DE156940C - - Google Patents
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- DE156940C DE156940C DENDAT156940D DE156940DA DE156940C DE 156940 C DE156940 C DE 156940C DE NDAT156940 D DENDAT156940 D DE NDAT156940D DE 156940D A DE156940D A DE 156940DA DE 156940 C DE156940 C DE 156940C
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Classifications
-
- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B44—DECORATIVE ARTS
- B44F—SPECIAL DESIGNS OR PICTURES
- B44F11/00—Designs imitating artistic work
- B44F11/06—Imitation of ceramic patterns
Landscapes
- Engineering & Computer Science (AREA)
- Ceramic Engineering (AREA)
- Toys (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
Durch das unter Nr. 150009 patentierte
Verfahren sollen Bilder in Emailfarben mit Bronzeeinfassung dadurch nachgeahmt werden,
daß mit einem einzigen Druck die sowohl den farbigen Grundton ergebende als auch das
Bindemittel (die Grundierung) für die Bronzeauflage bildende Gelatinefolie befestigt und
ausgestanzt und zugleich auch die Bronze aufgeprägt wird. Diesem Zweck dient ein
Stempel, welcher mit Bezug auf die Bronzeauflagen Prägstempel, mit Bezug auf die
Gelatineauflage Stanze ist. Das patentierte Verfahren hat sich im allgemeinen bewährt,
zeigt aber Nachteile in dem Falle, daß die Bronzeeinfassung außerhalb der sichtbaren
Gelatineauflage ein reich gegliedertes Muster bildet: In den Ecken und Winkeln dieses
Musters bleiben Teile der durchstanzten Gelatinefolie zurück, die zwar von der Unterlage
lösbar sind, aber in mühsamer und zeitraubender Weise mit einer Nadel entfernt
werden müssen. Diesen Nachteil vermeidet und größere Bewegungsfreiheit in der Auswahl und Anordnung der Muster erreicht
man, wenn gemäß der vorliegenden, weiteren Ausbildung des patentierten Verfahrens der
bisher einheitliche Stempel in einen Stanz- und Befestigungsstempel für die Gelatineauflage
und in einen Prägstempel für die Bronzierung (Vergoldung) zerlegt und demgemäß in
zwei Phasen gearbeitet wird: Es wird zuerst mittels des erstgenannten, erhitzten Stempels
die Gelatinefolie auf der Unterlage durch Erwärmung befestigt und zugleich ausgestanzt,
und es wird alsdann mittels des Prägstempels das Blattmetall in an sich bekannter Weise
heiß aufgeprägt. Die Blattmetallprägung kann nun in beliebiger Verzweigung oder Gliederung
über die Gelatineauflage hinausgehen, indem sie sich außerhalb der Gelatineauflage
unmittelbar auf die vorher im ganzen trocken grundierte Unterlage auflegt, und es entfällt
der oben behandelte Nachteil des patentierten Verfahrens. Aber auch wenn man die Blattmetallauflage
nicht über die Gelatineauflage hinausgehen läßt, gewährt das abgeänderte Verfahren einen Vorteil: Man erhält eine
solidere Befestigung des Bildes auf der Unterlage, weil zunächst einmal die Gelatinefolie
sicher festgelegt ist. Besonders zeigt sich dieser Vorteil, wenn neben großen, freiliegenden
Gelatineflächen schmale Bronzeeinfassungen auftreten. Man kann also in solchen Fällen
selbst ganz dünne Goldlinien zur Einfassung verwenden, weil die Gelatine nicht nur im
Bereich dieser dünnen Goldlinien, sondern im Bereich der dafür vorgesehenen und ausreichenden
Prägekante des ersten Stempels festgehalten wird.
Zur näheren Erläuterung des Verfahrens mag im Verein mit der weiteren Beschreibung
die Zeichnung dienen, welche in Fig. 1 ein fertiges Erzeugnis, in Fig. 2 und 3 Herstellungsstadien
dieses Erzeugnisses und in
den übrigen Figuren die beiden Stempel darstellt. Die Fig. 4 und S zeigen in Seitenansicht
und Vorderansicht den Vergoldestempel, die Fig. 6 und 7 in Querschnitt und Vorderansicht
den Stempel zum Befestigen und Ausstanzen der Gelatineauflage.
Das fertige Erzeugnis (Fig. 1) stellt auf überall, und zwar in bekannter Weise trocken grundiertem
Papier in einem durch ein Netz von Goldlinien gemusterten, farbigen Grund a
ein aus dem weißen Papier farblos herausgeprägtes Schillerbildnis dar, umgeben von
einem Lorbeerkranz in Gold, dessen Blätter teils auf dem Grund a, teils unmittelbar auf
dem Papier liegen. Völlig auf dem weißen Papier liegt der in Gold geprägte Rahmen
mit der Inschrift »Schiller-Zigaretten«. Der farbige Grund α wird nach innen durch die
aus Fig. 3 ersichtliche dünne Goldlinie b, nach außen durch die Stengel der Lorbeergewinde
abgeschlossen. Wollte man die darüber hinausgehenden Blätter und die einzelnen Goldbuchstaben der Inschrift nach Patent
150009, also durch eine einzige Prägung mit hervorbringen, so würde sich der in der
Einleitung behandelte Nachteil zeigen.
Um dieses Erzeugnis in einwandsfreier Weise hervorzubringen, wird zunächst eine
genügend große Gelatinefolie aufgelegt und der Stempel C nach Fig. 6 und 7 in erwärmtem
Zustande aufgepreßt. Seine ringsherum laufende, genügend scharfe Kante c schneidet die Gelatinefolie gemäß dem äußeren
und inneren Umriß des hervorzubringenden farbigen Grundes α aus, während die dem
Rand c folgende Prägfläche c1 längs des
Umrisses eine Gelatinezone von für eine sichere Befestigung genügender Breite durch
Erwärmung erweicht und festlegt. Wie aus Fig. 6 ersichtlich, steigt diese Prägfläche
gegen die Schneidkante sanft an, in die sie ohne merklichen Absatz übergeht. Die Erfahrung
hat gelehrt, daß bei dieser Gestaltung eine sichere Befestigung und ein sauberer
Ausschnitt der Gelatinefolie ohne Beschädigung des Papieres erreicht wird. Diese Arbeit
führt zu dem in Fig. 2 gezeichneten Zwischenerzeugnis.
Nunmehr wird Blattgold aufgelegt und der in Fig. 4 und 5 gezeichnete Prägstempel D in
bekannter Art aufgepreßt, wodurch das Gold in an sich bekannter Weise dadurch befestigt
wird, daß die Vorsprünge des Stempels die farbige Gelatine bezw. die Grundierung des
Papieres erweichen und das Gold im Bereich dieser Stellen festkleben lassen. Das über- ·
flüssige Gold kann leicht abgewischt werden. Dieses zweite Stadium des Verfahrens ergibt
das in Fig. 3 gezeichnete Zwischenerzeugnis, das im angenommenen Falle noch der Ausprägung
des Schillerkopfes bedarf., welche aber keinen Teil der beanspruchten Erfindung bildet.
Claims (1)
- Patent-Anspruch :Eine Ausführungsart des Verfahrens zur Nachahmung von Bildern in Emailfarben mit Bronzeeinfassung nach Patent 150009, dadurch gekennzeichnet, daß zunächst mit einem gemäß der Gelatineauf- lage umrissenen Stempel (C), welcher dem Umriß nach mit einer Schneidkante (c) und innerhalb derselben mit einer — zweckmäßig nach der Schneidkante hin ansteigenden — Prägfläche (c1) versehen, im übrigen aber hohl gearbeitet ist, die Gelatinefolie auf der Unterseite befestigt und ausgestanzt und dann erst mittels eines gewöhnlichen Prägstempels (D) die Bronzierung aufgeprägt wird.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE156940C true DE156940C (de) |
Family
ID=423265
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT156940D Active DE156940C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE156940C (de) |
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0
- DE DENDAT156940D patent/DE156940C/de active Active
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