DE455737C - Verfahren und Vorrichtung zum Chromodruck in Mischungstoenen von einer einzigen Druckplatte - Google Patents

Verfahren und Vorrichtung zum Chromodruck in Mischungstoenen von einer einzigen Druckplatte

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DE455737C
DE455737C DESCH75146D DESC075146D DE455737C DE 455737 C DE455737 C DE 455737C DE SCH75146 D DESCH75146 D DE SCH75146D DE SC075146 D DESC075146 D DE SC075146D DE 455737 C DE455737 C DE 455737C
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SALOM SCHERSCHENOWSKY
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ALEXANDER SCHERSCHENOWSKY
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B41PRINTING; LINING MACHINES; TYPEWRITERS; STAMPS
    • B41MPRINTING, DUPLICATING, MARKING, OR COPYING PROCESSES; COLOUR PRINTING
    • B41M1/00Inking and printing with a printer's forme
    • B41M1/14Multicolour printing
    • B41M1/20Multicolour printing by applying differently-coloured inks simultaneously to different parts of the printing surface

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  • Printing Methods (AREA)

Description

  • Verfahren und Vorrichtung zum Chromodruck in Nischungstönen von einer einzigen Druckplatte. Die Erfindung bezweckt, von einer einzigen Druckplatte ein mehrfarbiges, sogenanntes Chromobild mittels entsprechender Mischung der Grundfarben herzustellen.
  • Die bisher bekannt gewordenen Maschinen zum Vielfarbendruck von einer einzigen Platte gewährleisten nur das Zusammendrucken von mehr oder minder großen nebeneinanderliegenden Farbenflächen, wie Ornamente, Schrift u. dgl., keineswegs aber die Herstellung von Chromobildern in den Mischungstönen, nach Art der Chromolithographie oder des Dreifarbendruckes.
  • Die zur Herstellung eines Chromobildes von einer einzigen Platte nötigen Hilfs- bzw. Grundfarben müssen zweckgemäß zuvor auf eine Sammelwalze aufgetragen werden, um sie dann an die eigentliche Druckform abzuwalzen. Die Schwierigkeit bestand nun darin, die Grundfarben so auf die Sammelwalze aufzutragen, daß sich die nassen Farben dabei nicht rückwirkend und gegenseitig verwischen und dadurch den gesuchten Farbenton zerstören.
  • Dieses Ziel wird, der Erfindung nach, erreicht mittels einer Verbindung von zwei verschiedenartigen Farbenauftragsverfahren, erstens A: durch das Vordrucken der Grundfarbenplatten auf die Sammelwalze auf Grund der optischen Farbenmischung, und zweitens B : durch das Nachfärben der Vordrucke mittels des Preßluftspritzverfahrens. Beide Verfahren ergänzen einander, da jedes für sich nur ein unvollkommenes Bild erzeugen würde.
  • A. Die optische Farbenmischung beruht auf der bekannten Tatsache, daß nicht nur eine chemische oder mechanische Mischung zweier Farben einen dritten Farbenton erzeugt, sondern daß zwei nebeneinander aufgetragene Farben ebenfalls den gesuchten Mischungston optisch erzielen. So z. B. Blau und Gelb gibt Grün; Blau und Gelb.nebeneinander aufgetragen wirkt für das Auge in einiger Entfernung ebenfalls als Grün. Wenn man dementsprechend vorbereitete Klischees übereinander aufdruckt, so liegt Farbe an Farbe, Punkt an Punkt hart und geschlossen nebeneinander, ohne daß sich die nassen Farben überdecken und dadurch gegenseitig verwischen. Solch ein Chromobild würde jedoch, aus der Nähe betrachtet, die störende Wirkung der einzelnen mosaikartigen Farbentiecken zeigen; um diese miteinander zu vereinigen und zu verschmelzen, müssen, wie erwähnt, die vorgedruckten Grundfarben nachgefärbt werden.
  • B. Das Nachfärben mittels Spritzverfahrens nach dem Dreifarbenprinzip wird, der Erfindung nach, auf folgende Weiss bewerkstelligt Nach Maßgabe beispielsweise der drei Positivabdrucke eines Dreifarbendruckes werden zuerst drei Basreliefs in durchsichtigen, entsprechend gefärbten Wachstafeln verfertigt. Die Zeichnung wird aus den Wachstafeln so Herausgearbeitet, daß sich die größten Vertiefungen an den Stellen der höchsten Lichter befinden, und daß jede Reliefplatte, gegen das Licht gehalten, die Tonabstufungen des betreffenden Positivabdruckes aufweisen muß. Von den Wachstafeln werden sodann Galvanos angefertigt, die dazu bestimmt sind, als Führung zu dienen, um mittels Hebel den Farbenzustrom aus den Preßluftspritzvorlzchtungen derart zu regeln, daß die aufgespritzte Zeichnung genau die örtlichen Abstufungen des betreffenden Wachsreliefs bzw. des Positivabdruckes wiedergibt.
  • Die drei Spritzfarben, übereinander aufgetragen, zeigen die Farbenabstufungen eines Dreifarbendruckes, jedoch ohne ausreichende Schärfe und Einzelheiten; um diese in die Zeichnung hineinzubringen, war es nötig, die erwähnten Vordrucke mittels der Klischees vorzunehmen.
  • Die zur Ausführung des Verfahrens nötige Vorrichtung ist in den Abb. i bis q der Zeichnung schematisch dargestellt.
  • Abb. i : a ist ein mit einem Gummituch, Leder o. dgl. umzogener Sammelzylinder, auf dem die Hilfs- bzw. Grundfarben zuvor vereinigt werden müssen. Um diesen Sammelzylinder a sind so viele kleinere Formzylinder angebracht, wie man Hilfsplatten - Grundfarben - zu drucken hat - z. B. dreh: b, b1, - und so viel Reliefzylinder, wie man Grundfarben zu spritzen hat - z. B. drei: d, dl, dz -. Die Form- und Reliefzylinder sind mit dem Sammelzylinder a und dieser mit dem Träger der Druckform t oder t1 durch Zwangsführung verbunden. Jeder Formzylinder wird von je einem Farbwerk c mit Farbe gespeist, während an jedem Reliefzylinder eine Spritzvorrichtung angebracht ist, die mit einem Preßluftbehälter verbunden ist.
  • Abb. a und 3: Jede Farbspritzvorrichtung besteht aus einem Farbbehälter e und einem an ihn anschließenden, dichten Kamm mit Spritzdüsen i nebst Ventilente; jedes Ventil h ist mit je einem um eine Achse g schwingbaren Hebel lt verbunden, der eine kleine Rolle/ trägt, die an den Reliefzylinder d angedrückt ist. Die Hebellz können unmittelbar durch eine Schere z (Abt, z) oder mittelbar auf elektromagnetischem Wege mit den Ventilen h verbunden werden. Jeder Hebel h an sich bewirkt, den Unebenheiten des umlaufenden Reliefs gemäß, das jeweilige entsprechende öffnen und Schließen des mit ihm verbundenen Ventils k und dadurch eine stufenmäßige Zerstreuung der Farbe, die die örtliche Licht- und Schattenverteilung des Positivabdruckes wiedergibt. . Um die Stärke der gespritzten Töne zu steigern und Streifenbildung zu verhindern, ist es zweckmäßig, mehrere Spritzvorrichtungen - auf der Zeichnung (Abt. q.) beispielsweise drei - derart anzubringen, daß die Düsen der Kämme e, e1 und e2 schachbrettartig gegeneinander verschoben sind und beim Zusammendrucken eine geschlossene Spritzlinie m-n bilden.
  • Die geschilderte Vorrichtung gewährleistet außer der Anfertigung von Chromobildern auch die Herstellung von kombinierten Farbenschleifen, Iris- und Zickzackstreifen mannigfaltiger Art auf der 'Schnellpresse, und zwar müssen zu diesem Zwecke bald diese, bald jene einzelnen Spritzvorrichtungen eine seitliche Hinundherbewegung erhalten, um entsprechend mit der gleichzeitigen Umdrehung des Sammelzylinders a die gemusterten Farbenstreifen zu erzeugen.
  • Da nach dem geschilderten Verfahren kein Verreiben der Farbe auf dem Sammelzylinder mittels Walzen stattfindet, so ist es erforderlich, die sich auf dem Sammelzylinder anhäufende Farbe abzuwalzen bzw. abzuheben, was z. B. mittels der Zylinder r, r1 nebst einer Makulaturrolle geschehen kann.
  • Die Vorrichtung kann für Buch-, Stein-, Gummidruck- und Tiefdruckverfahren, und zwar bei Rotationsdruck- und Flachformpressen, verwendet werden.
  • Der Arbeitsgang des Verfahrens ist demnach folgender: Nachdem die obenerwähnten Hochdruckklischees auf die Formzylinder b, b1 . . -. und die von dem Basrelief gewonnenen Galvanos auf die Reliefzylinder d, dl... aufgebracht sind, werden zuerst die Klischees auf den. Zylindern b ... der Reihe nach mit entsprechender Farbe versehen und auf den Sammelzylinder a abgedruckt; gleich darauf werden die Spritzfarben in der bereits erörterten Art aufgespritzt. Von dem Sammelzylinder werden nun alle Farben mit einem Male auf die Rotationsdruckform t oder die ebene Druckform il abgewalzt; hieräuf erfolgt unmittelbar oder im Gummidruckverfahren der endgültige Abdruck auf den Papierbogen. Es entsteht auf diese Weise ein Cbrorno: bildabdruck nach dem Grundsatz der Dreifarbenmischung, und zwar von nur einer Druckplatte und nur durch ein einmaliges Bedrucken des Papierbogens.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Verfahren zum Chromodruck in Mischungstönen von einer einzigen Druckplatte, dadurch gekennzeichnet, daß die entsprechenden Mischungstöne mittels einer Verbindung von zwei verschiedenartigen Farbenauftragsverfahren-hergestellt werden, erstens A: durch das Vordrucken der verschiedenen Grundfarbenplatten auf eine Sammelwalze nach dem Grundsatz der optischen Farbenmischung, und zweitens B: durch das Nachfärben der Vordrucke mittels des Preßluftfarbenspritzverfahrens nach dem Dreifarbengrundsatz. z. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß mannigfaltige Schleifen, Iris- und Zickzackstreifen auf der Druckmaschine durch Hinundherbewegen der einzelnen Farbspritzvorrichtungen entsprechend der gleichzeitigen Umdrehung des farbenaufnehmenden Sammelzylinders (rz) hergestellt werden. 3. Vorrichtung zur Ausführung des Verfahrens nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß an einer beliebigen Druckmaschine ein mit einem Gummituch o. dgl. umzogener Sammelzylinder (a) und um diesen eine der Zahl der Grundfarhen entsprechende Anzahl von Hüfsformzylindern (b, bi ... ) nebst Farbwerken und Reliefplattenzylindern (d, dl ... ) nebst Preßluftfarbspritzvorrichtungen (e, e1...) angebracht sind, wobei von den Formzylindern (b, b1...) zunächst die Grundfarben auf den Sammelzylinder (a) aufgetragen, mittels der Farbspritzvorrichtungen nachgefärbt und dann vom Sammelzylinder (a) auf die eigentliche Druckform (t bzw. 1l) abgewalzt werden, wonach dann erst unmittelbar oder im Gummidruckverfahren der endgültige Chromoabdruck, und zwar nur durch ein einmaliges Bedrucken des Papierbogens erfolgt. .l. Vorrichtung nach Anspruch i und z, dadurch gekennzeichnet, daß entsprechend der Achsenlänge des Sammelzylinders (a) Spritzvorrichtungen, die aus einem oder mehreren Kämmen (e, e1, e2) mit Spritzdüsen (i) nebst Ventilen (k) bestehen, so angebracht sind, daß jedes Ventil (h) mittels je eines an das Basrelief angedrückten Hebels die Farbenzerstreuung bewirkt.
DESCH75146D 1925-08-18 1925-08-18 Verfahren und Vorrichtung zum Chromodruck in Mischungstoenen von einer einzigen Druckplatte Expired DE455737C (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE2526466A1 (de) * 1974-06-17 1976-01-02 American Bank Note Co Farbauftragsvorrichtung fuer eine tiefdruckmaschine

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* Cited by examiner, † Cited by third party
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DE2526466A1 (de) * 1974-06-17 1976-01-02 American Bank Note Co Farbauftragsvorrichtung fuer eine tiefdruckmaschine

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