DE3759C - Selbsttätige Malzwaage - Google Patents

Selbsttätige Malzwaage

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DE3759C
DE3759C DENDAT3759D DE3759DA DE3759C DE 3759 C DE3759 C DE 3759C DE NDAT3759 D DENDAT3759 D DE NDAT3759D DE 3759D A DE3759D A DE 3759DA DE 3759 C DE3759 C DE 3759C
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L. A. RIEDINGER, Maschinenfabrikant, in Augsburg
Publication of DE3759C publication Critical patent/DE3759C/de
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    • GPHYSICS
    • G01MEASURING; TESTING
    • G01GWEIGHING
    • G01G13/00Weighing apparatus with automatic feed or discharge for weighing-out batches of material

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  • General Physics & Mathematics (AREA)
  • Weight Measurement For Supplying Or Discharging Of Specified Amounts Of Material (AREA)

Description

187-7.
Klasse 42.
L. A. RIEDINGER in AUGSBURG. Selbstthätige Malzwaage.
Patentirt im Deutschen Reiche-vom 9. October 1877 ab. Längste Dauer: 22. September 1890.
Die vorliegende Wägmaschine hat den Zweck, das Gewicht des von einer Schrotmühle zu verarbeitenden Malzes selbstthätig und continuirlich zu bestimmen.
Das Princip der Maschine ist das der gewöhnlichen Waage, indem den Haupttheil der-' selben ein Waagebalken bildet, dessen eines Ende irgend ein Einheitsgewicht trägt, während an dem anderen Ende ein Gefäfs aufgehängt ist, dazu bestimmt, das dem Einheitsgewicht entsprechende Malzquantum aufzunehmen. Da jedoch der Wägprocefs ein selbstthätiger und continuirlicher sein soll, sind noch Mechanismen angeordnet, welche die Aufgabe haben, die Füllung des Wäggefäfses ohne weitere Hülfe derart zu bewirken, dafs dieselbe sofort unterbrochen wird, sobald das in dasselbe gelangte Malzquantum dem Einheitsgewicht entspricht.
Diese Mechanismen haben hierauf die Entleerung des Wäggefäfses und schliefslich die erneute Zuführung des Malzes zu. demselben zu vermitteln, so dafs der Wägprocefs immer wieder von neuem stattfinden, also ein continuirlicher sein kann.
Das in einem beliebigen Zeitraum gewogene Quantum bestimmt sich dann selbstredend aus der Anzahl der Spiele, welche die Waage gemacht hat, und aus dem Einheitsgewicht. Erstere werden durch Zählwerk registrirt, welches vermöge seiner Einrichtung sofort das gewogene Quantum zifFermäfsig angiebt.
Die Maschine ist ferner mit einer Anzahl von Sicherheitsapparaten ausgestattet, welche den Zweck haben, Unregelmäfsigkeiten im Gange bei etwa eintretenden Störungen zu verhindern, indem sie in solchen Fällen Ursachen des sofortigen gänzlichen Stillstandes der Maschine werden und somit das vom Zählwerk angegebene Resultat unter allen Umständen ein richtiges sein mufs.
Die horizontale, an ihren Enden mit Schneiden in den Stahlpfannen P P gelagerte Welle w trägt den Waagebalken, welcher aus dem zwei-. theiligen gegabelten Stücke W1 W1 und den beiden Hebeln W2 w2 besteht. Letztere tragen das Wäggefäfs W, indem die an ihren Enden eingeschraubten, mit Schneiden versehenen Bolzen b b den ringförmigen Stahlpfannen / /, Fig. i, 4 und 6, des Wäggefäfses Lagerung bieten. Die beiden Theile des Gabelstückes1»! W1 sind an ihrer Vereinigungsstelle mit einem aufgebogenen Stück verschraubt, dessen zugeschärftes Ende die mit Stahlpfanne versehene Zange Z trägt, in welche das Einheitsgewicht G eingehängt ist.
Die Entfernungen der Aufhängungspunkte des Wäggefäfses W und Gewichtes G vom Mittel der Welle w sind einander gleich. Da für das genaue Einspielen der Waage im unbelasteten Zustande das an einem Ende derselben wirkende Gewicht des Gefäfses W ausgeglichen werden mufs, ist ihr anderes Ende mit dem Gegengewicht g belastet, dessen Wirkung durch das kleine Laufgewicht g1 präcisirt werden kann, Blatt I, Fig. 1.
Die ganze aus dem Waagebalken w W1 W1, dem Wäggefäfs W und den Gewichten G g g1 bestehende Waage ist in einem allseitig verschliefsbaren Gehäuse A derart angeordnet, dafs der Raum, in welchem sich das Wäggefäfs befindet, also der eigentliche Mefsraum, durch eingegossene Zwischenwände, Fig. 1, 4 und 6, vollkommen von dem Raum, in welchem die feineren Theile der Waage untergebracht sind, abgeschlossen, ein Beeinflussen der letzteren durch Staub also möglichst vermieden ist.
Das nach unten mittelst der beweglichen Klappe K abgeschlossene Wäggefäfs IV, in welches oben der Einlauf .£, Fig. 1, mündet, communicirt durch diesen mit der Füllgosse F, welche vom obersten Theil des Gehäuses A gebildet, und dazu bestimmt ist, das zu wägende Malz aufzunehmen. Diese Communication kann jedoch durch die auf der Welle ν sitzende Klappe k aufgehoben werden, was, wie bereits eingangs erwähnt, dann erfolgen mufs, wenn das Gewicht des in das Wäggefäfs gelangten Malzes dem. Einheitsgewichte G gleichkommt. Die hierzu erforderliche Bewegung der oberen Absperrklappe k wird direct von der Bewegung abgeleitet, welche der Waagebalken in diesem Momente machen mufs.
Zur Erörterung dieses Vorganges sei zunächst auf den Anfangszustand der Waage zurückgewiesen. Das leere Wäggefäfs ist ausbalancirt durch das Ausgleichsgewicht g; hierauf wird
das Einheitsgewicht G eingehängt, so dafs auf der zugehörigen Seite des Waagebalkens Uebergewicht eintritt und das Wäggefäfs gehoben wird. Es sei nun vorausgesetzt, dafs auf der Seite des letzteren noch irgend eine kleine Belastung angebracht werde; in diesem Falle wird nach Einlauf des Malzes Gleichgewicht an der Waage schon dann herrschen, wenn das Malzgewicht noch nicht ganz dem Einheitsgewicht am anderen Ende des Waagebalkens entspricht. Letzteres kann selbst dann noch der Fall sein, wenn nach weiterem Malzzulauf auf der Seite des Wäggefäfses bereits Uebergewicht, und infolge dessen ein Zurücksinken des Waagebalkens zunächst in seine horizontale Lage eintritt. Während dieser Bewegung werde jedoch die vorausgesetzte, kleine Mehrbelastung wieder beseitigt, so dafs nunmehr für die Gleichgewichtslage der Waage das mittlerweile vergröfserte Malzgewicht allein bestimmend, der Wägprocefs also wieder richtig gemacht ist. Trotz des auf diese Weise hergestellten Gleichgewichtes wird jedoch infolge der Trägheit die einmal eingeleitete Bewegung des Waagebalkens auch über die horizontale Lage hinaus fortdauern, und diese Bewegung ist es, welche das Schliefsen der oberen Absperrklappe k zu vermitteln hat. Letztere ist so angeordnet, dafs sie vermöge ihres Eigengewichtes zufallen und die Abschliefsung des Einlaufs bewirken würde, wenn sie nicht durch eine Sperrvorrichtung hieran gehindert wäre. Der auf ihrer Welle ν sitzende Hebel A ist nämlich mit der verticalen, in Schlitzen entsprechend geführten Sperrstange S, Fig. 5, Blatt VII, verbolzt, deren durch das Zufallen der Klappe und die gleichzeitige Wirkung des Gewichtes g bedingte Aufwärtsbewegung durch Einschnitt und Sperrklinke s gehindert ist. Sinkt jedoch der Waagebalken, so stöfst das Ende ^1 des Gabelstückes W1 gegen den mit Gewinde versehenen Stellstift t der Sperrklinke s, hebt diese aus und gestattet so das Steigen der Sperrstange, also auch das Zufallen der Klappe k und so das Absperren des Einlaufs E. Die vorausgesetzte, geringe Mehrbelastung der Waage auf der Seite des Wäggefäfses ist hierbei dadurch hergestellt, dafs sich auf das mit dem Stellstift t2, Fig. 3, ausgestattete Ende e2 des Gabelstückes W1 der Gewichtshebel A1 legt. Diesem fällt aufserdem noch eine andere Function zu, die in der Inbewegungsetzung der Regulirklappe kl , Fig. 1 und 4, besteht, mit welcher er durch Zugstange ζ und Hebel A2 verbunden ist. Die Regulirklappe ist gegenüber der behufs Unterstützung des gleichmäfsigen Malzzulaufes zum Wäggefäfse zwischen Gosse F und Einlauf E angeordneten, beständig rotirenden Speisewalze χ angebracht, und hat den Zweck, die Intensität des Malzzulaufs zum Wäggefäfs abzuschwächen, sobald in der Waage nahezu Gleichgewicht herrscht. Ihre entsprechende Functionsweise folgt aus ihrer Verbindung mit dem Gewichtshebel A1, welcher vermöge seiner Anordnung der Abwärtsbewegung des Waagebalkens anfanglich folgen mufs; ist letzterer jedoch in die horizontale Lage gelangt, so setzt sich der Hebel A1 auf den in die Gehäusewand geschraubten Aufsatzstift 0, Fig. 3, entlastet also den Waagebalken und bildet dann gleichzeitig die Hubbegrenzung der Regulirklappe klt welche in dieser ihrer Endlage dem Malz nur noch sehr spärlich Zutritt zum Wäggefäfs gestattet. . Die Regulirklappe übt deshalb auf die Genauigkeit des Wägprocesses wesentlichen Einflufs. Ihre Bewegung erfolgt, wie aus dem Gesagten von selbst erhellt, noch vor dem Auslösen der oberen Sperrklappe k.
Ist der Einlauf abgesperrt und das Wäggefäfs gesunken, so mufs durch entsprechende Drehung der unteren Sperrklappe K die Entleerung des Wäggefäfses gestattet werden.
. Zu diesem Zweck ist die Klappenwelle Wx durch eine Kupplung /, Fig. 1 und 4, mit der in der Gehäusewand gelagerten Axe des Hebels H verbunden, welcher wieder durch die Zugstange Z2 mit dem Hebel Jf1 in Verbindung steht, Fig. 3. Dieser wird durch das aufgeschobene Gewicht beständig gegen die Herzscheibe B gedrückt, welche an dem einen Ende der Welle W31 sitzt, deren anderes Ende das Zahnrad Ji trägt, Fig. 5 und 8. Wenn letzteres durch Einrücken des Zwischenrades r mit dem auf der Axe der Speisewalze χ sitzenden, also ebenfalls beständig rotirenden Rad rx in indirecten Eingriff gebracht und dadurch gleichzeitig mit der Herzscheibe B in Drehung versetzt wird, macht das Hebelsystem HH1 einen entsprechenden Ausschlag und der unteren Sperrklappe K wird eine Bewegung mitgetheilt, derart, dafs die Entleerung des Wäggefäfses eintreten kann. Da die Einrückung des Zwischenrades r Ursache dieser Bewegung ist, haben wir diese zunächst ins Auge zu fassen.
Das Zwischenrad r ist in einem Hängeisen i, Fig. 5, welches auf der Axe des Rades ^1 drehbar ist, gelagert und kann somit eine gewisse Oscillation machen, ohne äufser Eingriff mit letzterem zu kommen. Das von dem einen Schenkel des T-förmigen Hängeisens ζ getragene Gewicht m sucht eine solche Oscillation in dem Sinne herbeizuführen, dafs das Rad r mit dem Rade R in Eingriff kommt; dies wird jedoch durch die mit dem Hängeisen verbolzte horizontale Sperrstange S1 so lange gehindert, als sich deren Nase N gegen den an der Gehäusewand festen Anschlag u legt. Das für die Einrückung des Zwischenrades somit nöthige Freimachen dieser Nase vom Anschlag erfolgt nun dann, wenn die beim Schliefsen der oberen Sperrklappe k aufwärts bewegte, verticale Sperrstange S mittelst Stift c die horizontale Sperrstange .S1 so weit hebt, dafs die Nase über den Anschlag gleiten kann. Die Absperrung des Einlaufes und das Einrücken des Zwischenrades treten also gleichzeitig ein; dasselbe darf jedoch nicht auch bezüglich der unteren Sperrklappe K der Fall sein, indem deren Oeffnen erst dann beginnen darf, wenn die obere Ab-
Sperrung bereits vollzogen ist. Das Mittel, dieser Notwendigkeit Rechnung zu tragen, liegt offenbar . in einer entsprechenden Formgebung der Herzscheibe B, und diese ist thatsächlich so durchgeführt, dafs bei beginnender Rotation zunächst das Hebelsystem H H1 in seiner Ruhelage, die untere Sperrklappe K also geschlossen bleibt, worauf rasches Oeffnen der Klappe und Offenhalten derselben so lange folgt, als zur sicheren Entleerung des Wäggefäfses nothwendig ist; schliefslich tritt wieder Schliefsen der Klappe K ein, und da diesem nicht sofort ein neuerliches Eröffnen folgen soll, mufs nach vollzogener Absperrung das Zwischenrad r wieder aufser Eingriff mit dem Rade R gebracht werden. Diesem mufs jedoch ein Freimachen der horizontalen Sperrstange 5, durch Herabziehen der verticalen Sperrstange S vorhergehen, damit sich die Nase JV nach erfolgter Ausrückung des Zwischenrades r sofort wieder gegen den Anschlag u legen, das Zwischenrad also auch aufser Eingriff erhalten kann. Da das Herabziehen der Sperrstange .S jedoch vermöge ihrer Verbindung mit der oberen Sperrklappe k durch Hebel h ein Oeffnen des Einlaufs zur Folge haben würde, diese Eröffnung aber erst dann beginnen darf, wenn die untere Absperrung des Wäggefäfses bereits beendet ist, so mufs zwischen der letzteren und der Ausrückung des Zwischenrades ein Zeitraum liegen, in welchem dann das erwähnte Herabziehen der Sperrstange S bezw. das Eröffnen des Einlaufs stattfinden kann, gleichzeitig aber die untere Sperrklappe K durch die Herzscheibe B geschlossen erhalten wird. Die Abwärtsbewegung der Sperrstange S erfolgt vom Rad R aus, da auf dessen Axe eine Herzscheibe C, Fig. 5, aufgesteckt ist, welche das mit einem Röllchen versehene Ende des doppelarmigen Hebels L bewirkt, dessen anderes Ende auf den in der Sperrstange befestigten Stift C1 wirkt, Obwohl diese Herzscheibe schon vorBeginn der Entleerung des Wäggefäfses ihre Drehung beginnt, so läfst sie doch vermöge ihrer Form den Hebel L so lange in Ruhe, bis die Entleerung beendet ist und die untere Absperrung wieder stattgefunden hat; gleich darauf findet jedoch das Schalten des Hebels L und damit das Herabziehen der Sperrstange S statt. In dieser Lage mufs dieselbe so lange noch durch Herzscheibe C und Hebel Z erhalten werden, bis das eine Ende des Waagebalkens, welches mit dem Wäggefäfs nach der Füllung gesunken war, wieder" gestiegen ist, da erst dann die Sperrklinke s in Eingriff mit der Sperrstange kommen kann. Wir haben deshalb zunächst noch einen Rückblick auf das Verhalten des Waagebalkens bezw. des Wäggefäfses während der Entleerung des letzteren zu werfen.
Wie früher erwähnt, ist die Welle W der unteren Absperrklappe K durch eine Kupplung / mit der Axe des Hebels H verbunden. Diese Kupplung ist nun allerdings so eingerichtet, dafs in ihrer Ruhelage bei geschlossener Klappe K das Wäggefäfs ungehindert sich nach aufwärts oder abwärts bewegen kann, sie ist jedoch blos dann im Stande, eine Bewegung zu übertragen, wenn die Axen der gekuppelten Wellen sich gegenseitig verlängern, was nur bei der tiefsten Lage des Wäggefäfses der Fall ist. Da jedoch gleich nach Beginn der Entleerung des letzteren auf Seite des Einheitsgewichtes G Uebergewicht eintritt, wird dieses zu sinken, jenes also zu steigen trachten, und es wäre damit die Bedingung für die Functionsfähigkeit der Kupplung aufgehoben.
Um dieses zu vermeiden, ist es nothwendig, dafs das Wäggefäfs trotz des Uebergewichtes bei G so lange in seiner untersten Lage festgehalten wird, bis die Entleerung vollständig erfolgt und das Schliefsen der unteren Klappe K vollständig vollzogen ist. Dies wird dadurch erreicht, dafs sich auf den gegabelten Theil w, des Waagebalkens eines der beiden mit Röllchen versehenen Schenkelenden des Winkelhebels T legt, während sich dessen anderes Ende an die Herzscheibe D, Fig. 5 und 8, anlegt, welche auf der Axe W2 des Rades R aufgekeilt ist. Die Axe des Winkelhebels trägt an ihrem anderen Ende noch den Druckhebel T1 , Fig. 3, welcher die Wirkung des Hebels T, die sonst einen einseitigen Druck auf den Waagebalken zur Folge hätte, ergänzt. Die Form der Herzscheibe D ist so gewählt, dafs bei ihrer mit dem Rade R gemeinschaftlichen Drehung das Wäggefäfs bis nach dem Absperren der Klappe K in seiner untersten Lage erhalten bleibt; erst nach erfolgter Absperrung gestattet die Herzscheibe dem Wäggefäfs unter dem Einflufs des Uebergewichtes bei G langsam zu steigen. Hierbei stöfst die am Waagebalken befestigte Nase M gegen den Stift ti der Sperrklinke s, Fig. 5, wodurch ein Mitnehmen und darauf folgendes Einfallen derselben in den Einschnitt der Sperrstange 5 bedingt ist. Damit fällt aber auch die weitere Notwendigkeit des Festhaltens der letzteren durch die Herzscheibe C und den Hebel L weg, und jene gestattet nun diesem in seine ursprüngliche Lage zurückzufallen, damit er beim folgenden Spiel der Waage kein Hindernifs für die neuerliche Aufwärtsbewegung der verticalen Sperrstange abgebe.
Das Rad R hat nun keine weitere Function zu verrichten, und es kann oder mufs vielmehr mit Rücksicht auf das früher Gesagte seine Be* wegung unterbrechen, d. h. das Zwischenrad r ausgeschaltet werden; dies erfolgt endlich dadurch, dafs der am Rade R befestigte Daumen d gegen den am Rade r befestigten Daumen d1 stöfst, wodurch letzteres seitwärts gedrückt wird.
Die Ausrückung ist von einer entsprechenden horizontalen Verschiebung der Sperrstange S1 begleitet, welche nun, da S bereits früher frei gemacht hat, zurückfallen und durch Anlegen der Nase JV an den Anschlag U das erneute Einrücken des Zwischenrades verhindern kann. Während der zuletzt beschriebenen Periode ist mittlerweile wieder Malz in das Mefsgefäfs ein-
getreten, da ja schon durch Herabziehen der Sperrstange S die Eröffnung des Einlaufs stattgefunden hat, und das ganze Spiel wiederholt sich von neuem.
Da bei jedem Spiel der Waage immer ein und dasselbe Quantum Malz abgewogen wird, so ist für die Constatirung der gewogenen Malzmenge nur das Registriren der Tourenzahlen des Rades R nothwendig, indem dieses bei jedem Spiel eine ganze Umdrehung macht. Da jedoch die vom Zählwerk angegebene kleinste Stelle der Anzahl der Kilogramme des Einheitsgewichtes entspricht, so kann das gewogene Quantum jederzeit sofort am Zifferblatt abgelesen werden. Das Zählwerk erhält seinen Antrieb von der Axe W2 des Rades R durch das Stirnräderpaar Q Q, Fig. 8, welches zunächst die Welle ω bewegt und von dieser aus durch das Kegelräderpaar Q1 Qt, welches die Bewegung auf die Welle überträgt, auf der das Antriebrad des Zählwerkes π sitzt.
Obwohl das Zählwerk in einem für sich abgeschlossenen Raum des Gehäuses A untergebracht, also thunlichst vor dem Verstauben geschützt ist, so wurde der Sicherheit wegen trotzdem auf die Möglichkeit eines solchen Bedacht genommen, um so mehr, als seinem feinen Mechanismus schon eine Staubmenge schaden kann, welche auf die anderen Theile der Maschine gar keinen Einflufs übt. Es ist aber klar, dafs selbst bei richtiger Function des eigentlichen Wägapparates schon die Möglichkeit einer Störung im Zählwerk die Brauchbarkeit der Maschine in Frage stellen würde, da ja dann das abzulesende Resultat nicht vollkommen zuverläfslich wäre. Es ist aus diesem Grunde Vorsorge getroffen, dafs der Stillstand der Maschine eintritt, sobald die geringste Unregelmäfsigkeit im Zählwerk vorkommt. Zu diesem Zwecke sitzt das Kegelrad Q1 nicht fest auf der Welle ω, sondern es ist mit dieser durch eine Zahnkupplung λ, Fig. 8 und 9, verbunden, welche durch den Hebel η mit dem Gewichte γ nur so lange eingerückt bleibt, als der Kraftbedarf, den das Zählwerk bei ruhigem Gange benöthigt, nicht überschritten wird. Wächst der Widerstand im Zählwerk aus irgend einer Ursache so bedeutend, dafs etwa ein Zahnbruch zu befürchten, wäre, so wird die Kupplung sofort ausgerückt.
Dies hat aber ein entsprechendes Pendeln des über seine Axe verlängerten Hebels η zur Folge und weil dadurch der Nase des grofsen Sperrhebels μ ihre Unterstützung entzogen wird, fällt dieser herab, sein anderes Ende dagegen wird gehoben, und dieses legt sich gegen den Ansatz α der horizontalen Sperrstange S1 , Fig.. 5, verhindert also deren Verschiebung selbst dann, wenn die Sperrstange S frei gemacht hat; es kann deshalb das Zwischenrad r nicht mit dem grofsen Rade R in Eingriff gelangen, die Entleerung des Wäggefäfses also nicht stattfinden; die Waage hört auf zu functioniren.
Da es oft von Wichtigkeit ist, mit der Maschine ein bestimmtes Quantum wägen zu können, ist eine Einrichtung getroffen, welche ein solches Wägen in Grenzen von 50 zu 50 kg ohne Controle eines Arbeiters ermöglicht. Auf der Welle ω, Fig. 8, ist nämlich ein Einzahnrad Q2 befestigt, welches in ein Rad Q3 mit zehn Zähnen greift, dessen Axe eine excentrische Stahlscheibe α trägt, Fig. 1, 8 und 9.
Auf diese setzt sich ein vorstehender Stift der Stange ß, welche mit dem Schalthebel i, Fig. 9, verbolzt ist, der einerseits ein kleines Gewicht, andererseits eine Schaltklinke trägt. Die Excenterscheibe α ist so geformt, dafs bei ihrer einhalbmaligen Umdrehung, also 'bei fünf Touren des Einzahnrades Q2 die Stange β eine einmalige Hin- und Herbewegung macht, und die Klinke des Schalthebels δ das grofse Schaltrad ΰ um einen Zahn verschiebt. Ist nun das Einheitsgewicht der Waage 10 kg, so erfolgt jede solche Schaltung nach erfolgtem Abwägen von 50 kg. Mit dem Schaltrade ϋ ist die gleichgrofse Scheibe (S1 verbunden, Fig. 1 und 8, welche an ihrem Umfang mit einem einzigen Einschnitt versehen ist. In diesen kann event, das klinkenförmige eine Ende des sich gegen die Scheibe legenden Sperrhebels μί, Fig. 9, eintreten, was zur Folge hat, dafs sich das andere Ende desselben von oben gegen den Ansatz α der horizontalen Sperrstange S1 , Fig. 5, legt, und auf diese Weise den Stillstand der Waage zur Folge hat, ähnlich, wie dies früher beim Sperrhebel μ erläutert wurde.
Es ist klar, dafs der Eintritt dieser Absperrung vom Beginn des Anlassens der Maschine an gerechnet, von der Anfangsstellung des Schaltrades α abhängen mufs. Ist dieses z. B. so eingestellt, dafs es 20 Zähne zu durchlaufen hat, bis der Sperrhebel μ1 an den Ausschnitt der Scheibe C1 gelangt, so wird die Waage mittlerweile 5 X 20 = 100 Touren gemacht haben müssen, was einem Quantum von 1000 kg bei 10 kg Einheitsgewicht entsprechen würde. Die Einstellung des Schaltrades erfolgt von aufsen durch Drehung eines auf seiner Axe sitzenden Zeigers, welcher auf einem von 50 zu 50 kg (1 Ctr.) getheilten Zifferblatt einspielt, Fig. 2. Der Nullpunkt des letzteren fällt mit. jener Lage der Scheibe οΊ zusammen, in welcher die Klinke des Hebels μι in deren Ausschnitt greift.
Schliefslich ist noch die Verbindung der Maschine mit der Schrotmühle und eine durch dieselbe bedingte Sicherheitsvorrichtung hervorzuheben. Das nach unten offene Gehäuse A der Wägmaschine wird direct auf das Gehäuse der Schrotmühle aufgesetzt. Die continuirliche Bewegung der geriefelten Speisewalze der letzteren wird durch die Riemscheiben y1 und y auf die Speisewalze χ der Wägmaschine übertragen, und dadurch die früher vorausgesetzte beständige Rotation derselben erzielt. Das Abstellen der Schrotmühle hat dann selbstredend auch das Abstellen der Wägmaschine zur Folge.
Wenn die Walzen der Schrotmühle nicht im Stande sind, das von der Wägmaschine gelieferte Malz zu verarbeiten, wird eine Anstauung desselben unter dem Wäggefäfs eintreten, welche unter Umständen so weit gehen kann, dafs sie die Entleerung des letzteren verhindert, also störend auf den Gang der Maschine wirkt. Eine solche Störung wird nun dadurch abgewendet, dafs bei ihrem Eintreten der Wägprocefs durch Verminderung des Malzzulaufes verlangsamt wird. Zu diesem Behufe ist der Hebel hz auf der Axe der Regulirklappe kx , Fig. 3 und 8, durch die Zugstange Z1 mit dem Hebel ^4 verbunden, der auf der Axe einer Klappe K1 sitzt, welche im Mefsraum seitwärts vom Wäggefäfs angeordnet ist, Fig. 1. Bei einer beträchtlichen Stauung im Mefsraum wird diese Klappe vom Malz zur Seite gedrückt und hat so eine mehr oder minder grofse Oeffhung der Regulirklappe kx, also die Verminderung des Malzzulaufes zur Folge. Die Bewegung der Regulirklappe kt kann im Bedarfsfalle übrigens auch von Hand erfolgen, indem die Axe der Klappe K1 durch die Gehäusewand ins Freie tritt, wo sie eine Kurbel n, Fig. 2 und 6, trägt, die auf einem Gradbogen eingestellt werden kann.
Da die Regulirklappe A1 auch noch von der Seite des Waagebalkens die früher erläuterte, regelmäfsige Bewegung bei jedem Spiel durch die mit der Zugstange ζ verbundenen Hebel A1 und h*_ erhält, so ist zur Vermeidung von Störungen die gegenseitige Unabhängigkeit der auf der Axe der Regulirklappe sitzenden Hebel /I2 und h% Bedingung. Es läfst aus diesem Grunde die Verbindung dieser beiden Hebel mit der Klappenwelle, die durch Querkeil erfolgt, ein gewisses Spiel zu, Fig. 8, derart, dafs bei der Bewegung des einen Hebels der andere in Ruhe bleiben kann.
Endlich sei erwähnt, dafs das Gehäuse der Maschine durch seitliche Oeffhungen bequemen Zutritt zu allen Theilen gestattet und dafs die zugehörigen Verschlufsplatten durch amtliche Plombirungen gesichert werden können.
Dasselbe gilt auch· bezüglich der Verbindung von Wägmaschine und Schrotmühle, welche letztere im übrigen die gewöhnliche Construction zeigt. v
Die besprochene Anordnung schliefst keineswegs die Anwendbarkeit der Wägmaschme auch für andere Zwecke aus.
Hierzu 9 Blatt Zeichnungen.
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