DE69905263T2 - Verfahren zur dekorativen behandlung von oberflächen - Google Patents
Verfahren zur dekorativen behandlung von oberflächenInfo
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- B05C17/02—Rollers ; Hand tools comprising coating rollers or coating endless belts
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Description
- Die Bildung von Schein- oder Imitat-Finish (faux finish) und anderen dekorativen Oberflächenbehandlungen an Gegenständen und Oberflächen wurde in der Vergangenheit durch verschiedene Verfahren realisiert. Diese Verfahren sind sehr zeitaufwendig und aufgrund der Notwendigkeit, zahlreiche Verfahrensschritte zum Erreichen des gewünschten ästhetischen Effekts auszuführen, mühsam. Folglich können die Kosten für diese Oberflächenbehandlungen unverhältnismäßig hoch sein, oder ein übermäßig hohes zeitliches Engagement ist dem Maler zuzumuten.
- Beispiele für derartige Oberflächenbehandlungen umfassen Marmorimitat-Finish, welcher eine Oberfläche wie Marmor erscheinen läßt, und Texturimitat-Finish, welcher der Oberfläche eine Tiefenwirkung oder ein Texturaussehen verleiht. Diese beiden Imitat-Finishe sind ästhetisch wünschenswert, allerdings hinsichtlich deren Herstellung mittels der bekannten Verfahren teuer und zeitaufwendig. Bei Marmorimitat-Verfahren werden üblicherweise mehrere Farbschichten mit Hilfe eines gefärbten Schwammes auf die Oberfläche oder auf einen Gegenstand aufgebracht, wobei üblicherweise eine Trocknungszeit zwischen dem Aufbringen aufeinanderfolgender Schichten notwendig ist. Nachdem der Schwammanstrich abgeschlossen ist, werden linienartige Zufallsmuster üblicherweise durch Federmaltechniken erzeugt, um einen "aderigen" Anschein hervorzurufen, der marmortypisch ist. Bei Texturimitat- Verfahren werden normalerweise mehrere Farbschichten oder eine andere Beschichtung auf die Oberfläche oder auf den Gegenstand aufgetragen, wobei verschiedene bekannte Techniken herangezogen werden, bei denen gewöhnlich eine Trocknungszeit zwischen aufeinanderfolgenden Schichten erforderlich ist. Bei einem Texturimitat-Finish, das beispielsweise einen Eindruck von sich teilweise bedeckenden Blättern vermitteln soll, sind zahlreiche Blattbilderschichten aufzubringen sowie überlagerte Bereiche und andere raffinierte Effekte zu erzeugen.
- Bei anderen dekorativen Anstrich- oder Beschichtungsoberflächenbehandlungen wird schabloniert, geprägt, texturisiert, mit einem Schwamm gewischt, gewalzt, gesprenkelt, oder es werden diese Behandlungsarten miteinander kombiniert. All diese Techniken sind äußerst zeitaufwendig, bedürfen Übung und/oder teurer professioneller Unterstützung.
- Bei anderen Verfahren zum Realisieren von dekorativen Oberflächenbehandlungen wird eine dekorative Tapete aufgebracht. Jedoch ist die Verwendung von Tapeten insofern problematisch, als sie teuer sind, hinsichtlich des Anbringens zeitaufwendig sind, eine kurze Lebensdauer aufweisen und es ihnen an einem zufälligen, echten Finish fehlt.
- Die US-A-5 713 095 offenbart ein Anstrichgerät, das ein Griffstück und zwei Walzen mit Abdeckungen umfasst, die mehrere einzelne erhabene Muster aufweisen, aus einem Schaum gebildet und derart bemessen, geformt und positioniert sind, daß sie den Walzenmantel im wesentlichen umgeben, wobei jedes Muster deutlich definierte Ränder längst seines Umfangs und eine Außenfläche aufweist, wobei die Muster peripher in einem Abstand voneinander angeordnet sind. Die Schaummuster werden mit einem Beschichtungsmaterial eingefärbt, das anschließend auf eine Oberfläche bei Durchführung einer sich überlappenden, im wesentlichen bogenförmigen Bewegung (s. Fig. 6) aufgetragen wird. Das Aussehen des sich daraus ergebenden dekorativen Finish kann als Schaumanstrich- oder Walzen-Look oder durch andere ähnliche Gestaltungsarten umschrieben werden. Dieses Dokument betrifft Doppelwalzen zur Erzeugung des beschriebenen Aussehens.
- Die Erfindung behebt diese Nachteile, indem ein Verfahren gemäß Anspruch 1 zur dekorativen Behandlung einer Fläche eine Tiefenillusion an der Fläche erzeugt, wobei eine einfache, manuell bedienbare Farbauftragswalze verwendet wird, die eine zum Ausführen einer unabhängigen Drehung angebrachte Walze aufweist. Die Walze hat zumindest ein erhabenes Schaummuster. Die Erfindung vereinfacht das Verfahren zum Erzeugen dekorativer Behandlungen, welche eine Tiefenillusion an der Oberfläche erzeugen, wobei weniger Verfahrensschritte erforderlich sind. Bei diesen Verfahrensschritten wird die Auftragswalze mit Farbe, vorzugsweise allerdings mehr als einer Farbe, angereichert, und anschließend wird die Farbe auf die zu beschichtenden Oberflächen aufgetragen, indem mit der Auftragswalze eine diskrete, aber überlappende Bewegung ausgeführt wird. Dieses Verfahren spart erheblich Zeit ein und verringert den Aufwand bekannter Verfahren, wodurch Kosten reduziert und Gren zen, an welche die bekannten Verfahren zum Erstellen derartiger Finishe stoßen würden, überwunden sowie der Arbeits- und Zeitaufwand für Reinigungsarbeiten reduziert werden.
- Die Akte zu diesem Patent enthält zumindest eine in Farbe abgebildete Zeichnung. Kopien dieses Patents mit farbigen Zeichnungen werden von dem Patent- und Markenamt auf Anfrage und Zahlung einer notwendigen Gebühr bereitgestellt.
- Fig. 1 ist eine perspektivische Ansicht einer Farbauftragswalze, die bei der Realisierung der Erfindung herangezogen werden kann.
- Fig. 2 ist eine Draufsicht eines erhabenen Schaummusters des Walzenmantels nach Fig. 1, als wenn der Walzenmantel in einer Ebene ausgebreitet wäre.
- Fig. 3 ist eine perspektivische Ansicht eines anderen Walzenmantels, der zusammen mit der in Fig. 1 gezeigten Farbauftragswalze verwendet werden kann und ein Schaummuster mit mehreren Diamantformen aufweist.
- Fig. 4 ist eine Draufsicht des erhabenen Schaummusters des Walzenmantels gemäß Fig. 3, als wäre der Walzenmantel in einer Ebene ausgebreitet.
- Fig. 5 ist eine Draufsicht einer vertikalen Fläche, wie einer Wand, wobei die Auftragetechnik der Erfindung demonstriert wird.
- Fig. 6 ist eine fotografische Draufsicht einer Oberfläche, an welcher eine erfindungsgemäße dekorative Oberflächenbehandlung durchgerührt wurde, wobei die erhabenen Schaummuster des in Fig. 2 gezeigten Typs verwendet wurden.
- Fig. 7 ist eine fotografische Draufsicht einer Oberfläche, an welcher eine erfindungsgemäße dekorative Oberflächenbehandlung durchgeführt wurde, wobei das erhabene Schaummuster des in Fig. 3 gezeigten Typs verwendet wurde.
- Fig. 8 ist eine Darstellung eines natürlichen Schaummusterdesigns mit Ahornblättern.
- Fig. 9 ist eine Darstellung eines anderen natürlichen Schaummusterdesigns in Form von Efeu.
- Fig. 10 ist eine Darstellung eines anderen natürlichen Schaummusterdesigns in Form von verbundenen Zweigen.
- Fig. 11 ist eine Darstellung eines anderen natürlichen Schaummusterdesigns in Form von getrennten Zweigen.
- Fig. 12 ist eine Darstellung eines noch weiteren natürlichen Schaummusterdesigns in Form von Steinen.
- Fig. 13 ist eine Darstellung eines geometrischen Schaummusterdesigns in Form von Sternen.
- Fig. 14 ist eine Darstellung eines abstrakten Schaummusterdesigns mit mehreren kleinen mosaikähnlichen Formen.
- Fig. 15 ist eine Darstellung eines weiteren abstrakten Schaummusterdesigns mit mehreren größeren mosaikähnlichen Formen.
- Unter Bezugnahme auf die beiliegenden Figuren soll klar sein, daß in allen Figuren ähnliche Bauteile mit ähnlichen Bezugszeichen versehen sind. Fig. 1 zeigt eine Farbauftragswalze (100), die erfindungsgemäß verwendet werden kann, um eine dekorative Oberflächenbehandlung an einer Fläche zu erzeugen. Die hier verwendete dekorative Oberflächenbehandlung soll der Oberfläche illusorische Eigenheiten übertragen, die der Oberfläche nicht eigen sind, insbesondere, allerdings nicht darauf beschränkt, eine Tiefenwirkung verleihen. Die Farbauftragswalze 100 umfasst einen Walzenhandgriff 110 und einen Walzenmechanismus 116, der zur Ausrührung einer unabhängigen Drehung montiert ist. Der Walzenhandgriff 110 umfasst einen Griff 114 und einen L-förmigen Schaft 112, an welchen der Walzenmechanismus 116 angebracht ist.
- Ein Walzenmantel 120 ist an dem Walzenmechanismus 116 zur Fertigstellung der Farbauftragswalze 100 angebracht. Der Walzenmantel 120 umfasst einen Kern 122 und eine Schaumschicht 124 und ist vorzugsweise demontierbar und austauschbar, um die Auftragswalze 100 vielseitig zu machen und das Reinigen zu erleichtern.
- Der Kern 122 kann aus zahlreichen Materialien gebildet sein, einschließlich allerdings nicht darauf beschränkt aus Papier, Pappe, Phenol oder Kunststoff, wie PVC. Der Kern 122 kann als Einwegartikel ausgeführt sein oder wiederverwendet werden. Allerdings kann er vorzugsweise oft genug verwendet und gewaschen werden, um zumindest eine dekorative Oberflächenbehandlung eines ganzen Raums normaler Größe abschließen zu können. Der Kern 122 kann zum Entsprechen von bestimmten Auftragsvoraussetzungen sowohl der Länge und dem Durchmesser nach bemessen sein, jedoch kann das Bedienen einer einfachen Verwendbarkeit praktische Grenzen für die Abmessung darstellen. Wenn beispielsweise der Kern 122 zu groß ist, kann das Gewicht der Auftragswalze im eingefärbten Zustand eine Ermüdung des Benutzers hervorrufen und die Bedienung der Auftragswalze für den Benutzer erschweren. Wenn andererseits der Kern 122 zu klein ist, wird die Größe des abgedeckten Flächenbereichs eingeschränkt, wodurch mehr Zeit und Arbeit notwendig sind, um eine dekorative Oberflächenbehandlung an der gesamten Fläche auszuführen. Vorzugsweise ist der Kern 122 vier bis sieben Zoll lang und weist einen Durchmesser von 3,8 bis 4,4 Zentimeter (1,5 bis 1,75 Zoll) auf. Der Kern 122 kann abhängig von der Stärke des gewählten Materials unterschiedlich dick sein. Vorzugsweise liegt die Dicke den industriellen Standards folgend in dem Bereich von 0,16 bis 0,32 Zentimeter (1/16 bis 1/8 Zoll).
- Die Schaumschicht 124 ist vorzugsweise durch einen Schaum mit besonderen Qualitäten gebildet, die einen genauen Musterübertrag von dem Walzenmantel auf die Oberfläche zuläßt. Vorzugsweise ist der Schaum offenzellig, um eine gewünschte Menge an Farbe oder einer anderen Beschichtung aufnehmen zu können, flexibel, um um den Walzenmantelkern 122 gebracht zu werden, und dazu fähig, klare, wohl definierte Bilder von der Schaumschicht 124 auf eine Fläche übertragen zu können. Vorzugsweise ist ein flexibler Urethanschaum mit einer Dichte in dem Bereich von 4,5 bis 5,5 Pfund pro Kubikfuß vorgesehen. Ein Beispiel für einen geeigneten Schaum ist ein Carpenter-Schaum # O50XY, der von Carpenter Co., 195 County Road 15 South, P. O. Box 2386, Elkhart, Indiana 46518 hergestellt wird. Die Dicke der Schaumschicht 124 kann abhängig von der gewünschten dekorativen Oberflächenbehandlung variieren, liegt allerdings vorzugsweise in dem Bereich zwischen ca. 0,25 und ca. 0,5 Zoll.
- Obwohl eine Standardfarbauftragswalze 100 des L-förmigen Schaftstyps dargestellt ist, ist die Erfindung nicht auf diese spezielle Farbauftragswalzenausführung beschränkt. Irgendeine andere Farbauftragwalze, die jetzt bekannt ist oder später entworfen wird und eine unabhängige Drehbewegung für zumindest einen Walzenmantel bereitstellt, ist auch für den erfindungsgemäßen Einsatz geeignet.
- Die Schaumschicht 124 des Walzenmantels 120 kann zu einem Schaummuster gebildet werden, um unterschiedliche dekorative Oberflächenbehandlungen zu erzeugen. Mehrere spezielle Schaummuster werden im folgenden beschrieben, die unterschiedliche Musterarten darstellen. Das Verfahren zum Erzeugen einer dekorativen Oberflächenbehandlung mittels dieser Schaummuster und der Farbauftragswalze 100 wird anschließend erörtert, und die dekorative Behandlungen, die sich aus den speziellen Schaummustern ergeben, werden beschrieben.
- Fig. 1 und 2 zeigen eine Ausrührung eines Walzenmantels 120 mit einem Kern 122 und einer Schaumschicht 124, die mit mehreren Schaummustem 130 ausgebildet ist.
- Die mehreren Schaummuster 130 sind jeweils vorzugsweise zum Darstellen eines Espenblatts mit einer einheitlichen, natürlichaussehenden Umgrenzung geformt. Die Schaumschicht 124 ist glatt um den Kern 122 gehüllt und an dem Kern 122 befestigt, so daß der Kern 122 im wesentlichen von der Schaumschicht 124 bedeckt ist. Die Schaumschicht 124 ist derart um den Kern 122 positioniert, daß Seitenbereiche 138 des Kerns 122 schaumfrei bleiben. Die schaumfreien Seitenbereiche 128 erleichtem das Verpacken und Lagern sowie helfen dabei, Abnutzung und Verschleiserscheinungen an den freiliegenden Rändern der Schaumschicht 124 zu vermindern. Die Espenblattgestalt der Muster 130 und die Ausrichtung der Muster 130 auf dem Kern 122 bewirken, daß sich die Schaummuster 130 im wesentlichen nicht gegenseitig berühren, wenn die Schaumschicht 124 um den Kern 122 aufgebracht wird. Diese berührungslose Anordnung ermöglicht es dem Schaummuster 130, sich um den Kern 124 zu erstrecken, ohne daß sich die Schaumschicht 124 unter Ausbildung einer Schaummaterialdoppelschicht selbst überlappt. Aufgrund dieser Anordnung des Musters 130 bilden sich am Umfang 133 der Schaummuster 130 zahlreiche ungleichmäßige Spalten, die stellvertretend bei 134 angedeutet sind und jeweils teilweise den Kern 122 umgeben. Zudem ist jedes Schaummuster 130 mit Schlitzen in dem Schaum versehen, wodurch sich Ränder 136 ergeben, welche Blattadern darstellen. Die Innenränder 136 bilden Innenspalten 138, die frei von Farbe bleiben, wenn der Walzenmantel 120 eingefärbt wird.
- Der ungleichmäßige Spalt 134 kann hinsichtlich der Breite abhängig von der Ausrührung, der Abmessung und dem Ort des Musters 130 am Kern 122 variieren. Falls jedoch der Spalt 134 zu klein ist, sind die Ränder des Schaummusters 132 an dem Spalt 134 weniger wirksam, um die gewünschten, dekorativen Oberflächenbehandlungsergebnisse zu erreichen. Falls die Lücke 134 zu groß ist, kann sich übermäßig viel Farbe oder eine übermäßige große Menge einer anderen Beschichtung in dem Spalt 134 sammeln, was zu einer Klumpenbildung, Tröpchenbildung oder zum einem Wegschleudern der Farbe von den Walzenmantel führen kann. Der Spalt 134 ist vorzugsweise nicht parallel zu der Achse 123 des Walzenmantels 120 ausgebildet; jedoch verläuft sie vorzugsweise eine bestimmte Strecke weit im wesentlichen längs ei nes Spiralweges um den Kern 122. Die Spalten 134 sind im wesentlichen parallel längs der Achse 123 des Walzenmantels 120 ausgebildet und zeigen eine starke Neigung, Farbe zu sammeln und sie von der Walze wegzuschleudern.
- Die Fig. 3 und 4 zeigen eine weitere Ausführung eines Walzenmantels 140, der an einer Farbauftragwalze 100 zu verwenden ist, wie in Fig. 1 gezeigt ist. Der Walzenmantel 140 hat einen Kern 142 und eine Schaumschicht 144, die mit mehreren geometrisch geformten Mustern ausgebildet ist, welche große Diamantmuster 150 und kleine Diamantmuster 154 umfassen. Auf die gleiche Weise, wie oben beschrieben ist, umhüllt die Schaumschicht 144 vorzugsweise anliegend den Kern 142 und ist mit dem Kern 142 derart verbunden, daß er im wesentlichen von der Schaumschicht 144 bedeckt ist. Seitenbereiche sind ebenfalls, wie bei der obigen Ausführung, vorgesehen. Bei dieser Schaumschicht 144 sind die großen Diamantschaummuster 150 in zwei Reihen und zwei Spalten ausgerichtet und voneinander in einem Abstand unter Bildung von Spalten 153 zwischen benachbarten Ecken 151 der Diamantmuster 150 angeordnet. Die Ausrichtung der großen Diamantmuster 150 läßt im wesentlichen diamantförmige Lücken 155 zwischen den großen Diamantmustern 150 entstehen. Die kleinen Diamantmuster 154 sind in der Mitte dieser Lücken 155 positioniert, die relativ gleichmäßige Spalten 158 zwischen den kleinen Diamantmustem 154 und den großen Diamantmustem 150 bilden. Die Anordunung der Schaummuster 150, 154 bewirken, daß sich die Schaummuster 150, 154 nicht berühren, wenn das Schaummuster 154 um den Kern 152 herum gewickelt ist. Aus der Positionierung der Schaummuster 150, 154 folgt, daß die Spalten 153, 158, die zwischen den Schaummustem 150,154 ausgebildet sind, im Zickzack um den Kern 142 verlaufen, wodurch die Spalten 153,158 daran gehindert werden, den weniger wünschenswerten Weg parallel zu der Achse 153 des Walzenmantels 140 zu folgen.
- Diese erste oben beschriebene Ausführung mit einem espenblattförmigen Schaummuster 130 steht als repräsentatives Beispiel für viele natürliche Designbilder, die für Walzenmantelschaummuster in Betracht kommen. Die Fig. 8 bis 12 zeigen andere natürlichen Designbeispiele, die ein Ahornblattmuster 190, ein Efeumuster 192, ein Muster 194 mit verbundenen Zweigen, ein Muster 196 mit getrennten Zweigen beziehungsweise ein Steinmuster 198 einschließen. Die zweite oben beschriebene Ausführung mit mehreren diamantförmigen Mustern 150, 154 stellt ein repräsentatives Beispiel für viele geometrische Designausführungen dar, welche für die Walzenmantelschaummuster möglich sind. Fig. 13 zeigt eine weitere solche Designausführung, nämlich ein sternförmiges Muster 100. Zudem können abstrakte Designausführungen für die erfindungsgemäßen Walzenmantelschaummuster benutzt werden. Die Fig. 14 bis 15 zeigen zwei solche Designausführungen, nämlich eine Designausführung 202 mit mehreren kleinen ähnlichen Mosaikteilen beziehungsweise eine Designausführung 204 mit mehreren großen ähnlichen Mosaikteilen.
- Die Bildung einer dekorativen Flächenbehandlung auf einer gewünschten Fläche gemäß der Erfindung erfordert den Auftrag einer Schicht, insbesondere nicht darauf beschränkt einer Farbe (im folgenden als Farbe subsummiert), auf die gewünschte Fläche mit Hilfe einer Farbauftragswalze 100, wie sie in Fig. 1 dargestellt ist, welche einen gewünschten Walzenmantel 120 umfasst. Der Walzenmantel 120 der Farbauftragswalze 100 erleichtert den sanften Auftrag mindestens einer Farbe auf die gewünschte Fläche. Die gewählte Farbe muß zumindest eine unterschiedliche visuelle Wahrnehmbarkeit gegenüber der visuellen Wahmehmbarkeit des Finish der zu dekorierenden Oberfläche aufweisen. Diese Eigenschaften können durch einen Farbton, durch Intensität, Sättigung, Lumineszenz, Schattierung, Farbgrundton, Glanz, Perlglanz oder aridere visuell wahrnehmbare Phänomene erreicht werden. Obwohl die dekorative Oberflächenbehandlung mit Hilfe des Auftrags einer Farbe auf eine Fläche durchgerührt werden kann, werden vorzugsweise wenigstens zwei Farben mit unterschiedlichen visuellen Wahrnehmbarkeiten mit Hilfe der Farbauftragswalze 100 gleichzeitig aufgetragen. Mehrere Farben können mit einem einzigen Walzenmantel mittels zahlreicher Techniken aufgetragen werden, bei denen eine zusätzliche Farbe oder zusätzliche Farben in einen Behälter einer Anfangsfarbe gesprüht wird, der Walzenmantel mit einer Farbe aus einem Behälter und anschließend mit einer anderen Farbe aus einem anderen Behälter eingefärbt wird oder verschiedene Farben in einem einzigen Behälter nebeneinander plaziert werden und der Walzenmantel mit beiden Farben gleichzeitig eingefärbt wird.
- Der erste Verfahrensschritt zum Erzeugen der dekorativen Flächenbehandlung an der gewünschten Oberfläche besteht darin, den Walzenmantel 120 an einer Farbauftragswalze 100 mit der Farbe oder den Farben zu versehen. Dieser Verfahrensschritt kann als Einfärbung des Walzenmantels bezeichnet werden. Ein Standardfarbbehälter, ein Farbbehälter mit mehreren Fächern, separate Farbbehälter oder andere geeignete bekannte Einrichtungen können herangezogen werden, um diesen Verfahrensschritt auszuführen. Die Schaumschichten 124 des Walzenmantels 120 absorbieren eine gewisse Menge der Farbe, was ein ausschließendes Aufbringen der Farbe auf die gewünschte Fläche ermöglicht. Überschüssige Farbe sollte von dem Walzenmantel 120 abgewalzt werden, und Farbe, die sich in der Lücke 134 sammelt, wird vorzugsweise entfernt.
- Der zweite Verfahrensschritt besteht darin, die Farbe an dem Walzenmantel 120 auf die gewünschte Fläche aufzutragen. Dieser Auftrag wird durch Kontakt der Schaumschicht 124 des Walzenmantels 120 der Farbauftragswalze 100 mit der gewünschten Oberfläche erreicht, wie die in Fig. 5 gezeigte zu beschichtende Oberfläche 160. Die Farbe an der Außenseite 126 der Schaumschicht 124 wird von dem Schaummuster 130 auf die Fläche 160 berührend übertragen, wodurch Farbbilder 161 in der Form des Schaummusters 130 entstehen. Die in der Schaumschicht 124 absorbierte Farbe wird auf die Oberfläche übertragen, wenn Druck zwischen dem Walzenmantel 120 und der Oberfläche 160 aufgebaut wird.
- Die Farbauftragswalze 100 wird anschließend im wesentlichen in diskreten Bewegungen über die Fläche 160 bewegt. Um diese diskreten Bewegungen ausführen zu können, wird der Walzenmantel 120 an der Farbauftragswalze 100 an der Fläche 160 angesetzt und im wesentlichen geradlinig längs einer gewünschten Strecke abgerollt. Der Walzenmantel 120 wird anschließend von der Fläche 160 abgesetzt und wieder an die Fläche 160 angesetzt, und zwar an einer anderen Stelle oder an der gleichen Stelle mit einer unterschiedlichen Ausrichtung oder an einer anderen Stelle mit einer unterschiedlichen Ausrichtung. Wie in Fig. 5 gezeigt ist, erzeugt der Walzenmantel 120 Farbbänder 162, 164 (mit gestrichelten Linien dargestellt), wenn der Walzenmantel 120 entlang der Fläche 160 bewegt wird. Es soll klar sein, daß unter dem hier verwendeten Begriff "Farbbänder" der Bereich verstanden werden soll, der ein Segment oder einen Abschnitt von sich wiederholenden Musterbildern 161 umfaßt und einen nicht vollständig ausgefüllten Bereich, wie einen Farbstreifen, der in Fig. 5 ersichtlich ist. Obwohl alle Farbbänder 162, 164 Musterbilder 166 enthalten, sind nur wenige repräsentative Musterbilder 161 gezeigt. Die Farbbänder 162, 164 können hinsichtlich ihrer Länge abhängig von der dekorativen Oberflächenbehandlung variieren, die von dem Benutzer gewünscht wird.
- Wenn der Walzenmantel 120 über die Fläche 160 bewegt wird, überlappen sich die von dem Walzenmantel 120 erzeugten Farbbänder 162, 164 in einem bestimmten Maß, was bei 166 dargestellt ist. Obgleich es eine Überlappung gibt, wird die auf die Oberfläche 160 in dem überlappenden Bereich 166 aufgetragene Farbe nicht vermischt, vielmehr werden klare Musterbilder 161 erzeugt, die übereinander liegen, weil der Walzenmantel 120 über einem Be reich der Oberfläche 160 nicht mehrmals vor und zurück bewegt wird. Die Farbbänder 162, 164 können so oft wie gewünscht überlappend aufgebracht werden, allerdings ist die maximale Anzahl von Überlappungsaufträgen auf nur wenige beschränkt, um ein Verwischen oder Zusammenlaufen der Musterbilder 161 zu vermeiden. Die diskreten Bewegungen, die einige überlappende Musterbilder 161 erzeugen, werden quer über den Abschnitt der Oberfläche 160 wiederholt, auf welchem eine dekorative Oberflächenbehandlung gewünscht wird. Der Walzenmantel 120 wird erfordernlicherfalls erneut mit Farbe getränkt. Die Oberfläche 160 kann vollständig von der dekorativen Oberflächenbehandlung bedeckt sein, oder nur ein Abschnitt oder Abschnitte der Oberflächen 160 können behandelt werden.
- Wenn der Walzenmantel 120 eingefärbt und über der Fläche 160 entlang bewegt wird, wird die Farbe von der Oberfläche der Schaumschicht 124 auf die zu beschichtende Fläche 160 übertragen. Die übertragende Farbe erzeugt Farbbilder 161 in der Form, Größe und in dem Design des Schaummusters 130 an dem Walzenmantel 120. Diese übertragenden Musterbilder 161 können im ganzen derart abgebildet sein, daß die Ränder jedes Bildes im wesentlichen lückenlos und ununterbrochen sind, wobei das gesamt Schaummusterdesign an die Oberfläche weitergegeben wird, oder sie können teilweise abhängig von dem Umfang des Schaummusters 130, mit dem das Schaummuster die Oberfläche 160 während des Walzenauftrags berührt, und von der Menge der Farbe abgebildet werden, die sich im oder am Schaum befindet. Die Bilder 160 können im wesentlichen opak, teilweise opak oder im wesentlichen lichtdurchlässig oder transparent sein, wobei das porösartige Schaummuster 130 eine Sicht durch das Musterbild auf die Hintergrundfläche zuläßt. Die Art des fertigen Bildes 161 hängt von zahlreichen Faktoren ab, einschließlich der von der Farbwalze 120 aufgenommene Farbmenge, dem Druck, mit welchem die Rollenwalze 120 gegen die Oberfläche 160 gedrückt wird, und der Geschwindigkeit, mit welcher der Walzenmantel 120 entlang der Oberfläche 160 bewegt wird. Der Druck, mit welchem der Walzenmantel 120 gegen die Oberfläche 160 drückt, kann während eines einzigen, separaten Auftrags variieren, wodurch Musterbilder 161 erzeugt werden, die von opaker bis, falls gewünscht, durchsichtiger Erscheinung reichen können. Obwohl die Farbmusterbilder 161 kontrolliert und geplant aufgetragen werden können, ist ein eher zufälliger Bilderauftrag 161 mit diskreten Bewegungen bevorzugt, um eine überzeugende Tiefenillusion an der Oberfläche zu erzeugen. Die Endfarbmusterbilder 161 sind aufgrund der festen Anordnung der Schaummuster 130 an dem Walzenmantel 120 lediglich teilweise zufällig.
- Fig. 6 und 7 zeigen das fertige Erscheinungsbild behandelter Oberflächen, nachdem eine Farbauftragswalze 100 verwendet wurde, die einen Walzenmantel 120 mit erhabenen Schaummustem 130, 150, 154 aufwies, wie es in den Fig. 2 und 4 dargestellt ist. Die Musterbilder 172, 182 aus übertragener Farbe sind jeweils mit überlappenden Bildbereichen 174, 184 auf den Oberflächen 170 beziehungsweise 180 gezeigt.
- Die Unterschiede der visuellen Wahmehmbarkeiten zwischen der Farbe auf dem Walzenmantel 120 und dem Finish der Hintergrundfläche 170, 180 machen die Musterbilder 172, 182, die von den Schaummustern gebildet werden, gegenüber der Hintergrundfläche 170, 180 sichtbar. Je größer der wahrnehmbare Unterschied zwischen den beiden Farben ist, desto deutlicher heben sich die Musterbilder 172, 182 gegenüber den Hintergrundflächen 170, 180 ab. Die Verwendung von mehr als einer Farbe auf dem Walzenmantel 120 stellt einen zusätzlichen visuellen Effekt der Musterbilder 172, 182 bereit, welcher Effekt dem Muster eine zusätzliche gestalterische Aussage, einen dreidimensionalen Charakter verleiht und der dekorativen Oberflächebehandlung einen zusätzlichen visuellen Reiz verleiht.
- Wie in Fig. 6 dargestellt ist, ruft das Espenblattmuster 130 wohldefinierte, entsprechend einem Espenblatt geformte Musterbilder 172 hervor, die sich deutlich gegenüber der Hintergrundfläche 170 abheben. Diese Espenblattbilder 172 umfassen Blattadern, die aufgrund des Fehlens eines Farbtransfers von den Innenspalten 138 in dem Schaummuster 130 erzeugt werden. Zudem werden überlappende Bildbereiche 174 zufällig erstellt. Diese ausgeprägte Kombination von Blattbildern 172 und überlappenden Blattbildern 174, die von opaken bis duchsichtigen Bilder reichen und über der Hintergrundfläche 170 abgelegt sind, erzeugen einen ästhetisch gefälligen Eindruck fallender Blätter, welcher Eindruck der Fläche 170 eine Tiefenillusion und einen dreidimensionalen Charakter verleiht.
- Wie in Fig. 7 dargestellt ist, ergeben sich aus den vielfältigen Diamantmustem 150, 154 deutlich definierte, zwei dimensionale Diamantmusterbilder 182 auf der Hintergrundfläche 180. Überlappende Diamantbilder 184 sind ebenfalls ersichtlich, welche einen irgendwie zufälligen Effekt liefern. Diese ausgeprägte Kombination aus Diamantbildern 182 mit zwei Dimensionen und überlappenden Diamantbildern 184, welche von opak bis durchsichtig an der Hintergrundfläche 180 abgelegt werden, erzeugen einen ästhetisch gefälligen Eindruck fallender Diamanten, welcher Eindruck der Fläche 180 eine Tiefenillusion und einen dreidimensionalen Charakter verleiht. Der hier verwendete Begriff "dekorative Oberflächenbehandlun gen" besagt eine dreidimensionale Wirkung, die von einem flachen, aufgewalzten, teilweise überlappenden und offensichtlich zufälligen Musterbild hervorgerufen wird, das auf ein Kontrastfinish an einer Oberfläche aufgebracht wird.
- Die Erfindung wurde mit Bezug auf wenige spezielle Schaummusterausführungen erläutert, von denen jede mit einem speziellen Bild dargestellt ist, das eine dekorative Behandlung repräsentiert. Es soll klar sein, daß die Wahl der Farben oder Beschichtungen insbesondere der Unterschied der gewählten visuellen Wahmehmbarkeit und die Eigenheiten der Hintergrundfläche kombiniert mit den Auftragetechniken, die von dem Benutzer verwendet werden, das Ergebnis der dekorativen Behandlung beeinflussen, die durch jedes erfindungsgemäße Schaummuster bereitgestellt wird. Jeder Auftrag wird einzigartig sein; er kann auch im wesentlichen einem anderen Auftrag ähneln, falls das gleich Schaummuster und die gleich Farbe verwendet werden. Der Benutzer hat die Möglichkeit, die Farbauftragswalze zu manipulieren, um eine dekorative Flächenbehandlung zu erzeugen, welche sehr definierte Musterbilder aufweist, und eine Flächenbehandlung zu erzeugen, die sehr fein mit nur schwachen Musterbildern ausgeführt ist, oder kann irgendeine dazwischen liegende Variante einer Oberflächenbehandlung auswählen. Diese Möglichkeit für den Benutzer, den Auftrag zu manipulieren, um je nach seinem Geschmack eine dekorative Oberflächenbehandlung zu erzeugen, macht die Erfindung äußerst vielseitig und benutzerfreundlich. Kein besonderes Training ist erforderlich, und der Bedienkomfort macht dem Verbraucher die Benutzung der Erfindung unmittelbar zugänglich, anstatt nur auf Experten oder bestimmte ausgebildete Personen angewiesen zu sein, wie es bei den bekannten Oberflächenbehandlungen der Fall ist. Die erfindungsgemäße Vorrichtung kann leicht hergestellt werden und ist relativ kostengünstig zu fertigen, wodurch den Verbraucher eine relativ günstige Dekorationsoption zur Verfügung gestellt wird, die eine professionelle Qualität und dekorative Ergebnisse erzeugt.
- Obwohl die Erfindung anhand zahlreicher spezieller Schaummusterausführungen erläutert wurde, ist die Erfindung nicht auf diese Ausführungen beschränkt. Jede Variation der Schaumusterausführung, die eine dekorative Oberflächenbehandlung erzeugt, wie sie durch die Erfindung definiert ist, kann innerhalb des Umfangs der Erfindung in Betracht gezogen werden.
- Die Erfindung ist nicht auf ihre Details beschränkt, weil Modifikationen und Veränderungen an der Erfindung durchgeführt werden können, ohne den Umfang der Erfindung, der in den beiliegenden Ansprüchen definiert ist, zu verlassen.
Claims (25)
1. Verfahren zur dekorativen Behandlung einer Fläche, welche Behandlung eine
Tiefenillusion an der Fläche erzeugt, wobei:
a) eine Farbauftragswalze (116) vorgesehen wird, die ein Griffstück (110) und einen
drehbaren Farbwalzenmantel (120) umfaßt, der mehrere einzelne erhabene
Schaummuster (124) auf weist, die zur im wesentlichen Umgrenzung des Walzenmantels
bemessen, geformt und positioniert werden, wobei jedes Schaummuster deutlich
definierte Ränder längs seines Umfangs und eine Außenfläche aufweist, wobei die
Schaummuster peripher in einem Abstand voneinander angeordnet sind;
b) die Schaummuster der Farbauftragswalze (116) mit mindestens einem
Beschichtungsmaterial eingefärbt werden, das zumindest eine zum Finish einer zu behandelnden
Oberfläche unterschiedliche, visuell wahrnehmbare Eigenschaft aufweist;
c) das Beschichtungsmaterial auf das Finish der Oberfläche in Form mehrerer sich
teilweise überlappender, einzelner Musterbilder aufgebracht wird, die das Finish der
Oberfläche zumindest teilweise sichtbar belassen, indem der Walzenmantel quer über
das Finish der Oberfläche gerollt wird, um das Finish der Oberfläche mit den
Schaummustern zu berühren, während das Griffstück mit mehreren teilweise
überlappenden, diskreten Bewegungen bewegt wird, wobei zumindest einige der mehreren
Musterbilder im wesentlichen vollständig auf dem Finish der Oberfläche abgebildet
werden, um im wesentlichen nach Form und Größe den Außenflächen der
Schaummuster auf dem Walzenmantel zu entsprechen, und zumindest einige der mehreren
Musterbilder teilweise auf dem Finish der Oberfläche abgebildet werden, wobei die
mehreren Musterbilder eine dekorative Behandlung an dem Finish der Oberfläche
bewirken, welche Behandlung eine Illusion von dreidimensionaler Tiefe an der Oberfläche
erzeugt.
2. Verfahren nach Anspruch 1, bei dem die mindestens eine unterschiedliche, visuell
wahrnehmbare Eigenschaft unter einer oder mehreren der Gruppe ausgewählt ist, die aus dem
Farbton, der Intensität, der Sättigung, der Lumineszens, der Schattierung, der
Farbnuancierung, des Glanzes und der Mattierung der Beschichtung zusammengestellt ist.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, bei dem mindestens zwei Beschichtungsmaterialien
auf die Oberfläche durch den Walzenmantel gleichzeitig aufgebracht werden, wobei jedes
Beschichtungsmaterial zumindest eine gegenüber sowohl dem Finish der Oberfläche als
auch der jeweiligen Eigenschaft des anderen Beschichtungsmaterials unterschiedliche,
visuell wahrnehmbare Eigenschaft aufweist.
4. Verfahren nach einem der Ansprüche, bei dem zumindest einige der mehreren
Musterbilder im wesentlichen opak sind.
5. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 4, bei dem zumindest einige der mehreren
Musterbilder im wesentlichen lichtdurchlässig sind.
6. Verfahren nach Anspruch 1, bei dem zumindest einige der mehreren Musterbilder im
wesentlichen transparent sind.
7. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 6, bei dem mehrere der einzelnen, erhabenen
Schaummuster jeweils als Blattmuster gestaltet sind, die entsprechende blattförmige
Musterbilder auf der Oberfläche erzeugen, wobei die dekorative Behandlung den Anschein
von fallenden Blättern vermittelt.
8. Verfahren nach Anspruch 7, bei dem die blattförmigen Schaummuster ferner Innenränder
umfassen, die innere Spalten bilden, wobei die inneren Spalten einen Blattaderanschein in
den blattförmigen Musterbildern aufgrund des Fehlens eines Farbauftrags an den inneren
Spalten erzeugen.
9. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 8, bei dem die Walzenabdeckung umfaßt:
mehrere erste diamantförmige Schaummuster, wobei jedes Schaummuster einen einzelnen
Diamanten mit vier Ecken bildet, und
mehrere zweite diamantförmige Schaummuster, die im wesentlichen kleiner als die
mehreren ersten diamantförmigen Schaummuster sind,
wobei die mehreren ersten diamantförmigen Muster zueinander benachbart positioniert
sind jedoch sich nicht gegenseitig berühren, um ausgerichtete Reihen und Spalten mit
Lücken zwischen benachbarten Ecken zu bilden, so daß im wesentlichen diamantförmige
Räume zwischen den einzelnen Diamanten der mehreren ersten diamantförmigen
Schaummuster gebildet werden, wobei die mehreren zweiten diamantförmigen
Schaummuster dazwischen in den im wesentlichen diamantförmigen Räumen angeordnet sind,
wobei einheitliche Lücken zwischen den mehreren ersten und den mehreren zweiten
diamantförmigen Schaummustem erhalten bleiben,
wobei die mehreren ersten und zweiten diamantförmigen Schaummuster diamantförmige
Musterbilder an dem Finish der Oberfläche erzeugen, wobei die dekorative Behandlung
einen Anschein von fallenden Diamanten vermittelt.
10. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 9, wobei beim Verfahrensschritt c) selektiv
Druck dem Walzenmantel mitgeteilt wird, um gewählte einzelne Bilder stärker opak als
andere einzelne Bilder auf dem Finish der Oberfläche zu schaffen.
11. Verfahren nach Anspruch 10, bei dem der Druck variiert wird, wenn das Griffstück mit
der diskreten Bewegung bewegt wird, so daß sich eine Variation von im wesentlichen
opaken und im wesentlichen lichtdurchlässigen Bildern ergibt.
12. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 11, bei dem der Schaum offenzellig ist.
13. Verfahren nach Anspruch 2, bei dem der Schaum ein flexibler Urethan-Schaum ist.
14. Verfahren nach Anspruch 12 oder 13, bei dem der Schaum eine Dichte von ungefähr
0,08 g/cm³ (5 Pfund pro Kubikfuß).
15. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 14, bei dem die Schaummusterstärke in einem
Bereich von ungefähr 6,35 mm bis 12,7 mm (0,25 bis ungefähr 0,5 Zoll) liegt.
16. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 15, bei dem der Walzenmantel einen Kern mit
einer Länge und einem Durchmesser aufweist, wobei der Kem an das einzelne erhabene
Schaummuster angebracht ist.
17. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 16, wobei bei den diskreten Bewegungen
gemäß Verfahrensschritt c):
1) der Walzenmantel die Oberfläche berührt,
2) der Walzenmantel quer über die Oberfläche auf einer im wesentlichen geraden Linie
mit einem begrenzten Abstand abgerollt wird,
3) der Walzenmantel von der Oberfläche entfernt wird,
4) der Walzenmantel die Oberfläche an einer neuen Stelle oder mit einer
unterschiedlichen Ausrichtung berührt, und
5) die Verfahrensschritte 2) bis 4) wiederholt werden, bis eine gewünschte dekorative
Behandlung erreicht ist.
18. Verfahren nach Anspruch 17, wobei beim Verfahrensschritt 4) die Walze die Oberfläche
an einer weiteren unterschiedlichen Stelle oder mit einer weiteren, unterschiedlichen
Ausrichtung die Oberfläche erneut berührt.
19. Verfahren nach Anspruch 17, wobei beim Verfahrensschritt 4) die Walze die Oberfläche
sowohl an einer unterschiedlichen Stelle als auch mit einer unterschiedlichen Ausrichtung
erneut berührt.
20. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 19, bei dem die Beschichtung eine Farbe ist.
21. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 20, bei dem sich zumindest einige der
mehreren einzelnen Schaummustem von den anderen der mehreren einzelnen Schaummustem in
der Größe unterscheiden.
22. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 21, bei dem zumindest einige der mehreren
Musterbilder im Rahmen eines Einzelbildes hinsichtlich der Opazität variieren.
23. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 22, bei dem das Finish der Oberfläche
zumindest teilweise durch mindestens einen Abschnitt der mehreren Musterbilder hindurch
sichtbar ist.
24. Verfahren nach Anspruch 3, bei dem mindestens zwei Beschichtungsmaterialien ein erstes
Volumen einer ersten Beschichtung, die in einem Behälter vorgesehen ist, der für die
Farbauftragswalze zugänglich ist, und zumindest ein zweites Volumen wenigstens eines
zweiten Beschichtungsmaterials umfaßt, wobei das zumindest zweite Volumen kleiner als
das erste Volumen ist und das zumindest zweite Beschichtungsmaterial zum ersten
Beschichtungsmaterial in den Behälter in kleinen Tröpfchen gelangt.
25. Verfahren nach Anspruch 10, bei dem der Druck variiert wird, wenn das Griffstück mit
den diskreten Bewegungen bewegt wird, um gewählte einzelne Musterbilder vollständiger
ausgeformt als andere einzelne Bilder zu schaffen.
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