DE38630C - Vorrichtung zum plötzlichen Anhalten von Dampfmaschinen - Google Patents

Vorrichtung zum plötzlichen Anhalten von Dampfmaschinen

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DE38630C
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DE
Germany
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steam engines
steam
lever
suddenly stopping
stopping steam
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Expired - Lifetime
Application number
DENDAT38630D
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English (en)
Original Assignee
P. BRENNICKE & CO. in Berlin
Publication of DE38630C publication Critical patent/DE38630C/de
Anticipated expiration legal-status Critical
Expired - Lifetime legal-status Critical Current

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Classifications

    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F01MACHINES OR ENGINES IN GENERAL; ENGINE PLANTS IN GENERAL; STEAM ENGINES
    • F01BMACHINES OR ENGINES, IN GENERAL OR OF POSITIVE-DISPLACEMENT TYPE, e.g. STEAM ENGINES
    • F01B25/00Regulating, controlling or safety means
    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F01MACHINES OR ENGINES IN GENERAL; ENGINE PLANTS IN GENERAL; STEAM ENGINES
    • F01BMACHINES OR ENGINES, IN GENERAL OR OF POSITIVE-DISPLACEMENT TYPE, e.g. STEAM ENGINES
    • F01B2250/00Accessories of steam engines; Arrangements or control devices of piston pumps, compressors without crank shafts or condensors for so far as they influence the functioning of the engines
    • F01B2250/002Valves, brakes, control or safety devices for steam engines

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Treatment Of Fiber Materials (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 14: Dampfmaschinen.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 7. Februar 1886 ab.
. Der Zweck dieser Erfindung ist, eine Vorrichtung zu schaffen, welche die im vollen Gange befindliche Dampfmaschine von jeder beliebigen Stelle der Fabrik aus zu plötzlichem Stillstande bringt, so dafs vermittelst eines einzigen Griffes sämmtliche Arbeitsmaschinen, Transmissionen etc. augenblicklich aufser Betrieb gesetzt werden, ohne Zuthun des Maschinisten oder Heizers, zwecks Vermeidung von Unglücksfällen in Fabriken.
Dieser Zweck wird durch einen Mechanismus erreicht, welcher in Fig. 1 bei einer arbeitenden horizontalen Dampfmaschine in Seitenansicht und in der Stellung gezeichnet ist, welche derselbe im eingeschalteten Zustande einnimmt.
Fig. 2 zeigt die Seitenansicht des Mechanismus im ausgelösten Zustande, bei welcher Stellung die Maschine zum Stillstande gebracht ist.
Fig. 3 veranschaulicht den Mechanismus allein in eingeschalteter, also zur Wirkung bereiter Stellung, in Vorderansicht,
Fig. 4 den ausgelösten Mechanismus, also bei gehemmter Maschine.
Fig. 5 giebt die Ansicht des Mechanismus in Anwendung auf verticale Dampfmaschinen.
Fig. 6 zeigt die Verbindung des Mechanismus mit dem Schieber.
Nach der Zeichnung ist die Construction für Excentersteuerung mit Muschelschieber gedacht. Die Vorrichtung kann an jeder bestehenden Maschine mit derartigem Steuerungsmechanismus in Anwendung gebracht werden. Der im Lager a, Fig. 1, nach vor- und rückwärts bewegliche Rahmen b ist an seinem kreissegmentförmigen oberen Ende mit Einschnitten versehen, in welche der Ausrückhebel d bei functionsbereitem Mechanismus, entsprechend der beabsichtigten Inanspruchnahme der vorhandenen Dampfkraft, eingelegt wird. Hebel d ist im Lager e nach rechts und links beweglich. Mit Hebel d steht der vermittelst des Gelenkstückes g im Punkt h des Ständers f gelagerte Hebel i im Punkt k in Verbindung. Auf der Achse h ist auch der zum Zweck sicherer Wirkung mit Gegengewicht / versehene Hebelarm m gelagert, an dessen vorderem Ende die Coulisse η drehbar hängt. Letztere steht wieder an ihrem unteren Ende mit der Excenterstange ο der Dampfmaschine in Verbindung und überträgt die ihr von der Kurbelwelle ertheilte Bewegung auf die Schieberstange p.
Dem unteren Ende des Rahmens b gegenüber sind die beiden Elektromagnete r gelagert, welche bei durchkreisendem Strome diesen unteren Theil vom Rahmen b anziehen, was ein Vorwärtsschlagen des oberen Theiles zur Folge hat. Hierdurch wird Hebel d ausgelöst; er bewegt sich dann in der Richtung nach dem Hebel m, da dieser, der Schwere folgend, niedersinkt.
Gleichzeitig erfolgt auch eine Abwärtsbewegung der Excenterstange o, und da die Coulisse n ebenfalls sinkt, so wird mittelst der Schieberstange ρ der Schieber in eine Lage gebracht, in welcher beide Dampfkanäle bei allen Stellungen des Excenters geschlossen bleiben.
Da durch diesen Mechanismus der Schieber aufser Function gesetzt wird und die Dampf-Ein- und -Ausströmungsöffnungen geschlossen bleiben, so bilden sich auf beiden Seiten des Kolbens zwei von einander gesonderte Dampfkissen, welche den Kolben derartig bremsen, dafs die Maschine zu sanftem, ohne Rückschlag erfolgendem Stillstande gelangt.
Die Ausschaltung kann auch durch die Anwendung von Drahtzügeri ermöglicht werden, welche anstatt der elektrischen Leitung und ebenso wie diese selbst durch alle Theile der Fabrik geführt werden. Die Griffe bezw. die elektrischen Contactknöpfe können überall im Fabrikgebäude angebracht werden.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Eine Vorrichtung zum plötzlichen Anhalten von Dampfmaschinen von jeder Stelle der Fabrik aus und ohne Mitwirkung des Maschinisten, bestehend aus dem im Lager α oscillirenden Rahmen b, in dessen Einschnitte c c sich der Hebel d einlegt, welcher durch die Elektromagnete r ausgelöst wird und, gezogen von dem Eigengewicht des Gestänges ο mn oder durch das Gegengewicht Z, Fig. 5, seitlich fällt, infolge dessen das Führungsstück η sich senkt und die Schieberstange ρ so weit hervorzieht, dafs alle Dampfwege im Schieberkasten q geschlossen werden.
    Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
DENDAT38630D Vorrichtung zum plötzlichen Anhalten von Dampfmaschinen Expired - Lifetime DE38630C (de)

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