DE276804C - - Google Patents
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- DE276804C DE276804C DENDAT276804D DE276804DA DE276804C DE 276804 C DE276804 C DE 276804C DE NDAT276804 D DENDAT276804 D DE NDAT276804D DE 276804D A DE276804D A DE 276804DA DE 276804 C DE276804 C DE 276804C
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Classifications
-
- D—TEXTILES; PAPER
- D06—TREATMENT OF TEXTILES OR THE LIKE; LAUNDERING; FLEXIBLE MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
- D06N—WALL, FLOOR, OR LIKE COVERING MATERIALS, e.g. LINOLEUM, OILCLOTH, ARTIFICIAL LEATHER, ROOFING FELT, CONSISTING OF A FIBROUS WEB COATED WITH A LAYER OF MACROMOLECULAR MATERIAL; FLEXIBLE SHEET MATERIAL NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
- D06N7/00—Flexible sheet materials not otherwise provided for, e.g. textile threads, filaments, yarns or tow, glued on macromolecular material
- D06N7/0005—Floor covering on textile basis comprising a fibrous substrate being coated with at least one layer of a polymer on the top surface
- D06N7/0028—Floor covering on textile basis comprising a fibrous substrate being coated with at least one layer of a polymer on the top surface characterised by colour effects, e.g. craquelé, reducing gloss
Landscapes
- Engineering & Computer Science (AREA)
- Textile Engineering (AREA)
- Treatment Of Fiber Materials (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- M 276804 KLASSE 8//, GRUPPE
GEORG HÖBER in DÜSSELDORF.
Verfahren zur Herstellung von gemustertem Linoleum.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 6. November 1912 ab.
Es wurde schon versucht, die Eigenschaften harter und weicher Linoleumsorten dadurch
zu vereinigen, daß auf eine lederartige harte Deckschicht ein weiches grobkörniges Linoleum
als Unterlage aufgewalzt wurde. Diese Art Linoleum wurde jedoch nur einfarbig hergestellt.
Vorliegende Erfindung betrifft nun ein Verfahren, mittels dessen es gelingt, die Eigenschäften
der harten Linoleumsorten und des Korklinoleums zu vereinigen, gleichzeitig aber
auch die vollendetsten Bildwirkungen zu erzielen. Das Verfahren besteht darin, daß
eine mit Durchbrechungen versehene Deckplatte aus Granit-, Inlaid-, gemasertem oder
anderem lederartigen Linoleum mit Kork- oder anders geartetem weichen Linoleum ausgegedeckt
und die Deckplatte selbst noch mit einer Schicht des letzteren hinterlegt wird.
Ein derartiges Linoleum kann in den aus härterer Masse bestehenden Teilen mit Hochglanz
versehen werden, während die ausgedeckten, aus Korklinoleum bestehenden Teile
vermöge ihres stumpfen Aussehens stoffartig wirken, so daß ein neues eigenartiges Erzeugnis
entsteht, dessen musternde Wirkung dadurch noch wesentlich erhöht werden kann, daß die Deckplatte und die Ausdeckschicht
eine verschiedene Färbung erhalten.
Die Herstellung eines solchen Linoleums kann auf folgende Weise geschehen: Es wird
zuerst eine Bahn aus hartem Linoleum ein- oder mehrfarbig ausgewalzt und dann in dieser
Bahn mit einer geeigneten Maschine die gewünschten Durchbrechungen mustergemäß hergestellt. Die Maschine kann nach Art
einer Jacquard- oder Schaftvorrichtung arbeiten, bei der also die einzelnen, zum Ausstanzen
der Durchbrechungen dienenden Stempel durch einen Jacquardzylinder oder eine Schaftkarte
so bewegt werden, daß sie die Löcher reihenweise in Übereinstimmung mit dem gewünschten
Muster ausstanzen. Die zu stanzende Bahn wird zweckmäßig vor und gegebenenfalls während der Stanzarbeit gekühlt,
um scharfe Schnittflächen zu erhalten. Die Durchbrechungen oder Löcher werden dann
mit einer aus Korklinoleum bestehenden körnigen Masse ausgedeckt. Das Ausdecken kann
mittels Pressen oder Walzen erfolgen. Bei dieser Vereinigung bildet sich gleichzeitig an
der Rückseite eine ebenfalls aus Korklinoleum bestehende Schicht. Vor der Vereinigung findet
vorteilhaft eine Erwärmung der gelochten Bahn statt, damit das Material genügend
bindefähig ist. Das auf diese Weise hergestellte Erzeugnis ist demnach weich und geschmeidig
und überträgt außerdem diese Eigenschaften auch zu einem Teil auf die gemusterte
Oberfläche. Es lassen sich also mit diesem Verfahren nicht nur Erzeugnisse herstellen,
die die Vorzügje der verschiedenen Linoleumsorten vereinigen, sondern es lassen sich auch
die Eigenschaften und Farben der einen oder anderen Sorte je nach Wunsch mehr oder
weniger hervorheben, wenn die Oberfläche, also das Muster, entweder mehr aus härterem oder
mehr aus weichem Material besteht. Man kann auch den umgekehrten Weg einschlagen
und eine Deckbahn aus weichem Linoleum mit Durchbrechungen versehen, die dann mit
einem harten Linoleum ausgedeckt und hinterlegt wird.
Während die Glätte des lederartigen Linoleums bei der Behandlung mit geeigneten
Mitteln ein besonders gefälliges Aussehen her-
vorbringt, aber mit dem Nachteil, daß die Flächen gegen die Fußspuren empfindsamer
sind und ihre Glätte das Ausgleiten begünstigt, heben die neben den glatten Partien
liegenden Korkstellen die Glätte des lederartigen Stoffes zum großen Teil wieder auf,
mindern also die Gefahr des Ausgleitens oder heben sie ganz auf. Im ganzen ist der Belag,
was die Weichheit, Schalldämpfung und
ίο schlechte Wärmeleitung anbetrifft, ebenso vorteilhaft
wie reines Korklinoleum.
Will man nach demselben Verfahren Beläge von großer Farbenzahl herstellen, so werden
die Durchbrechungen den Farben ent-
tg sprechend mit Schablonen abgedeckt und die ■verschiedenfarbigen Massen nacheinander aufgebracht.
Die Vorder- oder Rückseite der gestanzten Platte kann durch Bekleben abgedeckt werden. Die aufgeklebte Bahn wird
dann nach dem Pressen abgeschliffen.
Das vorliegende Verfahren läßt sich auch zur Herstellung von gemustertem Linoleum
mit Vorteil anwenden. Zur Erzeugung der Durchbrechungen dient eine Maschine, die mit
pfriemartigen, auf ihrer Länge mit verschiedenem Querschnitt ausgerüsteten Stechstempeln
versehen ist. Diese können feststehen, wenn man eine gleichartige Musterung erzielen
will, sie werden aber in verschiedene Höhen durch eine Jacquard- oder Schaft einrichtung
gehoben, wenn man sie aussetzen will, oder wenn man wünscht, daß die Querschnitte
dieser Stechstempel nach der hinterlassenen Spur verschieden wirken. Den Stechstempeln
gegenüber befindet sich keine Matrize, sondern der Tisch trägt nur ein aus Drahtgewebe ο. dgl. gewebtes Netz, oder eine
Uuterlage aus Filz, Kautschuk, Gelatine o. dgl., welche die durch die Maschine geführte Platte
hindert, den Stechstempeln auszuweichen.
Will man holzartige Maserungen erzielen, so nimmt man zweckdienlich Stechstempel,
deren Querschnitte von genügender Länge kommaförmige Spuren hinterlassen. Will man
+5 onyxartige Maserungen erzielen, so nimmt
man sternförmige Stempel, die nach der Spitze zu angeschärft sind und läßt damit die Platte
durchbohren. Zweckdienlich ist es besonders bei holz- oder stoffartigen Musterungen, wenn
der längliche Querschnitt der Stechstempel in der Bildwirkung nicht überall gleich ist und
wenn er der Walzenabwicklung nicht nur gleichläuft, sondern auch im Winkel und quer
dazu. Stechen nun die Stempel in durch vorherige Kühlung spröde gemachte Linoleum^
platten, so reißen sie die Ebene auf und die unregelmäßigen Umrisse des Durchstiches
bröckeln ab. Werden die Stechstempel auch noch durch eine Jacquard- und Schaft vorrichtung
bewegt, so lassen sich Bildwirkungen erzielen, die in der hinterlassenen Spur des einzelnen
Stempels die gewünschten Unregelmäßigkeiten zeigen, in der Anordnung des Gesamtbildes
aber durch gruppenförmige Bewegung der Stempel und nach der Richtung des Schnittes laufend ein regelmäßiges Bild zeigen,
so daß ζ. B. parkettartige Bilder zu erzeugen sind. Die vorbehandelte Grundplatte wird
alsdann nach geschehener Vorwärmung erneuter Pressung unter Hinzunahme einer anders gefärbten Masse ausgesetzt, diese Masse
preßt sich in die Durchstechöffnungen von unregelmäßigem Umriß und man erzielt eine
vollendete Holz- oder Stoffwirkung, wobei die einzelnen Farbteile bis auf den Grund des
Musters reichen.
Die Maschine kann so ausgerüstet sein, daß während ihres Ganges die Unterlagsplatte, die
vielfach größer ist als die zur Stecharbeit benutzte Tischfläche, vorgerückt werden kann,
so daß immer nach Bedarf ein neuer Teil der weichen Unterlagsplatte als Widerlager benutzt
wird. Um ein Erzeugnis herzustellen, dessen Grundplatte auf der Rückseite weder eine Papier- noch eine Gewebebahn trägt,
wird folgendermaßen verfahren. Zwischen zwei Kalanderwalzen wird eine geeignete Mischung
Rohmaterial zu einer Platte ausgezogen, ohne daß eine Gewebe- oder Papierbahn mit durch
die Walzen geführt wird. Die eine Walze wird nahezu gar nicht geheizt und infolgedessen
klebt die ausgewalzte Platte ziemlich fest an der Platte.
Diese Walze wird mit einem messerartigen, in spitzem Winkel anliegenden Schaber versehen,
welcher die Platte an einer geeigneten Stelle von der Walze löst. Unter der betreffenden
Walze läßt man alsdann ein Tuch laufen, auf welches die gelöste Platte fällt
und das mit gleicher Abwicklung sich vorwärts bewegende Tuch trägt die Platte aus
dem Bereich der Walzen und wickelt Platte nebst Mitläufertuch zu einer Rolle zusammen.
Claims (1)
- Patent-Anspruch :Verfahren zur Herstellung von gemustertem Linoleum, dadurch gekennzeichnet, daß auf eine durchbrochene Grundplatte aus Granit-, Inlaid- oder anderem leder- no artigen Linoleum, Kork- oder anders geartetes weiches Linoleum in Form körniger Deckmasse aufgebracht und mit ihr verbunden wird, derart, daß die Grundplatte mit dem Korklinoleum o. dgl. ausge- deckt und hinterlegt wird.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE276804C true DE276804C (de) |
Family
ID=532966
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT276804D Active DE276804C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE276804C (de) |
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