DE34413C - Neuerung an einem Apparat zur selbstthätigen Entfernung von Thonplatten und dergl. aus Prefsformen - Google Patents

Neuerung an einem Apparat zur selbstthätigen Entfernung von Thonplatten und dergl. aus Prefsformen

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DE34413C
DE34413C DENDAT34413D DE34413DA DE34413C DE 34413 C DE34413 C DE 34413C DE NDAT34413 D DENDAT34413 D DE NDAT34413D DE 34413D A DE34413D A DE 34413DA DE 34413 C DE34413 C DE 34413C
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Germany
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grippers
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Expired - Lifetime
Application number
DENDAT34413D
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English (en)
Original Assignee
P. SERVAIS in Ehrang
Publication of DE34413C publication Critical patent/DE34413C/de
Anticipated expiration legal-status Critical
Expired - Lifetime legal-status Critical Current

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Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B28WORKING CEMENT, CLAY, OR STONE
    • B28BSHAPING CLAY OR OTHER CERAMIC COMPOSITIONS; SHAPING SLAG; SHAPING MIXTURES CONTAINING CEMENTITIOUS MATERIAL, e.g. PLASTER
    • B28B13/00Feeding the unshaped material to moulds or apparatus for producing shaped articles; Discharging shaped articles from such moulds or apparatus
    • B28B13/04Discharging the shaped articles
    • B28B13/06Removing the shaped articles from moulds
    • B28B13/067Removing the shaped articles from moulds by applying blows or vibrations followed by, or during, the removal of a mould part

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
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Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 80: Thon- und Steinwaaren-Industrie.
PAUL SERVAIS in EHRANG.
aus Preßformen.
Fatentirt im Deutschen Reiche vom i. März 1885 ab.
Die vorliegende Erfindung betrifft einen Apparat, mittelst welchen Thonplatten oder dergleichen aus der Prefsform selbstthätig entfernt werden, und zwar wird durch den Apparat die geprefste Platte nicht nur von der Matrize bezw. dem Unterstempel selbstthätig abgehoben, sondern auch gleichzeitig aus dem Bereich der Prefsform gezogen, ohne dafs hierbei die Handthätigkeit des Arbeiters erforderlich wäre. Letzterer hat daher weiter nichts zu thun, als die Presse mit einer frischen zu pressenden Platte zu beschicken, sobald die fertig geprefste Platte durch den Apparat aus der Form entfernt ist.
Diese Thätigkeit des Apparates kann durch die Presse selbst derart beeinflufst werden, dafs der Apparat genau. in demselben Augenblick in Function tritt, als die geprefste Platte aus der Form gehoben ist. Durch diesen Apparat wird also nicht nur die Betriebssicherheit, sondern auch die Leistungsfähigkeit der Presse bedeutend erhöht.
. Blatt I der beiliegenden Zeichnungen stellt schematisch eine Spindelpresse dar, bei welcher der neue Apparat beispielsweise Verwendung gefunden hat, indem Fig. 1 eine Vorder- und Fig. 2 eine Seitenansicht der Presse im Schnitt zeigt. Auf Blatt II ist der Apparat selbst detaillirt in etwas gröfserem Mafsstabe zur Anschauung gebracht, und zwar zeigt Fig. 3 einen Aufrifs und Fig. 4 einen Grundrifs des Apparates, während Fig. 5 und 6 Querschnitte durch denselben sind.
Der am unteren Ende der vertical en Spindel A, Fig. ι und 2, befestigte Prefsstempel P drückt in bekannter Weise beim Abwärtsgehen den zu pressenden Gegenstand in die Matrize F hinein, in welcher der untere Gegenstempel P1 während dieser Operation festliegt, Fig. 2.
Nachdem die Pressung vollendet ist, geht zunächst der Prefsstempel P allein hoch, bis die Traverse T die am oberen Ende der Stangen S angebrachten Muttern trifft und nun diese Stangen S und damit durch Vermittelung der Stange -S1 den Gegenstempel P1 der Matrize gleichfalls mit hochnimmt, so dafs die geprefste Platte x, Fig. 1, auf das Niveau des oberen Randes der Matrize F gehoben wird und die auf dem Gegenstempel P1 ruhende Platte nunmehr über die Matrize und aufserhalb derselben gelangt. In diesem Augenblick hat der nunmehr zu beschreibende Apparat in Function zu treten.
Der Apparat besteht im wesentlichen aus einem Schlitten, dessen beide Führungsleisten a, Fig. 3 bis 6, fest auf der oberen Fläche der Matrize F aufgeschraubt sind. - Der Schlitten wird aus den beiden winkelförmigen Schienen b gebildet, welche durch die Querverbindung c in ihrer Lage zu einander festgehalten werden. An den inneren Seiten der oberen Schenkel von b sind vier Hängeschrauben d angeordnet, in denen die beiden Wellen e drehbar gelagert sind.
Mit diesen Wellen e sind die beiden Greifer ^ fest verbunden, mittelst welcher der geprefste Gegenstand vom Stempel P1 angehoben wird.
In Fig. 5 sind diese Greifer / in ihrer höchsten und in Fig. 6 in ihrer tiefsten Stellung veranschaulicht. Das Anheben der Greifer erfolgt mittelst der beiden Daumen g, die nur theilweise auf den Wellen e drehbar sind, indem sie mit einem Ausschnitt rn die Greifer / umfassen. An den Daumen g sitzen die Zapfen gl.
Zur Führung der Zapfen g1 dienen die curvenförmigen Schienen h, welche mittelst Ständer i mit den Leisten α verbunden sind, und zwar gleiten die Zapfen g1 bei der Vorwärtsbewegung des Schlittens im Sinne des Pfeiles, Fig. 3, an den unteren Flächen der Schienen h entlang, wodurch die Greifer/" so lange in hochgehobener Lage bleiben, Fig. 5, bis die Zapfen g1 an den Enden der Schienen h angelangt sind und abgleiten. Alsdann fallen die Greifer/ in die Position Fig. 6 herab und heben dadurch die Zapfen g1 auf die oberen Kanten der Schienen h hinauf. Zugleich ist aber auch der Schlitten an dem Ende' seines Weges angelangt, worauf die Knaggen k mit den elastischen Buffern k1 die Anschläge / treffen.
Bei der Rückwärtsbewegung des Schlittens gleiten die Zapfen gl der Daumen g die schiefe Ebene der Schienen h hinauf, bis sie am Ende des Weges den höchsten Punkt überschritten" haben und wieder herabfallen, wobei die Bewegung des Schlittens selbst durch die in Fig. 3 rechts gelegenen Anschläge Z begrenzt wird.
Der Apparat functionirt nun wie folgt:
Beim Beginn der Pressung nimmt der Schlitten die in Fig. 2 dargestellte Lage ein und wird in derselben durch eine Klinke ο gehalten, welche hinter den Stift η der Schiene b greift. Die Greifer/ sind niedergedrückt und somit aufser dem Bereich des Prefsstempels P, welcher nun nach Inbetriebsetzen der Presse sich abwärts bewegt und den vorher auf den Stempel P1 gelegten, zu pressenden Gegenstand in die Matrize drückt. Der Unterstempel P1 folgt dieser Bewegung ebenfalls, bis er auf dem Boden der Matrize F aufliegt, wonach die Pressung sich so lange fortsetzt, bis der zu pressende Gegenstand die erwünschte Festigkeit hat. Ist dies geschehen, so ändert die Prefsspindel A ihre Drehrichtung, der Oberstempel P steigt empor und nimmt dann, wenn die Traverse T die Muttern oder Knöpfe der Zugstangen S wieder fafst, den Unterstempel P1 mit empor. Gelangt nun der geprefste Gegenstand, beispielsweise eine Thonplatte, über das Niveau der Matrize F, so wird die Klinke 0 durch einen Stift s des Hebels r ausgehoben. Dies geschieht dadurch, dafs ein an der Zugstange S sitzender Knaggen u beim Hochgehen der Stange unter das Ende des Hebels r fafst und denselben um Achse t dreht. Die Greifer/ fassen jetzt unter die Thonplatte, und beginnt der Schlitten seine automatische Verschiebung, beeinflufst durch das Gewicht G einer an der Querverbindung c angreifenden Kette, Fig. 2. Durch das Entlanggleiten der Daumenzapfen gl an den Schienen h werden die Greifer / und mit ihnen die auf denselben ruhende Thonplatte hochgehoben. Am Ende des Schlittenweges wird die Thonplatte dann von den sich wieder senkenden Greifern abgesetzt und kann nun ohne Gefahr von Hand entfernt werden.
Während die Presse weiter arbeitet und die Prefsstempel wieder niedergehen, wird der Schlitten automatisch in seine Anfangsstellung zurückgezogen, indem die Stempelstange S1 oder die Stangen 5 etc. beim Abwärtsgang auf den Arm H, PIg. 2, des Winkelhebels H1 wirkt, der durch Kette oder Schnur, wie aus Fig. 2 ersichtlich, mit dem Schlitten verbunden ist.
Hat der Schlitten das Ende seines Weges erreicht, so wird er durch die hinter den Stift η greifende Klinke ο festgehalten, wonach sich der oben erwähnte Vorgang der Pressung, Aushebung und Seitwärtsbewegung der Thonplatten wiederholen kann. Der Hebel r wird durch eine Feder in seiner normalen Lage derart gehalten, dafs bei der Abwärtsbewegung der Stangen S der Knaggen u den Hebel herabdrücken kann, ohne den oben beschriebenen Mechanismus zu beeinflussen.
Zur automatischen Bewegung des Schlittens und Auslösung desselben könnten zweckmäfsig auch noch andere Einrichtungen vorgesehen werden, die sich selbstverständlich auch nach der Construction der Presse richten müssen.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Bei einem Apparat zur selbsttätigen Entfernung der geprefsten Platten aus der Form die Führungsschienen h für die Zapfen gl der Greifer, welche Führungsschienen so geformt sind, dafs bei der Verschiebung des Schlittens nach der einen Richtung hin die Greifer gehoben werden, während bei der Verschiebung nach der anderen Richtung die Greifer gesenkt bleiben.
    Hierzu 2 Blatt Zeichnungen.
DENDAT34413D Neuerung an einem Apparat zur selbstthätigen Entfernung von Thonplatten und dergl. aus Prefsformen Expired - Lifetime DE34413C (de)

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