DE32858C - Neuerungen in der Herstellung von Druckflächen mit Hilfe von Photoreliefs - Google Patents

Neuerungen in der Herstellung von Druckflächen mit Hilfe von Photoreliefs

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DE32858C
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DENDAT32858D
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N. MACBETH in Bolton, Grfsch. Lancaster, England
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Expired - Lifetime legal-status Critical Current

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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B41PRINTING; LINING MACHINES; TYPEWRITERS; STAMPS
    • B41CPROCESSES FOR THE MANUFACTURE OR REPRODUCTION OF PRINTING SURFACES
    • B41C3/00Reproduction or duplicating of printing formes

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Manufacturing & Machinery (AREA)
  • Printing Plates And Materials Therefor (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT. \%
Die Erfindung betrifft die Herstellung von Druckflächen oder Platten unter Zuhülfenahme von Gelatinehäutchen oder Photoreliefs. Platten, Druckformen oder Druckapparate, welche nach dem Verfahren meiner Erfindung verfertigt sind, können zum Drucken oder zur Vervielfältigung von Bildern, Zeichnungen, Kunstwerken etc., in welchen Abstufungen vom hellsten Licht bis zum tiefschwarzen Schatten in allen Variationen enthalten sind, gebraucht werden. Auch können diese Platten und Formen sowohl beim Flächendruck, bei welchem die erhabenen Linien, Adern oder Punkte einen Ueberzug von Farbe erhalten, wie auch beim Kupferdruck oder bei einem sonstigen Druckprocefs, wo die Vertiefungen mit Farbe ausgefüllt werden, Verwendung finden.
Die herzustellende Druckform oder Platte kann entweder aus Holz, Blei oder Weifsmetall oder aus einem anderen geeigneten Metall, einer Legirung oder einem passenden Material bestehen, wenn dasselbe nur im Stande ist, einen dauernden Eindruck von dem Häutchen aufzunehmen. Ich präparire nun die Oberfläche der Druckplatte dadurch, dafs ich in dieselbe gerade, gebogene oder sich kreuzende feine Linien, die auch punktirt sein können, einschneide; oder ich stelle auf sonstige Weise eine von Linien, Punkten oder Markirungen durchzogene rauhe Fläche her, die geeignet ist, mehr oder weniger Farbe, je nach dem Grundton des zu druckenden Bildes, aufzunehmen. Vorzuziehen ist es, dafs die Einfurchungen oder Vertiefungen oben weiter sind als unten, wie es bei Linien der Fall zu sein pflegt, die durch einen gewöhnlichen, mit Diamantspitze versehenen Grabstichel hervorgebracht werden. Die durch Schneiden, Graviren, Aetzen oder durch Eindrucken hervorgebrachten Linien oder Markirungen können entweder direct in das Material, woraus die Druckform oder Platte besteht, gemacht, oder das die Druckfläche bildende Material kann durch galvanischen Niederschlag in Gestalt eines galvanischen Abzugs gebildet werden. Solchen galvanischen Abdruck erhält man von einer in geeigneter Weise mit Linien oder anderen Markirungen durchzogenen", eingefurchten, rauhen Platte, welche auch wiederholt gebraucht werden kann, um eine grofse Anzahl von Platten mit völlig gleichen Druckflächen zu erhalten. Dünne, galvanisch gefällte Platten aus Kupfer oder sonstigem Metall können mit einer Hinterlage von Blei oder anderem eindrückbaren Material versehen werden.
Die Eingravirungen oder Vertiefungen der so weit präparirten Platte fülle ich nun mit Cement oder einer anderen pulverförmigen Masse, welche nicht leicht zusammengedrückt, aber doch leicht wieder entfernt werden kann; zu diesem Zwecke sind auch solche Materialien, wie feine Kreide, Sand, pulverisirtes Glas, sowie Schellack, Pech, Leim oder dergleichen, anwendbar. Auch kann ich ein dünnes Plättchen oder Häutchen aus Metall oder anderem Material in Anwendung bringen, welches auf der einen Seite mit Linien oder Einfurchungen versehen ist, derart, dafs sie andererseits mit den Erhöhungen der Druckplatte übereinstimmen, so kann ich z. B. ein solches dünnes Plättchen benutzen, um durch Druck die gewünschte eingefurchte, von Linien durchzogene
oder punktirte Fläche auf der Druckplatte zu erzielen, und lasse ich dann das besagte Plättchen auf der letzteren während des danach folgenden Verfahrens liegen.
Auf die so vorgerichtete und behandelte Fläche der Druckplatte bringe ich nun das Photoreliefhäutchen und bedecke dasselbe mit einer harten, geschliffenen und polirten Platte aus Stahl oder anderem harten Material und unterwerfe das Ganze dem Druck einer hydraulischen oder anderen geeigneten Presse. Die Wirkung hiervon ist, dafs das Photohäutchen infolge der unnachgiebigen Natur des harten Stahles in die präparirte Fläche der weicheren Druckplatte eingedrückt wird; die Fläche wird demnach stellenweise vertieft oder gesenkt, und zwar im Verhältnifs zu der variirenden Dicke des Photohäutchens. Die, wie vorhin erwähnt, angewendete Füllsubstanz verhindert gewissermafsen das Zerdrücken der Vorsprünge oder Erhöhungen der präparirten Fläche, und bezwecke ich eben dabei, die ursprünglichen Querschnitte dieser Vorsprünge, der Linien, Einfurchungen oder Vertiefungen so viel als möglich zu erhalten, und dafs sich die tieferen Stellen der Fläche überall in dem gleichen Mafse senken, wie die Spitzen der Erhöhungen. Je weniger zusammendrückbar die Füllsubstanz ist, desto geeigneter ist sie folglich für meinen Zweck, vorausgesetzt, dafs sie auch wieder leicht entfernt werden kann.
Zur Ausführung vorliegender Erfindung kann man sowohl ein Negativ- wie aucl\ ein Positiv-Relief häutchen verwenden; im ersteren Falle liefert die Druckoperation ein positives Relief auf der Druckplatte, indem die hervorragenden Stellen übereinstimmen mit den Schattenpartien vom Positivbild des Gegenstandes des Photoreliefs, welches bei dem Verfahren gebraucht wurde. Wird dagegen ein Positivhäutchen in Anwendung gebracht, so wird die Druckoperation ein . Negativrelief ergeben, und es werden in diesem Falle die vertieften Stellen der Fläche mit den dunklen Partien des Bildes übereinstimmen.
In diesem Stadium des Verfahrens entferne ich in der Regel die Füllsubstanz, doch ist es in einzelnen Fällen vorzuziehen, dieselbe auch erst nach der Schleif- oder Reducirungsoperation, welche nachstehend noch näher beschrieben wird, zu entfernen. Die nun soweit präparirte Fläche oder Druckplatte wird jetzt reducirt bezw. geschliffen, abgeschabt oder abgerichtet, bis die höher stehenden Partien weniger hoch ©der bis auf ein und dieselbe Ebene reducirt sind, wodurch die Vorsprünge oder Hervorragungen breiter, dagegen die dazwischen liegenden Einfurchungen enger gemacht werden, je nach dem Grade der Vertiefungen oder Einsenkungen, wie sie durch das variirende Relief des Photohäutchens verursacht wurden.
Das Reduciren der Fläche kann bequem durch Abschleifen derselben mit Schmirgel oder dergleichen auf einer glatten Metallfläche oder durch Schleifen auf einer anderen ebenen Fläche oder vermittelst eines rotirenden, in einer geraden Linie übergeführten Schleifers oder vermittelst einer besonderen Abrichtemaschine oder auch mit einem einfachen geraden Abschaber oder durch ein sonstiges geeignetes Mittel ausgeführt werden. Nunmehr wird die Füllsubstanz entfernt, wenn dies nicht bereits vor der Schleifoperation stattfand, und die Druckplatte kann jetzt zur Herstellung von Abdrücken in Benutzung genommen werden. Man kann auch die Druckplatte mit einem dünnen schützenden Ueberzug von härterem Metall, wie Nickel, Kobalt oder Kupfer, versehen. An Stelle des Schleifens bezw. Abschabens kann das Abrichten der Oberfläche der Druckplatte auch dadurch erzielt werden, dafs dieselbe nach vorheriger Entfernung der Füllsubstanz einem Druck unterworfen wird; oder es können auch zur Erzielung der gewünschten Wirkung beide Methoden in Anwendung kommen. Die Druckplatte kann mit einer glatten, harten, ebenen Fläche bedeckt, gedrückt und der Druck so regulirt werden, dafs die höheren Stellen in dem Mafse zusammengedrückt werden, wie es eben zur Erzielung der erwünschten Wirkung nothwendig ist. Ich halte jedoch diese Methode nicht für so geeignet wie das Schleifen oder Abschaben, da der Effect des Verfahrens nicht so gut controlirt werden kann.
Wünscht man eine Druckplatte herzustellen, die tiefere Einsenkungen in den hellen Partien hat, als durch den directen Druck des Reliefhäutchens nach der oben beschriebenen Methode hervorgebracht werden, so trage ich Farbe auf die Druckplatte, welche von dem Negativ-Reliefhäutchen eingedrückt, aber durch Abrichten nicht weiter behandelt worden ist, und zwar verwende ich eine Farbe, die bestimmten Säuren oder Lösungsmitteln widersteht. Von der besagten Druckplatte übertrage ich dann einen Abdruck in solcher Farbe auf eine aus Zink, Kupfer oder sonstigem geeigneten Metall bestehende Platte, die hierauf gehörig geätzt bezw. mit einer Säure oder einem Lösungsmittel behandelt werden kann, um so eine Druckfläche hervorzubringen. Anstatt den Abdruck direct von der präparirten, nicht abgerichteten Platte zu nehmen, kann man auch einen solchen auf Papier machen und von letzterem die Farbe auf die Platte, welche geätzt werden soll, übertragen. Ich kann diesen Abdruck auch gleich bei dem Plättverfahren (d. h. beim Abrichten der präparirten , eingedrückten Fläche durch Druck vermittelst einer harten, ebenen Platte) erhalten, indem ich die aus Zink, Kupfer oder sonstigem

Claims (2)

Metall bestehende Platte oder auch erst einen Papierbogen auf die Druckplatte, worauf die Farbe aufgetragen ist, drücke, und zwar so, dafs die Erhöhungen in der schon beschriebenen Weise platt gedrückt werden; die so bei dem Plättverfahren angewendete Platte erhält einen Farbenabdruck des Sujets und, nachdem dieser eingeschnitten oder mit Säure behandelt worden ist, kann die Platte für Druckoperationen Verwendung finden. Die nach dem eben beschriebenen Verfahren hergestellten Druckplatten sind entweder direct zum Drucken verwendbar, oder es können auch galvanische Copien davon entnommen werden, was besonders dann der Fall ist, wenn eine grofse Anzahl von Druckexemplaren verlangt wird. Ich kann das Verfahren dadurch variiren, dafs ich einen Abgufs des Häutchens in irgend einer harten Substanz herstelle und diesen anstatt des Häutchens gebrauche, um die präparirte Fläche der weicheren Druckplatte einzudrücken; letztere wird dann in allen anderen Punkten in der beschriebenen Weise weiter behandelt. Anstatt die durch Eindrücken des Photohäutchens erhaltene Fläche der Platte selbst zu reduciren, kann auch eine galvanische Abformung davon nach der beschriebenen Methode reducirt bezw. geschliffen etc. werden, um zum Drucken verwendbar zu sein. Ich beschränke mich nicht darauf, dafs die Druckflächen eben sind, sie können auch cylindrisch geformt sein, z. B. wenn sie bei Cylinder-Druckmaschinen oder zum Bedrucken von gewobenen Fabrikaten Verwendung finden sollen. P ate ν τ-An s ρ rüche:
1. Bei der Herstellung einer Druckfläche oder eines Druckstockes aus einer in bekannter Weise durch liniirte, punktirte oder andere Einfurchungen präparirten, aus nachgiebigem Metall oder anderem geeigneten Material bestehenden Platte vermittelst Eindrückens eines Photo-Reliefhäutchens in die wie besagt präparirte Fläche die Ausfüllung der durch die Liniirungen, Einfurchungen u. s. w. gebildeten Vertiefungen vermittelst eines pulverförmigen Stoffes, wie Cement, Kreide oder dergleichen oder vermittelst eines anderen geeigneten Materials wie Lack, Pech u. s. w., zu dem Zwecke, um die auf der präparirten Fläche vorhandenen Vorsprünge und Erhöhungen, welche durch die Liniirung oder Punktirung gebildet sind, bei dem Eindrücken des Photoreliefs in ihrer ursprünglichen Gestalt und Schärfe zu erhalten.
2. Die weitere Behandlung der so erzielten Fläche durch Abschleifen, Abschaben oder Zusammendrücken, so dafs die damit erhaltene Platte selbst oder von derselben galvanisch entnommene Vervielfältigungen ohne Weiteres zum Drucken verwendet werden können.
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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US4932581A (en) * 1987-08-17 1990-06-12 Robert Bosch Gmbh Method of and device for metering a solder material in a soldering device

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* Cited by examiner, † Cited by third party
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