DE622100C - Verfahren zur Gewinnung von Fett aus Fettemulsionen, insbesondere von Butter aus Rahm - Google Patents

Verfahren zur Gewinnung von Fett aus Fettemulsionen, insbesondere von Butter aus Rahm

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DE622100C
DE622100C DEP69083D DEP0069083D DE622100C DE 622100 C DE622100 C DE 622100C DE P69083 D DEP69083 D DE P69083D DE P0069083 D DEP0069083 D DE P0069083D DE 622100 C DE622100 C DE 622100C
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    • AHUMAN NECESSITIES
    • A23FOODS OR FOODSTUFFS; TREATMENT THEREOF, NOT COVERED BY OTHER CLASSES
    • A23CDAIRY PRODUCTS, e.g. MILK, BUTTER OR CHEESE; MILK OR CHEESE SUBSTITUTES; PREPARATION THEREOF
    • A23C15/00Butter; Butter preparations; Making thereof
    • A23C15/02Making thereof
    • A23C15/06Treating cream or milk prior to phase inversion

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  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Food Science & Technology (AREA)
  • Polymers & Plastics (AREA)
  • Edible Oils And Fats (AREA)

Description

  • Verfahren zur Gewinnung von Fett aus Fettemulsionen, insbesondere von Butter aus Rahm Gegenstand der Erfindung ist ein Verfahren. zur Gewinnung von Fett aus Fettemulsionen, z. B. von Butter aus Rahm, das darin besteht, daß die Fettemulsion, z. B. der Rahm, unter Zusatz von Pektinstoffen verbuttert wird. Das neue Verfahren bewirkt eine Erhöhung der Fettausbeute bei der Gewinnung des Fettes aus den fetthaltigen. Emulsionen und ist somit ein Verfahren zur Umwandlung einer Fettwasseremulsion in eine verdichtete Wasseremulsion in Fett: Die neue Arbeitsweise .erlaubt die Gewinnung von Butter aus Rahm in gleicher Weise wie die Gewinnung anderer Fette, wie Natur oder Kunstspeisefett, Margarine oder sonstiger industrieller Fette aus ihren Emulsionen.
  • Das Wesen der Erfindung besteht - stets darin, eine verdichtete Wasseremulsion in Fett zu erzeugen, dem Gegenteil desjenigen Emulsionstypus, wie ihn Milch und Rahm zeigen, nämlich einer Emulsion in Wasser. Versuche haben ergeben, daß dieses Ziel in überraschender Weise erreicht wird in weiterer Ausgestaltung des aus der Patentschrift 573 766 bekannten Verfahrens. Dieses Verfahren betrifft eine Abscheidung von Fett aus fetthaltigen Produkten bzw. Emulsionen, insbesondere Milch; und besteht darin, daß man den Produkten Pektinstofbe zusetzt. Während man nach den Angaben der Patentschrift 573 766 das Gemisch alsdann zentrifugiert und so eine größere Ausbeute an Rahm erhält, als wenn man das Gemisch sich nur absetzen läßt, wird nach der neuen Erfindung das System nunmehr verbuttert, d. h. also, die Fettwasseremulsion wird entmischt, das System wird umgekehrt und ,eine Wasserfettemulsion gewonnen. Die Vorteile dieser neuen Arbeitsweise sind verschiedene. Einmal wird eine Mehrausbeute an Fett erzielt, dann wird die Güte des abgeschiedenen Fettes erhöht ebenso wie die des zurückbleibenden Wassers; im Falle der Verbutterung von Rahm,oder Milch fällt eine Buttermilch. von besonders vollem und abgerundetem Geschmack an.
  • Es sei daran erinnert, daß es bekannt ist, da.ß bei der Gewinnung von Butter aus Milch nie in b@ezug auf Fetteine absolute Ausbeute erzielt wird. So kann man bei der Überführung von Vollmilch in Rahm nur etwa 98 o/o des: Fettgehaltes der Vollmilch in Rahm überführen; bei der Gewinnung von Butter aus dem Rahm entstehen weitere Verluste, da @es in bestgeleiteten Betrieben nur möglich ist, bis höchstens 98 % des Fettes durch die Ausbutterung zu gewinnen.
  • Nach der neuen Erfindung werden diese Nachteile vermieden, wenn man dem Rahm, gleichgültig - @ob nach der bisher üblichen Weise gewonnen oder nach dem Verfahren des Patents 573 766, vor dem Verbuttern Pektine zusetzt. Ein Ausführungsbeispiel mag das neue Verfahren weiter erläutern.
  • Ein Rahm von 18 % Fettgehalt und von 36 SH wird mit o,o8 % Pektinlösung versetzt. Auf iooo 1 seines solchen Rahmes werden also 8oo g einer an sich to%igen Pektinlösung -;oder ;eines ;ebensolchen Pe-'ktnextrak6es zugesetzt. Es liegt auf der Hand, daß sowohl die Konzentration der Pe'ktinlösung (Extraktes) als auch. die Zusatzmenge nach Bedarf und Erfahrung variiert werden können.
  • Nun wird der Rahm, wie üblich, ausgebuttert. Man läßt den Butberungspr ozeß je nach der Höhe des Säuregrades und je nach dem Alter des Rahmes unter Beachtung der Temperatur verlaufen.
  • Während nach dem bisherigen Verfahren die Buttermilch schließlich noch ;einen Fettgehalt von 0,4 bis o,5 % aufweist, ist dieser Gehalt in der Buttermilch, die gemäß dem Ausführungsbeispiel gewonnen ist, auf 0,2 bis o"3_0/0 Fett reduziert.
  • Es werden also durch das Verfahren o,2 0/0 Frett aus der Buttermilch mehr gewonnen. Das bedeutet auf i oöo 1 Rahm. etwa 2 kg Fett bzw. das dieser Fettmenge entsprechende Gewicht Butter: Dieses Ergebnis wird natürlich infolge der verschiedenen Voraussetzungen (Fettgehalt, Säuregrad, Temperatur, Alter usw.) und ;ebenso durch Variation des P;ektinzusatzes -schwanken; aber immer wird der Pektinzusatz zu -einer ;erheblichen Mehrausbeute an Fett, d. h. an _ Butter, führen.
  • Der hier geschilderte wirtschaftliche Vorteil wird noch weiter dadurch vergrößert, daß auch die so gewonnene Butter von vorzüglicb:er Qualität ist und sich weder in 7Geschmack noch Haltbarkeit von bisherigen besten Qualitäten unterscheidet. Auch die Buttermilch ist von vorzüglichem, besonders vollem -und abgerundetem Geschmack.
  • Dieses Fettgewinnungsverfahrenkann selbstverständlich sinngemäß auch zum Kirnen jedes fettwasserhaltigen Rohstoffes, gleichgültig welcher Herkunft, Anwendung finden, insbesondere auch. bei der Herstellung von Kunstbutter, Kunstfett und Margarine. So ist ;es z. B. u.e, bedeutungsvoll für die wirtschaftliche Aufarbeitung von Wurstbrühen, vor allem für die Rückgewinnung der Fette aus den Brühen.

Claims (1)

  1. PATEN'TAN@SPRUCH: Verfahren zur Gewinnung von Frett aus Fettemulsionen, insbesondere von Butter aus Rähm, dadurch gekennzeichnet, daßdie Fettemulsion unter Zusatz von Pektinstoffen verbuttert wird.
DEP69083D 1934-03-07 1934-03-07 Verfahren zur Gewinnung von Fett aus Fettemulsionen, insbesondere von Butter aus Rahm Expired DE622100C (de)

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