DE171111C - - Google Patents
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Classifications
-
- D—TEXTILES; PAPER
- D06—TREATMENT OF TEXTILES OR THE LIKE; LAUNDERING; FLEXIBLE MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
- D06N—WALL, FLOOR, OR LIKE COVERING MATERIALS, e.g. LINOLEUM, OILCLOTH, ARTIFICIAL LEATHER, ROOFING FELT, CONSISTING OF A FIBROUS WEB COATED WITH A LAYER OF MACROMOLECULAR MATERIAL; FLEXIBLE SHEET MATERIAL NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
- D06N7/00—Flexible sheet materials not otherwise provided for, e.g. textile threads, filaments, yarns or tow, glued on macromolecular material
- D06N7/0005—Floor covering on textile basis comprising a fibrous substrate being coated with at least one layer of a polymer on the top surface
- D06N7/0028—Floor covering on textile basis comprising a fibrous substrate being coated with at least one layer of a polymer on the top surface characterised by colour effects, e.g. craquelé, reducing gloss
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- Engineering & Computer Science (AREA)
- Textile Engineering (AREA)
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- Coloring Foods And Improving Nutritive Qualities (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
Es ist bekannt, Korkteppiche (Linoleum) von holzartig erscheinendem Gefüge und
Aussehen dadurch herzustellen, daß man die Deckmasse, ehe man sie auf das Gewebe
bringt und mit letzterem vereinigt, in schmale dünne Streifen auswalzt. Diese einzelnen
Streifen sind an sich nur einfarbig und die Musterung soll durch Mischen solcher an
sich einfarbiger Streifen von unter sich verschiedener Farbe erzielt werden.
Das neue Verfahren besteht darin, daß man aus einem bunten Gemisch von zwei
oder mehr Deckmassen verschiedener Färbung bestehende, nur lose zusammengefügte Deckmassekörper
auf die Walzvorrichtung aufgibt. Man verbindet die zwei oder mehr gekörnten Linoleum- o. dgl. Massen von
unter sich verschiedener Färbung durch leichte Pressung derart lose in einen Körper,
ao daß sich die einzelnen Massen von verschiedener Färbung noch nicht miteinander verwischen
oder verschmieren: Die Körper, zu welchen die verschieden gefärbten Linoleummassen
verbunden werden, können Würfel, Zylinder, Kugeln, Hexaeder oder von irgend
einer anderen Form sein. Gegenüber dem vorgenannten bekannten A^erfahren ist man
bei diesem neuen Verfahren der Mühe enthoben, für eine besondere längsweise Legung
der gewalzten Streifen auf dem Gewebe vor dem Durchgang , des Gutes durch die Preßvorrichtung,
welche die endgültige Vereinigung der Streifen mit dem Gewebe vollzieht, sorgen zu müssen, sondern die mischfarbigen
Deckmassekörper können in jeder beliebigen Lage zu der Walzvorrichtung gelangen und
durch dieselbe hindurchgehen. Man erreicht hier ohne weiteres Zutun eine äußerst natürliche,
ineinander übergehende, vorwiegend fleckige Musterung des Belags.
Auch nach dem bekannten Verfahren zur Herstellung durchgemusterten Linoleums,
nach welchem ein Gemisch mehrfarbiger Deckmassen so auf die Unterlage aufgetragen
wird, daß die einzelnen Bestandteile dieses Gemisches jeden Zusammenhanges entbehren,
können fleckige Musterungen nicht erzielt werden. Dieses Gemisch ergibt beim Auswalzen
mehr maserartige Streifen, nicht aber in sich selbst leicht abgetönte verstreut angeordnete
Flecken, da das Fehlen jeden Zusammenhanges zwischen den einzelnen verschieden gefärbten Deckmassekörperchen das
Ausziehen in die Länge und damit die Streifenbildung begünstigt.
Die Zeichnung veranschaulicht beispielsweise eine Vorrichtung zur Verbindung
zweier verschieden gefärbter gekörnter Linoleum- o. dgl. Massen in Würfel.
α ist eine in feststehenden und b eine in bewegbaren
Lagern gelagerte Walze, welche beide mit Ringlamellen versehen und heizbar sind.
Unterhalb der mit ihren Lamellen ineinander greifenden Walzen α und b (Fig. 3) befinden
sich zwei durch eine Scheidewand c getrennte Messer bezw. Abstreicher d (Fig. 1),
welche den Lamellen entsprechend ausgearbeitet und genau eingepaßt sind (Fig. 4)
und den Zweck haben, die Masse von den Walzen a, b abzustreifen und senkrecht herunterzuführen.
Das den Walzen a, b von oben zugeführte Deckmassegemisch wird von diesen zu Deckmassestreifen umgewandelt,
welche von einer aus acht Messern bestehenden und drehbar angeordneten Messerwalze e
auf gleich lange würfelförmige Stücke zerschnitten werden. Letztere fallen auf eine
ίο Schüttelrinne f und von dieser auf ein bewegliches oder auch feststehendes, zweckmäßig
geneigtes Sieb g, welches aus drei Abteilungen g1, g1, g3 besteht, von denen
gl und g2 feiner sind und gs dagegen so
weitmaschig ist, daß es die darüber entlang gleitenden Deckmassewürfel durchläßt. Die
Siebabteilungen gl und g2 haben den Zweck,
die von den Deckmassewürfeln bei dem Abschneiden derselben durch die schnell umso
laufende Messerwalze e fortgesetzt abfallenden kleinen Deckmasseteilchen abzusieben, so daß
die Deckmassewürfel frei von Abfallteilchen auf die Kalanderwalzen gelangen; denn die
Abfallteilchen würden auf die beabsichtigte Musterung des Preßgutes von unvorteilhaftem
Einfluß sein. Die von den Abfallteilchen befreiten Deckmassewürfel fallen also durch
die Siebabteilung g% ab, werden etwa in
untergestellte Körbe aufgefangen und dann unmittelbar auf die nebeneinander angeordneten
Preßwalzen aufgegeben, während die durch die Siebabteilungen gl und g'2 abgesiebten
Abfallteilchen gesondert in etwa unter deren Trichter gestellten Körben o. dgl. aufgefangen
werden. Das Sieb g wird beweglich bezw. schüttelnd angeordnet, wenn die Linoleummasse klebrig ist, da sie sich sonst
auf dem Siebe nicht gut fortbewegen würde. Wird dagegen weniger klebrige Masse verarbeitet,
so kann das Sieb g auch feststehend sein.
Um mit der Vorrichtung ein Verarbeiten mehrerer Farben gleichzeitig ausführen zu
können, sind der Einwurfkasten i, die Messer d d, die Messerwalze e, die Schüttelrinne/
und das Sieb g in der Länge durch eine Scheidewand (h in" Fig. 2, k in Fig. 4) in
zwei Abteilungen geteilt, die ein Vermischen der verschiedenen Farben ausschließen. Man
stellt z. B. mit dieser Vorrichtung Deckmassewürfel aus einer hellblau und einer dunkelblau
gefärbten Deckmasse her und mit einer zweiten gleichartigen Vorrichtung Deckmassewürfel
aus einer hellgrün und einer dunkelgrün gefärbten Deckmasse. Gibt man diese zweierlei je zweifarbigen Deckmassewürfel
dann auf die Preßwalzen auf, so erhält man einen vierfarbigen durchgemusterten Linoleumbelag
mit fleckig gestreifter Musterung. Man kann aber nach Belieben, d. h. je nach der
beabsichtigten besonderen Musterung auch nur eine Sorte zwei- oder mehrfarbige Deckmassekörper
oder aber drei und mehr Sorten zwei- oder mehrfarbiger Deckmassekörper verwenden.
Die mischfarbigen Deckmassekörper können nach Belieben entweder allein oder gleich
mit dem Unterlagegewebe durch das Walzwerk hindurchgeführt werden, je nachdem man einen ohne oder aber einen mit Unterlagegewebe
versehenen Belag herstellen will.
Claims (2)
1. Verfahren zur Herstellung von durchgehend gemustertem Linoleum o. dgl.,
dadurch gekennzeichnet, daß zwecks Erzielung einer fleckig gestreiften Musterung
zwei oder mehr gekörnte Linoleumdeckmassen o. dgl. von ■ unter sich verschiedener
Färbung zu mehrfarbigen Körpern derart lose verbunden werden, daß sich
die einzelnen Massen von verschiedener Färbung noch nicht miteinander verwischen
oder verschmieren, worauf die so vorgebildeten Deckmassekörper zum
Belag ausgewalzt werden.
2. Vorrichtung zur Ausübung des Verfahrens nach Anspruch 1, dadurch
gekennzeichnet, daß zur Bildung der 9" mehrfarbigen Deckmassekörper das Gemisch
aus den einzelnen unter sich verschieden gefärbten Deckmassekörpern von zwei mit ineinander greifenden Ringlamellen
versehenen Walzen (a, b) zu Streifen vereinigt wird, die von Abstreifern
(d) in den Bereich einer Messerwalze (e) gebracht, von dieser in gleich
große Stücke zerschnitten werden, die vermittels einer Schüttelrinne (f) auf ein 1°°
Sieb (g) mit Maschen verschiedener Weite (gx, g·2, g3) geworfen werden.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE222052T |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE171111C true DE171111C (de) |
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Family Applications (2)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
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Family Applications After (1)
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|---|---|---|---|
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Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1015218B (de) * | 1953-10-03 | 1957-09-05 | Wacker Chemie Gmbh | Verfahren zur Herstellung von Belaegen |
Families Citing this family (1)
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| DE19918890A1 (de) | 1999-04-26 | 2000-11-02 | Boehme Chem Fab Kg | Wäßrige Zusammensetzung zur Ausrüstung von Fasermaterial für ein Thermotransferdruckverfahren |
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Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
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