DE596221C - Verfahren und Vorrichtung zur Konservierung von Fleisch - Google Patents

Verfahren und Vorrichtung zur Konservierung von Fleisch

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DE596221C
DE596221C DEL78731D DEL0078731D DE596221C DE 596221 C DE596221 C DE 596221C DE L78731 D DEL78731 D DE L78731D DE L0078731 D DEL0078731 D DE L0078731D DE 596221 C DE596221 C DE 596221C
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preservation
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    • AHUMAN NECESSITIES
    • A23FOODS OR FOODSTUFFS; TREATMENT THEREOF, NOT COVERED BY OTHER CLASSES
    • A23BPRESERVATION OF FOODS, FOODSTUFFS OR NON-ALCOHOLIC BEVERAGES; CHEMICAL RIPENING OF FRUIT OR VEGETABLES
    • A23B4/00Preservation of meat, sausages, fish or fish products
    • A23B4/26Apparatus for preserving using liquids ; Processes therefor
    • A23B4/28Apparatus for preserving using liquids ; Processes therefor by injection of liquids
    • A23B4/285Apparatus for preserving using liquids ; Processes therefor by injection of liquids with inorganic salts
    • YGENERAL TAGGING OF NEW TECHNOLOGICAL DEVELOPMENTS; GENERAL TAGGING OF CROSS-SECTIONAL TECHNOLOGIES SPANNING OVER SEVERAL SECTIONS OF THE IPC; TECHNICAL SUBJECTS COVERED BY FORMER USPC CROSS-REFERENCE ART COLLECTIONS [XRACs] AND DIGESTS
    • Y02TECHNOLOGIES OR APPLICATIONS FOR MITIGATION OR ADAPTATION AGAINST CLIMATE CHANGE
    • Y02ATECHNOLOGIES FOR ADAPTATION TO CLIMATE CHANGE
    • Y02A40/00Adaptation technologies in agriculture, forestry, livestock or agroalimentary production
    • Y02A40/90Adaptation technologies in agriculture, forestry, livestock or agroalimentary production in food processing or handling, e.g. food conservation

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Description

  • Verfahren und Vorrichtung zur Konservierung von Fleisch Gegenstand der Erfindung ist ein Verfahren und eine Vorrichtung zur Konservierung von Lebensmitteln, insbesondere von Fleisch.
  • Es ist bereits bekannt, dem Fleisch konservierende Flüssigkeiten entweder durch die Schlagadern oder durch besondere in das Fleisch einzusteckende, mit seitlichen öffnungen.versehene Röhren, evtl. nach vorheriger Evakuierung, zuzuführen.' Es ist auch bereits bekannt, Konservierungsflüssigkeiten mittels derartiger Dränageröhren unter Druck einzuspritzen, wobei ebenfalls vorher eine Evakuierung erfolgt sein kann. Alle diese Verfahren führen aber nicht zu völlig befriedigenden Ergebnissen. Entweder ist die Konservierung ungenügend, da die Wirkung der Lake für die besonders gefährdeten Stellen um die Knochen nicht genügend stark ist, oder das Fleisch wird übersättigt und dadurch der Gesamtwert stark herabgesetzt.
  • Diese Nachteile werden erfindungsgemäß dadurch vermieden, daß zwei verschieden starke Konservierungsflüssigkeiten verwendet werden, und zwar werden diejenigen Teile, die als Herd der beginnenden Zersetzung besonders gefährdet sind, insbesondere der Teil um die Knochen, mit stärkeren Lösungen behandelt, während die von außen einwirkende Lösung schwächer ist. Beispielsweise wird für die Außenbehandlung eine 2ro/oige Lake (7 kg Kochsalz, 3 kg Kalisalpeter und 0,75 kg Zucker auf 5o kg Wasser) und für die Innenbehandlung eine 25o/oige Lake (i2 kg Kochsalz, o,8 kg Zucker auf 5o kg Wasser) verwendet.' In Abb. z ist die zur Anwendung des Verfahrens verwendete Vorrichtung schematisch dargestellt. Sie besteht aus dem Konservierungs- oder Vakuumbehälter A und dem Flüssigkeitsbehälter B, die beide luftdicht abgeschlossen werden können. Der Flüssigkeitsbehälter B ist in eine größere Zelle b und eine kleinere bi unterteilt. Zelle b nimmt die Flüssigkeit für die äußere Behandlung des Gutes auf und ist durch die Rohrleitung f mit dem Konservierungsbehälter A über das Ventil e verbunden. Die kleinere Zelle b1 dient zur Aufnahme der Konservierungsflüssigkeit für das Innere des Gutes und ist durch die Rohrleitung /l über das Ventilei mit besonderen im Konservierungsbehälter A angeordneten luftdicht verschließbaren Zellen a, a verbunden, aus denen die Flüssigkeit durch die Rohrstutzen a1, a1 austreten kann und in an sich bekannter Weise mittels Schläuche, biegsamer Röhren o. dgl. den im Gut steckenden Dränageröhren zugeführt wird. Die Anordnung dieser Dränageröhren und diese selbst wurden in der Abbildung nicht berücksichtigt, da sie allgemein bekannt sind.
  • An Stelle des unterteilten Flüssigkeitsbehälters B können auch zwei getrennte Behälter verwendet werden. Bei großen Fabrikanlagen können die Flüssigkeitsbehälter an ein Rohrsystem angeschlossen werden, durch welches sowohl die Druckluft als auch die Flüssigkeit in meßbarer Weise von einer Zentrale her zugeleitet wird.
  • Die Pumpe C, deren Antrieb beliebig erfolgen kann, ist mit dem Saugzylinder c durch die Rohrleitung g an das Wechselventil d angeschlossen, der Druckzylinder cl durch die Rohrleitung h. Vom Wechselventil d führt eine Leitung g1 zum Flüssigkeitsbehälter B und eine Leitung hl zum Konservierungsbehälter A. In die Druckleitung h ist ein einstellbares Sicherheitsventil i eingebaut. Die Behälter A und B sind mit Druckmessern k und k1 und mit Schaugläsern und Reinigungshähnen in bekannter Weise versehen.
  • Der Arbeitsvorgang ist folgender: Das Konservierungsgut wird nach Bedarf mit Dränageröhren versehen, in den KesselA geschichtet und die Dränagen mit den Rohrstutzen ,a1 verbunden. Der Deckel des Gefäßes A wird geschlossen und mittels Überwurfschrauben in bekannter Weise luftdicht angepreßt, wodurch auch gleichzeitig die Zellen a, a luftdicht abgeschlossen werden. In den Behälter B wird die Konservierungsflüssigkeit für das Äußere des Gutes in die Zelle b, für das Innere in die Zelle b1 gefüllt; dann wird auch dieser Behälter luftdicht verschlossen. Das Wechselventil ci ist in der in Abb. 2 dargestellten Stellung, und die Ventile c und e1 sind geschlossen.
  • Nun beginnt die Pumpe C zu arbeiten, saugt die Luft aus dem Kessel A und erzeugt im Gefäß B einen Überdruck. Die Höhe des Vakuums sowohl wie des Druckes sind je nach Beschaffenheit des zu konservierenden Gutes verschieden, jedoch besteht die Grundbedingung, daß das Vakuum nicht unter ein jeweils festgelegtes Minimum fallen und der Druck nicht über ein ein für allemal festgelegtes 'Maximum steigen darf; Vakuum und Druck werden an den Meßinstrumenten k und k1 abgelesen, außerdem begrenzt das Sicherheitsventil i den Druck nach oben, so daß ein schädlicher Überdruck nicht auftreten kann.
  • Nach Erreichen des vorgeschriebenen Vakuums wird das Ventil e geöffnet, und die Konservierungsflüssigkeit strömt unter der Einwirkung des Vakuums in A und des Überdruckes in B durch die Rohrleitung f aus der Zelle b nach dem Behälter A. Sobald man an den Schaugläsern festgestellt hat, daß genügend Flüssigkeit aus b nach A geflossen ist, wird das Ventil e. geschlossen und das Ventil e1 geöffnet. Es strömt nunmehr die Konservierungsflüssigkeit aus der Zelle b1 unter der Einwirkung des ständig auf der gleichen Höhe erhaltenen Vakuums im Behälter A und des Überdruckes im Behälter B durch die Rohrleitung f l in die Zellen a, a und von hier aus durch die Rohrstutzen a1, d zu den Dränageröhren im Konservierungsgut.
  • In dieser Stellung bleibt das System unter stets gleich gehaltenen Vakuum- und Druckverhältnissen eine bestimmte Zeitlang, die sich nach dem Zweck und der Beschaffenheit des Gutes richtet.
  • Nach Ablauf der vorgeschriebenen Wirkungszeit wird das Wechselventil d um 9o° in die Stellung Abb. 3 gedreht und das Ventil e geöffnet. Es ergeben sich nun die umgekehrten Verhältnisse: die Druckleitung h ist durch das Rohr k1 mit dem Konservierungsbehälter A und die Saugleitung g durch das Rohr g1 mit dem Flüssigkeitsbehälter B verbunden. Unter der Wechselwirkung des Überdruckes in A und des Unterdruckes in B strömen die Konservierungsflüssigkeiten, soweit sie nicht vom Gut absorbiert sind, in die Zellen b und b1 zurück, die Pumpe C wird abgestellt, der Behälter A geöffnet und das Gut zur weiteren Behandlung entnommen. Wie bereits angedeutet wurde, ist es bei großen Anlagen, die zwei oder mehr Konservierungskessel besitzen, ratsam, diese an einen gemeinsamen Flüssigkeitsbehälter und an eine gemeinsame Druck- und Vakuumleitung anzuschließen. Auch ist es zweckmäßig, die Konservierungsflüssigkeit in größeren Reserven bereit zu halten, aus denen sie über eine Meßvorrichtung, etwa ein Meßglas nach Art der Ölpumpen, den Flüssigkeitsbehältern B nach Bedarf zur Auffüllung zugeleitet wird. Nach erneuter Beschickung des Gefäßes A beginnt der Vorgang von neuem.
  • Selbstverständlich ist es auch möglich, nach Bedarf die im Konservierungskessel A über dem Gut stehende Konservierungsflüssigkeit durch Umschalten des Wechselventils d bei geschlossenen Ventilen e und ei unter Druck zu setzen und so in die Poren des Gutes hineinzupressen.
  • Das Verfahren eignet sich in gleicher Weise sowohl für die Behandlung von Fleisch wie von Fischen.

Claims (2)

  1. PATRNTANsPRÜcHR: z. Verfahren zur Konservierung von Fleisch, bei dem Konservierungslösung nach vorangehender Evakuierung unter Druck zur Einwirkung gebracht wird, dadurch gekennzeichnet, daß für die in an sich bekannter Weise in das Innere des Fleisches einzuspritzende Lösung eine solche stärkerer Wirkung als die der von außen einwirkenden Lösung verwendet wird.
  2. 2. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch r, bestehend aus einem Behälter zur Aufnahme des Konservierungsgutes, einem oder mehreren, mit ersterem durch Rohrleitungen unter Zwischenschaltung einer Saug- und Druckpumpe verbundenen Lakebehältern, dadurch gekennzeichnet, daß die Lake-Behälter für die Aufnahme von Lake verschiedener Konzentration in mehrere Abteilungen, von denen gesondert mehrere Rohrleitungen zu dem Konservierungsbehälter führen, unterteilt sind.
DEL78731D 1931-07-03 1931-07-03 Verfahren und Vorrichtung zur Konservierung von Fleisch Expired DE596221C (de)

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