DE379580C - Verfahren zur Herstellung von Punktierschablonen aus Papier - Google Patents
Verfahren zur Herstellung von Punktierschablonen aus PapierInfo
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- DE379580C DE379580C DES61111D DES0061111D DE379580C DE 379580 C DE379580 C DE 379580C DE S61111 D DES61111 D DE S61111D DE S0061111 D DES0061111 D DE S0061111D DE 379580 C DE379580 C DE 379580C
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-
- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B05—SPRAYING OR ATOMISING IN GENERAL; APPLYING FLUENT MATERIALS TO SURFACES, IN GENERAL
- B05C—APPARATUS FOR APPLYING FLUENT MATERIALS TO SURFACES, IN GENERAL
- B05C17/00—Hand tools or apparatus using hand held tools, for applying liquids or other fluent materials to, for spreading applied liquids or other fluent materials on, or for partially removing applied liquids or other fluent materials from, surfaces
- B05C17/06—Stencils
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- Mechanical Engineering (AREA)
- Printing Plates And Materials Therefor (AREA)
Description
- Verfahren zur Herstellung von Punktierschablonen aus Papier. Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren, durch die Mittel des Buchdrucks auf Papier Schablonen zu erzeugen, die bestimmt sind zum Auftragen von Zeichnungen für Stickereiarbeiten u. dgl. auf Stoff mittels des Aufstäubens eines färbenden Pulvers oder mittels Überwischung mit einem ein färbendes Pulver enthaltenden Wischer.
- Gegenwärtig wird ein Verfahren zur Wiedergabe von Zeichnungen für weibliche Handarbeiten auf Stoff angewandt, welches darin besteht, zuerst die Zeichnungen durch Druck in ununterbrochenen Linien auf dünnem Papier zu reproduzieren, dann die Linien dieser Zeichnungen mit einem Perforierrädchen zu überfahren, welches eine gelochte Linie im Papier erzeugt und eine Art Schablone bildet, «-elche auf dem Stoff befestigt und durch Überstäuben mit einem farbigen Pulver oder Überfahren mit einem mit farbigem Pulver getränkten Wischer auf den Stoff reproduziert wird.
- Der Nachteil dieses Verfahrens besteht darin, daß es langsam ist und nicht gestattet, eine große Anzahl von Schablonenblättern rasch zu erhalten, wodurch der Herstellungspreis dieser Schablonen sehr hoch wird. Man hat allerdings versucht, diesen Nachteil dadurch zu mildern, daß mehrere Blätter auf einmal mittels einer `Nadelmaschine, nach Art einer Nähmaschine, perforiert -werden, aber auch dies gestattet nicht die Herstellung einer großen Auflage.
- Das den Gegenstand der Erfindung bildende Verfahren beseitigt den Übelstand und gestattet, in größer Auflage und mit geringen Kosten Schablonenblätter mit Hilfe der gewöhnlichen Buchdruckmaschinen herzustellen. Das Verfahren besteht in folgenden Verrichtungen.
- Die auf dem Stoff zu reproduzierende Zeichnung wird zuerst mit der Feder auf Zeichenpapier in punktierten Linien hergestellt. Sie , wird dann auf Zink oder Kupfer durch die gewöhnlichen Verfahren reproduziert, wobei man dafür sorgt, daß der Ätzvorgang weit genug getrieben wird, um deutlich hervortretende Punkte zu erzielen und eine Gravierung von etwa 1,5 mm Tiefe zu ergeben. Die auf diese Weise erhaltene Zink- oder Kupferplatte wird aufgeblockt und in einer Buchdruckpresse befestigt, deren Druckzylinder mit einer Kautschukauflage versehen ist, so daß eine starke Schattierung und eine Perforierung des Papiers erreicht wird.
- Die Papierblätter werden angelegt, abgezogen und aufgefangen wie bei dem gewöhnlichen Buchdruckverfahren.
- Man erhält auf diese Weise in großer Auflage und mit geringen Kosten die Papierschablonen, und eine Zinkplatte kann ungefähr ro ooo Blatt Papier vom Gewicht von 45 g je qm perforieren, ohne eine merkbare Abnutzung zu erfahren.
- Anstatt für das Druckverfahren eine Platte aus Zink oder Kupfer zu benutzen, auf welche die Zeichnung durch die üblichen Ätzverfahren reproduziert ist, kann man auch eine Platte aus Kupfer oder anderem Metall verwenden, die .auf galvanoplastischeln `Fege in folgender Weise hergestellt ist: Die zu reproduzierende Zeichnung wird auf ein Blatt Papier aufgebracht, welches dann auf eine Unterlage aus Wachs oder anderem geeigneten Stoff aufgelegt wird. Die Linien ,Icr Zeichnungen werden dann mit Hilfe eine Nadel, die man senkrecht bis zu geeigneter Tiefe bewegt, durchstochen, wobei die Entfernung der Stiche möglichst gleich bleibt. Ein Spitzenrädchen oder anderer zu diesem Zweck konstruierter Apparat kann die Nadel ersetzen und die Zeichnung auf der Fläche der Unterlage durch Punkte wiedergeben. Das Papierblatt wird dann abgezogen und d@e Unterlage mit Graphit eingestäubt und dann in ein galv anoplastisches Bad eingesetzt. Nach gceigneter "Zeit, die von den Arbeitsbedingungen abhängt und etwa d. bis 6 Stunden beträgt, ist ein Metallüberzug aus Kupfer, Nickel oder anderen geeigneten Metall entstanden, der die Zeichnung punktweise in kleinen, sehr sauberen Spitzen wiedergibt.
- Dieser Niederschlag wirf mit Blei hinter-,ossen, aufgeblockt und in der Druckmaschine wie ein gewöhnlicher Druckstock angebracht und zur Herstellung der Schablone benutzt wie oben. Die galvanoplastischen Formen haben den Vorzug eines sehr ausgeprägten Reliefs und sehr scharfer Spitzen gegenüber den durch :uzen erreichten Druckplatten.
Claims (3)
- PATENT- ANSPRÜC11C: i. Zerfahren zur Herstellung von Punktierschablonen zum >''hertragen von Zeichnungen auf Stoff, welches darin besteht, ,laß von der wiederzugebenden Zeichnung eine Reproduktion in Punkten auf einer Platte aus Zink, Kupfer o. (1-l. hergestellt wird, welche in einer Druckmaschine mit einem mit Kautschuck o. dgl. umkleideten Druckzvlinder angebracht wird und daß mittels dieser Maschine die perforierten Schablonen durch Pressung in an sich bekannter Weise erzeugt werden.
- 2. Verfahren zur Herstellung der bei dem Verfahren nach Anspruch i zu benutzenden Druckplatten, dadurch gekennzeichnet, daß die wiederzugebende Zeichnung punktiert auf Papier hergestellt und auf einer Platte aus Zink, Kupfer o. dgl. reproduziert wird, indem das übliche Atzverfahren so weit getrieben wird, bis Punkte von genügender Höhe geschaffen worden sind.
- 3. Verfahren zur Herstellung der bei dem Verfahren nach Anspruch i zu benutzenden Druckplatten, dadurch gekennzeichnet, daß die zu reproduzierende Zeichnung auf Papier aufgebracht wird. daß dieses Papier auf eine leitend gemachte Wachsfläche o. dgl. aufgelegt und die Zeichnung in die Wachsschicht eingestochen wird, indem man den Linien der Zeichnung mittels einer, Nadel, eines Spitzenrädchens oder eines anderen geeigneten Gerätes folgt, daß dann das Papier abgenommen und die Wachsschicht in ein galvanoplastisches Bad eingebracht und darin so lange gelassen wird, bis ein Metallniederschlag aus Kupfer oder 'anderem Metall entstanden ist, welcher die Zeichnung punktweise in scharfen Spitzen wiedergibt.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DES61111D DE379580C (de) | 1922-10-19 | 1922-10-19 | Verfahren zur Herstellung von Punktierschablonen aus Papier |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DES61111D DE379580C (de) | 1922-10-19 | 1922-10-19 | Verfahren zur Herstellung von Punktierschablonen aus Papier |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE379580C true DE379580C (de) | 1923-08-25 |
Family
ID=7494625
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DES61111D Expired DE379580C (de) | 1922-10-19 | 1922-10-19 | Verfahren zur Herstellung von Punktierschablonen aus Papier |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE379580C (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE745113C (de) * | 1940-07-26 | 1944-02-26 | Kurt Grunert | Schabloniervorrichtung zum UEbertragen von Schiffbaurissen auf Werkstueckplatten |
-
1922
- 1922-10-19 DE DES61111D patent/DE379580C/de not_active Expired
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE745113C (de) * | 1940-07-26 | 1944-02-26 | Kurt Grunert | Schabloniervorrichtung zum UEbertragen von Schiffbaurissen auf Werkstueckplatten |
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