DE397603C - Verfahren zur Darstellung von harzartigen Produkten - Google Patents

Verfahren zur Darstellung von harzartigen Produkten

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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C08ORGANIC MACROMOLECULAR COMPOUNDS; THEIR PREPARATION OR CHEMICAL WORKING-UP; COMPOSITIONS BASED THEREON
    • C08GMACROMOLECULAR COMPOUNDS OBTAINED OTHERWISE THAN BY REACTIONS ONLY INVOLVING UNSATURATED CARBON-TO-CARBON BONDS
    • C08G6/00Condensation polymers of aldehydes or ketones only

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Description

  • Verfahren zur Darstellung von harzartigen Produkten. Das Dibenzylidenaceton (Dibenzalaceton), der einfachste Vertreter aus der Klasse der Di-(Arylolefin-)Ketone, war schon früher (siehe Ciamician und Silber, Ber. 42 [19o9, S. 1389] sowie P r ä t e r i u s und Korn, Ber. 43 [191o, S. 2744] durch mehrmonatige Belichtung in Lösungsmitteln (Alkohol bzw. Eisessig) ohne oder mit Zusatz katalysierend wirkender Uranylsalze in ein harzartiges Produkt übergeführt worden, das vermutlich als ein Cyklobutanderivat aufzufassen ist.
  • Es wurde nun die Gegenstand der Erfindung bildende überraschende Beobachtung gemacht, daß das Dibenzylidenaceton sowie seine Homologen und Analogen, sich durch einfaches Erhitzen über den Schmelzpunkt (am besten im inerten Gasstrom) in harzartige Produkte überführen lassen, wobei die Dauer der thermischen Einwirkung maximal wenige Stunden beträgt, sehr oft aber auf wenige Minuten sich beschränkt. Ganz allgemein kann gesagt werden, daß die Verharzungsdauer eine lineare Funktion der Anzahl der vorhandenen Doppelbindungen ist.
  • Die einfachen Arylolefinketone können auf gleiche Art ebenfalls in harzartige Produkte übergeführt werden.
  • Das Verfahren gemäß der Erfindung hat den Vorteil, daß es in kurzer Zeit, oft sogar in Bruchteilen von Minuten, ohne Anwendung von Lösungsmitteln und Katalysatoren, in fast quantitativer Ausbeute zum Ziele führt.
  • Folgende Beispiele mögen das Verfahren erläutern.
  • Beispiel 1. 47 g Dibenzylidenaceton (F. 1r2 bis 112i/2°) werden etwa 8 Stunden im gelinden Kohlensäurestrom auf ungefähr 17o bis 18o ° erhitzt. Nach dem Erkalten resultieren etwa 45 g eines rotbraunen, spröden, nicht destillierbaren Harzes, dessen Schmelzpunkt zwischen 85 und 95 ° C liegt. Es ist leicht löslich in Äther, Benzol, Kohlenwasserstoffen, Chloroform und verwandten Verbindungen und Tetrahydronaphthalin, mäßig löslich in Terpentinöl und fetten Ölen, wenig in Alkohol, unlöslich in Benzin und Petroläther. Die Lösungen hinterlassen nach dem Verdunsten des Lösungsmittels einen festhaftenden, dauerhaften, licht-, Luft- und wasserbeständigen Lacküberzug.
  • Beispiel 11. 57 g Dicinnamylidenaceton (F. 142'): CßHS-CH:CH-CH:CH-CO#CH:CH-CH:CH.C,H.,_, werden wie vorhin im Kohlensäurestrom auf 18o ° erhitzt, worauf unter plötzlicher starker Temperatursteigerung die Harzbildung in wenigen Sekunden beendet ist. Es werden so 56 g eines rotbraunen, spröden, durchsichtigen- Harzes von F. i3o bis 145' erhalten von ähnlichen Eigenschaften wie das vorige.
  • Beispiel 11I. 58 g Anisalcinnamalaceton (F. z38°): werden durch Erhitzen im Kohlensäurestrom auf 22o° in wenigen Minuten verharzt. Ausheute: 55 g eines Harzes (F ij5 bis i40°) von gleichen Eigenschaften wie die bisher beschriebenen.
  • Beispiel IV. 5c, g Anisalaceton (F. 72'): werden im Kohlensäurestrom etwa 3 Stunden auf ungefähr 22o° erhitzt. Es resultiert in einer Ausbeute von mehr als 9o Prozent ein rötlichgelbes, springhartes, durchsichtiges Harz von F. 5o bis 6o° von ähnlichen Eigenschaften und Löslichkeiten wie die schon beschriebenen Harze.
  • Beispiel V. 34 g Cinnamylidenaceton (F. 68°) CgHb#CH:CH#CH:CH.CO#CH3 werden einige Stunden im Kohlensäurestrom auf 22o° erhitzt. Man erhält etwa 3=,5 g eines Harzes von F. 55 bis 7o° und ähnlichen Eigenschaften wie die vorhergehenden.
  • Die gEmäB der vorliegenden Erfindung gewonnenen Harze eignen sich infolge ihrer Licht-, Luft- und Wasserbeständigkeit hervorragend zur Herstellung von Lacken. Als Lösungsmittel kommen vornehmlich Benzolkohlenwasserstoffe, gechlorte Methankohlenwasserstoffe (wie z. B. Chloroform, Tetrachlorkohlenstoff, Di- und Trichloräthylen), Äther, Tetrahydronaphthalin u. dgl. in Betracht.
  • Die zu lackierenden Materialien können aus Holz, Metall oder Glas bestehen.
  • Aus dieser Vielseitigkeit der in Betracht kommenden Materialien ergibt sich die Mannigfaltigkeit der verschiedenen Industrien, für welche diese harzigen Polymerisationsprodukte sich eignen. Diese Produkte können z. B. in der Möbelindustrie, in der Metallindustrie usf. Verwendung finden.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: ` Verfahren zur Herstellung von harzartigen Produkten, dadurch gekennzeichnet, daß man die monomeren hi- (Arylolefin-) Ketone bzw. Arvlolefinketone von der allgemeinen Formel: R - (CH: CH)" - CO - (CH: CH)" # R1 und R.(CH:CH)1, .CO-RZ R und R1 = Aryl; R2 = Aryl oder Alkyl ; n=iund2 über ihren Schmelzpunkt erhitzt.
DEK81475D 1922-03-30 1922-04-05 Verfahren zur Darstellung von harzartigen Produkten Expired DE397603C (de)

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