DE36835C - Formmaschine für Massengufs - Google Patents

Formmaschine für Massengufs

Info

Publication number
DE36835C
DE36835C DENDAT36835D DE36835DA DE36835C DE 36835 C DE36835 C DE 36835C DE NDAT36835 D DENDAT36835 D DE NDAT36835D DE 36835D A DE36835D A DE 36835DA DE 36835 C DE36835 C DE 36835C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
molding
lever
plate
model plate
frame
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired - Lifetime
Application number
DENDAT36835D
Other languages
English (en)
Original Assignee
F. STUMPF in Berlin, Belforterstr. 10
Publication of DE36835C publication Critical patent/DE36835C/de
Anticipated expiration legal-status Critical
Expired - Lifetime legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B22CASTING; POWDER METALLURGY
    • B22CFOUNDRY MOULDING
    • B22C15/00Moulding machines characterised by the compacting mechanism; Accessories therefor
    • B22C15/02Compacting by pressing devices only
    • B22C15/04Compacting by pressing devices only involving muscle power, e.g. hand-operated levers

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Casting Devices For Molds (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 31: Giesserei und Formerei.
FEDOR STUMPF in BERLIN. Formmaschine für Massengufs.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 12. Januar 1886 ab.
Die vorliegende Erfindung betrifft eine Formmaschine für Massengufs, welche nach Meinung des Erfinders in ihrer Handhabung und Construction einfach ist und dabei eine grofse Leistungsfähigkeit besitzt.
Die Maschine ist auf der beiliegenden Zeichnung dargestellt. Fig. 1 zeigt eine Vorderansicht derselben,. Fig. 2 eine Seitenansicht, Figi 3 einen Verticalschnitt und Fig. 4 eine Oberansicht. Die übrigen Figuren sind Details.
In einem festen Gestell A ist die horizontale Druckplatte B mittelst zweier verticalen Stangen b b gelagert, welche in den Querstücken α α des Gestelles verschiebbar angeordnet sind. Auf der Druckplatte B ist mittelst Schwalbenschwanzführung der verschiebbare Formtisch C befestigt, welcher mit einem Handgriff c versehen ist, um nach beendetem Formen den fertigen Formkasten abheben zu können. Auf dem Formtisch C liegt die Modellplatte D lose auf. Auf dieser sind die zu formenden Modelle aufgeschraubt oder letztere sind mit der Platte zusammen aus einem Stück gegossen. Die Modellplatte D, Fig. 1 und 5, besitzt zwei verticale Zapfen d, welche zur Befestigung des Formkastens E auf dieser Platte D dienen. Letztere hat aufserdem vier seitliche Ohren dl und zwei seitliche Zapfen d2, welche lose in Hülsen d3, Fig. 1, stecken, welche auf die oberen Enden der Zahnstangen di lose aufgesetzt sind. Die Zahnstangen <i4 werden zu beiden Seiten des Gestelles A in Lagern Ci1Ci2 geführt und . stehen mit Zahnrädern d& in Eingriff, welche auf einer im Gestell passend gelagerten Welle de festgekeilt sind. Ein auf der Welle d6 befestigter Hebel d7 dient zum Drehen dieser Welle und damit zum Heben und Senken der Zahnstangen di mitsammt der Modellplatte D.
An den Lagern α2 des Gestelles sind die Führungsschienen F befestigt, auf welchen die auf Rollen g laufenden Stangen G ruhen, welche den Prefsbalken H tragen, an welchem die obere Druckplatte K befestigt ist. Letztere kann auf den mit Gewinde versehenen Enden der Stangen G mittelst der Muttern g° in der erforderlichen Höhe eingestellt und diese selbst regulirt werden. Die Stangen G haben an ihren unteren Enden einen hakenartigen Einschnitt, Fig. 2, mit welchem sie den vorstehenden Theil der Zahnstangenlager a1 umfassen.
Die untere Druckplatte B, auf welcher, wie erwähnt, der Formtisch aufliegt, kann mit diesem durch eine Druckstange b1, welche unten auf dem Hebelarm b2 eines Querbalkens b 3 sitzt, gehoben und gesenkt werden. Der Querbalken b 3 ruht auf am Gestell A befestigten Nasen b*, um welche der Balken in Schwingungen versetzt werden kann. Dieses geschieht mittelst eines an dem einen Ende des Balkens befestigten Hebels &5. Wird der Hebel bh in der Richtung des Pfeiles, Fig. 3, bewegt, so wird die Druckstange bl gehoben und von dieser die Druckplatte B mit dem Formtisch und dem Formkasten.
Die Arbeit bei dieser Maschine verläuft wie folgt:
Die mit den Modellen versehene Modellplatte D ist mit ihren Zapfen d2 in die auf den Zahnstangen d* aufgeschobenen Hülsen ds gesteckt. Hierauf wird der Formkasten E, welcher lediglich die Gestalt eines Rahmens hat,
auf die Modellplatte aufgesetzt, derart, dafs er mit seinen seitlichen Ohren über die Bolzen d greift, worauf man ihn durch Keile oder Vorsteckstifte ds, welche über den Ohren durch die Bolzen d gesteckt werden, mit der Modellplatte verbindet. Nunmehr wird ein Blechrahmen E1 auf E aufgesetzt und der Formkasten mit Formsand angefüllt bis zur Oberkante des Rahmens El. Letzterer wird durch vorstehende Klauen e in richtiger Stellung auf E gehalten. Während dieser Vorgänge steht der Prefsbalken H mit der oberen Druckplatte K seitwärts vom Formkasten E, wie Fig. 2 in punktirten Linien darstellt. Nachdem aber der Formkasten mit Sand angefüllt ist, wird der Prefsbalken H nach vorn geschoben, so dafs die Druckplatte K genau über dem Formkasten steht, wie Fig. 2 in vollen Linien zeigt. Hierauf wird durch Drehen des Hebels b5 in der Richtung des Pfeiles, Fig. 3~ der Formtisch mit Formkasten durch die Druckstange b1 gehoben, wodurch der Sand im Formkasten durch die Druckplatte K fest zusammengeprefst wird. Nachdem dies geschehen, wird der Formkasten durch Drehung des Hebels b5 in entgegengesetzter Richtung wieder gesenkt, der Prefsbalken H zur Seite geschoben, der Rahmen -E1 von E abgehoben und der überschüssige Sand von E mit Hülfe eines Streichbrettes entfernt.
Nunmehr erfolgt das Abheben der Modellplatte. Dies geschieht mit Hülfe folgender Vorrichtung: Auf einem gufseisernen Kreuzstück M, welches an einem in den Querstücken α α geführten Schieber m befestigt ist, sind vier Säulen m1 angebracht, welche an ihren oberen Enden verstellbare, mit Köpfen versehene Schrauben m2 tragen. Diese Schraubenköpfe befinden sich sämmtlich in gleicher Höhe, und zwar so, dafs sie den Formtisch um die Höhe des Formkastens E überragen. Ihre Stellung ist dabei eine solche, dafs sie vor den Ohren dl der Modellplatte D stehen, wie dies aus Fig. 2 und 4 ersichtlich ist. Der Schieber m ist durch eine flache Schiene in3 mit der Kurbel mi einer horizontalen Weilern5, Fig. 3 und 7, verbunden, welche in einem an dem oberen Querstück α befestigten Lager ma ruht. Die Welle m5 trägt an ihrem vorderen Ende einen Handhebel m7 zum Drehen der Welle. Wird diese nach links herum gedreht, so wird der Schieber m mit den Säulen ml gehoben. Wenn die Kurbel m4 sich in der tiefsten Stellung befindet, so befindet sich der Schieber m in seiner normalen Stellung. Derselbe ist überhaupt mit seinem ganzen System lediglich an der Kurbel m4 der Welle m5 aufgehängt. Innerhalb des Lagers m6 ist blos so viel Raum ausgespart, dafs die Kurbel nur eine halbe Umdrehung machen kann.
Um nun die Modellplatte D abzuheben, wird zunächst durch Drehung des Hebels dn unter Vermittelung der Zahnstangen rf4 die Modellplatte D mit dem Formkasten so hoch gehoben, dafs sie um die Zapfen d2 um i8o° gedreht werden kann (also mit dem Formkasten nach unten, wie in Fig. 8 punktirt gezeichnet). Beim Senken der Modellplatte legen sich dann die Ohren d derselben auf die Köpfe der Schrauben ot2 auf, Fig. 9 und 5. Die Zahnstangen, ίί* werden in dieser Stellung durch einen Vorsteckstift i, Fig. 8 und 9, arretirt.
Hierauf werden die Keile ds aus den Zapfen d gezogen, Fig. 9, und die Modellplatte D durch die vier Säulen ml hochgehoben, Fig. 8. Hierbei werden auch die Hülsen d3 von den Zahnstangen d* um den entsprechenden Betrag abgehoben, ohne indessen aufser Verbindung mit denselben zu kommen. Der Formkasten E ist auf dem Formtisch liegen geblieben, welcher nunmehr mittelst der Handhabe c vorgezogen wird, um den fertigen Kasten E bequemer herunternehmen zu können. Ist dies geschehen,' so wird der Formtisch wieder zurückgeschoben, die Modellplatte gehoben, umgedreht und wieder auf den Formtisch gesenkt, worauf ein neuer Formkasten aufgesetzt wird und die beschriebene Arbeit von neuem beginnt.

Claims (3)

Patent-Anspruch: An einer Formmaschine für Massengufs die gleichzeitige Anordnung folgender Einrichtungen :
1. ausziehbarer, mittelst Druckstange bl, Hebelarm £2, Querbalken b3 und Hebel b5 nach oben beweglicher Formtisch C in Verbindung mit einer auf Stange G vertical verstellbaren und auf Rollen g laufenden Druckplatte K, welche während des Pressens mit dem Gestell der Maschine fest verkuppelt ist;
2. auswechselbare und in Oesen d3 der Zahnstangen d* drehbare, mit dem Formkasten verbundene Modellplatte D, welche mit seitlichen Ohren dl versehen ist;
3. Vorrichtung zum Abheben der Modellplatte, bestehend aus dem Kreuzstück M, der Zugstange m3, Kurbel m*, Welle ms und dem Handhebel m7.
Hierzu i Blatt Zeichnungen.
DENDAT36835D Formmaschine für Massengufs Expired - Lifetime DE36835C (de)

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE36835C true DE36835C (de)

Family

ID=312626

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DENDAT36835D Expired - Lifetime DE36835C (de) Formmaschine für Massengufs

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE36835C (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE36835C (de) Formmaschine für Massengufs
DE1781034C2 (de) Hebebuhne fur Kraftfahrzeuge
DE121216C (de)
DE22352C (de) Schlitten an einer Stellvorrichtung für Formkasten
DE901765C (de) Doppeltwirkende Blechziehpresse mit fuer Ober- und Unterschlitten im Unterteil des Gehaeuses angebrachtem Antrieb
DE201189C (de)
DE311634C (de)
DE76302C (de) Formtisch
DE12616C (de) Ziegel- und Thonwaarenpresse mit Vorrichtung zum Abmessen des zu formenden Materials
DE204623C (de)
DE34413C (de) Neuerung an einem Apparat zur selbstthätigen Entfernung von Thonplatten und dergl. aus Prefsformen
DE156980C (de)
DE344056C (de) Ortsfeste Vorrichtung zum Ausdruecken der Bloecke aus den Blockformen
DE888823C (de) Verfahren und Einrichtung zum Herstellen von Formlingen
DE490542C (de) Ruettelformmaschine mit Hub-, Wende- und Ablegevorrichtung
DE1431508A1 (de) Steuermechanismus fuer eine Werkstueckzufuehrvorrichtung
DE1156957B (de) Kipphebebuehne zur Wartung von Fahrzeugen
DE244012C (de)
DE67798C (de) Formmaschine mit umlegbarer ! Modellplatte
DE187436C (de)
DE102765C (de)
DE78773C (de) Maschine zur Herstellung von Armkernen für Riemscheiben und Räder
DE383950C (de) Vorrichtung zum Verteilen und Ebenen des Formsandes in Masselgiessereien
DE220646C (de)
DE132897C (de)