DE16342C - Neuerungen an dem durch Patent i Nr. 725 geschützten Verfahren in der Herstellung , dem Pressen und Koloriren von Füllstücken, Friesen, Verzierungen aus Masse und anderen Zeugen, sowie an den hierbei verwendeten Vorrichtungen - Google Patents

Neuerungen an dem durch Patent i Nr. 725 geschützten Verfahren in der Herstellung , dem Pressen und Koloriren von Füllstücken, Friesen, Verzierungen aus Masse und anderen Zeugen, sowie an den hierbei verwendeten Vorrichtungen

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DE16342C
DE16342C DENDAT16342D DE16342DA DE16342C DE 16342 C DE16342 C DE 16342C DE NDAT16342 D DENDAT16342 D DE NDAT16342D DE 16342D A DE16342D A DE 16342DA DE 16342 C DE16342 C DE 16342C
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    • D06TREATMENT OF TEXTILES OR THE LIKE; LAUNDERING; FLEXIBLE MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • D06NWALL, FLOOR, OR LIKE COVERING MATERIALS, e.g. LINOLEUM, OILCLOTH, ARTIFICIAL LEATHER, ROOFING FELT, CONSISTING OF A FIBROUS WEB COATED WITH A LAYER OF MACROMOLECULAR MATERIAL; FLEXIBLE SHEET MATERIAL NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • D06N1/00Linoleum, e.g. linoxyn, polymerised or oxidised resin

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Description

KAISERLICHES
PATENTAMT
Object vorliegender" Erfindung ist das Bedrucken von Reliefwanddecorationen aus Compositionen oxydirten Oeles oder anderer plastischer Massen. Die Maschine vollzieht die Herstellung des Reliefs (Gaufriren) sowie Bedrucken desselben sofort nach einander.
Zu diesem Zwecke dient ein gufseisemer Cylinder von ca. 107 cm Durchmesser, an dessen Umfang die Prefs- und Druckwalzen kufen. Das der Tapete oder dergleichen als Hintergrund dienende Papier oder Zeug, das kurz Grund genannt werden soll, wird auf jenen Gufscylinder geführt und dann die plastische Masse zwischen den Grund und die Prefswalze gebracht. So wird das Reliefornament gebildet, während der Grund auf dem Cylinder gegen Verschieben dadurch gesichert ist, dafs ihn kleine Stahlstifte, die an der Peripherie der Cylinder aufgesetzt sind, halten. .
Dieser mit Reliefs versehene Grund läuft dann weiter um den Cylinder und tritt in eine Kammer ein, in die kalte Luft geblasen wird, um so die Masse zu kühlen und fest genug zu machen, die Pressung der Druckwalzen auszuhalten. Das Bedrucken erfolgt unmittelbar nach dem Austritt aus dieser Kammer.
Diese Bedruckwalzen (Farbwalzen) sind wie bei Calicodruckmaschmen angeordnet; dieselben können glatte Oberflächen erhalten, trotz der Erhöhungen des aufgebrachten Musters, und im Falle . sehr bedeutender Erhabenheiten desselben (wie bei Blumenornamenten) wird die Oberfläche der Druckwalze entsprechend ausgespart.
Die Färb- oder Druckwalzen werden vorzugsweise von elastischem Materiale hergestellt.
Nach dem Druckprocefs werden Bürsten angewendet, um die Farben zu vertreiben, die Contouren zu mildern und dem Ganzen ein weicheres Aussehen zu verleihen. Die Bewegung dieser Verschlichtbürsten mufs natürlich dem Laufe des Grundes entsprechen, kann auch eine hin- und hergehende Bewegung senkrecht zu diesem sein, wenn die Thätigkeit der Bürsten nur periodisch erforderlich ist. Die Haare dieser Bürsten müssen natürlich sehr fein und lang sein, um alle Tiefen des Reliefs bearbeiten zu können.
Fig. ι beiliegender Zeichnung ist ein Querschnitt einer solchen Maschine.
Der Grund des Ornamentes u. s. f./hauptsächlich aus Papier "und einem Gewebe hergestellt, ist auf Walze A aufgewickelt und läuft von da über eine gebremste Walze B, die mit Drahtgaze überzogen ist, um dem Grunde eine entsprechende Rauhheit zu verleihen. Der durch die Bremse dem Grunde dargebotene Widerstand kann regulirt werden. Weiter läuft der Grund über Walze C und unter Walze D, woselbst eine Lage plastische Masse auf ihn aufgebracht wird", nun gelangt er unter die Prefswalze E, die das Relief erzeugt und den Grund gegen die erwähnten kleinen Stahlstifte drückt. F ist ein rotirendes Stahlmesser, das den überstehenden Rand des Grundes abschneidet; ein Abstreichmesser schabt die auf diesem Rande sitzende plastische Masse ab. Hierauf
tritt das Fabrikat in die Kühlkammer ein, in der ein kleiner Ventilator angeordnet ist, und ist dann bereit, die Farbe von den Walzen G zu empfangen. Diese Druckwalzen G sind aus Holz oder einer halb zähen Masse von dickem Firnifs und zermahlenem Kork hergestellt. G1 sind die die Farbe liefernden Walzen. Die Bürsten H können aufgehängt sein und sich langsam drehen, durch irgend welchen Antrieb. Der Grund derartiger Ornamente wird aus Papier und einem Gewebe auf einer in Fig. 2 gezeichneten Maschine hergestellt.
Die Zeugwalze ist A, die Papierwalze B] Zeug und Papier werden vereinigt, nachdem die nachstehend beschriebene Composition durch die Walzen C zwischen sie gebracht wurde; das fertige Fabrikat wird auf Walze D aufgewunden.
Besagte Composition (Klebstoff) wird hergestellt wie folgt:
Oxydirtes OeI 800 kg,
Neuseeländischer Gummi . . 100 -
Harz 245 - .
Yon dieser Masse, No. 1 genannt, nehme
man 8 kg,
Ocker 10
Mennige 0,625 -
Paraffin 0,560 - .
Diese Masse, No. 2 genannt, wird unter Zusatz von ι kg Terpentinöl geknetet.
Die Reliefmasse erhält folgende Zusammensetzung :
Oxydirtes OeI 48 kg,
Gummi 9 -
Harz 12 - .
Von diesem Gemisch nehme man 24 kg und füge hinzu:
Holzfasern 24 kg
Bleiweifs 6 -
Wachs und Harz 2 -
Dick gekochtes OeI .... 2 Grüne Bronze (Bronze green
Vert de bronze) 0,625 kg.
Diese Masse heifse No. 3.
Einem weiteren Gedanken zufolge wird eine gravirte Walze für jede Farbe benutzt; ein weicher Farbstoff wird in die Gravuren gedrückt und dann die Oberfläche mit einem Messer abgestrichen. Der mit der oben bezeichneten Oelcomposition versehene Ornamentgrund nimmt die Farbe alsdann aus den Walzen heraus.
Fig. 3 stellt dies Verfahren dar. A ist die gravirte Walze, B eine glatte Walze mit gleicher oder besser gröfserer Umfangsgeschwindigkeit, so dafs die als No. 5 bezeichnete Composition in die Gravuren gedrückt wird. Ein schwingendes Messer C streicht den Ueberflufs ab. Der aus Zeug und Papier, wie angegeben, hergestellte Ornamentgrund ist auf Walze D aufgezogen und läuft zwischen die Walzen E und F, woselbst eine Lage der Masse No. 4 aufgebracht wird. Diese macht den Grund klebrig, so dafs zwischen A und E die Masse in den Gravuren herausgezogen wird; beide Massen können verschieden gefärbt sein, so dafs ein verschiedenfarbiges Muster entsteht.
No. 4 besteht aus:
Oxydirtes OeI . . . . 24 kg
Holzfaser ..... 20
Bleiweifs 6
Paraffin ...... 0,5 -
Harz 0,5 -
Grüne Bronze (Bronze green- Vert de bronze) . . 2
Die Reliefmasse No. 5 besteht aus:
Oxydirtes OeI . . . . 24 kg
Holzfaser 20 -
Bleiweifs 3 -
Dickgekochtes OeI ... 3 Harz ....... ι -
Wachs ι -
Venetianisches Roth . . 1 - .
Ferner wird genügend Kohlennaphta oder Terpentinöl zum Weichmachen, sowie Wachs zugesetzt, um genügendes Haften an der Masse der Oberfläche zu erzielen.
Nachdem das Fabrikat die Maschine verlassen, wird es bei ca. 40 ° getrocknet.
Es kann zum Grunde auch das nach dem Verfahren der englischen Spec. No. 5118/79 hergestellte Fabrikat verwendet werden und durch Oelfarben eine Imitation von Holztäfelung angebracht werden. Hier wird die Oberfläche mit feinen vertieften Linien versehen, mit Hülfe eines erhabenen Musters auf einer Messingoder dergleichen Walze. Die Oberfläche wird dann mit Druckmodeln oder auch Walzen in verschiedenen Farben bedruckt in derselben Maschme; nachdem die Farbe theilweise getrocknet, schabt ein Messer das Ueberflüssige ab. Fig. 4 stellt diese entsprechende Maschine dar. Walze A trägt den besagten Grund; B ist eine glatte Walze, die die Composition No. 4 ausbreitet, während die mit der Reliefzeichnung versehene Walze C die genannten Vertiefungen in der Masse herstellt. Es folgt wieder eine Kühlkammer und dann die Druckwalzen D, die die Farbe in die Vertiefungen drücken. Hierauf gelangt das Fabrikat in eine warme Trockenkammer, und nach genügender Trocknung der Farbe in die in Fig. 5 dargestellte Maschine. Hierselbst ist es auf Walze A aufgezogen und läuft unter der Walze B weg, deren Lager mit Druckfedern versehen sind. In gleicher Weise herrscht zwischen Walzen B und C sowie zwischen C und D eine entsprechende Pressung, um das Fabrikat bei E straff zu erhalten; hier wirkt der Schaber F, der eine sehr . scharfe Kante hat und eine schwingende Bewegung von ca. 500 Spielen
pro Minute ausführt. Ein wenig Leinöl ist hier nöthig.
Bezüglich der Fabrikation geprefster Papiere wird eine Prefs- (Gaufrir-) Walze von Metall oder dergleichen verwendet, in deren Vertiefungen mit Hülfe elastischer Farbwalzen Farbe eingebracht wird. In diese Vertiefungen wird dann das Papier mit Hülfe von Walzen eingedrückt, die entweder die Gegenstücke jener Prefswalzen bilden oder elastischer Natur sind.
Fig. 6 zeigt eine solche Anordnung für gleichzeitiges Gaufriren und Färben. Die Papierrolle liegt bei A. Das Papier geht um B nach der Prefswalze C. Der letzteren wird von den Walzen D, die elastisch sind, die Farbe mitgetheilt. Das Papier wird von Walze B gegen Walze C und in deren Gravuren gedrückt und so geprefst und gefärbt. Hierauf folgt eine Trockenkammer. Walze B kann. entweder das Gegenstück von C bilden, oder aus elastischem Materiale (aus dickem Firnifs und Holzstoff) hergestellt sein.
Man kann auch das Muster zwischen zwei Gegenwalzen pressen und das Färben beim Fortlaufen auf der erhabenen Walze vornehmen. ' Es ist weiterhin nöthig, die Prefswalzen rasch auswechseln zu können. Deshalb werden die Prefsorgane hohlcylindrisch gemacht, auf eine Axe aufgesteckt und durch Keile gesichert. So lassen sich mehrere schmale Prefscylinder aufstecken und die Muster sehr variiren. Ebenso läfst sich bei den Farbwalzen Aenderung erzielen.
Fig. 7 a und 7 b stellen solche Prefswalzen dar. Walze 7 a liefert gewürfelte Borden ,7b verschiedene Borden oder Bilderrahmen u. dergl. Solcher schmaler Producte stellt man 20 bis 30 auf einer Walze her. Das Fabrikat wird' dann durch Kreismesser, die auf einer Axe sitzen, in Streifen geschnitten. Diese Messer werden durch entsprechend starke Zwischenscheiben so gestellt, dafs der Zwischenraum zwischen je zweien genau der Bordenbreite entspricht. Diese zerschnittenen Borden werden dann auf Holzspulen aufgewickelt, die in entsprechendem Abstande auf einer Axe sitzen, jedoch so aufgesteckt sind, dafs sie rutschen können, um der Variation des Durchmessers Rechnung zu tragen. Jede Spule hat auf jeder Seite Papp- oder Metallflantschen.
Fig. 8 stellt eine solche Maschine dar. A ist die Grundrolle. Walze B hat einen Drahtgazebezug und ertheilt die verlangte Spannung. Zwischen den Walzen C erhält das Grundzeug eine Lage plastischer Masse. Die Prefswalze D besteht aus einer Reihe von Ringen, wie Fig. 7 b. Die Kreismesser sind mit E E bezeichnet. Die Spulen sitzen -bei F und sind gegen Herunterrutschen durch eine am Ende angebrachte Schraube, die gegen eine Kautschukscheibe' drückt, gesichert. Die Spulenaxe wird mittelst eines schwach gespannten Riemens getrieben, mit einer Peripheriegeschwindigkeit, die die der Prefswalzen etwas übersteigt. Zwischen Prefswalzen und Messern soll ein Abstand von i,s bis 2 m sein. Auch hier wird eine Kühlkammer angeordnet.
Sollen solche Ornamentborden auf Holzfriese, Holzleisten aufgebracht werden, so findet die Maschine, Fig. 9, Verwendung. A ist die Bordenrolle, B eine Eisenwalze, C eine ebensolche mit einem Kautschukbezuge, dessen Querschnitt dem der Holzleiste entspricht. Dieser Kautschukbezug kann ausgewechselt werden. D ist ein Kautschukstück, das zur Vertheilung und Abstreichimg des auf die Leiste aufgebrachten Leimes dient. Walze C drückt die Borde auf die Leiste fest.
Nachdem das Leimen vollzogen ist, werden die Leisten zwischen Wände eingesetzt, die ca. 5 cm von einander entfernt sind, Fig. 10. Hierin werden an beiden Enden befestigte Kautschukschläuche eingebracht, durch die man zur Kühlung kalte Luft oder besser kaltes Wasser treibt.
Eine andere Art des fortgesetzten Druckes auf die zusammengeleimten Borden und Leisten zeigt Fig. 11. Hier begleitet ein endloses Kautschukband (25 mm Dicke) das Fabrikat, bis es völlig trocken ist. A sind Druckrollen, B das. endlose Band, das auch durch einen Kautschukschlauch von 75 bis 100 mm Durchmesser, der mit Wasser gefüllt ist, ersetzt werden kann. C ist der den Leim ausbreitende Kautschuk.
Beim Pressen feiner Linien liegt immer die Unannehmlichkeit des Haftens der Masse an den Walzen vor; diesem Uebelstande abzuhelfen, setzt Erfinder der Masse etwas Wachs zu, mit etwas Seife oder allein.
So erzielt man bei hoher Temperatur scharfe Contouren. Bei Paraffinzusatz genügen 2 pCt.; ein Bienenwachszusatz mufs gröfser sein, japanesisches Wachs ist dreimal so viel nöthig als Paraffin.
Ricinusöl, auf festen Zustand durch Verdampfung der flüchtigen Producte gebracht, kann vortheilhaft allein, oder mit dickem Leinöl und Gummi, in gewissen Fällen auch in natürlichem Zustande mit Copal und festem Leinöl (wobei die flüchtigen Producte bei der unter Erhitzung erfolgenden Mischung weggehen) gebraucht werden.
Für Thürfüllungen empfiehlt sich folgende Mischung:
Man nehme 10 kg Ricinusöl und 20 kg Copal in Stücken, koche sie zusammen in einem Kessel, bis der Geruch des Copals verschwindet. Soll die Masse sehr hart sein, so setze man das gleiche Gewicht Holzstoff zu, anderenfalls festes Leinöl.
Für Möbelfourniere wird eine Einrichtung von drei Walzen gebraucht, Fig. 12, von 60 bis 70 cm.
Zwei derselben (B und C) sind glatt und verbreiten nur die Masse; die dritte trägt die Prefsplatten aufgezogen. Diese Platten sind justirbar und leicht abzunehmen. Die Zwischenräume sind durch glatte Platten ausgefüllt. Eine solche Walze zeigt Fig. 12 A. Die Platten können in schwalbenschwanzförmige Leisten eingezogen oder durch rückwärtige Stifte, Fig. 12 B, gehalten werden; die Stifte werden durch Muttern gesichert.
Will man die Prefsplatten nicht nach den Walzen krümmen, so tritt die Anordnung, Fig. 13, ein. Die Platten sitzen hier auf dem Tische A, der durch Zahnstange von Walze B aus bewegt wird. Das Zeug kommt von Rolle C; die Masse wird zwischen C und A eingeführt. Der Tisch kann mit Dampf geheizt werden.
Die Methode des Gaufrirens oder andere werden auch bei Teppichen angewendet, um auf der Oberfläche feine Linien zu erzielen. Dann wird mit Oelfarbe gedruckt, getrocknet und mit einem Messer abgeschabt. Das Drucken erfolgt mit einer Walzenmaschine. Statt gravir'ter Linien kann auch eine getüpfelte Oberfläche genommen werden (die Tüpfel vertieft), die bei genügender Tiefe die Farbe noch festhält.
Um Teppiche zu ornamentiren, wird wie folgt verfahren:
Ein Jutestoff, wie er meist verwendet wird, ist auf Walze A, Fig. 4, aufgewickelt. Die plastische Masse wird zwischen den Walzen B und E eingebracht und empfängt das Muster von Walze C, die dieselbe erhaben zeigt. Das Muster wird dann durch die Walzen D bedruckt, wobei die Farbe reichlich angewendet wird. Dann wird das Fabrikat bei ca. 40 ° getrocknet und hierauf mittelst eines Schabers (wie bei Fig. 5) die überflüssige Farbe beseitigt.

Claims (1)

  1. Patent-Ansprüche:
    . Bei Herstellung der zur Wanddecoration geeigneten Zeuge nach dem Patente No. 725:
    1. Das Verfahren der Herstellung eines erhabenen Musters auf einem zweckentsprechenden Grunde, die Durchführung des mit erhabenem Muster versehenen Fabrikats durch eine Kühlkammer, der Auftrag von Farben auf das erhärtete Muster und die Verwischung der Farbencontouren durch Bürsten; sämmtliche Operationen in einer Maschine.
    2. Die in Fig. 1 dargestellte Anordnung der Maschine, hauptsächlich bestehend aus der Walze mit dem Grunde A, der Bremswalze B, der Walze D zum Auftrag der plastischen Masse, der Reliefwalze E, den rotirenden Stahlmessern F, einer Kühlkammer, den Farbenauftragwalzen G und Verreibewalzen G1 und den Bürsten HH, welche Organe sämmtlich um einen mittleren Cylinder / in der angeführten Reihenfolge gruppirt sind.
    3. Die Herstellung des Grundes aus Zeug und Papier unter Anwendung des beschriebenen Klebstoffes mit Hülfe der Maschine, Fig. 2, in welcher A die Zeugwalze, B die Papierwalze, C C die Vereinigungswalzen der beiden Stoffe mit dem Klebstoff dazwischen und D die Wickelwalze für den fertigen Grund ist.
    4. Bei Herstellung des erhabenen Musters auf einem zweckentsprechenden Grunde der Auftrag durch Farbe auf das Relief, welche in eine gravirte Walze durch eine Auftragwalze zugeführt und der Ueberschufs durch ein Streichmesser weggenommen wird, wobei das Relief die Farbe aus der gravirten Walze herausnimmt.
    5. Die Anordnung von Walzen zu dem eben genannten Verfahren, wie Fig. 3 darstellt, in welcher D die Walze mit aufgewickeltem Grund, F die Vertheilungswalze für die plastische Masse, A die gravirte Walze zur Farbengebung, B die Verreibungswalze und C das Streichmesser ist, welche Organe um einen mittleren Cylinder E gruppirt sind.
    6. Die in Fig. 4 dargestellte Modification der Fig. i, wobei Walze C zur Herstellung von Imitation von Holzmuster Linieneindrücke in die plastische Masse erzeugt und die Farbwalzen D die erhabenen Linien mit Farbe belegt, sowie die in Fig. 5 dargestellte Anordnung zum Abstreichen überflüssiger Farbe.
    7. Die in Fig. 6 dargestellte Maschine mit der Prefswalze C, in deren Gravuren die elastischen Farbwalzen D die Farbe eintragen und die Farbgebung auf den Stoff durch Eindrücken desselben in die Gravuren durch Walze B.
    8. Die Prefswalzen, Fig. 7 a und 7 b, mit aufsteckbaren schmalen Hohlcylindern oder Ringen zur Variation der Muster auf einer Walze und auf einer Stoffbreite, die nachher zerschnitten wird.
    ■9. Die Anordnung der in Fig. 8 dargestellten Maschine mit einer im Ansprüche 8. erwähnten zusammengesetzten Prefswalze D und den Circularmessern EE zum Trennen der Stoffbreite in Borden, welche auf Spulen bei F aufgewickelt werden.
    10.. Die in Fig. 9 dargestellte Maschine zur Aufbringung solcher Borden auf Holzleisten, bestehend aus der Bordenspule A, der profilirten Kautschukrolle C, der Walze B lind des Kautschukstückes D zum Leimverstreichen; sämmtliche Organe in Verbindung mit einem Tisch.
    Die in Fig. ίο dargestellte Einrichtung zum Anpressen der Borden an die Holzleisten, bestehend aus den Wänden zum Anliegen der Leisten und aus den Kautschukschläuchen zum Anpressen der Borden an die Leisten.
    Die in Fig. 11 dargestellte Anordnung zu dem gleichen Zwecke.
    Die Anfertigung von Möbelfournieren oder Füllstücken nach dem angegebenen Verfahren, entweder mittelst der Musterwalzen, Fig. 12a und 12 b, und Walzenanordnung, Fig. 12, oder mit der Maschine mit geraden Platten, Fig. 13.
    14. Die Zutheilung von Paraffin oder anderem Wachs zu der beschriebenen plastischen Masse für Herstellung erhabener Muster und die Anwendung von Ricinusöl, in festen Zustand durch Verdampfung der flüchtigen Theile gebracht, zur Herstellung der plastischen Masse.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
    <7 /
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