DE976046C - Verfahren zum Herstellen von Hochdruckformen, insbesondere fuer Buerovervielfaeltiger - Google Patents

Verfahren zum Herstellen von Hochdruckformen, insbesondere fuer Buerovervielfaeltiger

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DE976046C
DE976046C DER5545A DER0005545A DE976046C DE 976046 C DE976046 C DE 976046C DE R5545 A DER5545 A DE R5545A DE R0005545 A DER0005545 A DE R0005545A DE 976046 C DE976046 C DE 976046C
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DER5545A
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Wilhelm Ritzerfeld
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WILHELM RITZERFELD BERLIN-DAHLEM
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WILHELM RITZERFELD BERLIN-DAHLEM
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B41PRINTING; LINING MACHINES; TYPEWRITERS; STAMPS
    • B41CPROCESSES FOR THE MANUFACTURE OR REPRODUCTION OF PRINTING SURFACES
    • B41C1/00Forme preparation
    • B41C1/08Forme preparation by embossing, e.g. with a typewriter

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Manufacturing & Machinery (AREA)
  • Printing Methods (AREA)
  • Manufacture Or Reproduction Of Printing Formes (AREA)

Description

  • Verfahren zum Herstellen von Hochdruckformen, insbesondere für Bürovervielfältiger Es ist bekannt, Hochdruckformen als Abgüsse von zuvor mittels Schreibmaschinentypen geprägten Matrizen (Prägeplatten) herzustellen. Die Prägeplatten bestanden hierbei zunächst aus Papier- oder Kartonfolien mit einer gleichmäßigen Rasterprägung auf der von den Typen zu beaufschlagenden Seite. Die Rückseite war gelegentlich auch mit Karton beklebt. Die prägende Beschriftung der gegebenenfalls mit Wasser angefeuchteten Matrizen erfolgte auf der gerasterten Seite. Die Herstellung der Hochdruckform wurde in der Regel durch Abgießen der geprägten Seite der Matrize mittels Letternmetall vorgenommen.
  • Bei diesen Verfahren erhielt man aber keine einwandfreien Hochdruckformen, weil beim Beschriften der Karton-Prägeplatten die bereits geprägten Buchstaben in ihrer Stellung von den nachfolgenden verschoben wurden. Die Buchstaben standen daher nicht genau und sauber nebeneinander. Prägte man die Matrizen in angefeuchtetem Zustand, so machte überdies die richtige Feuchthaltung und das Einziehen in die Schreibmaschine Schwierigkeiten. Außerdem war letztere der Gefahr des Rostens ausgesetzt. Schließlich waren die metallenen Abgußformen wegen ihrer Starrheit zwar im Druckereibetrieb, aber nur schlecht für Vervielfältigungen im Bürobetrieb brauchbar.
  • Diese Nachteile der Kartonmatrizen suchte man durch die Verwendung von Metallfolien zu vermeiden, die nicht gerastert waren (deutsche Patentschrift 407 299). Die verwendeten Zinnfolien waren zwar dünn genug, um die Typen so tief einprägen zu können, daß an sich der glatte Grund einer von der geprägten Matrize abgegossenen Hochdruckform bei deren Gebrauch nicht mitdruckte. Jedoch waren die geprägten Folien nicht stabil genug und viel zu verletzlich, um den nach dein Prägen erforderlichen Manipulationen ohne Beeinträchtigung standzuhalten.
  • Die Technik der Herstellung von Hochdruckformen durch Prägung von Matrizen mittels Schreibmaschinentypen und anschließende Herstellung eines als Druckform zu benutzenden Abgusses hiervon hatte sich über diesen vor knapp 30 Jahren erreichten Stand hinaus nicht mehr weiterentwikkelt und blieb mit den oben angegebenen Mängeln behaftet.
  • Nunmehr werden erfindungsgemäß alle diese Mängel beseitigt, indem als Matrizenmaterial eine gerasterte Aluminiumfolie verwendet wird, welche auf Grund der Rasterung eine tiefere Prägung ermöglicht als eine glatte Folie. Von dieser wird nach der Einprägung des Schriftbildes mittels Schreibmaschine die Hochdruckform nicht durch Abgießen mit Letternmetall, sondern durch Aufpressen einer thermoplastischen Kunstharzmasse im plastischen Zustand auf die gerasterte Prägeseite und Abnehmen nach dem Erhärten durch Erkalten gewonnen.
  • Hierdurch gelangt man zu einem positiven Schriftbild mit nicht verschobenen, einwandfrei stehenden Buchstaben. Die gerasterte Aluminiumfolie dehnt sich beim Prägen leicht unter Bildung einer in scharfen Umrissen ausgefugten Einprägung, die auf der danach herzustellenden Hochdruckform linienscharf wiedergegeben wird. Die durch die Schreibmaschinentypen erzeugten Eindrücke werden noch besser, wenn man in an sich bekannter Weise die gerasterte Aluminiumfolie beim Prägen mit einer Unterlage aus leicht reißbarem Stoff, z. B.- weichem Löschpapier, oder einem anderen leicht eindrückbaren, leicht reiß- oder dehnbaren und den Eindruck haltenden, z. B. wachsartigen Stoff hinterlegt. Aluminiumfolie und Unterlage können auch fest miteinander verbunden sein.
  • Um die linienscharfe Hochdruckform herzustellen, kann in verschiedener, in der Druckereitechnik an sich bekannter Weise vorgegangen werden. Auf die vorzugsweise mit ihrer weichen Unterlage versehene Prägeplatte kann eine durch Erhitzung weiche, pastenartige oder flüssig zu machende Kunstharzmasse, wie Polystyrol, oder z. B. eine nach dem Erhitzen gelierende Polyvinylchloridpaste aufgebracht werden. Wenn die Masse plastisch ist, wird sie auf die Matrize aufgepreßt und nach dem Erhärten durch Erkalten abgenommen. Die Rasterung der Aluminiumfolie gewährleistet, daß die in die Vertiefungen eingepreßte Kunstharzmasse ein linienscharfes Abbild ergibt, wie es bei den bekannten Verfahren niemals möglich gewesen ist. Die Erhärtung der auf diese Weise hergestellten Hochdruckform kann durch künstliche Kühlung, z.- B. mittels eines Ventilators, beschleunigt werden. Ein weiterer Vorteil des vorliegenden Verfahrens besteht in der leichten Trennung der Hochdruckform von der Prägeplatte, welche beide nicht fest aneinanderhaften, wie dies bei den früher verwendeten Prägefolien aus Papierstoff der Fall wäre. Diese müßte man etwa vor dem Aufbringen der Kunstharzmasse mit Talkum einpudern, um die Druckform später abnehmen zu können. Hierdurch aber würde wiederum die Linienschärfe der Druckform beeinträchtigt werden.
  • Zum Abgießen der Hochdruckform von der Prägeplatte benutzt man wie üblich eine kastenartige Vorrichtung, in welcher sowohl die gegebenenfalls erforderliche Erhitzung bzw. Weichmachung der thermoplastischen Kunstharzmasse, ihr Anpressen an die Prägeplatte wie auch die etwa zur Erhärtung notwendige Kühlung vorgenommen wird.
  • Die Erfindung hat nichts mit einem anderen bekannten Verfahren zu tun, bei welchem eine Metallfolie durch Schreibmaschinentypen unmittelbar zu einer Druckform geprägt, ein Abguß von der geprägten Folie also nicht hergestellt wird (deutsche Patentschrift 369 707). Auf diese Weise wird zwar ein Verfahrensschritt eingespart. Dies wird aber mit ernstlichen Nachteilen erkauft. Die bei der Prägung herausgedrückten Typen dürfen nicht so hoch sein, daß sie beim Abdrucken deformiert werden. Dies hat zur Folge, daß die Schreibmaschinentypen nicht tief genug eingeprägt werden dürfen, um die Prägung so weit über den Grund heraustreten zu lassen, daß dieser nicht unter Erzeugung eines praktisch völlig schwarzen Druckes mitdrucken würde. Man hat diese Schwierigkeit daher von vornherein umgangen, indem man die zu prägende Druckplatte zuvor auf der druckenden Seite gerastert hat. Erst dann wurde sie von der anderen Seite her mittels Schreibmaschine so geprägt, daß die Punkte auf der Vorderseite, vernichtet wurden. Beim Druck erschienen die geprägten Buchstaben nunmehr schwarz auf grauem Grund.
  • Ferner haftet die Farbe an einer Kunststoffdruckfläche besser als an einer Metallfläche, wird aber trotzdem leicht abgegeben. Schließlich lassen sich mittels gerasteter und geprägter Metallfolien unmittelbar nur weniger gute Drucke in geringerer Auflage herstellen als mittels Kunststoffdruckplatte-n.
  • Die Erfindung stellt im übrigen, wie bereits aus obigen Darlegungen erhellt, nicht etwa eine naheliegende Übertragung der zuletzt besprochenen bekannten Prägung gerasterter Metallfolien zu Druckformen (deutsche Patentschrift 369 707) auf das bereits weiter oben erörterte Verfahren der Prägung glatter Metallfolien mit anschließendem Abgießen einer Hochdruckform hiervon (deutsche Patentschrift 407 299) dar. Denn beide Verfahren betreffen zwei ganz verschiedene Techniken, die nichts miteinander zu tun haben.

Claims (3)

  1. PATENTANSPRÜCHE: r. Verfahren zum Herstellen von Hochdruckformen, insbesondere für Bürovervielfältiger, wobei mittels Schreibmaschinentypen eine Metallfolie geprägt wird, von der dann mittels einer nichtmetallischen Masse die Hochdruckform abgenommen wird, dadurch gekennzeichnet, daß eine gerasterte Aluminiumfolie auf der gerasterten Seite geprägt und auf diese dann in an sich bekannter Weise eine thermoplastische Kunstharzmasse im plastischen Zustand aufgepreßt und nach dem Erhärten durch Erkalten abgenommen wird.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die Aluminiumfolie beim Prägen in an sich bekannter Weise mit einer Unterlage aus leicht reißbarem Stoff, z. B. weichem Löschpapier, oder aus anderen leicht eindrückbaren, leicht reiß- oder dehnbaren und den Eindruck haltenden, z. B. wachsartigen Stoffen hinterlegt wird.
  3. 3. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß in an sich bekannter Weise eine mit der Aluminiumfolie fest verbundene Unterlage verwendet wird. In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche Patentschriften Nr. 233 121, 294856, 369 707; USA.-Patentschriften Nr. 891 499, 1 1i2 356.
DER5545A 1951-03-09 1951-03-09 Verfahren zum Herstellen von Hochdruckformen, insbesondere fuer Buerovervielfaeltiger Expired DE976046C (de)

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Citations (5)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE294856C (de) *
DE233121C (de) *
US891499A (en) * 1906-10-15 1908-06-23 Robert H Bullard Matrix and method of forming same.
US1112356A (en) * 1911-12-04 1914-09-29 Leslie E Morningstar Matrix-sheet and method of producing same.
DE369707C (de) * 1922-06-28 1923-02-15 Thomas Nissen Metallfolie zur Herstellung von Druckformen

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