DE375226C - Fernsprechanlage, bei der die Verbindungen teils mit Schrittschaltwerken teils mit Gleitschaltwerken hergestellt werden - Google Patents
Fernsprechanlage, bei der die Verbindungen teils mit Schrittschaltwerken teils mit Gleitschaltwerken hergestellt werdenInfo
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- H04Q3/42—Circuit arrangements for indirect selecting controlled by common circuits, e.g. register controller, marker
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Description
Die Erfindung betrifft eine Weiterausbildung der im Patent 367091 beschriebenen
Fernsprechanordnung und dm besonderen solche Anlagen, bei welchen selbsttätige
Schaltapparate zur Herstellung der Verbindung zwischen Teilnehmerleitungen verwendet
werden. I Gegenstand der Erfindung ist eine Anord- !
nung, vermittels welcher eine Sprechverbin- ;
to dung zwischen Teilnehmerlaitungen durch Vermittlung einer Anzahl verschiedener ■
Arten selbsttätiger Schaltapparate hergestellt \ wird.
Im besonderen besteht die Erfindung in einer Anordnung von Schalt- und Steuerapparaten,
derart, daß eine Sprechverbindung ; zwischen zwei Teilnehmerleitungen zum Teil ■
durch Wähler der Gleitschaltwerktype und zum Teil durch Wähler der Schrittschaltwerktype
hergestellt werden kann. Dabei sind Einrich- : t.ungen vorgesehen, um bei Anlagen, bei denen
Ämter mit Gleitschaltwerken und Ämter mit Schrittschaltwerken und dazwischenliegende
Verbindungsleitungen verwendet^werden, die Schrittschaltwerke, wenn ein Ruf vom Amt
zu Amt vorliegt, in dem gerufenen Amte zwecks Herstellung der Verbindung zu steuern. Ferner sind Einrichtungen vorgesehen,
um bei Anlagen, bei welchen die Gleitschaltwerke durch eine Sendereinrichtung gesteuert
werden, mit Hilfe dieser Sendereinrichtung die Herstellung einer gewünschten Verbindung auch über die Schrittschaltwerke
durchzuführen.
Weitere Merkmale und Besonderheiten der Erfindung ergeben sich an Hand des nachstehend
beschriebenen Ausführungsbeispiels.
In den Zeichnungen ist eine Fernsprechanlage dargestellt mit den neuen Merkmalen
der Erfindung. Abb. 1 zeigt Stromkreise und Apparate in einem mit Gleitwerkwählern atisgerüsteten
Fernsprechamt. Zur Linken der punktierten Linie ist eine im Amte einlaufende Teilnehmerleitung dargestellt und weiterhin
ein Gruppenwähler, um bsi der Herstellung einer Verbindung diese Leitung weiterzuschalten. Zur Rechten der punktierten
Linie ist das abgehende Ende einer Verbindungsleitung, die zu einem fernen Amt führt, dargestellt zusammen mit den Stromkreisen
und Apparaten, die zu dieser Verbindungsleitung gehören.
Abb. 2 zeigt ein Amt mit Schaltern der Schrittschaltwerktvpe. wobei das ankommende
linde der genannten Yerhindungsleitimg in einem schrittweise arbeitenden Wähler zur
Linken der punktierten Linie endigt. Rechts von der punktierten Linie sind die einzelnen
Stromkreise eines schrittweise geschalteten Wählers dargestellt, der Zutritt zu den gerufenen
Teilnehmerleitungen hat. ίο Gemäß der Erfindung ist eine Anlage vorgesehen.
l:ei welcher Teilnehmer eines mit Gleitschaltwerken ausgestatteten Amtes sowohl in der Lage sind, \~erbindungen mit
Teilnehmerleitungen herbeizuführen, welche in entfernten Ämtern, die mit Schrittschaltwerken
ausgerüstet sind, endigen, ebenso wie mit Teilnehmerleitungen, die über das eigene
Amt führen.
Wie das bei Gleitschaltwerksystemen üblich ist, wird die Leitung eines rufenden Teilnehmers
nach Einleitung des Rufes selbsttätig zu einer Sendereinrichtung weitergeführt, im Falle es sich um eine vollselbsttätige
Anordnung handelt, welche darauf von ihm gemäß der Rufnummer der gewünschten Leitung eingestellt \vird. Handelt es sich um
eine halbselbsttätige Anordnung, so teilt der rufende Teilnehmer die gewünschte Nummer
einer Beamtin mit, welche vermittels ihres Schaltapparates die verlangte Nummer an
einer Sendereinrichtung einstellt. Die so eingestellte Sendereinrichtung arbeitet selbsttätig
und steuert die Wahlvorgänge der Schalter und stellt die Verbindung der rufenden
Leitung mit der gewünschten Leitung her. Demgegenüber ist bei dem dargestellten
System für die Teilnehmer des Amtes die Möglichkeit gegeben, Verbindungen über \~erbindungsleitungen
nach entfernten Ämtern der Schrittschaltwerktvpe weiterzuführen und hier über Schrittwerkwähler nach der Leitung
des gewünschten Teilnehmers weiterzuleiten. Abhängig davon, ob der Ruf lokal oder nach
einem fernen Schrittwerkamt bestimmt ist, wird die Sendereinrichtung entweder unter
dem Einfluß der Teilnehmerleitung direkt oder unter der Einwirkung eines Beamtenapparates
eingestellt. Im Falle eines zwischenamtlichen Anrufes setzt die Sendereinrichtung,
nachdem sie die Einstellung eines jeden Wählers gesteuert hat, um eine abgehende
Verbindungsleitung auszuwählen, ihre Arbeit in Verbindung mit Apparaten fort, die an diese Verbindungsleitung angeschlossen
siind, und veranlaßt die Inbetriebsetzung von Schaltwerken im entfernten
Amte.
In den Zeichnungen ist es nicht für nötig erachtet worden, mehr darzustellen als eine
detaillierte Ansicht eines Gleitwerkgruppenwählers und einer Sendereinrichtung, um die
Einstellung desselben zu steuern. Dieser Wähler kann von irgendeiner bekannten Konstruktion
sein, hei welcher ein Bürstenwagen durch eine ununterbrochen arbeitende Kraftquelle
getrieben wird, wobei die Bürsten über die Klemmen der Verbindungsstromkreise bewegt
werden. Die Sendereinrichtung ist in schematischer Weise innerhalb der punktierten
Linie in der linken unteren Ecke der Abb. ι dargestellt und kann eine Anzahl von
Steuerschaltersendern umfassen, welche nach ihrer Einstellung seitens einer rufenden Leitung
oder seitens der Apparatur einer Beamtin unter Einwirkung eines Fortschalterrelais
des bekannten Sendestromkreises in Ruhestellung zurückgeführt werden und so die gewünschte Wahloperation durchführen.
Um ein klares \'erständnis der Erfindung zu ermöglichen, soll nachstehend die Herstellung
einer Verbindung zwischen zwei Teilnehmerleitungen beschrieben werden.
Es sei angenommen, daß ein Teilnehmer der Leitung 100, zugehörig zum Gleitschaltw
er kamt, in Verbindung zu treten wünscht mit dem Teilnehmer 200, dessen Leitung in
einem entfernten mit Schrittschaltwerken ausgerüsteten Amt endigt. Wenn der Teilnehmer
an der Teilnehmerstation 100 seinen Hörer vom Haken nimmt, so wird seine Leitung
in bekannter Weise über die Übertragerspule 103, über die Leitungen 101 und 102,
sei es unter der Vermittlung von Anrufsuchern oder durch das Eingreifen einer Beamtin, weitergeschaltet. Handelt es sich
um eine vollselbsttätige Anlage, so kann der rufende Teilnehmer dann die bei 150 dargestellte
Sendereinrichtung einstellen, während bei einer halbselbsttätigen Anlage die Beamtin vermittels ihrer Apparatur die Sendereinrichtung
gemäß der seitens des rufenden Teilnehmers übermittelten Rufnummer einstellen kann. Wenn die Sendereinrichtung
eingestellt ist, so findet die Bürstenwahl am Gruppenwähler .in bekannter Weise statt. Ein
Bürstensatz desselben ist bei 107, 108, 109
dargestellt. Zu diesem Zweck wird der Bürstenwellenmagnet 117 durch einen Stromkreis
erregt, in welchem der Kontakt und Anker des Relais 114 liegt. Das Relais 114
kann durch folgenden Stromkreis erregt werden: Batterie, Wicklung des Relais, Kontakt
121 eines dem Gruppenwähler zugehörigen Steuerschalters, Wicklung des Fortschalterelais
116 der Sendereinrichtung, Kontakt und Anker des Relais 115, Kontakt 122 des zur
Sendereinrichtung gehörigen Steuerschalters, Erde am Kontakt 113. Nach der Bürstenwahl
wird der Steuerschalter des Gruppenwählers z. B. nach Stellung 5 vorgerückt. Das
Relais 114 wird dann über einen Stromkreis erregt, in welchem die Kontakte 123 und 124
liegen. Der Bürstenwagenmagnet 125 spricht
nun an und verbindet den Bürstenwagen mit einem dauernd umlaufenden Glied 126. Der
Stromkreis für den Magneten 125 kann verlaufen von Batterie über die Wicklung des
Magneten, Ruhekontakt und Anker des Relais 119, Kontakt 126' zur Erde am Kontakt und
Anker des Relais 114. Der Bürstenwagen rotiert und schaltet seine Bürsten 107, 108,
109 über die Klemmen 11 o, in, 112 der ausgewählten
Reihe von Verbindungsleitungen. Tn dem angenommenen Falle führen diese Verbindungsleitungen zu dem entfernten
Schrittschaltwerkamt. Wenn die Prüfbürste 109 die Prüfklemme 112 einer fraien Verbindungsleitung
erreicht, so findet sie ein Potential und das Prüf relais 120 wird über folgenden
Stromkreis erregt: Batterie 127, Kontakt X35 C1) des Steuerschalters 130, der zu der
Verbindungsleitung gehört, Klemme 112, Bürste 109 zur Erde über die linke hochohmige
Wicklung des Prüfrelais 120. Das Relais 120 spricht an und schließt einen
niedrigohmigen Weg zur Erde über seine rechte Wicklung und über die Wicklung des
Relais 119. Das Relais 119 zieht seinen Anker
an und öffnet den Stromkreis des Magneten 125 und bringt die Bürsten 107, 108, 109 auf
den Klemmen 110, tu, 112 zur Ruhe. Der
niedrigohmige Stromkreis zur Erde über Relais 119 verringert die Spannung an den
Vielfachklemmen 112, so daß für andere Wähler die ausgewählte Verbindungsleitung
besetzt erscheint. Die Erregung des Relais 119 dient dazu, in bekannter Weise den nicht
dargestellten Steuerschalter, der die Stromkreise des Gruppenwählers steuert, weiiterzuschalten,
z. B. nach Stellung 6.
Der Sendestromkreis verläuft nun von der Sendereinrichtung 150 nach dem Relais 121
am abgehenden Ende der ausgewählten Verbindungsleitung. Dieser Stromkreis erstreckt
sich von Batterie über die Wicklung des Relais 121', Kontakt 136 (1), Klemme 111, Bürste
108, Kontakt ro6 (6), Wicklung des Fortschalterelais
116, Kontakt und Anker des Relais 115, Kontakt 122, Kontakt 105 (6),
Bürste 107, Klemme 110 zur Erde am Kontakt 137. Die Relais 121' und 116 sprechen
an; das Relais 121' schließt einen Stromkreis
von Erde über seinen linken Anker und Arbeitskontakt, Kontakt 131 (1), die Wicklung
des Steuerschalters 130 zur Batterie. Steuerschalter 130 bewegt sich aus Stellung 1 nach
Stellung 2. Während dieser Bewegung wird sein Lokalkontakt 144 zur Erde geschlossen
und das Relais 122' spricht in folgendem Stromkreis an: freier Pol der Batterie, Kontakt
142, die Wicklungen des Relais 122', Kontakt 141 zur Erde am Lokalkontakt 144.
Das Relais 122' spricht wieder an, sobald der eben beschriebene Stromkreis am Kontakt 144
: in Stellung 2 des Steuerschalters 130 geöffnet
wird.
Wenn der Steuerschalter 130 Stellung 2 erreicht, so wird das abgehende Ende der Ver- ,-
; bindungsleitung 151, 152 geschlossen, und
; das Fortschalterelais 201 des Wählers 230 (Abb. 2) spricht an. Der Stromkreis für Relais
201 verläuft von Batterie über die rechte Wicklung desselben, Ruhekontakt und inneren ■■■
linken Anker des Relais 228, Leitung 151,
: Leitung 153, Kontakt 303 (1) des Steuerschalters
300, Leitung 154, Kontakt 143 (2) des Steuerschalters 130, Leitung 152, äußeren
linken Anker und Ruhekontakt des Relais 228, die linke Wicklung des Relais 201 zur Erde,
Relais 201 zieht seinen Anker an und schließt einen Stromkreis von Erde über den äußeren
j rechten Anker und Kontakt des Relais 228, j Anker und Arbeitskontakt des Relais 201, :
Wicklung des langsam abfallenden Relais 202 ! zur Batterie. Das Relais 202 spricht an und
: bereitet einen Stromkreis für das zweite lang- ; sam abfallende Relais 203 und den ersten
j Fortschaltemagneten 204 vor. Zur gleichen ] Zeit, in welcher Steuerschalter 130 Stellung 2
ι erreicht, wird ein Stromkreis über die Wick- ; lung des Steuerschalters 300, Kontakt 1-3-1 (2)
zur Erde am Arbeitskontakt und linken Anker des Relais 121 geschlossen. Der Lokalkontakt
304 des Steuerschalters 300 wirkt so, daß der Steuerschalter nur in Stellung 1 in Ruhe
stehen kann. Wenn also Steuerschalter 300 die Stellung 1 verläßt, so durchläuft er sein
■ ganzes Arbeitsfeld. Der Kontakt 303 des Steuerschalters 300 ist -in den Stellungen 1,
2, 3 usw. bis zur Stellung 10 geschlossen. Die Öffnungen zwischen diesen beiden aufein-•
anderfolgenden Stellungen und die Schnellig-. keit, mit welcher Steuerschalter 300 sich bewegt,
sind so,.daß diie Verbindungsleitungen 151, 152 durch den Kontakt 303 mit Unterbrechungen
geöffnet und geschlossen wird in der gleichen Weise, wie sie unter dem Einnuß
eines Nummernschalters an der Teilnehmerstation geöffnet und geschlossen würde. Weiterhin, nachdem der Kontakt 303 seine
zehnte Öffnungsstellung passiert hat und nach Stellung 11 gelangt ist, bleibt er hierauf ge- no
schlossen bis zur Stellung 18. Dieses relativ langdauernde Schließen des Kontaktes 303
entspricht dem Zeitraum, in welchem ein rufender Teilnehmer seine Nummernschalter
für Übermittlung der nächsten Impulsserie einstellt, und dient dazu, genügend lange Zeit
für den Wahlvorgang des Wählers zu lassen, um seine Suchoperation durchzuführen.
Wenn also Steuerschalter 300 Stellung 1 verläßt, öffnet Kontakt 303 den Stromkreis des
Fortschalterelais 201 am ersten Schrittwerkwähler 230, das Relais 201 läßt-seinen. Anker
los und schließt einen Stromkreis von Erde über den äußeren rechten Anker und Ruhekontakt
des Relais 228, Anker und Ruhekontakt des Relais 201, inneren Anker und Arbeitskontakt
des Relais 202, über die Wicklungen des Relais 203 und Magneten 204 zur Batterie und Erde. Der erste Fortschaltemagnet
spricht in bekannter Weise an und bringt die Bürsten 208, 209, 210 auf die erste
Reihe der A^erbindungsleitungsklemmen. Das langsam abfallende Relais 203 spricht ebenfalls
in diesem Stromkreise an. Wenn der Steuerschalterkontakt 303 Stellung 2 erreicht,
wird die Verbindungsleitung 151, 152 geschlossen
und das Relais 201 öffnet den Stromkreis des Magneten 204, welcher abfällt
und das Fortschalten der Bürsten des Wählers um einen weiteren Schritt vorbereitet.
Der Kontakt 302 des Steuerschalters 300 wird auch in Stellung 2 geschlossen und stellt nun den folgenden Stromkreis für Relais
121' her: Batterie, Wicklung des Relais 121',
Kontakt 302 (2), Kontakt 139 (2), Ruhekontakt und Anker des Relais 122', Kontakt 140
(2) zur Erde. Das Relais 121' bleibt erregt, aber der eben beschriebene Stromkreis schaltet
durch Nebenschluß das Fortschalterelais 116 an der Sendereinrichtung 150 aus. In bekannter
Weise bereitet das Abfallen des Relaisiio
das Vorrücken eines Steuersenders , um einen weiteren Schritt vor, auf welchem die Hunderterrufnummer der gerufenen Leitung
eingestellt ist. Wenn Steuerschalter 300 Stellung 2 verläßt, so wird die Verbindungsleitung
151 und 152 zum zweitenmal geöffnet, das Relais 201 fällt ab und der erste Fortschaltemagnet
204 schaltet die Wählerbürsten 108, 109, 110 auf die nächste \rerhindungsleitungsreihe.
Zwischen den Stellungen 2 und 3 des Steuerschalters 300 öffnet sich Kontakt 302 und entfernt den Nebenschluß von
Fortschalterelais 116 im Sendestromkreis. Das Relais 116 spricht an und ein Steuersender
der Einrichtung 150 rückt um einen weiteren Schritt vor. In Stellung 3 des
Steuerschalters 300 schließt sich der Kontakt 303 wieder und verursacht das Abfallen des
Fortschaltemagneten 204, und der Kontakt 302 schließt das Fortschalterelais 116 kurz und
läßt dieses Relais abfallen. Diese Arbeitsweise setzt sich fort, bis der Steuersender der
Einrichtung 150 seine Ruhestellung erreicht, worauf das Relais 115 in bekannter Weise anspricht
und den Sendestromkreis öffnet. Sobald hierauf Kontakt 302 des Steuerschalters 300 wieder geöffnet ist, fällt das Relais 121'
ab. Das Abfallen des linken Ankers des Relais 121' schließt einen Stromkreis über Kontakt
132 (2) und treibt den Steuerschalter 130 aus Stellung 2 in Stellung 3. Der Steuerschalterkontakt
303 hat auf diese Weise die Verbindungsleitung 151, 152 entsprechend der
Einstellung der betreffenden Ziffer an der Sendereinrichtung 150 geöffnet und geschlossen,
und der erste Fortschaltemagnet 204 hat die Bürsten 208, 209, 210 auf die richtige
Reihe von Verbindungsleitungen, die zu den Wählern führt, wie z. B. 240, geschaltet.
Abhängig vom Wert der Ziffer befindet sich der Steuerschalter 300 in einer seiner Stellungen
zwischen Stellung 1 und Stellung 11, wenn der Grundstromkreis geöffnet ist und
der Steuerschalter 130 nach Stellung 3 geht. Ist die Ziffer niedriger als zehn, so wird der
Steuerschalter 300 die Stellung 11 nicht erreicht haben. Um eine Sicherheit zu geben,
daß Kontakt 303 die Verbindungsleitung nicht öffnen kann, und um so zu verhindern, daß
der Fortschaltemagnet 204 fälschlich während der Zeit, in welcher der Steuerschalter 300
Stellung 11 erreicht, erregt wird, wird der Verbindungsleitungsstromkreis durch einen
Hilfsstromkreis geschlossen gehalten, und das Fortschalterelais 201 wird erregt gehalten.
Dieser Stromkreis für das Relais 201 verläuft von Batterie über die rechte Wicklung des
Relais, Ruhekontakt und inneren linken Anker des Relais 228, Leitungen 151 und 153,
Kontakt 133 (3), rechten Anker und Ruhekontakt des Relais 121', Leitung 154, Kontakt
143 (3), Leitung 152, äußeren linken Anker und Ruhekontakt des Relais 228, die linke
Wicklung des Relais 201 zur Erde. Der Steuerschalter 300 setzt seinen Lauf über den
Rest seines Arbeitsfeldes unter dem Einfluß des Lokalkontaktes 304 fort.
Beim ersten Schritt des Wählers 230 werden die Kontakte 229 und 231 geschlossen.
Das Relais 206 spricht an in einem Stromkreis von Batterie über die Wicklung des Relais,
Kontakt 229, Arbeitskontakt und Anker des Relais 203 zur Erde am Arbeitskontakt
und äußeren Anker des Relais 202. Wenn das Relais 201 seinen Anker dauernd nach Vollendung
der ersten Komponentenbewegung anzieht, fällt das langsam auslösende Relais 203 nach Ablauf einer gewissen Zeit ab. Das Abfallen
des Relais 203 schließt einen Stromkreis von Batterie über die Wicklung des zweiten Fortschaltemagneten 205, äußeren no
Anker und Kontakt des Relais 206, Ruhekontakt und Anker ties Relais 203 zur Erde am
Kontakt und äußeren Anker des Relais 202. Die Auslösung des Ankers des Relais 203
öffnet gleichzeitig den für Relais 206 beschriehenen Stromkreis, aber dieses Relais läßt
seinen Anker nicht los, bis der Fortschaltemagnet 205 Zeit zum Ansprechen gehabt hat.
Der Magnet 205 spricht an und schaltet die Bürsten 208, 209, 210 auf den ersten Klemmensatz
in der ausgewählten \7erbindungsleitungsreihe.
Relais 206 läßt nun seinen
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Anker los und öffnet den Erregerstromkreis des Fortschaltemagneten 205. Wenn die erste
Verbindungsleitung zu einem besetzten Wähler führt, so liegt Erde an der Prüfklemme
213, und das Relais 206 spricht in einem Stromkreis an von Batterie über Wicklung
des Relais, Kontakt 229, Kontakt und äußeren Anker des Fortschaltemagneten 205, Ruhekontakt
und inneren Anker des Relais 228, Prüfbürste 210, Klemme 213 zur Erde am
Arbeitskontakt und linken Anker des Relais 215. Relais 206 zieht seinen Anker an und
schließt einen Arbeitsstromkreis des Fortschaltemagneten 205, und die Bürsten 208,
209, 210 rücken um einen zweiten Schritt vor.
Die Betätigung des Fortschaltemagneten 205 öffnet nun den Stromkreis des Relais 206,
welches abfällt und durch Loslassen seines rechten Ankers den Stromkreis des Magneten
205 öffnet und so das Abfallen dieses Magneten verursacht. Dieser Arbeitsvorgang
geht weiter, bis die Prüf bürste 210 eine nichtgeerdete Klemme 213 erreicht. Das Relais
206 bleibt dann unerregt und die Bürsten 208, 209, 210 werden auf den Klemmen 211,
212, 213 einer zu einem freien Verbindungswähler 240 führenden Verbindungsleitung zur
Ruhe gebracht. Während des Suchvorganges nach einer Verhindungsleitung und während
die Bürste 210 dauernd auf geerdeten Klemmen 213 sich befindet, führt der Stromkreis
von Batterie über Relais 206, Kontakt 229, Kontakt und äußeren Anker des Magneten
205 direkt zur Erde über den Ruhekontakt und inneren rechten Anker des Relais 228 und
Prüf bürste 210. Sobald jedoch an einer nichtgeerdeten Klemme 213 eine freie Verbindungsleitung
gefunden ist, verläuft der Stromkreis über Relais 206 zur Erde in folgender
Weise: Batterie, Wicklung des Relais 206, Kontakt 229, Kontakt und äußeren Anker des
Magneten 205, Wicklung des Relais 228, Erde am Kontakt und äußeren Anker des Relais
202. Das Relais 228 wird nicht langer durch einen Stromkreis zur Erde über die Prüfbürste
210 kurzgeschlossen und spricht an. Das Relais 228 und das Relais 206 sind so eingestellt,
daß das Relais 228 anspricht, während das Relais 206 in Reihe mit dem Relais 228 nicht anspricht.
Das Relais 228 öffnet den Stromkreis des Fortschalterelais 201 und schaltet die Verhindungsleitung
151, 152 zum Verbindungswähler 240 durch. Das Fortschalterelais 214
spricht nun in einem Stromkreis an von Batterie über linke Wicklung desselben, Klemme
211, Bürste 208, Arbeitskontakt und inneren linken Anker des Relais 228, Leitungen 151
und 153 zur Leitung 154, entweder über Steuerschalterkontakt 303 oder über Steuerschalterkontakt
133, rechten Anker und Ruhekontakt des Relais 121', von hier zurück über
Kontakt 143, Leitung 152, äußeren linken Anker des Relais 228, Bürste 209, Klemme
212, rechte Wicklung des Relais 214, Steuerschalterarm
222 (Stellung 1) zur Erde. Das Relais 214 schließt einen Stromkreis über
seinen Anker und Arbeitskontakt für die Erregung des langsam abfallenden Relais 215.
Dieses legt an seinen linken Anker und Ar-1 eitskontakt Besetzterde an die Vielfachklinken
213 und sperrt so den Verbindungswähler 240 für andere Wähler. Zur Zeit, als das Relais
201 seinen Anker losließ, öffnete es den Stromkreis für Relais 202, welches seinerseits
den ursprünglichen Erregerstromkreis ■ des Relais 228 öffnete. Das Relais 202 indessen
ist träge im Loslassen und trennt den Stromkreis des Relais 228 erst nach dem Ansprechen
des langsam auslösenden Relais 215 am Verbindungswähler. Infolgedessen wird
das Relais 228 in einem Stromkreis erregt gehalten von Batterie über die Wicklung des
Relais 206, Kontakt 229, Kontakt und äußeren Anker des Magneten 205, Wicklung des Relais
228, Arbeitskontakt und inneren Anker des Relais 228, Bürste 210, Klemme 213 zur
Erde am Arbeitskontakt und linken Anker des Relais 215. Das Relais 215 bereitet auch
einen Fortschaltestromkreis für den ersten Magneten 217 in Reihe mit einem zweiten
langsam auslösenden Relais 216 vor.
Wenn Steuerschalter 300 seine Normalstellung ι erreicht, wird der Steuerschalter 130
von Stellung 3 nach Stellung 4 vermittels eines Stromkreises geschaltet, in welchem der
Kontakt 132 (3) und Kontakt 301 (1) des
Steuerschalters 300 liegt. Der Apparat ist nun in einem Zustand, um den .ersten Wahlvorgang
des Verbindungswählers 214 zu steuern. Der Sendestromkreis ist wieder geschlossen
und die Relais 121' und 116 sind
beide erregt. Das Relais 121' schließt einen Stromkreis von Batterie über die Wicklung
des Steuerschalters 300, Kontakt 131 (4) zur
Erde am Arbeitskontakt und linken Anker des Relais 121'. Steuerschalter 300 verläßt hierauf
Stellung 1 und läuft unter der Einwirkung seines Lokalkontaktes 304 über sein ganzes
Arbeitsfeld. Wenn Kontakt 303 Stellung 1 no verläßt, so wird die Verbindungsleitung 151,
152 geöffnet und das Fortschalterelais 214 erregt. Dieses Relais schließt einen Stromkreis
von Batterie über Steuerschalterarm 221 (Stellung 1), Wicklungen des ersten Fortschaltemagheten
217 und des Relais 216, Kontakt und rechten Anker des Relais 215 zur
Erde an Ruhekontakt und Anker des Relais 214. Der erste Fortschaltemagnet 217 bewirkt
in bekannter Weise die Fortschaltung der Bürsten 232, 233 und 234 des Verbindungs-Avählers
zur ersten Reihe der Leitungsklem-
men. Das langsam auslösende Relais 216
spricht ebenfalls an und schließt einen Stromkreis für den Magneten 219. In Stellung 2
des Steuerschalters 300 schließt der Kontakt 303 den Verbindungsleitungsstromkreis 151,
152: das Relais 214 spricht an und der Fortschaltemagnet
217 fällt ab. Kontakt 302 in Stellung 2 des Steuerschalters 300 schließt das
Fortschalterelais 116, das oben erwähnt wurde, kurz, und der .Sender an der Sendereinrichtimg
150 ist vorbereitet, um in eine weitere Stellung vorzurücken. Beim Verlassen
der Stellung 2 öffnet der Steuerschalter 300 noch einmal die Yerhindungsleitung 151,
152; das Relais 213 fällt ab, und der Fortschaltemagnet
217 spricht eiin zweites Mal an
und schaltet die Bürsten 232, 233, 234 auf die zweite Reihe der Leitungsklemmen. Die Relais
215 und 216, welche langsam auslösen, halten ihre Anker während der Unterbrechungen
des Yerbindungsleitungsstromkreises fest. Xach der gemäß der eingestellten Zehnerziffer
erfolgten Betätigung der Sendereinrichtung 150 öffnet das Relais 115 den Sendestromkreis,
und ! eim letzten Öffnen des Kontaktes 202 fällt das Relais 121' ab. Das Relais 121'
schließt einen Stromkreis, in welchem sein linker Anker und Ruhekontakt und der Kontakt
132 liegt, und schaltet den Steuerschalter 130 nach Stellung 5. Der Verbindungsleitungsstromkreis
151, 152 wird wieder am rechten Anker und Ruhekontakt des Relais
12Γ geschlossen, unabhängig vom Kontakt
203, hält das Fortschalterelais 214 eiregt während
der Zeit, in welcher der Steuerschalter 300 über seine übrigen Stellungen zur Stellung
ι läuft. Das Relais 214 ist genügend lange erregt., um das Abfallen des langsam
auslösenden Relais 216 zu veranlassen. Das Relais 216 öffnet den Stromkreis des Magneten
21g, welcher abfällt und den Steuerschalter
in seine zweite Stellung fortschaltet. Xachdem Steuerschalter 300 seine Stellung
ι erreicht hat, wiird ein Stromkreis geschlossen
von Batterie über die Wicklung des Steuerschalters 130, Kontakt 132 (5) zur
Erde am Kontakt 201. Steuerschalter 130 gelangt
nach Stellung 6. Der Sendestromkreis wird wiederum in der üblichen Weise geschlossen
und die Relais 121' und 116 sprechen
an. Das Relais 121' schließt einen Stromkreis
.ran Erde über seinen linken Anker und Ar-1 eitskontakt 131 (6) und schaltet den Steuerschalter
300 aus der Stellung 1. Dieser vollendet seinen letzten Arbeitsvorgang unter der
Einwirkung seines Lokalkontaktes 304. In einer den beschriebenen Vorgängen ähnlichen
Weise veranlaßt der Kontakt 303 das öffnen und Schließen der X^erbindungsleitung 151
und 152 und die Betätigung des Relais 214 gemäß
der Einerziffer. Beim erstmaligen Loslassen des Relais 214 wird ein Stromkreis geschlossen
von Erde über Anker und Ruhekontakt dieses Relais, rechten Anker und Kontakt des Relais 215, Wicklung des Relais 216, Kontakt
und linken Anker des Relais 223, Wicklungen des zweiten Fortschaltemagneten 218,
Steuerschalterarm 221 (Stellung 2) zur Batterie und Erde. Der Fortschaltemagnet 218
1 ringt die Bürsten 232, 233 und 234 auf den ersten Klemmsatz der ausgewählten Reihe.
Das Relais 216 spricht infolge dieses Stromkreises
an und schließt wiederum einen Erregerstromkreis für den Magneten 219. Bei
jedesmaligem Abfallen des Ankers des Relais 214 werden die Bürsten 232, 233, 234 über
einen Satz von Klemmen weitergeschaltet und kommen zuletzt im Kontakt mit den Klemmen
der gerufenen Leitung zur Ruhe. Wenn der letzte Stromimpuls abgegeben ist und das
Relais 121' abfällt, wird der Steuerschalter 139 nach Stellung 10 unter der Einwirkung
eines Stromkreises gebracht, in welchem Kontakt 132 (6) und der Ruhekontakt und linke
Anker des Relais 121' liegen.
Wenn der Steuerschalter 130 die Stellung/1/;,
durchläuft, spricht das Relais 121' in einem Stromkreis an von Batterie über die
Wicklung des Relais, Kontakt 135, Klemme 112, Bürste 109 zur Erde über die hochohmige
Wicklung des Relais 120. Relais 121' schließt einen Haltestromkreis für sich selbst,
in welchem der Kontakt 134, Arbeitskontakt und rechter Anker des Relais 121', Kontakt
133 und Widerstand 128 liegen. In diesem Stromkreis spricht das Relais 120 nicht an.
In Stellung 10 des Steuerschalters 130 wird ein Stromkreis geschlossen von Batterie über
die untere rechte Wicklung der Übertragerspule 103, Wicklung des Überwachungsrelais iou
104, Kontakt 106, Bürste 108, Klemme in
zur Erde am Kontakt 136. Infolgedessen spricht das Überwachungsrelais 104 an. Soi
aid Steuerschalter 130 Stellung 7 erreicht, wird das Relais 122' in einem Stromkreis erregt
über die linke Wicklung des Relais 214, Klemme 211, Bürste 208, Arbeitskontakt und
inneren linken Anker des Relais 228, Leiter 151, Kontakt 142, Wicklung des Relais 122',
Kontakt 141, Leitung 152, äußeren linken
Anker und Arbeitskontakt des Relais 228, Bürste 209, Klemme 212, rechte Wicklung des
Relais 214, Steuerschalterarm 222 (Stellung 2) zur Erde. Nach Abgabe des letzten
Impulses der Einerserie hält Relais 214 seinen Anker genügend lange angezogen, um das Abfallen
des langsam abfallenden Relais 216 zu ermöglichen. Ist die gerufene Leitung 200
frei, so liegt keine Erdspannung an der Klemme 235, und wenn Relais 216 abfällt, so
läßt der Magnet 219 den Steuerschalter in seine dritte Stellung gehen. Das Relais 226
spricht in einem Stromkreis an von Batterie : über Steuerschalterarm 221 (Stellung 3), über
die Wicklung des Relais 226 zur Erde am Steuerschalterarm 227 (Stellung 3). Das Relais 226 schließt einen Rufstromkreis zur
gerufenen Leitung. Dieser Stromkreis ver- ' läuft von der Rufstromquelle 236 über Ruhekontakt
und äußeren rechten Anker des Relais
225, unteren Anker und Kontakt des Relais 226, Bürste 233, über die Schleife der gerufenen
Leitung 200 und zurück zur Bürste 232, Kontakt und oberen Anker des Relais
226, inneren rechten Anker des Relais 225, rechte Wicklung des Relais 225 zur Batterie
und Erde. Relais 225 spricht nicht an, während Rufstrom auf die Leitung gelegt ist.
Wenn der Steuerschalter am Verbindungswähler 240 nach Stellung 3 geht, um
Rufstrom für die gewünschte Leitung vorzubereiten, so schließt der Steuerschalterarm
222 einen Widerstand 238 in Serie mit der ! rechten Wicklung des Relais 214 und Relais i
122' am abgehenden Ende der Verbindungsleitung 151 und 152. Das Relais 122' kann
nicht in Serie mit Widerstand 238 erregt blei- : ben, läßt seinen Anker los und stellt einen
Stromkreis her, durch den der Steuerschalter 130 aus der Stellung 10 in die Stellung 13 getrieben
wird. Dieser Stromkreis verläuft von Batterie über die Wicklung des Steuerschalters,
Kontakt 139 (Stellung 10), Ruhekontakt und Anker des Relais 122 zur Erde am Kontakt
140. In Stellung 13 wird der Stromkreis j für das Überwachungsrelais 104 am Kontakt |
3S 136 geöffnet. Das Überwachungsrelais 104 !
spricht an und kann in irgendeiner bekannten ! Weise ein Überwachungssignal bewirken, um :
die Beamtin davon zu unterrichten, daß Rufstrom auf die gerufene Leitung gelegt ist.
Wenn der gerufene Teilnehmer antwortet, ; wird der Widerstand des Stromkreises für die :
rechte Wicklung des Relais 225 genügend verringert, um das Ansprechen des ReMs zu er- :
möglichen. Dieses Relais schließt an seinem } linken Anker einen Haltestromkreis für sich !
selbst zur Erde am Kontakt 237. Am rechten ; Anker schließt das Relais 225 folgenden ■
Stromkreis für das gerufene Linienrelais 224: ■ Batterie, linke Wicklung des Relais 224, Arbeitskontakt
und innerer rechter Anker des Relais 225, oberer Anker und Kontakt des Re- ;
lais 226, Bürste 232, Schleife der gerufenen Leitung, Bürste 233, Kontakt und unterer
Anker des Relais 226, äußerer rechter Anker [ und Arbeitskontakt des Relais 225 zur Erde
am Kontakt 237. Der Sprechstrom wird der gerufenen Leitung über die Wicklung des
Relais 224 zugeführt. Dieses Relais zieht seinen Anker an und schaltet den Widerstand
238 ab, so daß Relais 122' wieder ansprechen kann. Das Relais 122' schließt einen Stromkreis
von Erde über Kontakt 140, Anker und · Arbeitskontakt des Relais 122, Kontakt 138
(13), Wicklung des Steuerschalters 130 zur Batterie. Steuerschalter 130 rückt infolgedessen
nach Stellung 14 vor. In dieser Stellung wird ein Stromkreis hergestellt von Batterie
über die untere rechte Wicklung der Übertragerspule 103, Wicklung des Überwachungsrelais
104, Kontakt 106, Bürste 108, Klemme 109, Impsdanz 146. Kontakt 140
(14), Anker und Arbeitskontakt des Relais 122', Kontakt 138 (14), Kontakt 137 (14),
Klemme 11 o, Bürste 107, Kontaktlos, rechte
obere Wicklung der Übertragerspule 103, Erde. Das Überwachungsrelais 104 spricht
an und bewirkt in irgendeiner Weise ein Überwachungssignal am Arbeitsplatz der Beamtin
und teilt dieser mit, daß der gewünschte Teilnehmer geantwortet hat.
Wenn nach Beendigung des Gespräches der gerufene Teilnehmer seinen Hörer an den
Haken hängt, veranlaßt er das Abfallen des Relais 224. Dieses schaltet durch Loslassen
seines Ankers den Widerstand 238 wieder in Reihe mit Relais 122'. Infolgedessen fällt Relais
122' ab und öffnet den Stromkreis für das Überwachungsrelais 104. Das letztere kann
benutzt werden, um beim Abfallen ein Signal am Arbeitsplatz erscheinen zu lassen, welches
angibt, daß der gerufene Teilnehmer angehängt hat. Handelt es sich um ein vollautomatisches
System, so kann das Relais 104 benutzt werden, um die Auslösung des Wählers
einzuleiten. In beiden Fällen fällt, sobald der Gleitwerkwähler in Ruhe zurückkehrt und die
Bürste 109 außer Eingriff mit der Klemme 112 kommt, das Relais 121' ab. Nun ist ein
Stromkreis geschlossen, in welchem der linke Anker und Ruhekontakt 121' und der Kontakt
132 liegen, wodurch Steuerschalter 130 aus der Stellung 14 in die Stellung 1 gebracht
wird. Der Steuerschalter 130 öffnet beim Verlassen der Stellung 14 an den Kontakten
141 und 142 den Stromkreis des rufenden
Linienrelais 214. Das Relais 214 fällt ab, und nach einiger Zeit fällt das Relais 215 ab. Das
Relais 215 schließt an seinem linken Anker und Ruhekontakt einen Stromkreis über Kontakt
239 für den Auslösemagneten 220. Der no letztgenannte Magnet löst den Verbindungswähler 240 aus. Das Relais 215 öffnet an
seinem linken Anker und Arbeitskontakt den Haltestromkreis für Relais 228 am Wähler
230. Nach Loslassen des äußeren rechten Ankers des Relais 228 ist ein Stromkreis geschlossen
über Anker und Ruhekontakt des Relais 201, inneren Anker und Ruhekontakt
des Relais 202, Kontakt 231, Wicklung des Auslösemagneten 207. Der Magnet 207 spricht
an und bringt den Wähler 230 in Ruhe. Der Apparat ist nunmehr vollkommen in Ruhe zu-
rückgekehrt und kann für einen nachfolgenden Ruf in Gebrauch genommen werden.
Es sei nun angenommen, daß die gerufene Leitung 200 besetzt ist. In diesem Falle liegt
ein Erdpotential an den Vielfachklemmen der Prüfklemmen 235, beispielsweise über Steuerschalterarm
227 von irgendwelchen anderen Verbindungswählern, diie in ihrer dritten Stellung
sich befinden. Bei Beendigung der Einerimpulsserie läßt das Relais 216 seinen
Anker nach einiger Zeit los. Der Magnet 219 indessen bleibt erregt infolge des folgenden
Hilfsstromkreises: Batterie, Wicklung des genannten Magneten, über den zuerst schließenden
und dann öffnenden Kontakt des Relais 216, Wicklung des Relais 223, Normalkontakt
dieses Relais, Steuerschalterarm 227 (Stellung 2), Bürste 234, Klemme 235, Erde. Das
Relais 223 spricht an und hält sich in einem
ao Stromkreise über seinen rechten Kontakt und Kontakt 237. Der Magnet 219 verhindert, indem
er erregt bleibt, den Steuerschalter in Stellung 3 vorzurücken. Am äußeren rechten
Anker des Relais 223 wird ein Besetztsignal von der Spule B2 nach der rufenden Leitung
abgegeben. Der rufende Teilnehmer hängt nun seinen Hörer an den Haken und gibt entweder
ein Trennsignal für die Beamtin oder veranlaßt die selbsttätige Auslösung der Schalter des ersten Amtes. Das Auslösen der
Schrittwerkschalter im zweiten Amt und der übrigen Apparate findet in der oben beschriebenen
Weise statt.
Claims (8)
1. Fernsprechanlage, bei der die Verbindungen teils mit Schrittschaltwerken,
die unter der direkten Einwirkung ankommender Impulse stehen, teils mit Gleitschaltwerken,
die unter der Vermittlung einer Impulssendereinrichtung sich befinden, hergestellt werden, nach Patent
367091, gekennzeichnet durch eine derartige Anordnung und Schaltung der i
Sendereinrichtung, daß sie nach Einstellung entsprechend der Rufnummer der gewünschten
Leitung sowohl die Einstellung der Schrittschaltwerke wie auch diejenigen der Gleitschaltwerke regelt.
2. Fernsprechanlage nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Verbindung
in ihrem ersten Teil durch Gleitschaltwerke, in ihrem zweiten Teil durch
Schrittschaltwerke hergestellt wird.
3. Fernsprechanlage nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die
.Sendereinrichtung (150) durch Impulse
eingestellt wird, die durch Handhabung eines Rufapparates an der Teilnehmerstelle
übersandt werden.
4. Fernsprechanlage nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die
Sendereinrichtung durch eine Schalteinrichtung unter der Überwachung seitens einer Beamtin eingestellt wird.
5. Fernsprechanlage nach Anspruch 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß ein von
der Sendereinrichtung gesteuerter Hilfsschalter (300) über eine Anzahl von Arleitsgängen
geschaltet wird und dabei die aufeinanderfolgende Einstellung der Schrittschaltwerke veranlaßt.
6. Fernsprechanlage nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß der Hilfsschalter
(300) unter dem Einfluß eines Steuerrelais (121') steht, welches in einem
Sendestromkreis liegt, in welchem ein Fortschalterelais (116) für die Sendeeinrichtung
(150) sich befindet, wobei der Hilfsschalter (300) das Fortschalterelais
(116) während jedes seiner Arbeitsgänge mehrmals abfallen lassen kann, um hierdurch
die Sendereinrichtung in seine Anfangslage zurückzuführen.
7. Fernsprechanlage nach Anspruch 6, bei welchem die Sendereinrichtung aus
einer Anzahl von Sendern besteht, die nacheinander in ihre Ruhestellung zurückgeführt
werden können, nachdem sie zwecks Aufnahme einer Rufnummer eingestellt wurden, dadurch gekennzeichnet,
daß die Sendereinrichtung ein Trennrelais (115) umfaßt, welches beeinflußt wird,
wenn jeder Sender seine Ruhestellung erreicht, um den Sendestromkreis zu öffnen,
wodurch das Steuerrelais (121') abfällt
und die weitere Beeinflussung der Schrittwerkschalter verhindert.
8. Fernsprechanlage nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß ein Steuerstromkreis
zwecks Einstellung der Schrittwerke in Serie über mehrere vom Hilfsschalter (300) gesteuerte Kontakt (302,
303) verläuft, welch letztere während der Bewegung des Schalters von einer Stellung
zur anderen während jedes Arbeitsganges geöffnet und geschlossen werden, um Impulse nach den Schrittschaltwerken
zu senden, wobei diese Kontakte (302, 303) durch das Steuerrelaiis (121') nach
seinem Abfallen kurzgeschlossen werden, um den Steuerstromkreis dauernd geschlossen
zu halten.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
REIlMN. GEDHlICKT IN UICK
Applications Claiming Priority (2)
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Family Applications (2)
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Country Status (4)
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1922
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| Publication number | Publication date |
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