DE744517C - Verfahren zum Konservieren von Blut - Google Patents
Verfahren zum Konservieren von BlutInfo
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Description
- Verfahren zum Konservieren von Blut Die vorliegende Erfindung hat das Ziel, frisches Blut, wie es im Schlachthaus gewonnen wird:, durch ein neues Mittel sowie durch dessen gemeinsame Anwendung mit anderen bereits bekannten Konservierungsmitteln für technische Zwecke zu konservieren, um es für längere Zeit fäulnisfrei aufzubewahren.
- Das neue Konservierungsverfahren beruht auf der Beobachtung, daß Dichlorhydrine, insbesondere a-p-Dichlorhydrine, die Eigenschaft besitzen, schon durch Zusatz :geringer Mengen zu flüssigem Blut .dieses so stark zu konservieren, daß keinerlei Fäulniserscheinungen mehr auftreten. Ferner wurde gefunden, daß bekannte Konservierungsmittel, wie z. B. Kochsalz und Alkohol, die bei i- bis 3 °/oigem Zusatz nicht fähig' sind, Blut zu konservieren, durch Mitverwendung von nur 0,5 °/° a-ß-Dichlorhydrin eine gute konservierende Wirkung entwickeln.
- Für die Konservierung von Blut wurde weiter gefunden, daß auch ein Zusatz von o,5 bis i °/Q :etwa 45 °/°iger Phosphorsäure mit o,5 bis i 0i, eines Dichlorhydr:ins (a-2- oder a-fl-Dichlorhydrin) ohne jeden weiteren Zusatz von Kochsalz oder Alkohol gleichfalls ein gut sterilisiertes Blut liefert. Um eine befriedigende Konservierung gleicher Fäulniswiderstandsfähigkeit mit Alkohol allein zu erhalten, müssen etwa io bis 12 °/Q zugesetzt werden. Durch ,direkten Zusatz von o,5 °/° a-p-Dichlorhydrin und 10/, 45 °/°iger Phosphorsäure wird mit Sicherheit eine vollkommene wochenlange fäulnisfreie Konservierung auch bei Aufbewahrung in offenen oder schwach gekorkten Flaschen erzielt.
- Dasselbe gilt für die Konservierung mit Kochsalz: ein Zusatz von 1 bis 31/1 Kochsalz bei Anwesenheit von o,5 bis 0,751i°, insbesondere a-P-Dichlorhydrin reicht schon aus, um eine hochwertige Konservierung zu erzielen, während ein Zusatz selbst von 31/o- Kochsalz nicht ausreicht, um Faulen von Blut zu verhüten. Bei einem Zusatz von etwa i bis 3 °/° x-ji,-Dichlorliy-driri sind Fäulniserscheinungen auch in offenen Gefäßen auf :Monate ausgeschlossen. Diese. Art der Konservierung kann für technische Zwecke ohne weitere Zusätze wirksam angewendet werden.
- Während es schwer ist, Blut mit gleichen geringen Mengen anderer bekannter Konservierungsmittel zu konservieren, schützen 1 his 3'/, x-p-Diclilorhydrin das Blut monatelang für technische Zwecke vor der Fäulnis.
- Weiter ist im Rahmen vorliegender Erfindung die neue Feststellung gemacht worden, claß Stoffe. die von sich aus nur schwach konservierende Wirkung haben, schon durch geringe Zusatzmengen von x-ß-Diclilorhydrin in ihrer Wirkung stark beeinflußt werden, so d#iC man geradezu von einem potenzierenden Effekt des x-,ö-Diclilorhy drins - sprechen kann, d. 1i. einer Wirkungssteigerung über die Summe der Einzelwirkungen hinaus. Dabei wirken Dichlorhydrine auch bei langem Lagern ohne Bildung schädlicher -Nebenreaktionen auf das Blut. -Mit der Erfindung ist ein praktischer Weg gegeben, um das in Schlachthäusern anfallende Blut in flüssiger Form für technische Zwecke für lange Zeit zu lagern oder ohne Verderben weite Strecken zu befördern, damit es jederzeit zur Verwendung für technische Zwecke eingesetzt werden kann.
- Das Verfahren wird durch die folgenden Beispiele der Konservierung von Blut für technische Zwecke, z. B. zur Herstellung von Knöpfen, näher erläutert: Beispiel 1 ioo Teile Blut werden mit 3 Teilen chlorhcdrIn gut vermischt, welche; vorher 7 °/°i- in Wasser gelöst war. So behandeltes Blut kann verschickt und noch wochenlang in nicht vollständig geschlossenen Gefäßen aufbewahrt «-erden, und zwar sowohl in flüssiger Form als auch nach dem Eintrocknen, welches in -eigneten Trockenschränken vorgenommen werden kann. Wenn man die durch Trocknung entstandenen Kristalle fein mahlt, erhält man ein ausgezeichnetes Mittel zur Herstellung von Knöpfen u. dgl. Gegenständen aus Blut, die man durch Pressen unter Druck hei Temperaturen von ioo bis i2o' und nachheriges Härten finit Formaldehyd fertigt.
- Beispiel 2 Zii ioo Teilen Blut gibt man o,5 Teile x-/3-Dichlorhydrin, in Wasser vorgelöst, und i Teil 8o°/°ige Phosphorsäurelösung. Auch dieses Blut kann gelagert und versandt werden, ohne daß Fäulnis eintritt. 1=s kann für technische Zwecke als plastische Masse verschiedenartige Verwendung finden.
- Beispiel 3 An Stelle von Phosphorsäure wird ein anderes Konservierungsmittel, wie z. B. Kochsalz oder Natriumcitrat, je nach dem Verwendungszweck und in entsprechender Menge zur Konservierung des Blutes für technische Zwecke zusammen mit a-ß-Diclilorlivelrin angewendet.
Claims (2)
- PATENTANSPRÜCHE: i. Verfahren zum Konservieren von Blut für technische Zwecke, dadurch gekennzeichnet, daß dein Blut o,; bis 3 °%° Dichlorhedrine, insbesondere x-i')-Diclilorh_vcirin, zugesetzt werden.
- 2. Verfahren nach Anspruch r, dadurch gekennzeichnet, daß dem Blut zusätzlich bekannte Konservierungsmittel zugesetzt «erden.
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