DE437491C - Sperrvorrichtung an Triebwerken selbsttaetiger Waagen - Google Patents

Sperrvorrichtung an Triebwerken selbsttaetiger Waagen

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DE437491C
DE437491C DEB119740D DEB0119740D DE437491C DE 437491 C DE437491 C DE 437491C DE B119740 D DEB119740 D DE B119740D DE B0119740 D DEB0119740 D DE B0119740D DE 437491 C DE437491 C DE 437491C
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    • GPHYSICS
    • G01MEASURING; TESTING
    • G01GWEIGHING
    • G01G23/00Auxiliary devices for weighing apparatus
    • G01G23/02Relieving mechanisms; Arrestment mechanisms

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  • Physics & Mathematics (AREA)
  • General Physics & Mathematics (AREA)
  • Transmission Devices (AREA)
  • Portable Nailing Machines And Staplers (AREA)

Description

  • Sperrvorrichtung an Triebwerken selbsttätiger Waagen. Das Anhalten der Triebwerke selbsttätiger Waagen geschieht bisher so, daß beispielsein Hebel oder eine Klinke usw. v -eise während der ganzen Laufzeit .des . Triebwerkes an einem an dein Waagebalken sitzenden Anschlag an_ liegt. : bei eintretender Schwingbewegung des Waagebalkens von diesem Anschlag abgleitet und hierdurch einem Sperrglied das Einlegen in ein zugehöriges Sperrad des Triebwerkes usw. - gestattet. Bei einer anderen Art der Sperrung löst der zuerst frei schwingende Waagebalken durch Auftreffen auf einen Haken oder einen sonstigen Hebel ein Sperrglied irgendwelcher Form aus. Auch Kniegelenke sind schon angewandt worden, die beim Einspielen des Waagebalkens einknicken und so die Sperrung des Triebwerkes einleiten. Bei der zuerst beschriebenen Konstruktion verursacht der am Anschlag des Waagebalkens anliegende Hebel dauernd eine Reibung, die <las rechtzeitige Spielen des Waagebalkens verhindert, so daß man zu Voreilgewichten greifen muß, die ein vorzeitiges Schwingen des Waagebalkens herbeiführen. Die anderen Bauarten lassen zwar den Waagebalken zuerst frei schwingen, behindern aber dann seine Weiterbewegung, weil er ja plötzlich eine gewisse Kraftleistung, nämlich das Zurückdrücken eines Hebels oder das Auslösen des Kniegelenkes, zu vollbringen hat. Auch hierbei ist man auf die Verwendung von Voreilmechanismen angewiesen, die den Waagebalken vorzeitig in Schwingung versetzen. Selbstverständlich hängt die Leichtigkeit der Auslösung aller dieser Mechanismen sehr davon Y ab, wie die aufeinandergleitenden Flächen beschaffen sind bzw. ob die Bolzen, um die sich die Hebel drehen, gut eingeölt sind usw. So wird ein Hebel der zuerst beschriebenen Art natürlich bei blankpolierten Flächen leichter gleiten, als wenn nach einiger Zeit die Flächen etwas angerostet oder verstaubt sind. Ein Hebel wird sich auf seinem zugehörigen -Bolzen leichter drehen und dem Waagebalken weniger Widerstand entgegensetzen, wenn er sauber,: und gut eingeölt ist, als wenn et 'länget e ' Zeih etwa der Feuchtigkeit ausgesetzt war. Auch Temperaturunterschiede können schon eine Rolle spielen, da im Winter das Öl dickflüssiger ist als im Sommer und folglich weniger Schmierfähigkeit besitzt. Man hat daher die Erfahrung gemacht, daß bei zu Anfang vollständig einwandfrei und genau arbeitenden Waagen im Laufe der Zeit Fallschwingungen vorkamen, die nur darauf zurückzuführen sind, daß die Waagen bzw. das auslösende Hebelwerk verschmutzt oder angerostet waren.
  • Diesem Übelstand begegnet die vorliegende Erfindung dadurch, daß eine dauernde oder längere Berührung zwischen Waagebalken und Sperrgliedern überhaupt nicht stattfindet, sondern daß ein Fühlhebel in gewissen, verhältnismäßig rasch aufeinanderfolgenden Zeitabschnitten prüft, ob der Waagebalken bereits seine Anfangsstellung verlassen hat und zum Spielen gekommen ist. Solange der Waagebalken in seiner ursprünglichen Lage verbleibt, wird der Tastlrebel durch einen am Waagebalken sitzenden Anschlag jedesmal an seiner Weiterbewegung gehindert, indem er sich gegen diesen Anschlag anlegt. In dem Augenblick jedoch, in dem der Waagebalken die ihm zukommende Bewegung vollführt, ist er dem Tasthebel aus dem Wege gegangen, und dieser kann sich weiterbewegen und hierdurch die Sperrung des Triebwerkes einleiten.
  • Auf der Zeichnung ist in Abb. z eine solche Einrichtung beispielsweise an einer selbsttätigen Laufgewichtswaage dargestellt. Der Laufgewichtsbalke n ist mit i bezeichnet, das Laufgewicht mit 2, die Antriebswelle für das Laufgewicht mit zugehörigem Zahnrad mit 3, der Antriebsschieber mit angehängtem Treibgewicht mit q.. Der Antriebsschieber q. greift auf der einen Seite mit einer Verzahnung in das zugehörige Zahnrad ein, während er auf der anderen Seite eine Sperrverzahnung besitzt. Jedesmal, wenn das Laufgewicht ,2 um einen Teilstrich seiner Skala vorgerückt ist, ist der Antriebsschieber 4. um eine Sperrzahnteilung weiter nach unten gegangen. Vorn am Laufgewichtsbalken i und mit dem Antriebsschieber .4 durch einen Kettenzug oder durch Hebel zwangläufig verbunden, bewegt sich mit ihm gleichzeitig eine Kerbenteiste 5 senkrecht auf und nieder. Der Anschlag 6 am Laufgewichtsbalken i sitzt dem am Waagengestell drehbar angeordneten Tasthebel7 gegenüber. Der Tasthebel7 besitzt an seinem oberen Ende eine Vase 8, mit der er an der Kerbenteiste 5 entlanggleitet. Während das Laufgewicht von einem zum anderen Teilstrich seiner Skala läuft, hebt sich die Kerbenteiste 5 von einer zur anderen Kerbe, also uin eine Kerbeneinteilung, wobei der Tasthebel 7 mit seiner Nase 8 an der Kerbenteiste entlang@;leitet und seine Zunge ,-. mithin eine Bewegung nach der Zunge 6 am Laufgewichtsbalken zu macht. Die Kerben der Kerbenteiste 5 sind tiefer als die Entfernung zwischen der Zunge 9 des Tasthebels 7 und der Laufgewichtsbalkenzunge 6. ;'Mithin wird, solange der LaufZewichtsbalken i mit seinem vorderen Ende hochsteht. ein L astausgleich also noch nicht erfolgt ist, sich der Tasthebel 7 mit seiner Zunge 9 gegen die "Zunge 6 anlegen. Sofort wird sie aber wieder von der nächsten Erhöhung der Kerbenteiste 5 hinweggedrückt, so daß der Balken i wieder Gelegenheit hat, frei zu spielen. Diese Tastbewegung des Tastliebels 7 findet so lange statt, bis bei genügend vorgeschobenem Laufgewicht 2 der Laufgewichtsbalken i vorn nach unten schwingt, so daß der Tastliebel7 bei seiner nächsten Bewegung in der Richtung auf den Laufgewichtsbalken zu an der Zunge 6 keinen Widerstand mehr findet, sondern sich um so viel weiterbewegen kann, bis seine Nase 8 im Grunde der zugehörigen Kerbe der Kerbenteiste 3 angelangt ist. Seitlich von dem Treibschieber d. ist eine Sperrklinke io am Waagengestell gelagert und mit ihrer Spitze so weit von den Sperrzähnen des Treibschiebers 4 entfernt, daß sie noch nicht den Sperrzahn erfaßt, wenn der Tasthebel7 sich gegen die Zunge 6 am Laufgewichtsbalken anlegt. Erst bei der Weiterbewegung des Tasthebels 7 macht auch die Sperrklinke io einen größeren Weg und legt sich in die Sperrverzahnung des Treibschiebers d. ein, das Triebwerk also am Weiterlaufen hindernd.
  • Die Weiterbewegung des Tasthebels 7, die die Sperrung des Triebwerkes bewirkt, kann auch noch dazu verwendet werden, durch Auslösen weiterer Haken oder Hebel i i andere Getriebeteile freizugeben. So können z. B. mehrere Laufgewichtsbalken nebeneinander schwingen und das Triebwerk der nachfolgenden immer durch den Tasthebel des vorhergehenden beim Stillsetzen seines eigenen Triebwerkes ausgelöst werden.
  • Selbstverständlich kann diese Sperrvorrichtung auch bei allen möglichen anderen Waagentypen verwendet werden, so z. B. bei Waagen mit Aufsetzgewichten, wie in Abb. 2 dargestellt, oder bei Waagen mit Anhängegewichten usw. Es sollen die hier gezeigten Beispiele nur den Gedanken veranschaulichen, ohne die Ausführungsmöglichkeiten in irgendeiner Weise zu erschöpfen. Die Kerbenteiste kann beispielsweise durch eine Zahnstange ersetzt werden, die eine Welle mit einer Scheibe antreibt, an deren Umfang die Kerben eingearbeitet sind usw.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Sperrvorrichtung an Triebwerken selbsttätiger Waagen, dadurch gekennzeichnet, daß ein Tasthebel (7) in gewissen Zeitabständen sich gegen eine an einem der Wiegehebel sitzende Zunge (6) anlegt und wieder von ihr entfernt oder umgekehrt und nur in einer oder mehreren bestimmten Lagen des Wiegeherbels an dieser Zunge (6) vorbei,-leiten kann und bei dieser Weiterbewegung die Bewegung des Triebwerkes sperrt. Sperrvorrichtung an Triebwerken selbsttätiger Waagen nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die Zunge (6), gegen die sich der Tasthebel (7) legt, nicht unmittelbar an einem Laufgewichtsbalken, sondern an einem mit diesem schwingenden Hilfsbalken sitzt. 3. Sperrvorrichtung an selbsttätigen Waagen nach Anspruch i und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die die Sperrung des Triebwerkes Nerv orbringende Bewegung des Tasthebels (7) auch noch dazu benutzt. werden kann, weitere Getriebeteile auszulösen.
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