AT221787B - Verfahren zum Imprägnieren von Flaschenverschluß-Korkstopfen - Google Patents
Verfahren zum Imprägnieren von Flaschenverschluß-KorkstopfenInfo
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Description
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Verfahren zum Imprägnieren von Flaschenverschluss-Korkstopfen
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Imprägnieren vonFlaschenverschluss-Korkstopfen für alko- holische Getränke, Fruchtsäfte, säurehaltige und ähnliche Flüssigkeiten durch Behandeln mit Lösungen leimartiger Naturstoffe.
Es ist seit langem bekannt, Korke mit verschiedenen Mitteln zu behandeln, doch haben alle diese
Behandlungen noch nicht zu dem gewünschten Erfolg geführt. Die mit Kollodium behandelten Korke sind z. B. stets mit einem unangenehmen Geruch behaftet, so dass sie für Flüssigkeiten, die als Nahrung- oder Genussmittel anzusprechen sind, unverwendbar werden. Soweit man Korke mit Paraffin bzw. Paraf- fin-Lösungen behandelt hat, blieb auch hier der gewünschte Erfolg aus, weil das Paraffin nach dem Er- starren, wenn der Kork zusammengepresst wird, wieder abbröckelt und der Schutz ja gerade dann, wenn die Korke in die Flaschen eingepresst werden, nicht mehr vorhanden ist.
Auch die Imprägnierungen mit verschiedenen Kunststoffen haben höchst unerwünschte Nachteile im Gefolge, weil derartige Korkstopfen dann keine Flüssigkeit mehr aufnehmen, so dass sie also vor dem Verkorken der Flaschen nicht mehr eingeweicht werden können und schlechte elastische Eigenschaften aufweisen. Solche Korkstopfen lassen sich dann sehr schlecht in die Flaschen einpressen, weil ihnen die notwendige Elastizität fehlt, und es besteht daher die Gefahr, dass der Flaschenhals gesprengt wird.
Es ist ferner aus der brit. Patentschrift Nr. 445, 854 bekannt, Korke mit Korkstaub, der mit Leim oder andern eiweisshaltigen Stoffen oder Dextrinlösungen oder Dispersionen von Viskose und Zellulose gemischt ist, zu behandeln. Hiebei wird aber die Elastizität der Korke geschädigt und ausserdem ist in beiden Fällen das Getränk in keiner Weise gehindert, den Geschmack des Korks anzunehmen. Auch in der USA-Patentschrift Nr. 734, 551 und der entsprechenden brit. Patentschrift Nr. 21, 636/1901 wird vor- geschlagen, die Korke in einem umständlichen Verfahren mit Salzen des Kaseins zu behandeln ; dabei sollen die Korke zunächst in einer neutralen wässerigen Lösung von Kasein und Natronlauge behandelt werden, dann getrocknet und dann in einem zweiten Bad mit Formaldehyd nachbehandelt werden.
Abgesehen von der umständlichen Art dieses Verfahrens werden die Korke spröde und verlieren ihre Geschmeidigkeit, wobei zu beachten ist, dass Formaldehyd die Korke für Getränke unbrauchbar macht.
Gemäss der vorliegenden Erfindung werden die bei den bekannten Verfahren auftretenden Nachteile vermieden. Die Elastizität der Korke bleibt erhalten und die bei nach den bekannten Verfahren behan- delten Korken auftretende, in der Kellerwirtschaft so gefürchtete Wolkenbildung in der lagernden Flasche ist mit Sicherheit ausgeschlossen.
Die Erfindung besteht dabei darin, dass die Stopfen nach an sich bekannter Reinigung mit Wasser mit einer wässerigen Gelatinelösung behandelt werden.
Nach einem weiteren erfindungsgemässen Vorschlag erfolgt die Behandlung mit einer etwa 30 - 500C warmen Gelatinelösung.
Rohkorke mUssen vor der Verwendung gewaschen werden und vor dem Verstopfen der Flaschen so lange eingeweicht sein, dass sie vor dem Eintreiben in die Flasche zusammengepresst und Im Flaschenhals dann wieder aufgehen können, damit sie diesen dicht ausfüllen. Durch das Einweichen der Korke bleiben Spuren der Feuchtigkeit auch in den Poren und feinen Rissen der Korke, und wenn dann die Korke in die Flasche eingedrückt werden, ist es sehr leicht möglich, dass ein Tropfen dieser Feuchtigkeit in den Flascheninhalt, z. B. Wein, kommt. Besonders in diesen Fällen wird dann häufig sehr rasch eine Trübung
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des Weines auftreten, was auf ausgefällte Eiweiss zurückzuführen ist.
Dieses Ausfällen von Eiweiss wird durch die in den Korken vorhandene Gerbsäure verursacht, die mit einem solchen Tropfen Wasser in den Wein oder in eine andere Flüssigkeit, die in der Flasche enthalten ist, gelangt.
Durch das erfindungsgemässe Verfahren ist es nun gelungen, ein solches Herauswandern der Gerbsäure aus den Korken zu verhindern, dabei aber dafür zu sorgen, dass die Korke nach wie vor elastisch bleiben und mit keinerlei Geruch oder Geschmack behaftet sind. Die erfindungsgemäss behandelten Korke weisen zu allem Überfluss auch keinen Kork-Geschmack mehr auf, was auch stets als Übelstand empfunden wurde.
Das erfindungsgemässe Verfahren erfordert, wie bekannt, ein Waschen der Rohkorke, das z. B. im klaren Wasser bei Temperaturen von etwa 30 C durch bewegtes Schwemmen erfolgt, wodurch Korkmehl, das in den Poren vorhanden ist, ausgeschwemmt wird. Anschliessend kommen die Korke dann in ein Gelatinebad, wo sie, je nach ihrer Qualität, zwischen etwa 5-10 Minuten bei Temperaturen zwischen etwa 30 - 500C hin- und herbewegt werden. Dadurch wird nicht nur die äussere Fläche der Korke, sondem auch, soweit die Poren in das Innere gehen, diese mit einer Gelatinehaut überzogen. Es wird also ein Austreten von Gerbsäure durch diese Haut später nicht mehr möglich sein.
Bei Korken erster Qualitäten wird man mit einem Gelatinebad, dem 500 g - 1000 g Gelatine zugesetzt sind, das Auslangen finden.
Bei Korken geringerer Qualität, in denen eine grosse Anzahl von Poren, teilweise sogar von Rissen vorhanden ist, ist eine Erhöhung der Gelatinemenge von Vorteil und wird man gegebenenfalls bis zum Dreifachen der sonst gebrauchten Menge, also bis etwa 2000 g - 3000 g auf 50 1 Wasser, kommen.
Umfangreiche Versuche, die mit den nach dem erfindungsgemässen Verfahren behandelten Korken durchgeführt wurden, haben den Beweis dafür erbracht, dass die so behandelten Korke die Gewähr bieten, dass in die verschlossenen Flaschen keinerlei Gerbsäure aus den Korken in die Füllung eintreten kann, so dass also der Inhalt, insbesondere Wein und Fruchtsäfte, ohne jede Trübung verbleibt.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Verfahren zum Imprägnieren von Flaschenverschluss-Korkstopfen für alkoholische Getränke, Fruchtsäfte, säurehaltige und ähnliche Flüssigkeiten durch Behandeln mit Lösungen leimartiger Naturstoffe, dadurch gekennzeichnet, dass die Stopfen nach an sich bekannter Reinigung mit Wasser mit einer wässerigen Gelatinelösung behandelt werden.
Claims (1)
- 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Behandlung mit einer etwa 30 bis 50 C warmen Gelatinelösung erfolgt.
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