DE897046C - Verfahren zur Herstellung von haltbaren Suessmost- und Fruchtsaftverduennungen sowievon Limonaden - Google Patents
Verfahren zur Herstellung von haltbaren Suessmost- und Fruchtsaftverduennungen sowievon LimonadenInfo
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Description
- Verfahren zur Herstellung von haltbaren Süßmost- und Fruchtsaftverdünnungen sowie von Limonaden An die Lösung der Aufgabe, ein im praktischen Betrieb brauchbares Verfahren zur Herstellung von wirklich haltbaren Süßmostverdünnungn, Fruchtsaftverd'ünnungen und Limonaden austzufinden, ist bereits isehr viel Scharfsinn und Arbeit verwendet worden, ohne @daß es bisher gelungen wäire, einen, greifbaren Erfolg zu; erzielen.
- Verhältnismäßig brauchbare Ergebnisse würden: sich zwar mit vollkommen keimfreien Süßmosten, Fruchtsäften und Limonadenessenzen erreichen lassen. Die Schwierigkeit besteht aber gerade darin, daß im praktischen Betrieb mit vodllkommen Mmfreien Süßmosten, Fruchtsäften und Limonadenessenizen nur in den allerseltensten Fällen gerechnet werden kann. Diese müßten aliso, wenn man sie um. dies antigestrebten Erfolges willen unbedingt in; völlig keimfreiem Us:tandverschneiidien wollte, erst einmal einer geeigneten Vorbehandlfung unterworfen wer-,den. Das. iaiber wäire an und für seich schon ein erheblicher Nachteid. Hinzu kommt, idaß ein Keiimfreimachon von, Süßmosten, Fruchtsäften, und Limonadenessenzen praktisch kaum anders als im Wege einer mehr oder weniger- starken Warmbehandlung ('Pasteuriisiienung) möglich ist. Wie die Erfahrunig :gelehrt hat, wind eine Warmbehianidlunig von vielen Süßmosten<, Fruchbsiälften undLi@moniadenessemzen überhaupt nicht, von anderen nur auf Kosten eines qualitätsmindiernden Kochgeschmackes ertragen, wenn sie zum Keimfneimachen wirklich aulsreichend sietin sohl.
- Ganz abgesehen davon aber hat sich immer wieder gezeigt, daß schließlich alle an, das Keimfreimachen der Süßmoste, Fruchtsäfte und Lismonadenesisenzen verwendete Mühe vergeblich geleistet war, weil sich Nachinfektionen der aus ihnen eher= gestellten fertigen Verdünnungen wähTend des Abfülleis selbst -bei Anwendhzing aldiear im praktischen Betrieb Überhaupt möglichen. Vorsdchts, maßnahmen (doch nicht vermeiden ließen.
- Ein Verfahren zurr Hemtellung von haltbaxen Süßmositverdünnungen, Fruchtsaftverdünmungen und Limonaden; ictas, praktisch brauchbar sein soll, wird demnach von, handelsüblichen, im a111gemeinen nicht keimfreien Rohstoffen unmittelbar ,auszugehen haben.
- Es sind nun bereits Versuche gemacht worden mittels Wässern, (die von 25o y biss hinauf zu 1800 y Silbermetall enthielten, zum Teil also weit mehr als gesetzlich zulässig isst, unbehandelte Ausgangsstoffe zu verschmellden und so zu haltbaren Verdünnungen bzw. Limonaden zu kommen,. Diese Versuche ließen. zwar eine gewisse entwicklungshemmenlde Wirkung des. in den Verschnittwässern enthaltenen Silbermetalls auf die in die fertigen Verdünnungen eingegangenen Gärungserreger erkennen, führten jedoch nicht zu praktisch halbbaren Produkten, id. h. zu solchen, die -bedenkenlos monateleng gelagert werden können.
- Weitere Versuche haben nun ergeben, daß die Herstellung praktisch urnbegnenzt hahbarer Süßmostverdünnungen, Fruchtsaftverdünnungen und Limonaden ohne weteires gelingt, wenn als Verschnittwasser für die Süßmoste, die Fruchtsäfte oder die Limonadenesisenzen eire nach: vollkommener Befreiung von Schwebestoffen u1:1er Art wund nach restloser Entkeimung auf Iden: Liter mit mindestens 3@oo y Silber in ionaler Form beladenes Wasser verwendet wird, wobei die Höhe dieser Beladung des Verschnittwassers@ einmsal von der Art edler iherzus:tellendien Verdünnnung, soidann aber, und dies vor allem, von den Eigenschaften des zu verdünnenden Rohstoffes abhängt. Es hat sich dabei erwiesen, daß selbst dann, wenn eine noch so hohe Anreicherung des Verschnittwassers mit Silbermetall nicht zu. befriedigenden Ergebnissen führt, eine quantitativ viel geringere Beladung ,mit ionalem Sillber das -angestrebte Ergebnis herbeizuiführen vermag. Dies allerdings nur dann, wenn das Wasser vorweg von allen Schwebestoffen befreit und vollkommen entkeimst wurde.
- Als vorteilhaft hat sich'bei der Anwendung dieses Verfahrens die Verwendung von Wäissern gezeigt, die ein keimdichtes Filter passiert hatten, und zwar mit besonderem Vorteül ein gegen des Durchwachsen von Keimen gesichertes Filter.
- Düe Belsadung der so, verbereiteten Wäisser mit ionalem Silber erfolgt dabei nach edier weiteren Erfindung durch enadiisiche Lösung ideis. Silbers. in den WäIssern. Wise sich: gezeigt hat, wind dadurch die geforderte nonale Beladung des, Wassers. in besonders einflacher Weise erreicht. Außerdem läßt die anadieche Lösung ides Sinl(bers einte ibesouders genaue, Dosiernzng zu.
- Die eigentliche Herstellung ider Verdünnungenwiederum erfolgt eirfinldungsgemäß in der Weise, diaß idie Süßmosite, die Fruchtsäfte oder die Limonadegeissenzen dem Verschnittwasiser, nicht also dieses iden Ausgangsstoffen, zugesetzt wenden, und zwar mit besonderem Vorteil in nach und nach zugegebenen Teilmengen.
- Besonders gute Ergebnisse slind: Üabei mit einer guten Durchwiebelung des. Verschnittwas.sers während der Zugabe dies. Süßimostes, des Fruchtsaftes oller der Limoniadenessenz erzielt worden.
- Weitenhin, hat es isich ans, vorteilhiaft erwiesen, dies Verfahren ,gemäß sder Erfindung so zu leiten, diaß dies Versittwasser vom Augeüblick seiner Beladiing mit,dem ionalen Siilber und die fertige Verdünnung vor der Berührung mit blanken Metallteilen nach Möglichkeit bewahrt bleiben, eine Verfahrensregel, die selbst beim Abfüllein der fertigen Verdürnnungen oder Limonaden auf Flaschen beachtet werden sollte.
Claims (1)
- PATENTANSPRÜCHE: a. Verfahren zur Herstelliwng von haltbaren Süßmost- und Frucihts!aft_verdün nungen sowie von Limonaden, dadurch gekennzeichnet, desß als - Verschnittwasiser für den Süßmost, den Fruchtsaft oder die Lirnonadlenessenzen ein nach vollkommener Befreiung von Schwebestoffen und Keimen mit mindestens 300 y/1 Silber in. iionaler Form beladenes Wasser verwendet wird. 2i. Verfahren nach Anspruch -i" gekennzeichnet ,durch die Verwendung ieines Wassers, dies, ein keimidi.chtes Filter passiert hat. 3. Verfahren: nach, Anspruch i und 2" gekennzeiclinet durch die Verwendung eines Wassers, das ein gegen ,das Durchwachsen von Keimleu gesichertes keimdichtes Filter passiert hat. q.. Verfahren nach Anspruch i, gekennzeichnet durch die Verwendung eines Wassers, in dem das Silber anodisch gelöst wurde. 5. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß der Süßmost, der Fruchtsaft fader die Limonadenessenz sdem Verschnittwasiser zugesetzt wird. 6. Verfahr, nach Anspruch: 5, diadurch gekennzeichnet, daß der Süßmost, die, Fruehtssaft oder ,die Limonadeneseenz dein Verschnittwasser nach und nach; in Teillmengen zugesetzt wird. 7. Verfahren nach Anspruch 5, ,dadurch gekennzeichnet, idaß der Süßmost, die, Fruchtsaft odeir die Limonadenessenz :dem Verschnittwasser bei gleichzeitiger Durchwirbelurng desselben zugesetzt wird. B. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß das Versohnittwasser ,nach die, Belsadung mit sdem ionalen Silber vor jedem Inberührungkommven mit blanken Metallteilen bewahrt wird.
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