DE838698C - Schrift fuer das Tiefdruckverfahren, beschriftete Matrizen fuer Lichtsetzmaschinen, Verfahren zur Herstellung von Diapositiven oder Schablonen fuer den Tiefdruck von Schrift sowie Verfahren zur Herstellung der fuer den Tiefdruck erforderlichen Schriftvorlagen - Google Patents

Schrift fuer das Tiefdruckverfahren, beschriftete Matrizen fuer Lichtsetzmaschinen, Verfahren zur Herstellung von Diapositiven oder Schablonen fuer den Tiefdruck von Schrift sowie Verfahren zur Herstellung der fuer den Tiefdruck erforderlichen Schriftvorlagen

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DE838698C DEI1027A DEI0001027A DE838698C DE 838698 C DE838698 C DE 838698C DE I1027 A DEI1027 A DE I1027A DE I0001027 A DEI0001027 A DE I0001027A DE 838698 C DE838698 C DE 838698C
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    • G03PHOTOGRAPHY; CINEMATOGRAPHY; ANALOGOUS TECHNIQUES USING WAVES OTHER THAN OPTICAL WAVES; ELECTROGRAPHY; HOLOGRAPHY
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Description

Heim Tiefdruck drucken die mit Parte gefüllten Vertiefungen, teiin Hochdruck die gefärbten erhatenen Teile der Druckoberfläche.
Heim Tiefdruck wird oft ein Kupferzylinder benutzt. Kr hat eingeätzte Vertiefungen. Sie nehmen die DruckfarlK' auf. Der Kupferzylinder rotiert teim Druck in einem Fartenkasten. Der eingetauchte Teil wird dabei vollständig mit der Druckfarbe bedeckt und diese von den ungeätzten, also nicht druckenden Teilen des Kupferzylinders mit einer dünnen, biegsamen Metallschneide, die Rakel genannt wird, abgestrichen.
Zum Tiefdruck wird eine dünnflüssige Druckfarte tenutzt. Sie wird vom Papier rasch aufgesaugt und trocknet teilweise durch Verdunstung. Die dünnflüssige Druckfarbe wird in den geätzten Stellen des Kupferzylinders durch Oberflächenspannung festgehalten. Sie sind nämlich mit einem engen Raster bedeckt. Er teilt die geätzten Stellen in eine Vielzahl von winzigen Zellen ein. Sie halten die Druckfarbe auf dem Kupferzylinder fest, bis ihn das zu tedruckende Papier berührt. Die Stege des Rasters dienen der Rakel als Führung. Sie verhindern außerdem, daß die Rakel die Druckfarbe aus den geätzten Stellen fortwischt. Das zu tedruckende Papier wird mittels eines Gegend'ruckzylindters gegen den mit Parte bedeckten Druckzylinder angedrückt. Heide Zylinder rotieren mit
gleicher Geschwindigkeit. Dabei nimmt das Papier die Farbe restlos aus den geringen Vertiefungen der geätzten Stellen des Druckzylinders auf.
Die Druckfarbe läuft beim Druck geringfügig auf dem Papier aus. Dabei verschwinden die Stege des Rasters innerhalb der bedruckten Flächen. Diese, erscheinen dann vollständig mit Farbe bedleckt.
Schrift oder Text wird im Tiefdruckverfahren in folgender Weise gedruckt: Die Schrift wird zunächst im Hochdruckverfahren mittels der üblichen erhabenen Drucklettern gedruckt. Die so im Hochdruckverfahren gedruckte Schrift wird dann fotografiert und davon ein Diapositiv hergestellt, also eine undurchsichtige Schrift auf durchsichtigem Untergrund. Dieses Diapositiv wird auf lichtempfindlich gemachtes, eigenartig präpariertes Ätzpapier, auch Pigmentpapier genannt, durch Belichtung kopiert. Das Ätzpapier enthält beispielsweise eine mit Kaliumbichromat lichtempfindlich gemachte Gelatineschicht. Die heißwasserlösliche Gelatine wird dabei durch die Belichtung hart und wasserunlöslich. Das Ätzpapier wird durch das Diapositiv hindurch belichtet. Dabei wird die Gelatineschicht an den Undurchlässigen Stellen
»5 des Diapositivs gehärtet, an den undurchlässigen aber nicht. Vor oder nach dem Kopieren des Diapositivs wird auf das Ätzpapier noch ein Tiefdruckraster kopiert. Das Tiefdruckraster besteht beispielsweise aus parallelen, kreuzweise verlaufenden Linien, die einen geringen Abstand voneinander haben.
Die Ätzpapierkopie wird dann auf den Kupferzylinder gedrückt und mit warmem Wasser behandelt. Dabei lösen sich die nicht belichteten Teile vom Kupferzylinder ab. Der Zylinder wird dann
z. B. mit Eisenchloridlösung geätzt. Dabei wirken die unlöslichen Teile des Ätzpapiers als Ätzschutzschicht. Infolgedessen wird der Zylinder nur an denjenigen Stellen geätzt, wo die Gelatineschicht des Ätzpapiers abgewaschen ist. Die Schrift wird also als ein Netz von kleinsten Zellen oder Vertiefungen eingeätzt mit einem kreuzförmigen Raster von Stegen, weicht; die einzelnen Zellen trennen und voneinander isolieren. Dies zeigt Fig. 1. Darin sind die Stege mit 22 und die einzelnen viereckigen Zellen mit 20 1>ezeichnet. Die Stege durchsetzen daixii den Schriftzug vollständig.
Fig. 2 zeigt die mit dieser geätzten Fläche erzeugte Druckschrift. Dabei ist die von jedler Rasterzelle 20 aufgenommene Farbe auf dem Papier ausgelaufen und hat die weißen Linien de® Rasters innerhalb der Schriftumrandung überdeckt. Die Druckschrift bekommt dadurch al>er einen gezackten oder gezahnten Rand, wie das die Fig. 2 zeigt. Diesen Fehler hat bis heute die im Tiefdruck hergestellte Schrift.
Daher vermeidet man den ,Tiefdruck von Schrift nach Möglichkeit, obwohl der Tiefdruck von Bildern viele anerkannte Vorteile vor den anderen Druckverfahren hat. Man muß daher beim Druck von beschrifteten Bildern auf die Vorteile des Tiefdruckverfahrens verzichten oder die schlechtere Qualität der gedruckten Schrift in' Kauf nehmen. Denn es ist offenbar zu unwirtschaftlich, Druckschrift und Bild in einer Veröffentlichung nach verschiedenen Verfahren herzustellen.
Die vorliegende Erfindung zeigt erstmalig praktische Methoden und Mittel zur Herstellung von Schrift mit guter Qualität im Tiefdruckverfahren. Erfindungsgemäß wird das typographische Schriftbild zeichnerisch hergestellt, und zwar so, daß die y0 danach im Tiefdruckverfahren hergestellte Druckschrift frei von den erwähnten Mängeln ist. Unter zeichnerischer Herstellung werden dabei Zeichnen, Malen und andere Formen handwerklicher Herstellung verstanden. Ein solches Schriftbild zeigen die Fig. 3 und 4. Fig. 3 erläutert eine der erfindungsgemäßen Methoden zur Herstellung eines solchen Schriftbildes für das Tiefdruckverfahren. Danach wird zuerst ein herkömmliches Tiefdruckraster fotografisch vergrößert, um sein undurchsichtiges Negativ 30 zu erhalten. Hier ist in der Fig. 3 ein Kreuzraster mit zwei Scharen von parallelen Linien^32 abgebildet, die im gleichen Abstand voneinander verlaufen und rechtwinklig zueinander auf weißem Hintergrund stehen. Sie bilden zwischen 8g den schwarzen Linien 32 eine große Anzahl von Rasterfeldern mit scharfeckigen weißen Zwischenräumen 34. -
Es kan>n auch jedes andere Tiefdruckraster benutzt werden. Vorzugsweise sollte es von der gleichen Art sein, die zum Bilddruck benutzt wird. Dann können Schrift und Bild nach Möglichkeit in der gleichen Zeit und mit der gleichen Konzentration geätzt werden. Die zum Tiefdruck meistens benutzten Raster haben fünf bis sieben Linien auf den Millimeter. Ihre Linien 32 sind nur V2 bis Vs so breit wie die Rasterfelder 34. Das Verhältnis Linienbreite zu Linienabstand beträgt in dem hier abgebildeten Raster 1:2. '
Der Raster wird fotografisch so weit vergrößert, daß er sich bestens für die zeichnerische Herstellung des Schriftbildes eignet, das nach dem Tiefdruckverfahren hergestellt werden soll. Das Vergrößerungsmaß kann je nach Bedarf geändert werden. Es wird meist davon abhängen, wie schwierig die Züge des einzelnen Schriftbildes herzustellen sind. Eine 4ofache Vergrößerung hat sich als ausreichend gezeigt.
Dann schwärzt der Zeichner einen Teil des undurchsichtigen Negativrasters 30. Damit schafft er u0 den schwarzen Untergrund 36 mit der ungeschwärzten oder offenen mittleren Fläche 38. Sie umgrenzt Form und Gestalt des wiederzugebenden Schriftbildes. Dann zeichnet der Zeichner einen weißen Rand 40 um die Grenzen des Schriftbildes in einer Breite, die dien schwarzen Strichen 32 des Rasters gleichkommt oder ihnen annähernd entspricht.
Dadurch wird nun der schwarze Linienraster 32 mit den weißen Rasterflächen 34 innerhalb des weißen Randes 40 sichtbar. Er bildet scheinbar eine Einheit mit jenen weißen Rasterfeldern 34, welche ihn berühren oder schneiden, während die schwarzen Rasterlinien 32 scheinbar kurz vor dem das Schriftbild begrenzenden Rand 38 enden. Das Schriftbild der Fig. 3 stellt den fertigen Druck negativ dar,
denn l>eim Druck wird der schwarze Untergrunc weiß, und die weißen Rasterfelder innerhalb des Schriftzeichen:! werden schwarz.
Eine Ausführungsart der Erfindung liegt nur darin, daß von dem negativen Schriftbild der Fig. 3 fotografisch ein positives gemäß Fig. 4 hergestellt wird. Darin enden die weißen Rasterlinien 32 kurz vor dem schwarzen Rand 38 des Schriftbildes während die schwarzen Rasterfelder 34 mit dem schwarzen Bildrand eine Einheit bilden.
Wahlweise könnte der Zeichner das in Fig. 4 dargestellte Schriftbild auch unmittelbar ohne das in Fig. 3 gezeigte Negativ herstellen. In diesem Fall könnte er entweder ein vergrößertes Positiv des Rasters !»nutzen, also einen Rasterabdruck mit weißen Linien auf schwarzem Untergrund, dann zeichnet er den Untergrund weiß und den Rand des Schriftbildes schwarz, oder er zeichnet beides, also Schriftbild und Raster.
Das nach einer dieser Methoden erhaltene Schriftbild der Fig. 4 wird dann fotografiert. Dabei erhält man ein verkleinertes Negativtransparent in der Größe der fertigen Druckschrift, und zwar mit undurchsichtigem Untergrund 36 und undurchsichtigen Rasterlinien 32, aber durchsichtigem Rand 40 und durchsichtigen Rasterfeldern 34. Das Transparent kann kreisförmig zu einer Scheibe 42 l>eschnitten werden, welche sich in die in Fig. 5 dargestellte Matrize 44 einsetzen läßt. Dal>ei handelt es sich um eine in der britischen Patentschrift 496 927 Ixrschriebene Matrize. Solche Matrizen werden in den üblichen Schnellfotosetzmaschinen benutzt, wie sie aus den britischen Patentschriften 568921 und 615 559 bekannt sind. Wahlweise kann die Matrize auch von jeder anderen geeigneten Art sein, z. B. mit undurchsichtigem Schriftbild und undurchsichtigem Untergrund, aber unterschiedlichen Farben. Die Schriftbilder könnten auch auf einem Rotationszylinder statt auf den für den Umlauf in der Setzmaschine bestimmten Matrizen befestigt werden. In allen solchen Maschinen werden die BuChstabenbilder entweder einzeln oder in Reihe gleichzeitig serienweise fotografiert. Danach wird dann ein Diapositiv des zusammengesetzten Schriftbildes entwickelt. Fig. 6 zeigt einen Ausschnitt aus einem solchen Diapositiv. Es hat einen durchsichtigen Untergrund und durchsichtige Rasterlinien 32. Seine Schriftzeichen hal>en undurchsichtige Ränder 40 und undurchsichtige Rasterfelder 34. Das Diapositiv wird dann gegen das Ätzpapier gedruckt und dies durch das Transparent hindurch l>elichtet. Dabei braucht nun das Ätzpapier nicht mehr mit einem Rasterdiapositiv belichtet werden, denn die einzelnen erfindungsgemäß hergestellten Schriftbilder enthalten bereits den erforderlichen Raster.
Die Schriftkopie auf dem Ätzpapier wird mit einer Maske abgedeckt, wenn das gleiche Papier auch zum Milddruck benutzt und das Bild mit dem für den Tiefdruck erforderlichen Raster belichtet wird. Danach wird das l>elichtete Ätzpapier auf den Druckzylinder gequetscht, entwickelt und der Zylinder durch das Ätzpapier hindurch geätzt. Fig. 7 zeigt einen Teil der geätzten Zylinderfläche. Darin hat jedes in den Zylinder geätzte Schriftbild einen Rand. Innerhalb des Randes befindet sich das eingeätzte Raster. Es hat die Vertiefungen 20, die den Rasterfeldern 34 entsprechen, und die hochstehenden Stege 22, die den Rasterlinien 34 entsprechen. Den Schriftrand umgibt ein Kanal oder eine Rinne 46. Darin gehen die anliegenden Vertiefungen 20 über. Die Stege 22 enden kurz vor dem Rand.
Die Vertiefungen 20 und der ununterbrochene Kanal 46 bleiben mit Druckfarbe gefüllt, wenn der Druckzylinder unter der Rakel hkidürchläuft. Auf dem Papier entsteht dann ein scharf umrissener Abdruck gemäß Fig. 8. Denn die Farbe läuft in den ununterbrochenen Kanal 46 und breitet sich dabei gleichmäßig um den Rand des Schriftzeichene aus.
Fig. 9 zeigt eine andere Schriftform. Sie kann nach einem der voriher atigegebenen Verfahren erhalten werden, hat aber statt des Kireuzcasters ein Linienraster, d. h. nur parallele ungekreuzte Rasterlinien 48. Dabei verlaufen die langen Zwischenfelder 50 diagonal über den Schriftzug und enden an der Innenlinie 38 des Schriftbildrandes 40. Die Rasterlinien 48 gehen in den Schriftbildrand 40 über. Daher bringt dies Schriftbild die vorher erwähnten Vorteile. Fig. 9 veranschaulicht eine der wahlweisen ernndüngsgernäßen Rasterformen für den Tiefdruck g0 von Schrift.
Mit der Hand braucht nur ein Vorlagensatz von typographischen Schriftzeichen für die besondere Stilart und Schriftgestalt sowie für das besondere Raster hergestellt zu werden, gleichgültig, welches von den beschriebenen Verfahren benutzt wird. Nach diesem Vorlagensatz kann jegliche Anzahl von Sätzen, Schriftsortimenten oder Matrizen angefertigt werden, wie z. B. gemäß Fig. 5, und diese können immer wieder für den Satz der Schrift be- χΟο nutzt werden.
Offensichtlich führt die Erfindung zu wirtschaftlichen und praktischen Verfahren und Mitteln zur Herstellung von Schrifttypen in der für den Tiefdruck erforderlichen feinen Qualität. Die hier be- 1Oj schriebenen und dargestellten Verfahren und Mittel dienen ohne Beschränkung auf diese lediglich der Veranschaulichung der Erfindung. So könnte beispielsweise auch der Untergrund des Schriftbildes gerastert werden und das Schriftbild ungerastert n0 bleiben, um weiße Schrift auf dunklem Untergrund zu erzeugen.
Die Erfindung bezieht sich daher auf die im Tiefdruckverfahren benutzte Schrift, und zwar einerseits auf die eingeätzte Schrift der Tiefdruckformen, insbesondere der Tiefdruckzylinder, andererseits auf das Schriftbild, das für den Ätzvorgang hergestellt wird, ferner auf die Verwendung der mit diesem Schriftbild versehenen Matrizen in den bekannten Lichtsetzmaschinen. Außerdem be- no zieht sich die Erfindung auf die Rasterung derjenigen Diapositive oder Schablonen, die mit Bild und Schrift zum Tiefdruck benutzt werden, und schließich bezieht sich die Erfindung auf die zeichnerische Herstellung der für den Tiefdruck zu kopierenden chriftvorlagen.
Die im Tiefdruck-verfahren mit der eimgeätzten Schrift gemäß der Erfindung hergestellten Abdrucke haben beste Qualität. Die Umrisse der gedruckten Schrift sind so scharf wie die feinsten im Hochdruckverfähren mittels der Buchdruckpresse hergestellten Reproduktionen. Denn die erfindüngsgemäßen Verfahren und Mittel sind1 so beschaffen, daß sie die ausgezackten und sägenartigen Umrisse vollständig vermeiden, welche typisch für die bisher
ίο im Tiefdruckverfahren gedruckte Schrift sind. Zu diesem Zweck hal>en die geätzten Schriftzeichen der Tiefdruckformen erfindungsgemäß rastertiefe, ungefähr rasterstegbreite Umgrenzumgskanäle, welche die gerasterten Flächen von den ungerasterten Flächen trennen.
Diese in die Tiefdruckformen geätzten Schriftzeichen werden andererseits durch das erfindungsgemäße Schriftbild erzeugt, welches auf das Ätzpapier kopien wird, das zum Ätzen von Tiefdruckformen l>enutzt wird.
Jedes Schriftzeichen dieser zu kopierenden Schrift hat eine. Umrandungslinie, welche die gerasterte Fläche von der ungerasterten Fläche trennt. Die Umrandungslinie ist z. B. ungefähr rasterstegbreit und hat die gleiche Farbe bzw. das gleiche Lichtdurchlässigkeits- bzw. Reflexionsvermögen wie die von den Rasterstegen umschlossenen, andersfarbigen Rasterfelder.
Diese Schrift wird zeichnerisch hergestellt. Dann wird sie auf die Mittel kopiert, die zum Beschriften des Ätzpapiers beim Tiefdruckverfahren liemutzt weiden.
Das Schriftzeichen für die Reproduktion mit reflektiertem Licht hat einen einfarbigen Untergrund. ICs ist in Kontrastfarbe hierzu und hat einen Linienraster in der Farl>e des Untergrundes. Erlüidungsgemäfi hat das Schriftzeichen eine Umrandungslinie in der Kontrastfarlx:, also in der Farl>e der Rasterfelder. Die Umrandungslinie trennt die gerasterten Flächen von den ungerasterten Flächen. Sie ist z. B. ungefähr ebenso breit wie die Rasterlinie.
Andererseits ist das Schriftzeichen für die Reproduktion mit durchfallendem Licht ljeispielsweise durchsichtig, der Untergrund undurchsichtig. Es hat einen undurchsichtigen Linienraster, durchsichtige Rasterfelder und erfindungsgemäß eine durchsichtige Umrandungslinie. Diese ist z. B. ungefähr ebenso breit wie die Rasterlinie.
Diese ertindungsgemäßen Schriftzeichen können für Matrizen der l>ekannten Lichtsetzmaschinen bestimmt sein. Diese Matrizen haben eine Bohrung, darin ist das erfindungsgemäße Schriftzeichen eingesetzt. Es ist entweder mit undurchsichtigen Kontrastfarl>en oder als Transparent ausgeführt. Die beiliegenden Zeichnungen zeigen Ausführungsformen der erfindungsgemäßen Schrift, und zwar aus Gründen der Übersichtlichkeit in vergrößertem Maßstal).
Fig. 1 gibt ein Schriftzeichen wieder, das in der üblichen Weise in eine Tiefdruckform geätzt ist; Fig. 2 zeigt den damit hergestellten Abdruck; I- 'R- 3 fi'ht die erste Stufe für eine der möglichen j zeichnerischen Herstellungsarten an, nach denen die erfindungsgemäße Schrift für das Kopieren gefertigt wird;
Fig. 4 gibt die folgenden Stufen dieses Verfahrensablaufs wieder oder die erste Stufe für eine andere Art der zeichnerischen Herstellung;
Fig. 5 zeigt eine Matrize mit der erfindungsgemäß hergestellten Schrift;
Fig. 6 zeigt einen Ausschnitt aus einem Satz von erfindungsgemäßen Lettern auf positivem Transparent;
Fig. 7 zeigt einen Ausschnitt der geätzten Tiefdruckform, der mittels des positiven Transparents der Fig. 6 hergestellt worden ist;
Fig. 8 zeigt einen mit dieser Tiefdruckform (FiR- 7) hergestellten Druckabzug;
Fig. 9 ziegt eine erfindungsgemäße Schrift mit einfachem Linienraster.

Claims (14)

  1. Patentansprüche:
    ι. Schrift, gegebenenfalls Schrift mit Bild in oder auf der Ol>erfläche von Tiefdruckformen, insbesondere von Tiefdruckzylindern, dadurch gekennzeichnet, daß die gerasterte und geätzte Fläche eines jeden einzelnen Schriftzeichens von der ungeätzten Fläche durch einen die Farbe aufnehmenden und haltenden Kanal getrennt ist, der das Schriftzeichen begrenzt.
  2. 2. Schrift nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Kanal im wesentlichen rastersteg- oder rasterf eidbreit ist.
  3. 3. Schrift nach Anspruch 1 und 2, dadlurch gekennzeichnet, daß der in die Tiefdruckform eingeätzte Raster in oder vor dem Grenzkanal des Schriftzeichens endet.
  4. 4. Schrift, gegebenenfalls Schrift mit Bild, nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß sie sich auf den für die Vorbereitung der Tiefdruckform benutzten Mitteln, wie z. B. auf den zeichnerischen Vorlagen, Filmen, Diapositiven, Matrizen und Ätzfolien, l>efindet und daß die gerasterte Fläche bei jedem einzelnen Schriftzeichen von der ungerasterten Fläche durch eine das Schriftzeichen l>egrenzende Randlinie getrennt ist, die in der Farbe der Rasterfelder gehalten ist.
  5. 5. Schrift nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß jede Grenzlinie die gleiche Lichttransparenz bzw. Lichtireflexion hat, wie die von den Rasterlinien umschlossenen Rasterfelder.
  6. 6. Schrift nach Anspruch 4 und 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Randlinie im wesentlichen rastersteg- oder rasterfeldbreit ist.
  7. 7. Schrift und Bild nach Anspruch 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß Schrift und Bild einen gleichmäßigen oder ähnlichen Raster haben.
  8. 8. Schrift nach Anspruch 4 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß sie sich auf einer durchbohrten Matrize als ein in die Bohrung eingesetztes Sehriftdiapositiv befindet, das teils mit lichtundurchlässigen Rasterstreifen und teils mit
  9. einem lichtundurchliissigen Untergrund bedeckt ist, und daß das Schriftzeichen einen lichtundurchlässigen Umriß 'hat, welcher die Rasterstreifen von dem Untergrund trennt.
    9. Schrift nach Anspruch 8 mit einem in die Jk)hrung eingesetzten Schriftzeichen auf undurchsichtigem Untergrund, das in Kontrastfarbe zum Untergrund gehalten und mit Rasterlinien in der Fart>e des Untergrundes versehen ist, dadurch gekennzeichnet, daß das Schriftzeichen einen Umriß in der Farbe der Rasterfekler hat, welcher die Rasterstreifen von dem Untergrund trennt.
  10. 10. Schrift nach Anspruch 8 und 9, dadurch gekennzeichnet, daß der Umriß im wesentlichen rastersteg- oder rasterfeldbreit ist.
  11. 1 1. Schrift nach Anspruch 9 oder 10, dadurch gekennzeichnet, daß sie sich auf Matrizen für Lichtsetzmaschine!! befindet.
  12. 12. Verfahren zur Herstellung von Transparenten oder Schablonen für den Tiefdruck, die mit Schrift gemäß Anspruch 4 bis 6 und Bild versehen sind, dadurch gekennzeichnet, daß bei der Rasterübertragung nur der Teil des Diapositivs oder der Schablone gerastert wird, der das Bi-Id enthält.
  13. 13. Verfahren zur Herstellung von Schriftvorlagen nach Anspruch 4 bis 6, die als Ausgangsmaterial für die fotografische Wiedergabe der zum Tiefdruck erforderlichen Diapositive oder Schablonen benutzt werden, dadurch gekennzeichnet, daß die Gestalt des Schriftzeichens, das auf einem vergrößerten Tiefdruckraster durch Ausfüllen der Rasterfelder mit der den Rasterstegen entsprechenden Farbe gezeichnet ist, mit einer Umrandumgslinie begrenzt wird, welche die Farbe der Rasterfelder hat und dannl>ei der Ül>ertragung auf die Tiefdruckform einen das Schriftzeichen begrenzenden, die Tiefdruckfarl >e haltenden Kanal schafft.
  14. 14. Verfahren nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, daß die Umrandungslinie im wesentlichen rastersteg- oder rasterfeldbreit gezeichnet wird.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
    © 5115 5.52
DEI1027A 1949-06-08 1950-06-07 Schrift fuer das Tiefdruckverfahren, beschriftete Matrizen fuer Lichtsetzmaschinen, Verfahren zur Herstellung von Diapositiven oder Schablonen fuer den Tiefdruck von Schrift sowie Verfahren zur Herstellung der fuer den Tiefdruck erforderlichen Schriftvorlagen Expired DE838698C (de)

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