DE377362C - Verfahren zur Herstellung von Fischleim in Tafelform aus Abfaellen - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Fischleim in Tafelform aus Abfaellen

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DE377362C DEN20243D DEN0020243D DE377362C DE 377362 C DE377362 C DE 377362C DE N20243 D DEN20243 D DE N20243D DE N0020243 D DEN0020243 D DE N0020243D DE 377362 C DE377362 C DE 377362C
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C09DYES; PAINTS; POLISHES; NATURAL RESINS; ADHESIVES; COMPOSITIONS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; APPLICATIONS OF MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • C09HPREPARATION OF GLUE OR GELATINE
    • C09H3/00Isolation of glue or gelatine from raw materials, e.g. by extracting, by heating

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Meat, Egg Or Seafood Products (AREA)

Description

  • Verfahren zur Herstellung von Fischleim in Tafelform aus Abfällen. Es ist bisher nicht gelungen,. den aus Abfällen gewonnenen Fischleim zu trocknen und in Tafelforen zu. bringen, wie dies mit Knochen- oder Lederleim geschieht, und wie es für die Lagerung und den Versand erwünscht ist. Die Erfindung betrifft die Verarbeitung von Abfällen .auf Fischleim in Form unbegrenzt haltbarer Tafeln. Das Verfahren besteht in folgendem: Die leimgebenden Teile der Fische, insbesondere Köpfe, Hautteile, Flossen und Gräten, werden vorerst sauber gewaschen, so claß alle in Zersetzung übergegangenen Bestandteile sowie Blut und Schleim möglichst abgespült «-erden. Hierauf «-erden die Fischieile in einen Extraktor bekannter Bauart verbracht, in welchem sie auf einem Sieblaoden ruhen, während sich unterhalb des Siebi,odens noch ein freier Raum befindet. In den Extraktor wird nunmehr nach Verschluß des Deckels Dampf eingelassen, dessen l.`berdruck im Innenraum des Extraktors o,5 Atm. nicht übersteigen darf. Durch die Einwirkung dieses niedergespannten Dampfes während ungefähr einer Stunde werden alle noch im Inneren der Fischköpfe und der übrigen Fischteile befindlichen, durch das vorgängige Auswaschen nicht entfernten, bereits in Zersetzung übergegangenen Bestandteile, nebst (feil Resten von Blut und Schleim in dem Kaum unterhalb des Siebbodens abgespült, während der Fischleim selbst an der Oberfläche der Fischteile haftenbleibt, da die durch den geringen Dampfdruck erzeugte Temperatur nicht genügend ist, um ihn dünnflüssig zu machen. Die auf dem Boden des Extraktors angesammelte Schmutzwasserbrühe, bestehend aus Kondensat des zugeführten Dampfes, Blut, Schleim und zersetzten Fischteilen, wird nunmehr aus dem Extraktor entfernt und in ihn bei geöffnetem Deckel heißes Wasser eingefüllt, bis dasselbe die Fischteile vollkommen überdeckt. Sodann wird mittels einer in dem Extrak-tor befindlichen Dampfheizschlange o. dgl. das eingefüllte Wasser auf einer Temperatur von 75 bis 8o° C während einer Zeit von 2 bis 3 Stunden gehalten. Hierdurch wird der durch die vorhergegangene Dampfbehandlung extrahierte Leim in Lösung gebracht. Das Dämpfen der Fischteile unter geringem Überdruck sowie das nrachherige Auswaschen des Leimes mit heißem Wasser kann so oft wiederholt werden, bis aller Leim aus den Fischteilen herausgezogen ist. Die so gewonnene dünne Leimbrühe wird dann in bekannter Weise nach erfolgter Filtrierung und Klärung bis auf einen Leimgehalt von 3o bis .4o Prozent in einem Vakuumverdampfer eingedickt. Hierauf wird die Brühe mit ttngefähr ro bis 2o Prozent Gelatine versetzt und in z. B. durch Wasser gekühlten Gefäßen so lange stehengelassen, bis sie zu einer steifen Gallerte erstarrt ist, worauf sie in bekannter Meise in Tafeln geschnitten wird. welche Tafeln auf Netzen mehrere Tage unter stän-<Iiger Luftzufuhr eingetrocknet werden. Da Fischleim stark hygroskopisch ist, findet hierl-ei keine vollständige Trocknung statt, es werden daher den Tafeln die letzten Reste ihrer Feuchtigkeit in einem Vaktttuntrockenscliratik entzogen, in welchem sich z@@-echmäßig Wasser aufsaugende 'Mittel, wie Chlorcalciuni, befinden. Hierauf «-erden die Tafeln durch Eintauchen in eine Lösung von Gelatine o. dgl. mit einem dünnen nicht h_%-hroskopischem L"l;erzug versehen, oder aber mittels einer Forinaldeln-dlösung o. dgl. oherflä chlich sch« ach gegerbt. Die so gewonnenen Leimtafeln sind ebenso lagerfähig und löslich wie Knochenleim, sie sind ferner geruchlos und ihre F_ösung besitzt hohe Klebekraft. Matt die Lehnbrühe mit fertiger Gelatine zti versetzen. kann inan natürlich auch den zti verarbeitenden Fischabfällen Knochen oder andere Gelatine liefernde Stoffe beimischen.
  • Es war bekannt, Abfälle, darunter auch solche von Fischen, mit Dampf von i bis 2 Atin. Cl:crdruck zu behandeln. Bei dieser Dampfspannung wird aber der erzeugte Leim so dünnflüssig, (laß seine Hauptmenge von den Abfällen abtropft und zusammen mit den Verunreinigungen in den Behälter gelangt, so d.-il.') eine TrenntunY des Leims von den Abfälieu nicht ohne g-rc,lae `-erlöste an ernterein miiglich ist, während nach der Erfindung eine solche Trennung ohne Verlust an Leini stattfindet.
  • Der Zusatz von Gelatine zum Fischieini ist zwar an sich bekannt, jedoch erfolgte dieser Zusatz zu der am Boden des Kessels befindlichen zähen 'Masse. Er konnte daher naturgemäß die Gallertbildung nicht günstig beeinflussen, während dies der Gelatinezusatz nach der Erfindung tut, indem er zti der Leimbrühe erfolgt.
  • Ferner «-ar e; üblich, die Lehntafeln entweder vollständig an #ler Luft oder vollständig ini Vakuum zu trocknen, nicht aber, wie nach der Erfindung, den grüßten Teil des Wassers durch Trocknen an der Luft und nur den Rest durch Trocknen im Vakuum zti entfernen, wodurch das Verfahren wesentlich ei-billigt wird.
  • Von der bekannten 2#laßnahine, hvgro-;lcopische Stoffe in Kapseln aus Gelatine einzufüllen oder sie mit Gelatinefolien zu tunhüllen, unterscheidet sich das Eintauchen der Fischleinitafeln in Gelatinelösung nach der lrfindtuig durch die sichere Erzielung eines rollständig dichten Verschlusses und die größere Wirtschaftlichkeit.
  • Endlich ist zwar die vollständige Gerbung von Fischleim zur Herstellung künstlichen Schildpatts bekannt, nicht aber die schwache, oiierflächliche Gcrbung nach der Erfindung. «-elche das Wiederanziehen von Feuchtigkeit verhindert, aller die Löslichkeit der Fischleinitafel nicht aufhebt.

Claims (3)

  1. PATENT-ANspRücHE: i. Verfahren zur Herstellung von Fischlein in Tafelform ,aus Abfällen, bei dein diese mit Wasser gewaschen, darauf mit Dampf behandelt und schließlich mit heißem Wasser ausgelaugt werden, dadurch gekennzeicmet, daß der Dampf einen Oberdruck von höchstens I;'. Atin. besitzt.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch i , dadurch gekennzeichnet, daß der Leimbrühe Gelatine zugefügt wird.
  3. 3. Verfahren nach den Ansprüchen i und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die an der Luft vorgetrockneten Leimtafeln ini Vakuum vollständig getrocknet werden. Verfahren nach den Ansprüchen bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die trockenen Lehntafeln durch Eintauchen in eine Lösung von Gelatine o. dgl. mit einer dünnen Schicht dieser Stoffe überzogen oder nur oberflächlich so schwach gegerbt «erden, daß die Leimtafeln in warmem Wasser löslich bleiben.
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