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Füllstelle zur Abgabe von meßbaren Flüssigkeitsmengen. Gegenstand
der Erfindung ist eine Füllstelle für Ausgabe von Flüssigkeiten. Sie ist .namentlich
zur Ablieferung von beliebigen meB-baren Mengen von Brennstoff an Motorfahrzeuge
bestimmt und steht deshalb mit einem gewöhnlich unterirdisch angelegten Speicherraum
für den Brennstoff in Verbindung. _ Sie zeichnet sich den bekannten Füllvorrichtungen
mit Kolbenpumpen gegenüber dadurch aus, daß einem auf einer Säule angeordneten 1VIeB-behälter
die
Flüssigkeit durch eine Motorpumpe zugeleitet wird, und es sind null Sperrvorrichtungen
für jene Mechanismen angeordnet; durch welche die Füllung oder Entleerung beherrscht
wird. Die gegenseitige Beziehung dieser Sperrvorrichtungen ist derartig, daß, wenn
die Füllung im Betriebe ist, die Abgabevorrichtung abgeschlossen ist und auch die
Vorrichtung, durch welche überschüssiger Brennstoff aus dem Meßbehälter in den Speicherraum
zurückfließt, abgestellt wird. Während des Betriebes dieser Füllvorrichtung ist
ferner durch die Sperrvorrichtung ein Zählwerk abgestellt, das bei Betrieb der Ausströmvorrichtung
ebenfalls in Betrieb gesetzt wird, um die Gesamtzahl der abgegebenen Flüssigkeitsmengen
per Tag anzugeben. Wird andererseits die Ausströmvorrichtung in Betrieb gesetzt,
so wird damit die Füllvorrichtung abgesperrt und auch jene Vorrichtung, durch welche
der Rücklauf in :den Hauptbehälter stattfindet. Das Zählwerk ist nunmehr eingeschaltet.
Wird andererseits gewünscht, beispielsweise bei Schluß der Füllstelle am Ende eines
Tages, die Flüssigkeitsmasse aus dem Meßbehälter in den Hauptraum zurückzubefördern,
so wird mit der Freigabe dieser Fördervorrichtung die Füllvorrichtung gegen Betrieb
gesperrt, und gleichzeitig wird die Abgabe- oder Abströmvorrichtung abgeschlossen
und das Zählwerk abgestellt. Die große Anzahl dieser Betriebsmöglichkeiten bzw.
Sperrungsmöglichkeiten wird durch Anordnung zweier Wellen erreicht, die im Winkel
zueinander in der Vorrichtung verlegt sind, und durch auf ihnen sitzende Arme oder
andere Glieder mit den verschiedenen Füllvorrichtungen usw. verbunden sind.
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Die Zeichnungen stellen ein Ausführungsbeispiel dar: Abb. i ist eine
Vorderansicht der Füllstelle, Abb. 2 eine Seitenansicht von links nach Abb. i.
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Abb. 3 zeigt die Anordnung der Hauptteile im Innern der Füllstelle.
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Abb.4 ist ein Querschnitt zur Verdeutlichung der Lage der beiden Wellen
nach 4-4 der Abb. 2.
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Abb. 5, 6 und 7 sind Schnitte nach 14-i4 der Abb.4, und zwar zeigt
Abb. 5 die Teile in Ruhelage, Abb.6 zeigt sie während des Füllvorganges für den
Meßbehälter und Abb. 7 während der Ausströmung zu dem Verteilungsschlauch.
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Abb.8 ist ein Schnitt nach 17-17 der Abb.4,unterDarstellung der Teile
inRuhelage. Abb.9 ist ein Schnitt nach 18-18 der Abb. 4, um den Motorschalter geöffnet
zu zeigen und dadurch die Abstellung der Pumpe anzuzeigen.
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Abb. io ist ein größerer Schnitt durch dieselben Teile für den Motorschalter
in der Einströmlage für den Meßbehälter.
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Abb. i i zeigt dieselben Schalterteile in der Abströmlage.
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Abb. 12 ist ein Schnitt nach 22-22 der Abb. 4.
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Abb. 13 zeigt eine Einzelheitsvorrichtung zur Öffnung des Entleerungsventils.
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Abb. 14 und 15 zeigen in größerem 'Iaßstabe einen Schnitt durch die
Sperrvorrichtung der beiden Wellen.
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Abb. 16 ist ein Querschnitt durch den Meßbehälter.
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Abb. 17 und 18 sind Längsschnitte durch denselben Behälter mit der
Füllung des Zählwerkes in Ruhelage und Betriebslage, und Abb. ig und 2o zeigen die
Sperrwelle mit einem Schloß zur Verriegelung des Schlauches, durch welches die Ausströmung
erfolgt, in zwei verschiedenen Lagen.
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Die Füllstelle setzt sich nach Abb. i und 2 aus mehreren übereinander
angeordneten Säulenteilen zusammen. In dem unteren Säulenteil i, der sich auf der
Grundplatte io erhebt, sitzt nach Abb. 3 der Motor M, der durch den Kettenbetrieb
16 das Rad i9 der Pumpe P antreibt. Diese Pumpe ist vorzugsweise als Kreiselpumpe
ausgebildet und befindet sich im Abteil :2 der Säule. Diese Pumpe kann auch unter
Vermittlung einer Handkurbel C benutzt werden und vermittels des Kettentriebes 41
von Hand aus in Bewegung gesetzt werden. Dieser Kettentrieb und die Vorrichtung,
um die Pumpe ein- oder auszuschalten und die Ventile in die verschiedenen Füll-
oder Entleerungsstellen zu bewegen, befindet sich im Abteil 3 der Säule, über welchem
in dem Abteil ¢ bei C ein Meßbehälter angeordnet ist. Ein anderes Abteil 5 dient
zum Abschluß des Meßbehälters und kann mit Bezug auf den unteren Teil der Säule
um ein Scharnier umgelegt werden, und über dem Abteil 5 ist -die Lampe 6 angeordnet,
welche bei Nacht die Stellung der Füllsäule angibt. Die Einströmröhre 23 geht von
einem vorzugsweise unterirdisch gelegtenVorratsbehälter aus und führt zur Pumpe
P, von wo aus die Flüssigkeit durch die Leitung I zum Behälter C geleitet
wird. Eine Überlaufröhre 33 erstreckt sich von dem Teil 3 voll einer Stelle innerhalb
des Behälters C aus nach unten und führt den Brennstoff wieder in diesen
unterirdischen Behälter zurück. Die bei 45 und 47 angedeuteten Röhren (Abb. 3) dienen
zur Versteifung des ganzen Gestelles und zur Verlegung voll elektrischen Leitungen
o. dgl.
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In dem Oberteil des Abteils 3 ist nach Abb. 3 ein kastenartiges Gehäuse
angeordnet, in welchem die Welle zur Sperrung bzw. Freigabe der Füllvorrichtungen
oder Entleerungsvorrichtungen
verlegt sind. Die Hauptwelle S erstreckt
sich quer durch diesen Kasten nahe der Vorderwand desselben und trägt an den herausragenden
Enden die beiden Handgriffe H. Quer zu ihr, d. h. von vorn nach hinten, verläuft
etwas über ihr die Sperrwelle S'. Die Beeinflussung dieser beiden Wellen S, S' mit
Bezug aufeinander geht namentlich aus Abb. g., 14 und 15 hervor. Die in den Lagern
53 unterstütze Hauptwelle S trägt nahe der einen Wand eine segmentartige Scheibe,
die nach Abb. 12 in der Mitte mit einer Kerbe 55 versehen ist. Diese Scheibe 0l
liegt unmittelbar unter einer ähnlichen Scheibe Lx auf der Sperrwelle S'. Auch diese
Scheibe hat bei 57 (Abb. 14 und 15) eine Kerbe, so daß demnach eine Ausschwingung
der Hauptwelle S um ihre Achse nur stattfinden kann, wenn sich die Sperrwelle S'
in der in Abb. 1¢ gezeigten Lage befindet, während andererseits die Sperrwelle S'
nur ausgeschwungen werden kann, wenn die Scheibe El durch die Kerbe 55 der Scheibe
01
hindurchtritt. Die Sperrwelle S' befindet sich in ihrer Ruhelage, wenn
ein an ihr angebrachter Handgriff H' am rückwärtigen Ende nach abwärts deutet, wie
dies in Abib. 2 auch in Abb. i9 gezeigt ist. Bei dieser Lage der Sperrwelle muß
dann in der Ruhelage der Welle S die Anordnung der Handgriffe H, die in Abb. i gezeigte
sein, !d. h., die Handgriffe nehmen ihre Mittelstellung ein. Die beiden Wellen sperren
sich also gegenseitig in ihrer Lage, und da die Sperrung der ganzen Füllvorrichtung
durch Drehung der Welle S' erfolgt, so kann die Welle S ebenfalls in neutraler Lage
verriegelt werden, und alle von dieser Welle abhängigen Vorrichtungen werden dadurch
auch verriegelt gehalten.
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Auf der Welle S ist neben der Scheibe 01
ein Arm 0' angeordnet,
.der für gewöhnlich nach unten gerichtet ist und bei der Ausschwingung dieser Welle
in eine bestimmte Richtung ein Umlaufventil V öffnet, das die Einstromleitung I
mit der Überlaufleitung 33 verbindet. Die Öffnung dieses Umlaufventiles wird dadurch
erreicht, daß die Handgriffe H nach vorn hin ausgeschwungen werden, wenn die Flüssigkeit
durch den Schlauch aus dem Meßbe iälter entleert werden soll. Die Neutrallage des
Armes 0= ist in A#bb. 5 und die Lage zur Offenstellung des Ventils V in Abb. 7 dargestellt.
Ein dritter Arm 03 ist auf der Welle S befestigt und geht nach vorn (Abb. 7). An
ihm ist ein Glied 59 angelenkt, (las bei 61 einen Schlitz aufweist, in den ein Zapfen
63 eindringt, um dadurch das Glied 59 gradlinig zu führen. Die normale Lage dieses
Armes 03 geht aus Abb. 5 hervor. Wird die Welle S in eine Richtung geschwungen,
entgegengesetzt der eben besprochenen, also in eine Richtung in der die der Flüssigkeit
in den Behälter C bewerkstelligt werden soll (Abb. 6), so hebt der Arm 03
das Glied 59 an. Das Glied 59 stößt mit seinem unteren . Ende auf einen .belasteten
Hebel 65 auf, und bei zier Ausschwingung in die in Abb. 6 gezeigte Lage wird- also
der belastete Hebel 65 freigegeben und kann nach abwärts fallen. Wird dagegen das
Paar der Handgriffe H auf Ausströmlage gebracht, wie in Abb. 7 gezeigt, so ,wird
das Glied 59 nach unten gedrückt und dadurch wird der belastete Hebel
65 etwas angehoben.
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Der Zweck dieses Gewichtshebels wird weiter unten beschrieben werden.
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Ein vierter, auf der Welle S befindlicher Arm 04 dient zur Verstellung
des Ausströmventils V', durch welches die Flüssigkeit aus dem Meßbehälter
C in den Schlauch eingeschickt wird. Durch einen Lenker 71 steht der Arm
04 in Verbindung mit einer Stoßstange 73, die an ihrem freien Ende auf einen Hebel
74 einwirkt. Wird der Hebel von der Stange 73 angestoßen, so drückt er auf die Spindel
75 des Ventils V' und verschiebt dieses Ventil von der in Abb. 5 gezeigten Lage
auf die in Abb. 7 gezeigte.
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Schließlich ist neben dem Finger 04 auf der Welle S ein nach unten
ragender Arm 07, befestigt, der als flache Stange 75 ausgebildet ist und bei 77
einen abgerundeten Kopf besitzt. Die normale Lage dieses Armes ist aus Abb.5 ersichtlich.
Werden nun die Griffe H nach vorn hin ausgeschwungen, um die Ausströmung der Flüssigkeit
aus dem Behälter C' herbeizuführen, so reitet das abgerundete Ende 77 ,des Fingers
76 auf einer Gabel 79 nach aufwärts, ohne daß dabei dieser Gabel, die an dem Arm
81 eines Winkelhebels angebracht ist, eine Bewegung übermittelt wird. Der andere
Arm des Winkelhebels ist bei 8,3 (Abb. i i) gegabelt und umfaßt einen Ring
85 auf der Stoßstange 87 eines Motorschalters M'. Da sich dieser Motorschalter für
gewöhnlich in geschlossenem Zustande befindet, so wird durch diese Bewegung des
Armes 76 der Motor M ausgeschaltet gehalten, und während der Ausströmung wird also
die Pumpe nicht etwa Flüssigkeit in den Behälter C' befördern. Werden jedoch die
Arme H nach rückwärts umgelegt, wie aus Abb. io ersichtlich ist, so reitet die Abrundung
77 in die Gabel 79 ein und schwingt dadurch den Winkelhebel aus, um den Motorschalter
M' in Stromschlußstellung zu bringen. Diese Stange 87 stößt auch gegen das rückwärtige
Ende des belasteten Hebels 65 und drückt ihn etwas nach unten, so daß das an dem
anderen Ende dieses Hebels angeordnete Gewicht W angehoben wird. Geht der Handgriff
Hin die Mittellage zurück, so tritt
das abgerundete Ende 77 des
Fingers 76 wieder aus der Gabel 79 heraus und die Teile nehmen die in Abb.
8 gezeigte Lage ein, d. h., der lIotorschalter wird geöffnet.
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Es kann also durch einfache Auss.chwiiigung der Handhebel H nach vorn
hin die Ausströmung aus dem Behälter C erfolgen und kann dabei jederzeit
unterbrochen werden, indem die Hebel H wieder in die aufrechte Stellung gebracht
werden. Durch Umlegung der Hebel in die andere Stellung wird die Pumpe P iigelassen
und fördert dann Flüssigkeit inden Meßbehälter C, und auch hier kann zu jeder Zeit
die Füllung unterbrochen werden. Ferner kann auch durch diese Ausschwingung die
Verbindung der Zuflußleitung mit der Umlaufleitung erfolgen, um den Meßbehälter
zu entleeren.
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Die Ausschwingung der Welle S kann jedoch, wie gesagt, nur dann stattfinden,
wenn sich die Sperrwelle S' in der in Abb. 8 gezeigten Lage befindet, in welcher
die Scheibe 01 durch die Kerbe 57 der Scheibe L1 hindurchtreten kann, und
ebenso kann die Sperrwelle S' nur dann geschwungen werden, wenn die Scheibe L1 durch
die Kerbe 55 der Scheibe O' hindurchtritt, d. h., wenn die Handhebel H sich in Mittelstellung
befinden.
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Auf der Sperrwelle S' sind auch andere Vorrichtungen befestigt, die
bei Ausschwingung der Sperrwelle aus ihrer neutralen Lage in Bewegung gesetzt werden.
Die Vorrichtung ZZ auf der Welle S' besteht aus einem Ritzel io5 (Abb. q. und 13),
in Eingriff mit einer Zahnstange io7, welche das Entleerungsventil V" beherrscht.
Durch dieses Ventil wird der Behälter C in Verbindung mit der Überlaufröhre
33 gebracht, und diese Ausschwingung wird also dann erfolgen müssen, wenn sich die
Welle S' in Abschlußlage befindet. In dieser Abschlußlage hält die Vorrichtung L=
das Ventil Y` in der in Abb. 13 gestrichelt gezeigten Lage. Sie tritt jedoch erst
in diese Stellung ein, wenn die nächste Vorrichtung L= auf der Sperrwelle S' in
Bewegung gesetzt worden ist. Diese dritte Vorrichtung umfaßt nach Abb. q. und 5
einen spiralförmig gekrümmten Daumen io9. Dieser Daumen ist zum Eingriff auf die
in der Senkrechten verschiebbaren Stange i i i bestimmt, die nach Abb. 17 und 18
die Ein- und Ausschaltung des Zählwerkes beherrscht. Die Stange erstreckt sich durch
den Meßbehälter C in das Abteil 5 der Säule und ist dort beweglich
an einem wagerechten Arm 112 eines Winkelhebels 113 angeschlossen. Der andere Arin
114 dieses Winkelhebels trägt ein Zahnrad, das bei der in Abb. 17 gezeigten Lage
sich in Gebrauchsstellung befindet, während es durch Anhub der Stange i i i (Abb.18)
in Ruhelage gebracht wird. In der Arbeitstage des Winkelhebels (Abb. 17) ist das
Zählwerk eingeschaltet, und bei Entleerung des Meßbehälters C wird durch
dieses Zählwerk die Menge der abgegebenen Flüssigkeit gemessen. Wird dagegen die
Sperrwelle S' in Sperrlage gebracht, so wird dadurch auch das Zählwerk außer Betrieb
gesetzt. Nach Abb. 13 ist das Ritzel105 nicht auf seinem ganzen Umfange mit Zähnen
versehen, so daß also die Einwirkung auf die Zahnstange 107 erst stattfindet,
nachdem die Welle S' zum Teil gedreht worden ist.
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An dem aus dem Gehäuse herausragenden Ende der Welle S' ist der aus
Abb. i9 und 2o ersichtliche Schlauchverschluß angeordnet. Der Schlauchverschluß
H' besteht aus einem bügelartigen Griff 93, der bei 9i schwingbar an -der Welle
S' befestigt ist. Durch Drehung der Welle S' unter Vermittlung des Bügels 93 kann
also die Sperrwelle in Sperrlage gebracht werden. Das Ende des Bügels legt sich
dabei in einen Schlitz 99 eines Ansatzes 95, und nach Einbringung in diese Lage
kann das Schloß 97 abgesperrt werden. In dieser Lage hält der Bügel 93 die Schlauchdüse
94 gegen unberechtigte Benutzung fest, indem das Schlauchende in einen Becher ioo
eingesteckt und darin festgehalten wird.
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Die Anordnung des Behälters C' geht besonders aus den Abb. 16, 17,
18 hervor. Es ist dies ein Glaszylinder, der an den gegenüberliegenden Seiten Stangen
121, 123 enthält, die mit Anzeigevorrichtungen, Maßangaben u. dgl. versehen sind.
Die Einlaßröhre geht fast bis zum oberen Ende des Behälters hin und in ihm ist auch
das Überlaufrohr 33 angeordnet. An dem oberen Ende des Einlaßrohres befindet sich
der Verteilerkopf 135 von bogenförmiger Gestalt (Abb. i6j. Nach Abb. 18 ist im Behälter
ein Schwimmer F von nahezu rechteckigem Querschnitt angeordnet. Dieser Schwimmer
wird in dem Behälter auf beliebige Weise geführt, und, wie aus Abb. 16 ersichtlich,
dient dazu eine Stange 136, sowie die Arme 13q., die zu beiden Seiten der Einlaufröhre
I angeordnet sind. Zur Sicherung des Glaszylinders wird er von einem Drahtnetz 143
umschlossen. Der Schwimmer F ist durch eine Kette mit einer Kupplung des Zählwerkes
derartig verbunden, das seine Bewegung nach abwärts, die gleichbedeutend ist mit
der Entleerung des Meßbehälters, in dieses Zählwerk eingetragen wird. Durch das
Gewicht W an dem Hebel 65 kann nun die Kupplung zwischen dem Schwimmer und dem Zählwerk
so beeinflußt werden, daß eine Eintragung bei Senkung des Schwimmers nicht unbedingt
stattfinden muß. Wenn sich also der Schwimmer senkt, indem der Behälter
C nicht in den Schlauch entleert wird, sondern -die Flüssigkeit wieder in
den
unterirdischen Behälter abgibt, so wird eine Eintragung nicht
stattfinden.
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Die Betriebsweise sei kurz wiederholt: Bei Nacht, wenn die Füllstelle
nicht benutzt werden soll, wird die Sperrwelle S' durch Umschwingung des Schlauchbügels
H' in die in Abb. ao gezeigte Läge festgehalten und verriegelt, und damit ist die
Benutzung des Schlauches ausgeschlossen. Die Scheibe L'- hat nun nicht mehr seine
Kerben in Gegenüberstellung mit der Scheibe 0s und die Welle S kann also nicht ausgeschwungen
werden, so daß sich die beiden Wellen gegenseitig verriegeln. Das Umleitungsventil
V (Abb. 6) ist dann geschlossen. Das Gewicht nimmt ebenfalls die in Abb. 5 gezeigte
Lage ein. In dieser Stellung ist auch das Ausströmventil V abgesperrt, und da der
Arm 04 den Schalter nicht beeinflußt, so ist der Motor M außer Betrieb. Das Entleerungsventil
V" (Abb. 13) befindet sich jedoch in der Offenstellung und wird in ihr gesichert,
da die Welle S' nicht gedreht werden kann. Der Meßbehälter C ist also leer
und kann nicht gefüllt werden, auch wenn ein Arbeiter die Kurbel C zum Antrieb der
Pumpe benutzen sollte. Flüssigkeit würde dann aus dem Behälter C durch,das
Ventil V" abfließen.
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Soll nun die Füllstelle in Gebrauch genommen werden, so muß das Schloß
97 entriegelt werden. Der Bügel wird nach außen geschwungen, um die Schlauchdüse
freizugeben und kann nunmehr gedreht werden, da die Kerbe 55 der Scheibe 0' sich
in ihrer Mittellage befindet und der Scheibe L'@ den Durchtritt gestattet. Dadurch
wird die Schwingwelle S' entriegelt und mit ihrer Entriegelung wird auch die Schwingwelle
S entriegelt. Das Entleerungsyentil V" wird also zuerst geschlossen, so daß von
nun ab die Füllung des Meßbehälters besorgt werden kann. Auch wird die Stange i
i i durch diese Ausschwingung der Sperrwelle S' gesenkt (A.bb. 17) und die Eintragsvorrichtung
oder das Zählwerk gerät dadurch in Gebrauchslage.
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Soll nun der Meßbehälter C' gefüllt werden, und zwar mit einer beliebigen
Menge von Flüssigkeit, die der Arbeiter am Behälter ablesen kann, so drückt er den
Griff H oder auch beide Griffe nach hinten (Abb.6 und io). Nach Abb. 6 tritt der
Finger 02 von der Spindel des Umleitventils V weg und dieses Ventil bleibt geschlossen.
Der Finger 03 wird etwas angehoben und das Gewicht an dem Hebel 65 .kann etwas nach
unten gehen. Auch dadurch wird keine Änderung hervorgerufen. Schließlich zieht auch
der Finger 04 die Stoßstange 73 von dem Ventil h' weg und auch dieses Ventil bleibt
geschlossen. Nur der Finger 05 tritt in die in Abb. io gezeigte Lage und
besorgt dadurch die -Aasschaltung des Motors M.- Der Gewichtshebel65 wird dadurch
an dem unbelasteten -Ende nach abwärts gedrückt und das Gewicht wird etwas angehoben.
Die Pumpe befördert nun Flüssigkeit in den Behälter C'. Läßt der Arbeiter den Hebel
11 los, so drückt - das Gewicht W die -Schalterstange 87 nach oben und unterbricht
dadurch die Stromzufuhr- für den elektrischen Motor. Der Winkelhebel 81, 83 wird
infolge des Ringes 85 auch ausgeschwungen werden und dies wiederum führt zu einer
Aussch-,vingung des Fingers 0° und der Welle S, so daß beim Loslassen des Handgriffes
H der Handgriff selbsttätig in die Mittellage zurückkehrt. Während der Füllung des
Behälters geht der Schwimmer hoch, da aber seine Kupplung mit dem Zählwerk nur nach
der einen Richtung hin arbeitet, so wird keine Eintragung vorgenommen. Sollte der
Arbeiter nach der Füllung des Behälters C den Handgriff 11 immer noch nach
hinten gedrückt .erhalten, so fließt der überschüssige Brennstoff durch die Überlaufröhre
33 wieder in den unterirdischen Behälter zurück.
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Bei der Entnahme von Brennstoff aus den Meßbehälter -drückt der Arbeiter
den Hebel nach vorn .(Abb. 7 und ii). Der Arm 0= wird nun gegen das Ventil V gedrückt,
das vom Einlaß in den Ablauf führt, um zu verhindern, daß etwa der Brennstoff durch
Handantrieb der Pumpe in den Meßbehälter gedrückt werden könnte. Auf diese Weise
wird jeder Betrug vermieden. Der Finger 03 wird von der Ruhelage (Abb. 5), etwas
nach unten gedrückt und das Gewicht an dem Hebel 65
wird dadurch .etwas gehaben.
Der Finger 0-E wird jedoch nach vorn geschwungen und stößt durch die Stange 73 das
Ventil T' in die Offenstellung, so daß die Entleerung des Meßbehälters stattfinden
kann. Der Finger 05 (Abb. bewegt sich nur auf der einen Zinke der Gabel 79 nach
aufwärts, ohne daß dadurch eine Änderung in der Schalterstellung zustande käme.
Der Motor M bleibt also stromlos.
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Wenn auch hier während der Abgabe von Flüssigkeit der Arbeiter wieder
den Hebel H losläßt, so werden sofort alle Ventile geschlossen, da -das Gewicht
an dem Hebel-65 die Welle S wieder in die Ruhelage zurücktreten läßt. Durch Beobachtung
der Skala an dem Meßbehälter kann also der Arbeiter beliebige Mengen von Flüssigkeit
abgeben. Diese Mengen von Flüssigkeit werden durch den Schwimmer F in das Zählwerk
eingetragen.