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Dacbreiter. Die Erfindung bezieht sich auf einen Dachreiter für durch
Feuer gefährdete Gebäude, z. B.. für Theater, und zwar auf die Vorrichtung zur Bewegung
der bei einer Feuersbrunst dem Abzug des Rauchs dienenden, unter Belastung stehenden
Fenster, welche derartig ausgestaltet sind, daß sie sich im Falle eines Feuers selbsttätig
öffnen.
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Diese Fenster sitzen in wettergeschützten Taschen und befinden sich
im geschlossenen Zustande in schräger Lage, so daß sie, wenn die schmelzbaren Teile,
die in die zum Bewegen der Fenster dienenden Zugvorrichtungen eingeschaltet sind,
nachgeben, selbsttätig in die Offenstellung schwingen.
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Die Erfindung besteht darin, daß die Zugvorrichtungen einer Reihe
derartiger Fenster gruppenweise vereinigt sind und die einzelnen Gruppen wiederum
zu einer einzigen Zugvorrichtung derart geführt sind, daß trotz der Vereinigung
der Zugvorrichtungen jede Gruppe für sich bewegt werden kann.
Weiter
besteht die Erfindung darin, daß die Zugvorrichtungen der einzelnen Gruppen über
eine flaschenzugartige Vorrichtung geführt sind, um die Spannung der Schnuren infolge
eines plötzlichen Rucks beim Schließen der Fenster zu verringern.
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Die losen Rollen der flaschenzugartigen Vorrichtung können gemeinsam
gezogen werden; es können aber auch die einzelnen Zugvorrichtungen je für sich bewegt
werden, indem sie über einzelne Rollen geführt sind, die an den Zugvorrichtungen
durch eine Schleife der Zugschnüre befestigt sind. In die Zugschnüre können an sich
bekannte Vorrichtungen, z. B. Schraubschlösser, eingeschaltet sein. durch @iie Dehnungen
der Zugschnüre ausgeglichen «-erden.
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In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel dargestellt, und zwar
zeigt Abb. i einen Querschnitt durch einen Dachreiter mit offenen Fenstern, Abb.2
eine Seitenansicht eines Zwischenstückes fier Zugvorrichtung, Abb.3 eine Seitenansicht
von Abb. i.
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Der Rahmen 5 am Dachreiter 6 hat eine Anzahl von Öffnungen, die von
Ulnrahrnungen mit schrägen Seitenwangen io und Abdeckung umgeben sind. Drehbar um
die Achse i i am unteren Rande dieser Ö ffnungen sind Fenster 12 gelagert, die sich
mit dem Rande 13 gegen eine Schulter 1.4 an der dachartigen Abdeckung der Umrahmung
der Fensteröffnungen anlegen. Wenn das Fenster geschlossen ist (Abb. 3), befindet
es sich innerhalb der Umrahmung, so daß es vor dein Eindringen von Schnee oder Wasser
geschützt ist. Das Fenster ist mit einem Gewicht 15 ausgestattet, uni das Öffnen
zu beschleunigen.
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Von jedem Fenster ist eine Schnur 16 über eine Rolle 17 geführt, die
drehbar in dein Rahmen 5 angeordnet ist, während das andere Ende der Schnur an einem
Zwischenstück 18 befestigt ist. Zwischen die Rollen 17 und das Zwischenstück 18
ist ein Ring 19 mit einer Reihe von Rollen 2o eingeschaltet. Am unteren Ende der
Zwischenstücke 18 greift eine Schnur 21 an, in der ein leicht schmelzbarer Teil
22 vorgesehen ist. Die Schnur gellt von dort aus unter der Rolle 23 her, welche
an einem Zwischenboden 24 unterhalb des Daches befestigt ist. Von dort aus geht
die Schnur über eine seitlich angeordnete Rolle 29, lann nach unten und über eine
Rolle 2; und dann wieder nach oben zu einer Rolle 26. Der Tragbügel dieser Rolle
26 wird finit Hilfe einer in der Hauptschnur vorgesehenen Schleife von dieser gehalten.
An den Rollen 25 hängt ein Zwischenstück 27 (Abb. 1 und 2), an welchem eine Schnur
28 angreift; diese ist in das Gebäude hinuntergeführt, wo sie in handlicher Reichweite
befestigt werden kann. Durch das Bewegen der Schnur 28 werden alle Fenster gleichzeitig
geöffnet oder geschlossen. Die Fenster öffnen sich selbsttätig, wenn die schmelzbaren
Teile 22 durch die einen Gefahrpunkt erreichende Hitze in dein Gebäude geschmolzen
werden.
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Wenn eine der Schnüre 21 gezogen wird, öffnet oder schließt sie die
Gruppe von Fenstern, mit welcher das Zwischenstück 18 in Verbindung steht. Bei Bewegung
der Schnur 28 «erden aber alle Gruppen gleichzeitig geöffnet oder geschlossen. Die
Fenster einer Seite des Dachreiters sind mit je einem Zwischenstück 18 verbunden,
und eine einzige Verbindung führt von diesem Zwischenstück zu dem unteren Zwischenstück
27.
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Die Rollen 25 und 26 bilden eine Art Flaschenzug, durch die jede Gruppe
von Fenstern, wenn sie durch eine der Schnüre 21 geöffnet oder geschlossen wird,
vorsichtig bewegt wird, da das Verhältnis von Zug zur Schließbewegung sich wie 2:1
verhält, wodurch ein Stoß vermieden und die Gefahr einer Zerstörung fier Teile herabgemindert
wird.
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Im Gebrauch dehnen sich die Schnuren so, daß die Feister sich nicht
gleichmäßig schließen. Um dies zu verhindern, ist eine bekannte Einrichtung, etwa
ein Spamischloß 29 in jeder Schnur vorgesehen.