DE848829C - Verfahren und Vorrichtung zum Farbendruck auf Papier, Gewebe und fuer andere Anwendungsgebiete - Google Patents
Verfahren und Vorrichtung zum Farbendruck auf Papier, Gewebe und fuer andere AnwendungsgebieteInfo
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Description
(WJGBl. S. 175)
AUSGEGEBEN AM 8. SEPTEMBER 1952
P30595 IVa 115k D
Die Erfindung betrifft ein Verfahren und eine Vorrichtung zum Vielfarbendruck auf verschiedenartige
Unterlagen, wie Papier, Karton, Gewebe oder andere. Die Erfindung bezieht sich insbesondere auf
Mittel, mit denen man zwischen den Farben eine Art Verschmelzung unter den nebeneinanderliegenden
Bereichen bewirken und auf diese Weise eine Regenbogen- oder schillernde Wirkung aus der
Mischung der sich stellenweise überlagernden und durchdringenden Farben erzielen kann. Die Erfindung
schafft einerseits eine besondere dekorative Wirkung und anderseits ein Mittel, um dem durch
Abdruck reproduzierten Bild oder Gegenstand ein charakteristisches Aussehen zu verleihen, welches
seine unberechtigte Wiedergabe, insbesondere mit dem Material, über das die Fälscher verfügen, prak-.
tisch unmöglich macht.
Das Verfahren umfaßt eine besondere und neuartige Anwendungsweise der Mittel zum maschinellen
Abdruck und Einfärben, die den Gegenstand der französischen Patentschriften 654 934 und
670 376 bilden. Gemäß der französischen Patentschrift 654934 wird der Farbdruck dadurch bewirkt,
daß man auf einer einzigen Form alle zu reproduzierenden Farbtöne des Bildes wiedergibt.
Diese Wiedergabe wird hiernach auf Walzen über-
tragen, deren Oberfläche aus einem etwas elastischen Werkstoff, wie Kautschuk, besteht, und dieser Werkstoff
wird entsprechend dem einem Farbton zugehörigen Motiv zugeschnitten. Jede Walze wird mit
dem zugehörigen Farbton mit Hilfe von Farbverteilern eingefärbt. Jede eingefärbte Walze dient
hierauf zum Abdruck auf das Papier, wobei die verschiedenen Walzen nacheinander derart einsetzen,
daß die aufeinanderfolgenden, je einer Walze zugeordneten Farbtöne sich nebeneinander Punkt für
Punkt absetzen.
Nach der französischen Patentschrift 670376 ergibt sich ein Verfahren, das gestattet, auf Grund
der Originalzeichnung eines Graveurs entweder farbige oder schwarze Abzüge herzustellen. Gemäß
diesem Verfahren verteilt man auf der gravierten Platte eine Farbmenge, die zur Ausfüllung der
tiefsten Einschnitte ausreicht, wobei diese Farbe gemäß der vorgenannten französischen Patentschrift
654934 aufgebracht werden kann; den Überschuß an Farbe entfernt man durch Abwischen, und die
auf diese Weise in den vertieften Einschnitten der Gravur befindliche Farbe bleibt allein zurück. Diese
gravierte Platte dient zum Drucken. Gemäß den Verfahren, welche den Gegenstand vorgenannter Patentschriften bilden, wird von einer
Abzugsplatte Gebrauch gemacht, auf welcher der wiederzugebende Gegenstand eingraviert ist, und
ein getreuer und vollständiger Abdruck der Gravierung bzw. des Bildes wird auf den Einfärbwalzen
der Druckerpresse oder sonstigen Druckmaschine .hergestellt; dabei ist, als Abwicklung betrachtet, das
Format des Druckplattenfundaments oder des Mantels des Plattenzylinders und des Abdrucks das
gleiche. Jede der Einfärbwalzen ist für einen der auf das Bild zu bringenden Farbtöne bestimmt, und
ihre Oberfläche trägt eine Schicht auf besonderem, etwas elastischem Werkstoff, der leicht und schnell
zu bearbeiten ist und nach Zuschnitt den oder die Konturen oder Zonen wer auf dem Abzug anzubringenden
Farben begrenzt. Die verschiedenen Einfärbwalzen, die zahlenmäßig den verschiedenen Farben
entsprechen und von denen jede eine oder mehrere Farbzonen von besonderem Werkstoff und bestimmtem
Umriß besitzt, werden während des Arbeitens der Presse eingefärbt, und die Farbe, die
sie tragen, wird auf den oder die zugeordneten Bereiche des Bildes übertragen, dessen Konturen auf
der Abzugsplatte eingraviert sind, gleichviel, ob die Druckform oder das Klischee Strichvorlagen sind
oder nicht. Der besondere zu verwendende Werkstoff kann Kautschuk oder nach der französischen
Patentschrift 780 352 vorzugsweise wie folgt zusammengesetzt sein: 70 Gewichtsteile Gelatine,
50 Gewichtsteile Meudonweiß, 12 Gewichtsteile reines Wachs, 70 Gewichtsteile Glycerin, destilliertes
Wasser in ausreichender Menge.
Das zuvor erwähnte Druckverfahren mit Hilfe von Einfärbwalzen, d. h. Walzen mit Farbzonen,
ist im einzelnen in den obenerwähnten Patentschriften angegeben, in denen insbesondere auch alle
notwendigen Angaben hinsichtlich der Mittel der Walzenherrichtung, des Werkstoffs ihres Überzugs,
der Einfärb- und Abwischvorrichtungen und der bei ihrer Anwendung erforderlichen Vorsichtsmaßnahmen
gemacht sind.
Bei dem eben angeführten Verfahren erfordert der Farbendruck zur Vorbereitung der Einfärbwalzen
mit Farbzonen einen Vorabdruck mit Hilfe der Abzugsplatte des gesamten Gegenstands auf dem
Werkstoff, mit dem jede Einfärbwalze überzogen ist; nach dieser Verfahrensstufe wird der Überzugswerkstoff
von der ganzen Oberfläche jeder Einfärbwalze abgelöst, mit Ausnahme der Farbzonen,
die für den zugeordneten Farbton zuzückzubehalten sind. Die Abzugsplatte erhält dann mittels der Einfärbwalzen
die verschiedenen Farben in den Bereichen, welche den Farbzonen der Einfärbwalzen
entsprechen; sie wird hiernach abgewischt, wenn es sich um einen Tiefdruck handelt, worauf dann durch
Drucken der Abdruck auf das Papier, das Gewebe oder eine andere geeignete Unterlage bewirkt
wird.
Gemäß der Erfindung soll nicht ein Bild erzielt werden, von dem bestimmte Elemente oder Teile
jeweils eine bestimmte unterschiedliche Färbung aufweisen; die Erfindung besteht in einem neuartigen
Erzeugnis in Form eines Bildes, das auf einer gravierten Platte hergestellt wird, die mit
einem polychromen Grund eingefärbt ist, der seinerseits aus einer Zusammenstellung von bis ins Unendliche
variablen geometrischen oder dekorativen Motiven gebildet wird, dessen Elemente sich aber
teilweise in nachstehend Deckzonen genannten Bereichen überdecken. Der Grund mit sich teilweise
überdeckenden Motiven wird auf eine nachstehend Druckplatte genannte Platte graviert. Mit Hilfe
dieser Platte werden die Motive des Grundes auf Einfärbwalzen zur Bildung der Farbzonen gemäß
den oben angeführten Verfahren der Anmelderin abgedruckt. Diese Einfärbwalzen entsprechen zahlenmäßig
den Auftragfarben, die in begrenzter Zahl gewählt werden, aber in den Deckzonen die resultierenden
Mischtöne oder -farben ergeben können. Die durch die angeführten Mittel eingefärbten
Walzen gestatten, die Farben auf die Abzugsplatte üblicher Art zu übertragen, auf der der jeweils
wiedereugebende Gegenstand eingraviert ist. Die Linien oder Striche der Gravierung durchqueren
so die durch die übertragenen Motive geschaffenen no
Zonen, in denen die aufeinanderfolgenden Auftragfarben teilweise in den Deckzonen vereinigt werden,
wo sie die Mischfarben ergeben. Jeder Strich der Gravur verläuft, und insbesondere die Striche eines
Kupferstichs verlaufen von einer Hauptfarbenzone zu einer anderen, indem sie die Deckzonen durchqueren,
was fortlaufende Striche von vielfach wechselnden Farben ergibt, wodurch eine dem
Regenbogenfarbenspiel vergleichbare Wirkung hervorgerufen wird. Das Endprodukt wird mit einer
Maschine entsprechend der in den oben angeführten Patentschriften erwähnten abgedruckt, oder man
ersetzt zu diesem Zweck die Druckplatte durch die Abzugsplatte.
In der Praxis wird die Druckplatte vorzugsweise in Kupferstichmanier graviert, und die geometrischen
oder dekorativen Motive des Deckzonengrundes erhalten eine in bezug auf die Oberfläche dieser Platte
mehr oder weniger einheitliche Abwicklung, die mit derjenigen der Abzugsplatte identisch sein soll.
Andernfalls wird ein- und dasselbe Deckzonenmotiv eine veränderliche Anzahl Male wiederholt, um den
zu erzielenden polychromen Grund zu erhalten.
Im nachstehenden werden die neuartigen Mittel,
welche den Gegenstand der Erfindung ausmachen,
ίο im einzelnen unter Hinweis auf die Zeichnung beschrieben,
die der größeren Klarheit wegen das angewandte Verfahren in seiner Anwendung auf ein
äußerst einfaches Grundmuster darstellt. Dieses Motiv ist aus drei sich überschneidenden Kreisen
zusammengesetzt, wobei der Mittelpunkt eines jeden sich an einem der Schnittpunkte der beiden anderen
befindet. Ein derartiges Motiv könnte das einzige sein, welches die Druckplatte trägt, oder es könnte
mit einem oder mehreren anderen Deckmotiven abwechseln.
In dem gewählten Beispiel entspricht eine Auftragfarbe je einem der Grundmotivbestandteile; eine
Einfärbwalze ist für je eine Farbe bestimmt, beispielsweise gelb, rot oder blau. Abb. 1 der Zeichnung
zeigt das die gewünschte Anzahl Male auf die Druckplatte gravierte Motiv. In Abb. 2 ist dieses
Motiv wiedergegeben, wobei es die mit 1 bezeichnete gelbe Farbe aufweist, die herkömmlicherweise durch
senkrechte Linien dargestellt ist; die rote Farbe ist mit 2 bezeichnet und durch waagerechte Linien dargestellt,
während die blaue Farbe mit 3 bezeichnet und durch Punkte wiedergegeben ist.
Es ist ersichtlich, daß die Überlagerung der Farben 1 und 2 eine resultierende Farbe ergibt:
Orange in der Deckzone (1 + 2), eine grüne Deckzone (1 + 3), eine violette Zone (2 + 3) und eine
dunkelbraune Zone (1 + 2-1-3).
Zur Erzielung des Regenbogeiigrundes, das heißt,
wo die Deckmotive in den benachbarten Zonen Hauptfarben 1, 2, 3 und die resultierenden Farben
in den Zonen erhalten, in denen eine Mischung stattfindet, wird wie folgt verfahren:
Die die Motive tragende Druckplatte wird eingefärbt, und drei Walzen, die auf der bekannten und
in den vorerwähnten französischen Patentschriften 654 934 und 670 376 beschriebenen Maschine
angeordnet sind, läßt man über die genannte Platte laufen, wobei sie den entsprechenden Abdruck der
Gesamtheit der Motive erhalten. Die bekannte Maschine ist eine Druckmaschine mit Einfärbwalzen,
die nacheinander auf ein Abzugspapier abgedruckt werderf. Im allgemeinen ist das Abzugspapier auf
einen Zylinder von großem Durchmesser aufgewickelt, der mit den η verschiedenen Einfärbwalzen
zusammenarbeitet, deren Durchmesser und infolgedessen audi deren abgewickelter Umfang «-mal
kleiner als dieser ist. Der Spezialwerkstoff, mit dem die Einfärbwalzen vorzugsweise in dünner Schicht
gemäß der französischen Patentschrift 780352 überzogen sind, erhält von der Druckplatte den Abdruck
des dekorativen oder geometrischen Grundes, der durch die Deckmotive gebildet wird. Der
Überzugswerkstoff der ersten Walze wird dann derart weggeschnitten, daß nur die Kreise 1 entsprechend
der gelben Farbe bestehen bleiben. In gleicher Weise wird die zweite Walze zugeschnitten,
wo nur die Kreise 2 bestehen bleiben, und endlich die dritte Walze, auf der lediglich die Kreise 3
übrigbleiben. Nach der erwähnten französischen Patentschrift 780352 verwendet man ein Band aus
plastischem Werkstoff von geringer Dicke, das ohne Zuhilfenahme des Trägers hergestellt ist, der zu
seiner Aufnahme bestimmt ist, und das auf die gewünschten Abmessungen zugeschnitten ist, um
durch Aufrollen oder andere Anbringungsarten auf einen starren Kern oder Träger gebracht werden
zu können, der einen Teil der Walzen, der Platten oder der genannten Übertragungsmittel
bildet, wobei das Band aus plastischem Werkstoff vorzugsweise eine geringere Elastizität auf der
Seite zeigt, die dazu bestimmt ist, mit dem starren Kern oder Träger in Berührung zu kommen. Der
verwendete plastische Werkstoff besitzt vorzugsweise die schon genannte Zusammensetzung.
Die so gemäß der Erfindung auf den Einfärbwalzen gebildeten Farbzonen werden nach dem ·
obengenannten Verfahren eingefärbt. Die Abzugsplatte, auf der der wiederzugebende Gegenstand eingraviert
ist, wird dann zum Zweck der Einfärbung auf die Maschine gebracht.
Die normale Arbeitsweise der Maschine ergibt eine genaue Übertragung der mit ihren Hauptfarben
Gelb, Rot und Blau eingefärbten Motivbestandteile auf die Abzugsplatte. Die präzise Einstellung auf
Paßzeichen gestattet eine sehr genaue Reproduktion der Gesamtheit der auf die Druckplatte gravierten
Motive auf die Abzugsplatte. Dabei überlagern sich die Farben in allen Deckzonen, wie dies in Abb. 2
dargestellt ist.
Um die Erläuterung zu vereinfachen, wurde in Abb. 3 ein zu reproduzierender Gegenstand dargestellt,
der lediglich aus einem von senkrechten und waagerechten Linien gebildeten Kreuz zusammengesetzt
ist. Selbstverständlich können in der Praxis die verschiedenartigsten Gegenstände mit
komplizierten geometrischen oder dekorativen Motiven oder Figuren oder Schriftzeichen auf die
Abzugsplatte graviert werden. Der Stich dieser Bilder, in Kupferstichmanier ausgeführt, umfaßt
im allgemeinen Striche oder Striche und Punkte.
Abb. 4 zeigt' ein auf die Abzugsplatte übertragenes Element nach Übertragung der Auftragsfarbe
durch die Einfärbwalzen mit Farbzonen. Dieses Element ist in Abb. 2 durch a, b, c, d und in Abb. 3
und 4 durch a, b', c', d' bezeichnet.
Man erkennt deutlich, daß der wiederzugebende Gegenstand (ein Linienkreuz) sich infolge des Passierens
der Einfärbwalzen auf der Abzugsplatte befindet, die mit dem mit den Deckzonen gefärbten
Motiv bedeckt ist; die nicht gravierten Teile der Abzugsplatte erhalten ebenso die von den Einfärbwalzen
übertragenen getrennten oder gemischten Farben. Die Striche des Kreuzes durchqueren die
Farbzonen, die sie treffen, und Wechseln beim Übergang die Farbe oder den Ton. So verlaufen die
horizontalen Striche in Abb. 4 quer durch die
gelbe (ι), orange (1+21), dunkelbraune (1 + 2 + 3),
violette (2 + 3) und dann blaue Zone (3).
Abb. 5 zeigt in größerem Maßstab den Teil des Gegenstands, in vorliegendem Fall den Teil des
Linienkreuzes mit den Linien, aus denen es sich zusammensetzt, und die Farbenwechsel der Bestandteile
dieser Linien beim Durchgang durch die verschiedenen Färbungsz.onen.
Es wird in der durch die französische Patentschrift 670376 bekannten Weise in der Maschine
ein Abwischen der Abzugsplatte durchgeführt, das nur die Auftragsfarben in den Gravurschnitten bestehen
läßt.
Selbstverständlich kann der wiederzugebende Gegenstand derart sein, daß er sich über die ganze
Überfläche der Abzugsplatte erstreckt. Er kann ein schmückendes Motiv oder ein anderes, zum Beispiel
eines mit einem Grund mit verschlungenen Linienverzierungen umfassen.
Für "die obige Erläuterung wurde kein besonderes Gravierungsmittel für die Druckplatte angegeben,
da nach Beliel>en irgendeines der üblichen Verfahren angewendet werden kann. Hinsichtlich der Abzugsplatte
kann, wenn auch vorzugsweise Anwendung der Kupferstichtechnik angegeben wurde, diese Gravurart ganz oder zum Teil durch alle
anderen üblichen Tiefdrucktechniken, wie Radierung, Heliogravüre, Aquatinta oder Heliotrame,
ersetzt werden. Wenn ein anderes als das Tiefdruckverfahren in Anwendung kommt, so wird die Abzugsplatte
in gleicher Weise durch eines der in diesen Fällen benutzten Mittel graviert, z. B. photomechanisch.
Sie wird in der gleichen Weise eingefärbt; jedoch braucht sie für den Abzug nicht
abgewischt zu werden, wie es bei Verwendung einer Tiefdruckplatte erforderlich wäre.
Da die Auftragsfarben zur Erzielung des aufeinanderfolgenden Druckes auf der gravierten Platte
durch stets dieselben Farbzonen der verschiedenen Walzen abgesetzt werden, bleibt die Einfärbung
etets sich selbst gleich. Es folgt daraus, daß das Regenbogenfarbenspiel auf den aufeinanderfolgenden
Abdrücken stets gleich bleibt, ohne Rücksicht auf den Umfang der vorzunehmenden Abzüge.
Claims (2)
- PATENTANSPRÜCHE:I. Verfahren zum Mehrfarbendruck auf Papier, Gewebe und andere Unterlagen unter Verwendung einer Tiefdruckplatte, z. B. Kupferstichplatte, die den wiederzugebenden Gegenstand aufweist, dadurch gekennzeichnet, daß diese Platte mittels Einfärbwalzen eingefärbt wird, wobei jede Walze einer bestimmten Farbe zugeordnet ist und das dieser Farbe zugeordnete Motiv aufweist, das von dem wiederzugebenden Gegenstand unabhängig ist, und wobei die Motive einer jeden Einfärbwalze sich miteinander teilweise decken können, derart, daß die resultierenden Mischfarbtöne in den sogenannten Deckzonen erzielt werden, daß ferner nach Einfärbung die genannte gravierte Platte derart abgewischt wird, daß nur die verschiedenen reinen oder gemischten Auftragsfarben in den Vertiefungen der gravierten Platte zurückbleiben.
- 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Einfarbwalzen durch Anwendung einer Druckplatte genannten Platte gebildet werden, die die Farbzonen der Farben aufweist, wobei bestimmte Farbzonen sich teilweise überdecken, daß ferner die Zeichnung dieser Druckplatte auf jede Einfärbwalze übertragen wird und deren Belagsschichten schließlich derart weggeschnitten werden, daß auf jeder der Einfärbwalzen nur die den Farbzonen entsprechende und der genannten Walze zugeordnete Zeichnung erhaben stehenbleibt.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen1 5341 8.
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1949
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|---|---|---|---|---|
| DE1018884B (de) * | 1953-10-22 | 1957-11-07 | Procedes Serge Beaune Soc D | Mehrfarbentiefdruckverfahren |
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