DE398907C - Verfahren zur Gewinnung von OEl aus Milch - Google Patents

Verfahren zur Gewinnung von OEl aus Milch

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DE398907C
DE398907C DEN20931D DEN0020931D DE398907C DE 398907 C DE398907 C DE 398907C DE N20931 D DEN20931 D DE N20931D DE N0020931 D DEN0020931 D DE N0020931D DE 398907 C DE398907 C DE 398907C
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milk
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    • AHUMAN NECESSITIES
    • A23FOODS OR FOODSTUFFS; TREATMENT THEREOF, NOT COVERED BY OTHER CLASSES
    • A23CDAIRY PRODUCTS, e.g. MILK, BUTTER OR CHEESE; MILK OR CHEESE SUBSTITUTES; PREPARATION THEREOF
    • A23C15/00Butter; Butter preparations; Making thereof
    • A23C15/12Butter preparations
    • A23C15/14Butter powder; Butter oil, i.e. melted butter, e.g. ghee ; Anhydrous butter

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Oil, Petroleum & Natural Gas (AREA)
  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Food Science & Technology (AREA)
  • Polymers & Plastics (AREA)
  • Dairy Products (AREA)
  • Confectionery (AREA)

Description

  • Verfahren zur Gewinnung von Öl aus Milch. Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Gerinnung von Öl aus Milch, bei dem der abgeschiedene Rahm mit Wasser von einer Temperatur zwischen 38 bis ioo° C in einer :Menge gemischt wird, welche das Aufsteigen der Fetteilchen in öliger Schicht bewirkt.
  • Gemäß vorliegender Erfindung wird dieses Verfahren dadurch weiter ausgebildet und verbessert, daß der Rahm vor der Behandlung finit dem warmen Wasser zweckmäßig bei einer Temperatur zwischen io bi, iü- C mit so hoher Geschwindigkeit gerührt oder geschlagen wird, daß ein Zusammenballen der Fetteilchen eintritt. Auf diese Weise wird ein bis zu 98 bis ioo° C reines 0I gewonnen, aus dein ini wesentlichen alles Kasein und Wasser entfernt ist. Das ü1 ist demzufolge außerordentlich haltbar, viel haltbarer als die Butter selbst, so daß es zur Erzeugung von Kunstmilch, Kunstrahm, Speiseeis und Kunstbutter in vorteilhafter Weise Verwendung finden kann.
  • Bei allen bisher bekannten Verfahren zur Gewinnung von Öl aus Milch war es, um ein von Kasein, Milchzucker und anderen, bakteriellen Angriffen unterworfenen Stoffen freies (31 zu gewinnen, notwendig, Chemikalien, seien es Säuren oder Alkalien, zu verwenden. Ohne derartige Zusätze war bisher ein vollkommen reines U)1 nicht zu erzeugen. Diese chemischen Zusätze erteilen aber dem Öl einen fremden Geschmack, der sofort bemerkbar wird, wenn das Öl zur Herstellung von htitistbtitter, Kunstmilch oder Kun,;trahni verwendet «-erden -soll. Dieser Übelstand wird durch das auf rein mechanischem Wege arbeitende vorliegende Verfahren vollkommen beseitigt. Das neue Verfahren verläuft in folgender Weise: Zunächst wird die Milch mit Hilfe eines gewöhnlichen Entrahrners in Magermilch und Rahm getrennt, so daß .der Rahm einen Prozentgehalt an Butterfett von etwa 4o bis 3o Prozent hat (unter Umständen kann dieser Prozentgehalt durch Hinzufügung von Wasser auf 30 Prozent verringert werden).
  • Dieser praktisch alles Fett der Milch enthaltende Rahm wird nun gerührt oder geschlagen, bis er in eine schaumige Masse, ungefähr nach Art der Schlagsahne, übergeht. Das Rühren oder Schlagen kann auf verschiedene Weise, z. B. durch einen gewöhnlichen Eiweißschläger, eine umlaufende Scheibe, einen Butterstößer oder einen Speiseeisgefrierer geschehen. Alle diese 'Mittel müssen mit sehr hoher Geschwindigkeit angetrieben werden. Die schaumige Masse kann aber auch durch Einführung von Druckluft in den Rahni erzeugt werden. In allen Fällen bilden sich als Begleiterscheinung Luftblasen innerhalb des Rahmes, vor allen Dingen wird aber erreicht, daß die in dem natürlichen Rahin fein verteilten Fetttröpfchen in Form von kleinen Klümpchen zusammenballen. Diese Fettklümpchen sind nicht groß genug, um mit unbewaffnetem Auge sichtbar zu sein, wie sie es bei dem gewöhnlichen Verfahren zur Erzeugung von Butter sind. Sie können mir unter dem Mikroskop als scharf abgegrenzte Teilchen innerhalb des' NIilchseruins erkannt «-erden. Die Wirkung dieses Schlagens oder Rührens ähnelt also in gewisserWeisederHerstellung von Butter. bei der die Kleinheit der Fetteilchen nur mikroskopisch feststellbar ist.
  • Durch das L-inrühren oder Schlagen finit hoher Geschwindigkeit, las sich durch diese Geschwindigkeit von dem gewöhnlichen Butterungsverfahren unterscheidet, wird die Dauer des Verfahrens abgekürzt. Bei den Schlagen kann die Drehgeschwindigkeit des hierzu benutzten Werkzeuges 500 bis 3000 Umdrehungen pro Minute betragen, >O (Maß dieser Teil des Verfahrens in einer bis drei Minuten erledigt ist (beim gewöhnlichen Buttern wird im Gegensatz hierzu fier Rahen nur leicht oder langsam mit einer Geschwindigkeit von .to bis 5o Umdrehungen pro Minute bearbeitet, so @laß der \,0rgatig 4o bis ho Minuten in Anspruch niirnnt ).
  • Die so gewonnene 'fasse wir;1 min mit beißein Wasser von einer Temperatur zwisChen 38 bis i00= t' gemischt. Es beginnt :tann las Butterfett sich sofort zu trennen, in lern es als gelhes ()1 auf r1er Oberfläche des Bades oder der Wassermenge schwinnnt, während ilie übrigen Be:taarlteile des Rahmes einschließlich der etwa vorhandenen Magermilch entw-erier innerhalb 'e r unter dein Fett o0er (51 liegenden Wasserschicht in 1J;sung verbleiben (xler sich auf dein Boden absetzen. Auf diese Weise wird eine vollkommene und zufriedenstellende Trennung- Tees O1es von 'en anderen Bestandteilen erreicht.
  • Das (iI «-irl dann von dein Wasser befreit, indem inan die'fi,rhung- t-(in c`51 und heißem Wasser durch einen gew@linlichen 7entriftigalseparator laufen ließt. Diese i )lseparatoren sind allgemein bekannt und von den gewöhnlichen Entrahintingszentrifttgen zu unterscheiden, (la letztere für dieses Arbeitsstadium nicht verwendbar «-ären. jeder Versuch, Milchfett nder Butteröl unmittelbar von der Milch finit Hilfe von f )lseparatoren zti trennen, würde cheitern. Mit Hilfe des vorliegenden Verfahrens wird jedoch das 01 schnell und vollkommen in reinem und unverändertem Zustande gewonnen.
  • Wenn das Ausgang>material Rahen ist, so kann naturgemäß das erste Verfahrensstadium (Zerlegung der Milch in Rahen und Magermilch) wegbleiben.
  • Wenn '#7,iißralim bearbeitet wird. so erfor,dert (las gewünschte Zusaniinienballen der Fetteilchen eine etwa; längere Zeit als bei saalrein Ralini.
  • Bei saurem, der Dickmilch ähnlichem Rahm wird .die Bearbeitung durch Rühren oder Schlagen unterstützt, wenn während dieser Bearbeitung (lern Rahen Wasser zugefügt wird. Dieses verdünnt die Dickmilch und gestattet eine vollständigere und bessere Abscheklung der Fettbestandteile. Der gewöiniliche flüssige saure Rahen wird, wenn er geschlagen wird, ebenso wie der Süßrahm, zti einer schatlinfi)rtnigen Masse umgewandelt. Die Trennung des U)les findet heim Zusatz von Wasser schneller statt als bei geschlagenem '#,üßrziliin. Die verdickten Bestandteile fles sauren Ralrnes setzen sich ain Boden des Behälters ab.
  • Als Ausführungsbeispiel möge folgendes dienen: Rahen finit 30 Prozent Butterfettgehalt wird bei einer Temperatur zwischen io und i6° C, vorzugsweise al.er hei i3=, durch ein schnellaufendes Rührwerk mit 5oo bis 3000 Umdrehungen in etwa -h-ei 'Minuten zu Schatten geschlagen. Zu fier geschlagenen Masse wird mindestens das Zwanzigfache des Rahmvolumens an Wasser, und zwar bei einer Temperatur zwischen 65 und ioo° C, zugesetzt. Vorzugsweise beträgt die Wassertemperatur 7o° C. Wird dann die Masse der Ruhe überlassen, so setzt sich das Fett in einer öligen Schicht auf dein Wasser ab. Bei Verw-endung von Süßrahm finit einem Sätiregehalt voll X z oder weniger befindet sich das Kasein in Lösung und wir! durch die Hinzufiigung von Wasser verdünnt, so fraß da, Fett leicht und schnell aus der Masse aufsteigt. Bei Veriven @iung von saurein Rahen inuß dieser zweckmäßig einen Säuregehalt von X 9 oder mehr haben, damit eine genügende Koagulierung und Ausfällung des koagulierten Kaseins durch die Hinzufügung heißen Wassers eintritt, so daß das Kasein hier lurch t-(in dein i-nI oder Fett, welches die M#'Orin einer Olschicht annimmt, getrennt wir-'.
  • Da, gewonnene i:)1 ist rein, in seiner 7usaminensetzung unverändert und weder im Geschmack noch ini Geruch nachteilig beeinflußt. Das I;ndprodula ist also für eine Vertvendung zur Rahmherstellung. für Speiseeiszwecke oder von 'Milch allen bisherigen Proflukten überlegen. Bei der ZWiederlierstelltilig von Rahm orler'Milch finit Hilfe -leiils wird dieses finit Magermilch oder auch mit 'Milchpulver und heißere Wasser vermischt. wodurch von neuem eine lanuls,ion erzielt und eine Milch oder ein Rahen gewonnen wird, vier z. B. insbesondere zur Herstellung von Speiseeis geeignet ist. Das aal kann auch in Butter rückverwandelt werden, indem es mit Magermilch oder heißen Wasser tt=id Milchpulver geschüttelt wird.
  • Naturgemäß sind bei lern neuen Verfahren gewisse Einzelheiten besonders zu beachten, lie sich aber nach den praktischen Uniständen durch Versuche feststellen lassen, so die Temperatur des Rahmes, sein Säuregehalt, die 'Menge fies Wasserzusatzes, #lie Temperatur des Wassers u. dgl. Unter >>.Rahin,#, ist jedes durch Trennung von der Milch gewonnene Erzeugnis zu verstehen, das geeignet ist, bei mechanischer Schlag- oder Rührbearbeitung zusammengeballte Fetteilchen zu ergeben.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Gewinnung von öl aus Milch, bei dem der abgeschiedene Rahm mit Wasser von einer Temperatur z-,vi- , schen 38 bis ioo° C in einer Menge gemischt wird, welche das Aufsteigen der Fetteilchen in öliger Schicht bewirkt, dadurch gekennzeichnet, daß der -Rahm vor der Behandlung mit dem warmen Wasser zweckmäßig bei einer Temperatur zwischen io bis i6° C mit so hoher Geschwindigkeit gerührt oder geschlagen wird, daß ein Zusammenballen der Fetteilchen eintritt.
DEN20931D 1922-03-19 1922-03-19 Verfahren zur Gewinnung von OEl aus Milch Expired DE398907C (de)

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