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Vorrichtung zum Messen des Raddruckes bei Wagen. Es sind bereits Raddruckmesser
in Form von Winden bekannt geworden, diese wurden aber bis jetzt immer einseitig
unter dem Radkranz, unter der Wagenachse öder unter der Nabenbüchse des Rades, dessen
Druck auf die Fahrbahn bestimmt werden sollte, angebracht..
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Es ist einleuchtend, daß man auf diese Art keine genaue Angabe des
Raddruckes als solchen erhielt, weil bei der Einseitigkeit des Angriffes der eigentliche,
in der Breitenmitte des Rades- gelegene Kraftangriffspunkt nicht unterfaßt wird.
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Außerdem erlaubt der Standort der Waagen meistens ein Unterfassen
des Radkranzes nicht. Die Bauart vieler Waagen erlaubt auch eine Anordnung des Meßinstrumentes
unter der Achse nicht,- während die Verwendung einer Radbüchse oder Radkapsel auch
nicht immer möglich und meistens nicht zulässig ist, weil dadurch die Gefahr einer
Beschädigung entsteht.
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Diese Mängel werden nach der Erfindung dadurch behoben, daß der Raddruckmesser
mit einer Art Wägebrücke vereinigt wird, welche aus einer Plattform besteht, auf
die das Wagenrad gerollt werden kann und welche auf einer Seite in einem auf der
Fahrbahn ruhenden Lagerbock um eine horizontale Achse drehbar gelagert ist, während
das andere Ende von einer Winde in die Höhe gehoben werden kann.
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auf diese Art wird von dem in der Breitenmitte des Rades gelegenen,
eigentlichen Kraftangriffspunkt ausgegangen, so daß in zuverlässigerer Weise wie
bisher der Raddruck als solcher genau bestimmt werden kann.
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Da beim Wägen das von dein Raddruckmesser angezeigte Gewicht durch
den wirklichen Druck des Rades und den Abstand des Unterstützungspunktes des Rades
von der Drehachse der Plattform bestimmt wird, ist es erforderlich, daß die vom
Rad auf die Wägebrücke ausgeübte Kraft immer an der gleichen Stelle der Wägebrücke
angreift.
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Wenn der Radreif mit seiner ganzen Breite auf der Plattform ruht,
liegt der Kraftangriffspunkt in der Reifinitte. Dieser Fall kann mit einiger Sicherheit
nur bei schmalen und elastischen Radreifen angenommen werden. Bei Rädern mit breitem
Reif oder mit zwei nebeneinandergelegenen Reifen wird im allgemeinen diese Bedingung`
schwer zu erfüllen sein und wird in der Regel der Stützpunkt seitlich der Mitte
des Rades liegen.
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Um diesen Übelstand zu umgehen, besteht nach der Erfindung die obere
Fläche der Plattform aus einer in .der Mitte um eine Achse drehbaren Platte, welche
der Achse, um welche sich die ganze Platt fbrm dreht, parallel liegt. Es ist klar,
daß in diesem Fall der Druck des Rades immer im Drehpunkt der Platte an der Wägebrücke
angreift. Man braucht nur dafür zu sorgen; daß das Rad auf die richtige Stelle zwischen
dem Drehpunkt der- Wägebrücke und demjenigen der Winde zu, stehen kommt.
Um
den Transport der ganzen Vorrichtung zu erleichtern, ist die Bauart eine solche,
daß die Platte bequem aus der Wägebrücke gehoben werden kann und die Wägebrücke
ohne weiteres von der Winde entfernt «erden kann. Zu diesem Zweck besitzt nach der
Erfindung die Plattform zwei Schienen, deren einander zugekehrte Flächen mit an
der oberen Seite offenen Lagern versehen sind, in welche die Drehzapfen der drehbaren
Platte hineinpassen. Die Plattform ist weiter mit einem Bügel verseVn, dessen Schenkel
je an eine Schiene befestigt sind, während der Stützpunkt an der Winde durch eine
Höhlung gebildet wird, in welche der mittlere Teil des Bügels hineinpaßt.
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Um das Rollen des Rades auf die Wäge-'brücke zu erleichtern und eine
feste und einfache Bauart zu erhalten, bestehen nach der Erfindung die Schienen
der Plattform aus zwei den Steg einander zuwendenden [)-Eisen, welche auf eine bestimmte
Länge mit Holzklötzen ausgefüllt sind, die oben einen Beschlag mit Eisenblech aufweisen
und auf beiden Seiten der Plattform gegen die Fahrbahn schräg verlaufende Flächen
bilden.
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Auf der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel des Erfindungsgegenstandes
dargestellt, und zwar zeigt: Abb. i einen Längsschnitt der ganzen Vorrichtung, Abb.2
einen halben Querschnitt nach der Linie II-II der Abb. i und Abb. 3 einen halben
Querschnitt nach der Linie III-III der Abb. i.
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Das Ganze besteht aus einer Plattform, welche an einem Ende um eine
Achse i, «-elche im Lager 2 ruht, drehbar ist, während das andere Ende mittels des
Bügels 3 auf einer Winde q. ruht. Die Plattform besteht aus zwei T-Eisen 5 und 6,
von denen jedes am einen Ende um die seitlich über das Lager 2 überstehenden Stücke
der Achse i drehbar ist. Am anderen Ende sind die beiden T-Eisen 5 und 6 durch eine
an ihren unteren Flanschen befestigte Platte 7 fest miteinander verbunden.
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An jedem dieser [)-Eisen 5 und 6, ungefähr in der Mitte, ist ein Teil
8 befestigt, welcher ein oben offenes Schlitzlager mit halbkugelförmiger Höhlung
besitzt. Die obere Fläche der Plattform besteht aus einer Platte 9, welche zwei
Zapfen io, die in die Lager der Teile 8 hineinpassen, aufweist. Dadurch kann diese
Platte 9 sich um die Zapfen iö drehen.
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Durch die nach der Winde 4 zugekehrten Enden der LI-Eisen sind die
Schenkel des Bügels 3 hindurchgesteckt, dessen mittlerer Teil in eine Höhlung im
Kopf i i der Schraubenspindel der Winde-1 hineinpaßt. Um die Bügelschenkelenden
herum liegen Ringe i2, «-elche in entsprechenden Bohrungen der Schienen befestigt
sind und dazu dienen, die Tragfläche zwischen Bügel und den Trägern zu vergrößern.
Auf die mit einem Schrauben-' gewinde versehenen Enden der Bügelschenkel sind Muttern
aufgeschraubt.
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Zwischen den Flanschen der Träger 5, 6 sind Holzfüllungen 13 angeordnet,
deren über ' die Flanschen hinausragenden Teile oben abgeschrägt sind. Die Füllungen
sind mit Eisenblech 14 bekleidet und vor der Winde 4. eine Schutzwand 15 aus Winkeleisen
darauf festgenietet, so daß das auf die Plattform zu rollende Rad nicht mit der
Winde in Berührung kommen kann.