent
stehen kann.
Ein zweites Ausführungsbeispiel zeigen die Fig. 2a und 2b. Mit
dem ersten Ausführungsbeispiel übereinstimmende Teile sind mit den
gleichen Bezugszahlen versehen.
Das in Fig. 2a gezeigte Ausführungsbeispiel besteht aus den Haupt
teilen Deckel 22 und Grundkörper 23 sowie zwei Preßringen 44. Der
Grundkörper 23 ist das Unterteil einer handelsüblichen Wafertrans
portbox, wie sie beispielsweise bei der Fa. FLUOROWARE erhältlich
ist. Die Ätzdose besteht aus Polypropylen (PP), einem Material das
auch bei hohen Ätztemperaturen eine gute Formstabilität aufweist und
sehr preiswert ist. In der leicht konischen Bodenwanne des Grundkör
pers 23 befinden sich ein zentrisch lose eingelegter O-Ring 28, des
sen Durchmesser etwa 4/5 des Ätzdosendurchmessers beträgt, sowie ein
innerhalb des O-Ringes 28 angeordnetes kreuzförmiges Federteil 41,
wie es ebenfalls im Handel erhältlich ist. Eine der vier federnden
Zungen 42 des Federteils 41 ist mit einem elektrisch leitenden Blech
43 einer Dicke von ungefähr 0,05 mm ummantelt. Das Federteil 41 sta
bilisiert einerseits bei geschlossener Ätzdose den zu ätzenden Wafer
1 im Mittelbereich, andererseits dient die blechummantelte Zunge 42
zur elektrischen Kontaktierung der Waferrückseite. Es kann fest mit
dem Grundkörper 3 verbunden oder lose eingelegt sein. In letzterem
Fall ist zweckmäßig eine Lagerung für das Federteil 41, zum Beispiel
in Form eines Ringes vorgesehen. An das Metallblech 43 ist ein Draht
10 aus Platin angelötet, welcher durch eine in der Bodenwanne des
Grundkörpers 23 plazierte Bohrung 4 aus dem Grundkörper herausge
führt ist. An die Bohrung 4 schließt sich an der Bodenwannen-Außen
seite dichtschlüssig ein aus der Ätzlösung herausragendes Röhrchen
6, bzw. ein Schlauch o. dgl. an, in dem der Kontaktierdraht 10 aus
der Ätzlösung herausgeführt wird. Der Deckel 22 leitet sich aus dem
standardmäßig zum Grundkörper 23 gehörenden Oberteil der Transport
box ab. In die Oberseite ist eine kreisförmige Öffnung 25 gedreht,
durch welche die Ätzlösung hindurchtreten kann. Ihr Durchmesser be
trägt zweckmäßig 60 bis 70% des gesamten Ätzdosendurchmessers, bei
einer für Vier-Zoll-Wafer vorgesehenen Ätzdose beispielsweise
70-80 mm.
Zur Anwendung der Ätzdose wird der Wafer 1 mit der zu ätzenden Seite
nach oben in den Grundkörper 23 auf den darin angeordneten O-Ring 28
gelegt. Durch das von der Unterseite leicht gegen die Waferrückseite
drückende Federteil 41, welches beispielsweise ein Federkreuz ist,
erfolgt die elektrische Kontaktierung des Wafers 1. Auf die nach
oben weisende Waferseite wird ein zweiter O-Ring 27 gelegt, der kon
zentrisch ausgerichtet wird. Der zweite O-Ring 27 hat denselben
Durchmesser wie der im Grundkörper 23 angeordnete. Die Querschnitte
beider O-Ringe 27, 28 sind so dimensioniert, daß der zwischen den
O-Ringen 27, 28 eingespannte Wafer 1 bei geschlossener Ätzdose fest
und rutschsicher gelagert wird. Ein leichtes Quellen der O-Ringe 27,
28 ändert den Anpreßdruck auf den Wafer 1 nicht. Anschließend wird
der Deckel 22 auf den Grundkörper 23 aufgesetzt, wobei zur Verbesse
rung der Dichtigkeit auf die Dichtfläche 37 zwischen Deckel 22 und
Grundkörper 23 pastöses Silicon aufgebracht wird. Eine andere Mög
lichkeit, eine gute Dichtung zu erzielen, besteht darin, die Dicht
flächen 37 zwischen Grundkörper 23 und Deckel 22 konisch zu gestal
ten, so daß sie durch Zusammenpressen schlüssig aufeinanderliegen.
Der äußere Zusammenhalt zwischen Deckel 22 und Grundkörper 23 der
Ätzdose erfolgt, wie in Fig. 2b dargestellt, durch Schnellspannver
schlüsse 45 in Form von Klammerverschlüssen. Sie sind zweckmäßig mit
einem der Preß-Ringe 44 fest verbunden und werden am anderen durch
geeignete Vorrichtungen fixiert.
Alternativ wird die aus Deckel 22 und Grundkörper 23 bestehende Ätz
dose durch zwei Preß-Ringe 44 aus einem säurebeständigen Material,
wie z. B. hartem Kunststoff, zusammengehalten, indem sie zwischen
die Ringe 44 eingespannt wird. Die Preß-Ringe 44 ihrerseits werden
mittels Schrauben gegeneinander gepreßt. Die Preß-Ringe sind in die
sem Fall mit Bohrungen versehen, durch welche die Schrauben gesteckt
werden.
Claims (19)
1. Vorrichtung zum einseitigen Ätzen einer Halbleiterscheibe (Wa
fer), nach Art einer Ätzdose, gekennzeichnet durch einen wannenför
migen Grundkörper (3, 23) mit einem elektrischen Federkontakt (11)
und einer durch den Grundkörper (3, 23) verlaufenden Bohrung (4),
durch welche ein mit dem Federkontakt (11, 43) verbundener Draht
(10) aus der Ätzdose herausgeführt wird, durch einen dichtschlüssig
auf den Grundkörper (3) passenden Deckel (2, 22), der oberseitig
eine Öffnung (5, 25) zum Durchtritt der Ätzflüssigkeit aufweist,
sowie durch mindestens zwei O-Ringe (7 und 8, 27 und 28), von denen
einer zentrisch im Grundkörper (3, 23), der andere zentrisch im
Deckel (2, 22) angeordnet ist, zwischen denen der zu ätzende Wa
fer (1) eingespannt wird.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß wenig
stens zwei O-Ringe (7, 8, 27, 28) gleiche Durchmesser haben.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß sich am
Ausgang der Bohrung (4) ein Röhrchen (6), ein Schlauch oder dgl. an
schließt, welches die Bohrung fortsetzt und aus der Ätzlösung her
ausführt.
4. Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß das
Röhrchen (6) bzw. der Schlauch aus Polypropylen (PP) oder Polyviny
lidenfluorid (PVDF)-Kunststoff hergestellt sind.
5. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
Deckel (2) und Grundkörper (3) aus PVDF-Kunststoff hergestellt sind.
6. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch ge
kennzeichnet, daß der Innenbereich (12) der Deckelunterseite stufen
förmig überhöht, der Innenbereich (13) der Grundkörperoberseite stu
fenförmig vertieft ausgebildet sind, und die Stufungen gleichen
Durchmesser besitzen.
7. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch ge
kennzeichnet, daß Deckel (2) und Grundkörper (3) Nuten (17)
bzw. (18) aufweisen, in denen die O-Ringe (7) bzw. (8) vorspringend
angeordnet sind.
8. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch ge
kennzeichnet, daß der Grundkörper (3) auf dem gegenüber dem Innenbe
reich (13) überhöhten Rand eine weitere Nut (19) aufweist, in der
ein weiterer O-Ring (9) angeordnet ist.
9. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch ge
kennzeichnet, daß der Deckel (2) im gegenüber dem Innenbereich (12)
vertieften Rand eine weitere Nut aufweist, in der ein weiterer
O-Ring (7) angeordnet ist.
10. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch ge
kennzeichnet, daß bei geschlossener Ätzdose die Randbereiche des
Deckels (2) und des Grundkörpers (3) unter Ausübung eines definier
ten Anpreßdrucks auf die zwischen Deckel (2) und Grundkörper (3) be
findlichen O-Ringe (7, 8, 9) bündig aufeinanderliegen.
11. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Fe
derkontakt (11) als aus der Bohrung (4) herausragender Federstift
ausgebildet ist.
12. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch ge
kennzeichnet, daß die Nuten (17) bis (19) so gestaltet sind, daß sie
das sich infolge Quellens und/oder Pressung veränderte Volumen der
O-Ringe (7) bis (9) aufnehmen können und die über die O-Ringe (7)
bis (9) übertragenen Druckkräfte etwa konstant bleiben.
13. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
Deckel (22) und Grundkörper (33) der Ätzdose aus PP hergestellt sind.
14. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 12, dadurch gekennzeichnet, daß
der O-Ring (8) lose im Grundkörper (3) liegt.
15. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 12, dadurch gekennzeichnet, daß
der deckelseitige O-Ring (27) lose zwischen Deckel (2) und Wafer
oberseite liegt.
16. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch ge
kennzeichnet, daß im Grundkörper (23) ein Federkreuz (41) angeordnet
ist, welches den Wafer (1) abstützt.
17. Vorrichtung nach Anspruch 15, dadurch gekennzeichnet, daß wenig
stens eine der Zungen (42) des Federkreuzes (41) aus elektrisch
leitfähigem Material besteht oder mit einem elektrisch leitfähigen
Material ummantelt ist.
18. Vorrichtung nach Anspruch 16, dadurch gekennzeichnet, daß der
Draht (10) zur elektrischen Kontaktierung des Wafers (1) mit der
Zunge (42) des Federkreuzes (41) verbunden ist.
19. Vorrichtung nach Anspruch 16, dadurch gekennzeichnet, daß der
Draht (10) und/oder die leitfähige Ummantelung (43) der Zunge (42)
des Federkreuzes (41) aus Platin sind.
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| EP91911963A EP0541571B1 (de) | 1990-08-02 | 1991-07-02 | Vorrichtung zum einseitigen ätzen einer halbleiterscheibe |
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| DE59103186T DE59103186D1 (de) | 1990-08-02 | 1991-07-02 | Vorrichtung zum einseitigen ätzen einer halbleiterscheibe. |
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