DE193891C - - Google Patents
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Classifications
-
- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B41—PRINTING; LINING MACHINES; TYPEWRITERS; STAMPS
- B41C—PROCESSES FOR THE MANUFACTURE OR REPRODUCTION OF PRINTING SURFACES
- B41C3/00—Reproduction or duplicating of printing formes
Landscapes
- Engineering & Computer Science (AREA)
- Manufacturing & Machinery (AREA)
- Printing Plates And Materials Therefor (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 15d. GRUPPE
W. J.YEOELL in NEW-YORK.
das Original gelegten Metallplatte.
Die Erfindung betrifft ein Verfahren der Herstellung von Druckflächen oder Druckplatten
insonderheit fiir Fälle, in denen sie in größerer Anzahl und in kurzer Zeit als Kopie von Typensätzen,
Schnitten und anderen Originaldruckplatten gebraucht werden, beispielsweise für
gleichzeitige Veröffentlichung von Annonzen in einer größeren Anzahl von Zeitungen im ganzen
Lande, für die gleichzeitige Herausgabe illustrierter Artikel, Flugblätter an verschiedenen
Orten und für ähnliche Vervielfältigungen. Bei dem neuen Verfahren wird in bekannter
Weise mittels stoßenden oder walzenden Druckes unter Benutzung einer dünnen, auf das Original
gelegten Metallplatte gearbeitet, und die Neuerung liegt darin, daß hinter diese Platte eine
Unterlage gebracht wird, die aus einer weicheren und einer härteren Schicht besteht, so daß letztere
das Eindringen der Erhöhungen des Originals in die Platte begrenzt. Die Unterlage
kann beispielsweise aus Filzpapier bestehen, das auf einer Seite mit einem Härtemittel,
z. B. Lack, getränkt ist, und sie kann einer Vorprägung unterzogen werden, ehe sie mit der
Platte zusammen dem Preßdruck unterworfen wird. Weiter kann die Metallplatte mit einer
Schicht Lötmaterial (Zinnfolie) versehen werden, die zur Anlötung der Rückenfüllung dient. Die
nach dem neuen Verfahren hergestellte Druckplatte ist auf ihrer ganzen Ausdehnung frei von
Löchern, Rissen und scharfen Ecken und hat glatte, völlig ebene Druckpartien mit
klaren, scharfen Rändern. Den gebräuchlichen Druckplatten gegenüber werden durch die
Neuerungen Vorteile besonders dann erzielt, wenn es sich um die Herstellung biegsamer
Druckplatten aus Metallblech handelt, jedoch ist das neue Verfahren nichtsdestoweniger auch
zur Herstellung von Kopien einzelner in den Satz aufzunehmender Druckstücke anwendbar.
Bei den Druckplatten oder Formen aus gewöhnlichen Drucklettern, die mit Spatien von rechteckiger
Oberfläche zwischen den Worten und Reihen des Satzes zusammengefügt werden,
bieten sowohl die Vertiefungen in der Oberfläche der Lettern wie die scharfen Winkel
zwischen benachbarten Lettern, Worten und Reihen Absetzstellen für die Farbe und fremde
Substanzen, und die scharfen Winkel haben überdies die Neigung, beschädigend auf die
Stereotyp- oder anderen Matrizen zu wirken, die von dem Satz gemacht werden sollen. Beim
Stereotypieren ergeben sich Ubelstände aus den Gußmängeln infolge der Gußflächenweite sowie
aus der Unmöglichkeit, beschädigte Stellen zu entfernen und durch einwandfreie zu ersetzen.
Halbtöne oder auch andere geätzte Flächen haben charakteristische, sehr schädliche Flächenrauhheiten,
die der ungleichen Wirkung der Säure oder des Ätzmittels auf das Korn des Metalls entspringen, so daß oft die Punkte der
Halbtonplatten sowie die Reliefstellen von Druckplatten anderer Art unterätzt sind, und
der Druck- und Wiedergabewert solcher Platten erheblich vermindert ist. Um die Ubelstände'
aus den scharfen Vertiefungen, Spatienspalten,
Rauheiten u. dgl. zu vermindern, hat man bereits vorgeschlagen, sorgfältig aus dünnen
Blechen geschichtetes Matrizenmaterial mit Flächen von dicht geschlossenem Korn, in Verbindung
mit starrer Rückenfüllung,1 weichen Packungszwischenschichten und sonstigen Zwischenlagen
zu verwenden, diese Verbundmatrize dann in feuchtem Zustand aufzubringen und auf den Typen oder der sonstigen Fläche, die
ίο wiedergegeben werden soll, zu trocknen; aber
selbst in diesem Falle kommt es häufig vor, daß der fertigen Matrize die oben erwähnten Fehler
anhaften. Anstatt mit Lack kann man zur einseitigen Härtung die Unterlage auch mit Guttapercha,
Gummi, Gips oder anderen geeigneten Stoffen behandeln. Eine auf eine Seite der Unterlage aufgetragene Lösung eines der vorgenannten
Stoffe durchdringt die Unterlage teilweise und bildet durch Eintrocknung die erwähnte härtere Schicht.
In den Zeichnungen zeigt
Fig. ι in senkrechtem Schnitt einen Apparat, um Druckplatten gemäß der Erfindung herzustellen.
In den Zeichnungen zeigt
Fig. ι in senkrechtem Schnitt einen Apparat, um Druckplatten gemäß der Erfindung herzustellen.
Fig. 2 zeigt eine Kopie im Schnitt, während die
Fig. 3 und 4 Schnitte einer Typenform und eines Teiles einer Halbtonplatte zeigen.
Fig. 5 zeigt die Kopie in Fig. 2 mit Rückenfüllung versehen, gefaßt und auf der Unterlage befestigt.
Fig. 5 zeigt die Kopie in Fig. 2 mit Rückenfüllung versehen, gefaßt und auf der Unterlage befestigt.
Fig. 6 zeigt im Schnitt die Kopie der Fig. 2 mit ausgefüllten Vertiefungen der Rückseite,
Fig. 7 im Schnitt eine gebogene Stereotypplatte mit einer Kopie als Oberfläche und
Fig. .8 im Schnitt eine mit Lötmaterial versehene Kopie.
Fig. 9 zeigt zwei Kopien durch einen Arbeitsgang hergestellt und
Fig. 10 eine Auflage im Schnitt.
Es sind vorteilhaft zwei oder mehr geeignet gelagerte und angetriebene Walzenpaare, wie
z. B. das Walzenpaar 1,2, angeordnet, und zwischen diesen Walzen ist zweckmäßig ein
Bett 3 beweglich, das die Typenform 4 oder das Original trägt, von welchem die druckbare
Kopie hergestellt werden soll. Auf dem Bett ist ein Rahmen oder eine ähnliche Vorrichtung angeordnet,
um die Lettern fest zusammengefügt zu erhalten. Wenn die Typenform oder das sonstige Original auf das Bett aufgelegt worden
ist, wird eine Platte 7 aus dünnem Kupfer, Messing, Zink, Stahl, Aluminium oder anderem
geeigneten Material, die den Abdruck der Form aufnehmen soll, auf die letztere gelegt und dann
die bezeichnete Unterlage zwischen der Metallplatte und der Walze eingefügt. Das Bett 3
wird dann zusammen mit Form 4, Platte 7 und Auflage 6 durch die Walzen 1, 2 gezogen, die
vorteilhaft so eingestellt sind, daß sie einen verhältnismäßig leichten Druck ausüben, der gemäß
dem Charakter der Arbeit bemessen wird. Die Form, Platte und Auflage können danach
noch einmal durch die Walzen gezogen werden, die dann so eingestellt sind, daß sie einen starkeren
Druck ausüben, oder es kann auch, um die Notwendigkeit zu vermeiden, das Bett mit
der Form usw. durch das erste Walzenpaar zurückzubewegen, das Bett mit den erwähnten
Teilen einem zweiten Walzenpaare 8,9 mit enger zusammengestellten Walzen zugeführt
werden. Nachdem die Kopie 7 hergestellt und von der Form abgenommen ist, zeigt sie das
durch Fig. 2 dargestellte Aussehen und kann, ganz so wie Elektrotypen, mit Rückenfüllung
versehen, gefaßt, auf einer Unterlage befestigt und sonst noch etwa erforderlicher Behandlung
unterzogen werden. Die Behandlung der Kopien wird jedoch insofern leichter und bequemer
sein, als das blechartige Plattenmetall gleichmäßiger und weniger porös ist, als das auf elektrischem
Wege niedergeschlagene Metall. Mit der Rückenfüllung 10 aus weichem Metall
(s. Fig. 5) versehen und mittels Stifte 11 auf
einem hölzernen Blocke 12 oder in sonst zweckmäßiger Weise auf einer anderen Unterlage
befestigt, ergibt die Kopie schließlich einen fertigen Druckstock. Die Kopieplatte desselben
weist nicht die rechteckigen Zwischenräume, wie sie durch die Spatien 15 des Originals und
durch die Vertiefungen 13 an der Typenoberfläche gebildet werden, auf, an deren Stelle
treten vielmehr die Höhlungen 16 (s. Fig. 2), die ohne scharfe Winkel an die glatten, nahezu
poliert erscheinenden Druckteile 17 anschließen. Die Oberfläche dieser letzteren ist gleichmäßig
eben und zeigt scharf bestimmte Ränder, so daß eine sehr gute Druckplatte geschaffen ist und
die Druckfarbe allein auf den genannten Druckteilen festgehalten wird.
Wenn die Kopie aus Zink hergestellt wurde, kann zur Herstellung der Rückenfüllung geschmolzenes
Zink 21 in die vertieften Teile 20 der Reversseite der Kopie 27 eingebracht
werden, so daß, wie Fig. 6 zeigt, eine feste, gleichartige, aus ein und demselben Metall bestehende
Platte erzielt" wird, die dünn, leicht und mit geringen Kosten versendbar ist.
Bei einer weiteren Art der Füllung in Fig. 7 wird die Kopie 37 in einem Gießkasten untergebracht
und mit einer Rückenfüllung 22 aus Stereotypmetall versehen, so daß auch die so
gewonnene gebogene Stereotypplatte eine vortreffliche Druckfläche besitzt, die dadurch wieder
von der Füllung 22 getrennt wird, daß die letztere ohne Beschädigung der Druckplatte
abgeschmolzen wird, worauf die letztere aufbewahrt oder zu sonst gewünschten Zwecken
nutzbar gemacht werden kann.
Die Zinnfolie 23 (Fig. 8) kann zunächst von demselben Typenoriginal abgenommen werden,
von dem die Messingkopie genommen wurde.
Claims (3)
1. Verfahren zur Vervielfältigung von Typensätzen und anderen Originaldruckplatten mittels stoßenden oder walzenden
Druckes unter Benutzung einer dünnen, auf das Original gelegten Metallplatte, dadurch
gekennzeichnet, daß hinter diese Platte eine Unterlage kommt, die aus einer weicheren und einer härteren Schicht besteht,
so daß letztere das Eindringen der Erhöhungen des Originals in die Platte begrenzt.
2. Ausführung des Verfahrens nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
die nachgiebige Auflage aus auf einer Seite mit einem Härtemittel, z. B. Lack, getränktem
Filzpapier besteht und eine Vorprägung erhalten kann, bevor sie mit der Platte zusammen dem Preßdruck unterworfen
wird.
3. Ausführungsform des Verfahrens nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
die zur Herstellung der Kopie dienende Metallplatte mit einer Schicht eines zur Befestigung
der Rückenfüllung geeigneten Lötmaterials, z. B. Zinnfolie, versehen wird.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Applications Claiming Priority (1)
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Also Published As
| Publication number | Publication date |
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| FR349667A (fr) | 1905-06-08 |
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