DE95445C - - Google Patents

Info

Publication number
DE95445C
DE95445C DENDAT95445D DE95445DA DE95445C DE 95445 C DE95445 C DE 95445C DE NDAT95445 D DENDAT95445 D DE NDAT95445D DE 95445D A DE95445D A DE 95445DA DE 95445 C DE95445 C DE 95445C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
meat
brine
hanging
lake
curing
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Active
Application number
DENDAT95445D
Other languages
English (en)
Publication of DE95445C publication Critical patent/DE95445C/de
Active legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • AHUMAN NECESSITIES
    • A23FOODS OR FOODSTUFFS; TREATMENT THEREOF, NOT COVERED BY OTHER CLASSES
    • A23BPRESERVATION OF FOODS, FOODSTUFFS OR NON-ALCOHOLIC BEVERAGES; CHEMICAL RIPENING OF FRUIT OR VEGETABLES
    • A23B4/00Preservation of meat, sausages, fish or fish products
    • A23B4/02Preserving by means of inorganic salts
    • A23B4/021Preserving by means of inorganic salts with apparatus adapted for gaseous preserving agents

Landscapes

  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Wood Science & Technology (AREA)
  • Zoology (AREA)
  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Food Science & Technology (AREA)
  • Polymers & Plastics (AREA)
  • Meat, Egg Or Seafood Products (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
in KASSEL.
Vorliegende Erfindung betrifft die Herstellung von gepökeltem Fleisch, welches alle Nähr-. bestandteile des frischen Fleisches vollständig enthält und demgemäfs gleich diesem eine wohlschmeckende, kräftige Nährbouillon zu liefern im Stande ist, im Gegensatz zu dem in bisher üblicher Weise gepökelten salzigen Fleisch, dessen Salzgehalt äufserst hoch, das aber an löslichen Nährbestandtheilen des frischen Fleisches arm geworden ist.
Im Gegensatz zu dem alten Verfahren, Fleisch in Tonnen zu salzen, dadurch, dafs das Fleisch compact oder gepreist eingelegt wird und ununterbrochen mit der Lake wahrend der ganzen Pökeldauer vereinigt bezw. überdeckt bleibt, wobei die einzelnen Fleischstücke, eine einzige Gesammtfleischmasse bildend, als solche einzige Fleischmasse die kleinste freie Oberfläche und den gröfsten Durchmesser der Lake darbieten und die Lake lange Zeit erfordert, um durchzudringen, wird bei dem vorliegenden Verfahren das Fleisch in Tonnen senkrecht freihängend eingelagert.
Es läfst sich dadurch ein grofses Fleisch-· quantum in den Tonnen unterbringen, mit dem Vortheil, dafs jedes einzelne Stück der Lake direct allseitig zugänglich bleibt und der Lake seine ganze Oberfläche zum Durchdringen entgegenhält, wodurch ein rasches Durchsalzen erfolgen mufs.
Das senkrechte Freihängen hat den weiteren Vortheil, dafs durch das eigene Gewicht des Fleisches die Poren sich während der Pökeldauer mehr und mehr .öffnen und das Eindringen der Lake mehr und mehr begünstigen.
Combinirt mit diesem senkrechten Freihängen ist das zweite unerläfsliche Merkmal des neuen combinirten Verfahrens, die nur zeitweise Bedeckung bezw. Ueberstauung des freihängenden Fleisches mit der flüssigen Lake. Diese erfolgt mehrmals täglich aus einem separaten Lakebehälter (bei Anwendung mehrerer Fleischtonnen aus einem Centrallakebehälter) durch Zuleitung der Lake nach den Fleischtonnen undWiederzurückleitung nach dem Lakebehälter.
Von der Gattung des Fleisches hängt es nun ab, wie oft und jeweilig wie lange sich diese Ueberstauungen wiederholen.
Fleischarten, welche gegen Salz sehr empfindlich sind (Rind-, Hammel-, Pferdefleisch) beanspruchen öftere und kürzere Ueberstauungen als wenig empfindliche Gattungen (Schweinefleisch). Empfehlenswerth ist im Allgemeinen, im Anfang der Pökelung kürzere Dauer der Ueberstauung mit Lake anzuwenden als gegen das Ende der Pökelung, welche sich im Laufe einer Woche vollzieht.
Diese zeitweisen Ueberstauungen finden nach den langen praktischen Erfahrungen zweck mäfsig im Allgemeinen täglich mehrmals statt und gilt für ihre Dauer als allgemeine Regel, dafs dieselben mit etwa 10 Minuten beginnen und täglich um ca. 50 pCt. verlängert werden, während für die Lake zweckmäfsig eine stets
aufrecht zu haltende Sättigung der Lake mit Kochsalz und eine Temperatur von etwa -f- io° bis -f- 250C. angezeigt ist.
Die Regulirbarkeit des Verfahrens und der Einrichtung. hat den grofsen Vortheil, dafs man Fleisch jeder Gattung salzen kann und dafs das Salz zwar durch wiederholte oberflächliche Benetzung bezw. durch wiederholtes nur zeitweises Ueberstauen eindringt, aber keine schädliche Einwirkang auf das Fleisch ausübt, da erfahrungsgemäfs am Fleische stagnirende Lake demselben seine löslichen Safttheile entzieht. So zeigt sich denn auch äufserlich schon ein grofser Unterschied, indem das nach vorliegender Erfindung behandelte Fleisch im Gegensatz zu dem bisherigen undurchscheinenden Pökelfleisch rubinartig durchscheinend ist. Aufserdem kann dieses Verfahren auch mit gleich gutem Erfolge in warmer Jahreszeit ausgeführt werden, ohne Anwendung von Kühlvorrichtungen etc.
Beide combinirten Merkmale des vorliegenden Verfahrens: Freihängen und nur zeitweises Ueberstauen mit Lake, bedingen sich gegenseitig und sind unerläfslich zum Erfolg. Ohne Freihängen wären nur zeitweise Ueberstauungen erfolglos auf ein Fleischquantum, ebenso wie ununterbrochenes Ueberstauen mit Lake auf das sehr star-k exponirte freihä'ngende Fleisch wegen totalen Auslaugens desselben unstatthaft wäre. Was die erforderlichen Einrichtungen betrifft zur Ausübung vorstehenden Verfahrens, so brauchen dieselben im wesentlichen nur aus Tonnen zum Einhängen des darin zu pökelnden Fleisches, aus einem Lake- oder Centrallakebehälter zur Bereitung, Temperirung und Aufbewahrung der Lake und einer zwischen beiden hergestellten regulirbaren Circulationseinrichtung für die Lake zu bestehen.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Verfahren zum Pökeln von Fleisch, dadurch gekennzeichnet, dafs das zweckmäfsig in tonnenartige Behälter eingehängte Fleisch der Einwirkung starker lauwarmer Kochsalzlake durch täglich mehrmals wiederholtes Ueberstauen mit derselben auf die Dauer von etwa 10 Minuten bis zu ι Stunde in jedem einzelnen Falle ausgesetzt wird, wobei es von der Gattung des Fleisches abhängt, ob diese Ueberstauungen sich mehr oder weniger oft mit jeweilig kürzerer oder längerer Dauer wiederholen.
DENDAT95445D Active DE95445C (de)

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE95445C true DE95445C (de)

Family

ID=366688

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DENDAT95445D Active DE95445C (de)

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE95445C (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE2343951C3 (de) Verfahren zur Vorbehandlung von Pilzen
DE2818862A1 (de) Verfahren zum poekeln von fleisch
DE1932578C3 (de) Verfahren zur Herstellung von Kochschinken
DE2740429C2 (de) Verfahren und Vorrichtung zum Trockenpökeln von Fleisch oder Fisch
DE95445C (de)
DE1692125A1 (de) Verfahren zum Konservieren von geschaelten,geputzten und vorgekochten Kartoffeln
DE735036C (de) Verfahren zum Poekeln von Fleisch
DE520438C (de) Verfahren zum Entnikotinisieren von Tabak
DE855934C (de) Verfahren zum Leichtsalzen von Heringen
DE183233C (de)
DE4000296C1 (en) Raw pickled e.g. ham, prodn. - comprising pickling in salt soln., roasting and drying then placing in continuously supplied salt soln.
DE513716C (de) Verfahren zur Fleischkonservierung
DE377362C (de) Verfahren zur Herstellung von Fischleim in Tafelform aus Abfaellen
DE3545326A1 (de) Verfahren zum behandeln und konservieren von fleischprodukten
DE136353C (de)
DE963569C (de) Verfahren zum Raeuchern von Seelachsscheiben, Seelachsschnitzeln und aehnlichen Erzeugnissen
DE905569C (de) Verfahren zur Herstellung eines Lachsersatzproduktes
DE150277C (de)
DE204793C (de)
DE212377C (de)
DE654728C (de) Verfahren zur Vorbehandlung von zum Trocknen bestimmten Fruchtschnitten, insbesondere von Apfelscheiben
DE298133C (de)
DE856257C (de) Verfahren zur Herstellung von OElkonserven und OElpraeserven aus Fischen oder Fischfleisch
AT138769B (de) Schnellpökelverfahren.
DE696251C (de) Verfahren zum Frischhalten von Nahrungs- und Genussmitteln