DE156274C - - Google Patents

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DE156274C
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B41PRINTING; LINING MACHINES; TYPEWRITERS; STAMPS
    • B41BMACHINES OR ACCESSORIES FOR MAKING, SETTING, OR DISTRIBUTING TYPE; TYPE; PHOTOGRAPHIC OR PHOTOELECTRIC COMPOSING DEVICES
    • B41B3/00Apparatus for mechanical composition using prefabricated type, i.e. without casting equipment
    • B41B3/06Justifying means

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Credit Cards Or The Like (AREA)

Description

'iviaetüat bet SwivivvCi-m
KAISERLICHES
PATENTAMT.
M 156274 KLASSE 15 ^.
Stereotypformen.
Vorliegende Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zum Ausschließen des Satzes solcher Stereotypformen, welche mit Hilfe von Typenwalzen und nach Art der Schreibmaschinen eingerichteter Vorrichtungen hergestellt werden, und zwar ist die Erfindung im besonderen für solche Formen anwendbar, welche in bekannter Weise in Gestalt von Zeilen erhalten werden.
ίο Bisher geschah das Ausschließen der als Zeilen gestalteten Stereotypformen in der Weise, daß man die auf die ungefähre Zeilenlänge zerlegten Papierstreifen noch einmal in kürzere von mehreren Wörtern je nach Bedarf zerlegte und von den die Enden darstellenden Spatienräumen nach Gutdünken so viel wegnahm, daß sich schließlich beim Wiederzusammenfügen der Zeilenteile die richtige Länge ergab. Da nun aber zwischen Worten, Sätzen und Interpunktionen Spatien von verschiedener Größe zur Anwendung kommen, so ist es klar, daß bei diesem Verfahren des Ausschlusses das ursprünglich vorhanden gewesene A^erhältnis der Spatiengrößen zueinander nicht gewahrt werden kann. Dies wird jedoch nach vorliegender Erfindung in ganz mechanischer Weise mit größter Genauigkeit möglich, indem man die Zeilenform in so viele Teile zerlegt, wie dieselbe Worte enthält, und von jedem an der Wortform verbliebenen, ursprünglich-zu langen Spatienstück gleich viel, und zwar so viel wegnimmt, daß die Summe der Wegnahme das Zuviel der Zeilenlänge ausmacht, mithin das Verhältnis der Spatienbreiten nicht geändert wird oder doch nahezu dasselbe bleibt.
Die Fig. ι und 2 der beiliegenden Zeichnung erläutern das Wesen des neuen Verfahrens, während Fig. 3 eine dabei in Anwendung kommende Vorrichtung darstellt.
Nachdem auf einem Streifen c geeigneten Formmateriales ein Wort zu Ende geprägt worden ist, wird die gewünschte Spatientaste angeschlagen. Die Spatientasten ergeben die verschieden großen Räume zwischen Worten, hinter Interpunktionszeichen und hinter Sätzen und sind in erforderlicher Anzahl vorhanden. Diese Räume haben jedoch nicht die wirkliche, schließlich im fertigen Druck erscheinende Länge (s. Fig. 1), sondern allen Spatienarten ist ein überall gleich großer Zuschlag g gegeben, so daß durch Anschlagen einer Spatientaste der Streifen um das Stück s -\- g verschoben wird. Unter Zugabe dieses Stückes s -f- g wird jedes geprägte Wort vom Zeilenstreifen abgeschnitten. Fig. 2 stellt eine ganze Zeile dar, bei welcher hinter jedem Wort ein Raum s -\~ g vorhanden ist, wobei die Zwischenräume s jedoch, als durch Anschlagen verschiedener Spatientasten erhalten angenommen, in verschiedener Größe dargestellt sind, gerade wie auch beim gewöhnlichen Letterndruck verschieden breite Ausschlußstücke zur Verwendung kommen. Die Raumzugaben g sind jedoch überall gleich groß. Wie schon bemerkt, wird unter Zugabe der Länge s -\- g jedes geprägte Wort vom Streifen abgeschnitten. Nimmt man
nun an, die Wortformen würden in der Anzahl η mit den zugehörigen Spatien 5 die vorgeschriebene Zeilenlänge gerade ausfüllen, so wäre von den einzelnen Wortformenstreifen je die Länge g abzuschneiden; wäre aber ein Rest χ übrig geblieben, gleichviel ob positiv oder negativ, so wäre im ersten Falle, d. h. wenn die Zeile noch nicht ausgefüllt ist, g 1 im zweiten Falle, d. h.
wenn das Gesetzte zu lang ist, g -j-
n — ι
von jedem Wortstreifen abzuschneiden.
Dieser Ausgleich ist für jede Zeile besonders vorzunehmen, so daß die verschieden breiten, zwischen Worten, nach Interpunktionen und zwischen Sätzen angewendeten Spatienarten nicht genau gleiche Breite für alle Zeilen erhalten, ein Unterschied, der jedoch sehr gering ist und dem Auge nicht bemerkbar wird.
Zur schnellen Vornahme dieser Einteilung läßt sich eine Vorrichtung benutzen, welche die Anzahl der Spatien zählt, den Rest durch diese Zahl teilt und einen Anschlag um dieses Stück verschiebt; gegen diesen Anschlag legen sich die Pappstreifen und werden dann alle auf einmal nach beendeter Zeile um das erforderliche Stück beschnitten. Diese Teilvorrichtung gehört jedoch nicht zur Erfindung.
Fig. 3 zeigt eine Einrichtung, welche dazu dient, die zu einer Zeile gehörigen Wortstreifen nach Fig. 1 auf die zur Bildung der Zeile nach Fig. 2 erforderlichen Längen zu beschneiden. Die Wortstreifen werden zu diesem Zwecke z\vischen die parallelen Leisten des Brettes k und so weit unter ein Lineal / vorgeschoben, daß die Enden der durch die Teilvorrichtung ermittelten abzuschneidenden Bruchteillängen g unter die Linealkante fallen, worauf die Streifen durch Beschneiden mit einem Messer auf die in Fig. 2 ersichtlichen Längen gebracht werden.
Um die Worte und Zeilen zu einer zusammenhängenden Fläche zu vereinigen, wird ein mit Klebstoff bestrichenes Gewebe, ein Drahtnetz oder eine Papptafel auf die Rückseite der auf einer völlig ebenen Fläche in unveränderlicher Lage zueinander gehaltenen Formenteile aufgerieben und nach dem. Trocknen der Abguß in Letternmetall in gewöhnlicher Weise vorgenommen.
Um Berichtigungen zu ermöglichen, wird in folgender Weise verfahren: Die Pappstreifen c zur Herstellung der Formen werden breiter als die Höhe der Schriftzeichen gewählt und sind von vornherein auf breitere, dünne Papierstreifen (/?, Fig. 1) aufgeklebt, welche gegen den Pappstreifen um ungefähr seine eigene Breite nach einer Seite (i, Fig. 1 und 2) vorstehen. Die Typenwalze muß nun derartig mit Schriftzeichen versehen sein, daß sich unterhalb eines jeden Prägestempels das gleiche Zeichen nochmals befindet, welches gleichzeitig, während die eine Type auf dem Pappstreifen die eigentliche Form erzeugt, auf dem darunter befindlichen Papierstreifen /; das betreffende Schriftzeichen in bekannter Weise als Durchlochung ergibt, so daß man, wie aus Fig. 1 und 2 zu ersehen ist, unter jeder Wortform noch einen Abdruck der Wortes erhält. Letzterer verbleibt bei Zerlegung der Streifen in die einzelnen Worte und beim Kürzen der Zugabe 5 -f- g vorläufig an dem zugehörigen Wortstreifen.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch :
    Verfahren zum Ausschließen der Zeilen von nachher in Wortformen zu zerlegenden" Stereotypformen (Streifen), wobei die Spatien zwischen den Wortformen langer als die endgültigen gewählt werden, um nach Zerlegung der Streifen in die einzelnen Wortformen nachträglich bis auf die richtige Zeilenlänge verkürzt zu werden, dadurch gekennzeichnet, daß sämtliche Wortspatien um gleich viel verkürzt werden, so daß die Summe der Verkürzung den Überschuß über die Zeilenlänge ausmacht.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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