DE601506C - Verfahren zum Herstellen von Reliefklischees oder -galvanos - Google Patents
Verfahren zum Herstellen von Reliefklischees oder -galvanosInfo
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Description
- Verfahren zum Herstellen von Reliefklischees öder -galvanos Der Zweck aller Zurichtung von Druckformen ist, nicht nur die Ungleichheiten der Originaldruckform auszugleichen, sondern auch, besonders bei Autotypien, die Tiefen der Druckform gegenüber den Lichtern zu erhöhen.
- Nach dem heutigen Stande der Technik hat man bisher Reliefklischees und Zurichtungen entweder auf die Weise hergestellt, daß man vom Original eine zweite Ätzung anfertigte und bei dieser die Lichter wegätzte und die zweite Ätzung unter die erste legte; oder nach dem sogenannten Kreiderelief-Verfahren durch Ausätzen eines Kreideüberzuges einer damit bestrichenen Folie; oder mit Hilfe von photographischen Mitteln unter Ausnutzung einer quellfähigen Schicht; oder durch Einstäuben eines mit klebrigem Stoff hergestellten Abdruckes mit in der Wärme schmelzendem Pulver; oder endlich nach dem uralten und heute noch allgemein verwendeten Verfahren durch Aufkleben von mit der Hand hergestellten Papierausschnitten (Kraftausschnitten).
- Die Erfindung bezieht sich auf die Herstellung von Reliefzurichtungen und Reliefklischees, die dadurch erzeugt werden, daß eine Mehrzahl von Matern nach dem Original geprägt wird, die genau aufeinandergelegt, gegebenenfalls aufeinandergeklebt werden, und darauf die Abformung in der obenliegenden Mater durch Prägen einer formbaren Masse bewirkt wird. Dabei ergibt sich, daß der zu prägende Stoff die Stellen der Mater, die den Tiefen des Bildes entsprechen, tiefer prägt als die den Lichtern entsprechenden, weil die obere Mater an diesen Stellen keinen Widerstand findet und sich durch den Druck des Prägematerials L in die Tiefen der unteren durchbiegen kann.
- Das Wesen der Erfindung besteht demnach in der Anwendung von zwei oder mehr genau aufeinandergelegten Matern desselben Originals und der dadurch ermöglichten tieferen Prägung der Tiefen.
- Die Abbildungen zeigen die Teile, im besonderen das Verhältnis der Tiefen zu den Lichtern, in übertrieben vergrößerten Abmessungen.
- In der schematischen Zeichnung zeigt Abb. z das in die Presse eingelegte Maternmaterial e vor der Prägung mit daraufgelegtem abzuprägendem Klischee c, wobei das Material ringsum mit Stegen d umlegt ist, die das seitliche Ausweichen des Materials beim Prägen verhindern. Abb. 2 zeigt zwei aufeinandergelegte, auf die Weise nach Abb. x hergestellte Matern f, g und darüber das für die Druckform oder Zurichtung zu prägende Material k in der Stellung vor dem Prägen und Abb. 3 dasselbe nach dem Prägen als Druckform L.
- Zur Herstellung der Matern und ihrer Abformung dient eine Prägepresse mit nicht dargestellter Ober- und Unterheizeinrichtung mit feststehender Unterplatte b und der Preßplatte a. Das Originalklischee ist in c dargestellt, d sind die rings um das Prägematerial c herumgelegten Stege, f ist die obere Mater und g die untere. h, 1a sind die Lichter und i, i die Tiefen der Druckform bzw. der Matern. Um die Matern genau aufeinanderlegen zu können, ist die Verwendung zweier Marken oder Stifte vorteilhaft, weil letztere in den Matern an bildfreien Stellen je ein Loch erzeugen, oder es können auch die Seitenkanten der Matern, die durch die Stege d gebildet werden, zur Rapporteinstellung benutzt werden.
- In den Abbildungen ist ein Beispiel dargestellt, bei dem Matern aus Kautschuk verwendet sind, von denen vorteilhaft die untere aus härter vulkanisiertem Material besteht. Auch als Prägematerial ist Kautschuk vorgesehen, und zwar für die Herstellung von Kautschuk-Hochdruckformen. Es können aber die Matern ebensogut aus anderem prägbarem und elastischem oder nachgiebigem Material, wie z. B. Zelluloid, Kunstharzen, Blei oder auch Papier, hergestellt werden. Für die Herstellung von Kautschuk-Hochdruckformen sind jedoch nur Materialien verwendbar, welche die Vulkanisiertemperatur aushalten.
- Sollen Reliefgalvanos nach der geprägten Mehrfachmater hergestellt werden, so wird in der Weise gearbeitet, daß die obere Mater auf ihrer Bildfläche mit Graphit eingerieben wird, um sie für den galvanischen Strom leitend zu machen, so daß der Kupferniederschlag darauf erfolgen kann. Für diesen Zweck mußte natürlich vorher eine Vorprägung mit nachgiebigem Material in der oben angegebenen Weise erfolgen, damit die Tiefen der oberen Mater durchgedrückt wurden. Die obere Mater trägt dann schon die gewünschte Deformation in sich. Selbstverständlich entfällt das Graphitieren, wenn als Material für die obere Mater Metall, z. B. Blei, verwendet wurde.
- Wenn dagegen nur Zurichtungen für den Gegendruckzylinder von Buchdruckpressen erforderlich sind, um von ebenen, nicht mit Relief versehenen Hochdruckformen zu drucken, so wird eine Prägung von ganz dünnem Kautschuk o. dgl. verwendet, die gegebenenfalls nahe oder bis ganz zum Hartkautschuk gehärtet wird.
- Auch zur Herstellung von Papiermatern für die Stereotypie eignet sich das Verfahren. Bei Anwendung der Erfindung fällt nicht nur alles handarbeitliche Ausschneiden von Kraftzuschnitten fort, ebenso wie alles Ätzen und jede Verwendung von lichtempfindlichen und anderen Quellstoffen und Streupulvern, sondern die Herstellung von Reliefklischees und Zurichtung wird auf einen geringen Bruchteil der Zeit zurückgeführt, die nach bisherigen Methoden benötigt wird. Durch die Schnelligkeit und Billigkeit des Verfahrens ergibt sich eine erhebliche Ersparnis an Arbeit, Zeit und Kosten, die somit einen wesentlichen Fortschritt bedeutet.
Claims (2)
- PATENTANSPRÜCHE: _. Verfahren zum Herstellen von Reliefklischees oder -galvanos, dadurch Bekennzeichnet, daß zwei oder mehr von der Originaldruckform geprägte Matern genau aufeinandergelegt werden und dann das Abformen in der obenliegenden Mater in bekannter Weise durch Prägen eines formbaren Materials bzw. nach diesem Reliefprägen durch Abgießen oder galvanisches Abformen erfolgt.
- 2. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß beim Prägen der Matern mittels der Originaldruckform gleichzeitig an bildfreien Stellen der Matern mehrere Paßzeichen oder -löcher erzeugt werden.
Priority Applications (1)
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1932
- 1932-06-30 DE DEF73653D patent/DE601506C/de not_active Expired
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