DE183233C - - Google Patents
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Classifications
-
- A—HUMAN NECESSITIES
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- A23B—PRESERVATION OF FOODS, FOODSTUFFS OR NON-ALCOHOLIC BEVERAGES; CHEMICAL RIPENING OF FRUIT OR VEGETABLES
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- A23B4/14—Preserving with chemicals not covered by groups A23B4/02 or A23B4/12
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Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- JVr 183233 KLASSE 53 c. GRUPPE
OTTO AHRENS in HAMBURG.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 15. September 1905 ab.
Gegenstand vorliegender Erfindung ist ein Verfahren zum Konservieren von Fleisch,
nach welchem das rohe Fleisch unverändert auf unbegrenzte Zeit aufbewahrt werden kann.
Es ist ja allgemein bekannt, daß das Fleisch bei Verwendung von Konservierungsmitteln
nach den bisher üblichen Konservierungsverfahren mehr oder weniger große Veränderungen
erleidet. Man erhält aus dem rohen
ίο Fleisch je nach den angewendeten Mitteln
Rauchfleisch, Konservenneisch, Pökelfleisch
usw., welche namentlich im Geschmack, Aussehen und Geruch dem rohen Fleisch keineswegs
mehr gleichen und daher für viele Zwecke und namentlich zum Braten ungeeignet sind.
Die einzige bisher bekannte Möglichkeit, um rohes Fleisch als solches aufzubewahren,
besteht in der Unterbringung des Fleisches in Kühlräumen. Diese' Aufbewahrung ist
aber umständlich und kostspielig und schützt außerdem auch das Fleisch immer nur kurze
Zeit vor dem Verderben. Dasselbe gilt von der Aufbewahrung in Räumen, in denen die
atmosphärische Luft durch indifferente Gase, beispielsweise Kohlensäure, verdrängt ist.
Das vorliegende Verfahren geht nun von der Beobachtung aus, daß die Zersetzung des
Fleisches an der Oberfläche beginnt und nach innen fortschreitet, was seinen Grund darin
hat, daß die Bakterien schon während des Schlachtens und Zerlegens des Viehs aus der
Luft auf die Oberfläche des Fleisches gelangen , wo sie sich beim Eintritt günstiger
Lebensbedingungen sofort weiter entwickeln. Diese Fortentwicklung der Bakterien kann
auch durch nachheriges Aufbewahren des Fleisches in Kühlräumen oder in mit Kohlensäure
o. dgl. erfüllten Räumen nur auf kurze Zeit gehemmt werden. Gemäß vorliegender Erfindung wird deshalb nur die Oberfläche
des Fleisches sterilisiert, hierbei ein Eindringen des Konservierungsmittels in das Innere
des Fleisches sorgfältig vermieden, worauf das so vorbereitete Fleisch in einer Atmo-Sphäre
aus indifferenten Gasen aufbewahrt wird.
Zum Sterilisieren der Oberfläche des Fleisches wird namentlich Kochsalz als das geeignetste
der üblichen Konservierungsmittel verwendet. Bei den bisher üblichen Konservierungsverfahren
mittels Kochsalz wird das Fleisch derartig mit Kochsalz behandelt, daß dieses möglichst vollkommen in das Fleisch
eindringt bezw. alle Teile desselben durchdringt. Dies ist notwendig, weil das Salz
hier als dauerndes Konservierungsmittel für das Fleisch dienen soll. Im vorliegenden
Falle dagegen soll das Salz nur vorübergehend zur Sterilisation der Oberfläche des
Fleisches dienen, welches dann durch Kohlensäure weiter konserviert wird.
Zu diesem Zweck wird das Fleisch äußerlich nur mit so viel Kochsalz eingerieben, daß
mit Hilfe des Fleischsaftes der äußeren Gewebeteile des Fleisches eine höchstkonzentrierte
Lösung an der Oberfläche entsteht, während das Eindringen des Salzes in das
Innere sorgfältig vermieden wird. Das so mit Salz eingeriebene Fleisch wird in Behälter
gebracht, in welchen die Luft vollständig durch Kohlensäure oder andere ähn-
(2. Auflage, ausgegeben am 7. November igoj.J
liehe Gase verdrängt wird. Alsdann fließt die Lösung sofort, ohne in das Fleisch einzudringen,
nachdem durch sie die sämtlichen auf dem Fleisch vorhanden gewesenen Bakterien getötet sind, von der Oberfläche des
Fleisches ab, wobei alle Unreinigkeiten mechanisch mitgenommen werden. Da die Kohlensäure einen weiteren Zutritt von Bakterien
aus der Luft zu dem Fleisch verhindert, so ist die Konservierung desselben nunmehr
für unbegrenzte Zeit gesichert:
Man kann die Kohlensäure vor dem Einleiten in den Aufbewahrungsbehälter anwärmen,
welche alsdann auch das Fleisch erwärmt und in die hierbei sich öffnenden Poren besser eindringt. Auch muß man die
Behälter während des Einleitens der Kohlensäure häufiger bewegen bezw. in andere Lage
bringen, damit letztere überall zwischen die Fleischstücke gelangt und keine Luft im Behälter
verbleibt. Die von dem Fleisch abfließende Kochsalzlösung sammelt sich am
Boden der Behälter an und wird durch einen Hahn abgelassen, alsdann wird aufs neue
Kohlensäure in den Behälter eingeführt, so daß in demselben ein gewisser Druck vorhanden
ist.
Das auf diese Weise konservierte Fleisch kann lange Zeit aufbewahrt werden, ohne
daß es sich auch nur im geringsten verändert, es vielmehr auch nach dem Konservieren
im Geruch, im Aussehen und im Geschmack vollständig frischem, rohem Fleisch gleicht.
Claims (1)
- Patent-An Spruch:Verfahren zum Konservieren von Fleisch, dadurch gekennzeichnet, daß dasselbe mit Salz eingerieben und dann in einen Raum oder Behälter gebracht wird, aus welchem die Luft durch Kohlensäure verdrängt wird.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE183233C true DE183233C (de) |
Family
ID=447254
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT183233D Active DE183233C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE183233C (de) |
-
0
- DE DENDAT183233D patent/DE183233C/de active Active
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