DE368274C - Verfahren zur Herstellung von Abziehpraegefolien - Google Patents
Verfahren zur Herstellung von AbziehpraegefolienInfo
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- DE368274C DE368274C DEC29095D DEC0029095D DE368274C DE 368274 C DE368274 C DE 368274C DE C29095 D DEC29095 D DE C29095D DE C0029095 D DEC0029095 D DE C0029095D DE 368274 C DE368274 C DE 368274C
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Classifications
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- C—CHEMISTRY; METALLURGY
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Description
- Verfahren zur Herstellung von Abziehprägefolien. Die Zerbrechlichkeit der Prägefolien und die damit zusammenhängenden Schwierigkeiten beim Prägen waren die Veranlassung, daß man Prägefolien herstellte, bei denen die Farbschicht auf Unterlagen von Papier aufgebracht war. Diese Folien hatten jedoch den Nachteil, daß die Prägungen infolge der Papierstruktur und- der Stärke des Papiers meistens unscharf und glanzlos ausfielen. Die Farb-oder Bronzeschicht haftet nämlich so fest auf der Tragschicht aus Papier, daß sie sich nur schwierig und manchmal nicht restlos beim Prägen ablöst. Selbst Pergamynpapiere, welche nach der Patentschrift 318867 verwendet werden, ergeben Prägungen, die immer noch von der Struktur und Stärke des Papiers beeinflußt werden.
- Es wurde nun gefunden, daß man Prägefolien herstellen kann, welche diese Mängel nicht aufweisen, wenn man die Farb- oder Bronzeschicht auf Unterlagen von äußerst dünnen Häutchen aus Celluloseestern oder Cellulosehydrat (Glashaut, Cellophane) aufträgt.
- Diese Folien haben den Vorteil, daß die damit hergestellten Prägungen äußerst scharf ausfallen; denn zufolge des natürlichen Glanzes der Oberfläche :und der Feinheit der Celluloseesterfilms löst sich die Farb- oder Bronzeschicht beim Prägen äußerst leicht :und restlos von der Unterlage ab und ergibt den höchsten Glanz der Prägung. Die Bindemittel-für die Farbe oder Bronze können die bei der Herstellung von PrÜZ efolien üblichen sein. Man verwendet dazu besonders solche Substanzen, welche die Farbe oder Bronze Luft- .und wasserdicht einhüllen, die Prägung also vor Einflüssen der Atmosphäre und Feuchtigkeit schützen um welche außerdem ein Vorgrundieren. der Unterlage entbehrlich machen. Dafür sind geeignet besonders Harze, wie Schellack Kolophonium, Kunstharze oder ähnliche Kleb. stoffe, denen man in bekannter Weise Weichhaltungsmittel, 151e o. dgl. zusetzen kann. Als Träger für die Farb- oder Bronzeschicht eignet sich besonders die aus Viskose hergestellte Glashaut, die sich -durch besonderer Glanz ihrer Oberfläche auszeichnet und weder durch Harze noch deren Lösungsmittel angegriffen: wird; doch auch Celluloseester sind für das Verfahren ;geeignet. Das Prägen mit den Folien kann sowohl kalt als auch warm ausgeführt werden. Ein Abstäuben oder Abwischen der überschüssigen Farbe ist nichl nötig; das oft sehr unangenehme V erwischer der Prägungen ist ausgeschlossen; denn nachdem :der Druck des Stempels erfalgt ist, wird die Folie einfach von der Unterlage abgezogen. Es bleiben nur die vom Stempel getroffenen Teile der Farb- oder Bronzeschicht auf der Unterlage haften; man zieht nach derr, Prägen eine Folie von der Unterlage ab, die nur an dien Stellen, wo der Prägestempel gewirkt hat, von der Farbschicht befreit ist. Drückt man eine solche bereits einmal benutzte Folie mittels eines glatten Stempels auf eine geeignete glatte Unterlage und zieht dann ab, so bleibt die Farbschicht auf der Unterlage haften und gibt gewissermaßen ein Negativ der ersten Prägung. Man kann so sehr schöne weiße Prägungen auf dunklem Grunde herstellen.
- Das neue Verfahren unterscheidet sich wesentlich von dem der britischen Patentschrift 5216 vom Jahre 1893. Das Erzeugnis jener Patentschrift ist eine einheitliche Folie aus einem Gemisch von Bronze oder Farbe und Kollodium. Nach dem vorliegenden Verfahren hingegen wird eine Folie erzeugt, die aus zwei Schichten besteht, nämlich einer Cellulosehvdrat- oder Celluloseesterschicht und einer solchen von Bronze- oder Farbpulver und einem Bindemittel, z. B. Harz. Entsprechend ihrer verschiedenen Zusammensetzung verhalten sich die Folien .des britischen Patentes und der vorliegenden Erfindung beim Prägen verschieden. Wird die Folie des britischen Patentes .durch den Druck des Prägestempels fest auf die Prägestellen aufgepreßt, so zerfallen die nicht aufgeprägten Teile der Folie und müssen durch Abbürsten entfernt werden. Wenn die Folie des vorliegenden Verfahrens in gleicher Weise aufgepreßt wird, löst sich nur die aus Farbe und Harz bestehende Auflageschicht an der Prägestelle von der Celluloseester- oder Cellulosehvdratschicht ab und geht in die Prägung über. Die Celluloseestertragschicht bleibt als Ganzes erhalten und hat nur an der Prägestelle ihre Farbauflage verloren, sie wird nicht durch Abbürsten entfernt, sondern durch einfaches Abziehen von der Prägung gelöst. Die Prägung selbst besteht bei der Folie des britischen Patentes aus einer Mischung von, Farbe -und Kollodium, bei der Folie des vorliegenden Verfahrens nur aus Farbe und Bindemittel (Harz), während der Celluloseester selbst nicht in die Prägung übergeht, da er nach dem Prägen abgezogen wird. Das Verfahren der vorliegenden Erfindung bietet gegenüber dem der britischen Patentschrift wesentliche Vorteile. Grundbedingung einer Prägefolie nach dem -britisehen Patent ist, daß sie sich beim Prägen leicht entfernen läßt, sie muß also zerbrechlich sein. Demgegenüber ist die Prägefolie des vorliegenden Verfahrens außerordentlich fest; denn- sie wird als Ganzes von der Prägung wieder abgezogen, nachdem sie nur an der Prägestelle ihre Farbauflage abgegeben hat.-Die überschüssige Prägefolie des britischen Patentes muß weggebürstet werden, was mit ziemlichem Zeitverlust verbunden ist. Das Abziehen der nach vorliegendem Verfahren hergestellten Folie verläuft dagegen außerordentlich schnell und gleichmäßig. Die Prägung selbst ist bei der Folie des vorliegenden Verfahrens viel klarer und sauberer, :da die Gefahr des Hängenbleibens von Farbpartikelchen wie beim Abbürsten der nach dem britischen Patent hergestellten Folie vollkommen ausgeschlossen ist. Wie bereits oben erwähnt, bietet die neue Prägefolie auch noch den Vorteil, daß sie sich zu einer zweiten Prägung verwenden läßt, bei der- eine weiße Zeichnung auf dunklem Grunde, also gewissermaßen ein Negativ der ersten Prägung hergestellt wird. Das Verfahren stellt somit einen wesentlichen technischen Fortschritt dar. Beispiel. Man rührt Farbe oder Bronze mit einer Auflösung von Schellack, Kolophonium oder einem anderen Harz oder Klebmittel in geeigneten Lösungsmitteln, wie Alkohol, Benzol, Äther, an und trägt :die :Tasse in bekannter Weise auf eine möglichst dünne Celluloseesterbahn, z. B. Viskosehaut, auf und läßt das Lösungsmittel verdunsten. Die Folien. kann man in beliebiger Länge maschinell herstellen. Sie werden ohne Grundierung des zu beprägenden Materials verwendet.
Claims (1)
- PATENT-ANsPRUc13: Verfahren zur Herstellung von Abziehprägefolien, bei welchen Farbstoffe oder Bronze gemischt mit Bindemitteln auf einer möglichst dünnen Tragschicht von Cellulosehvdrat oder einem Celluloseester aufgebracht sind.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEC29095D DE368274C (de) | 1920-05-21 | 1920-05-21 | Verfahren zur Herstellung von Abziehpraegefolien |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
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Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
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| DE368274C true DE368274C (de) | 1923-02-02 |
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ID=7018853
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|---|---|---|---|
| DEC29095D Expired DE368274C (de) | 1920-05-21 | 1920-05-21 | Verfahren zur Herstellung von Abziehpraegefolien |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE368274C (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1007913B (de) * | 1955-12-30 | 1957-05-09 | Pelikan Werke Wagner Guenther | Beschichtungsmasse fuer Praegefolien fuer Kunststoffe, insbesondere Kunststoffgewebe |
-
1920
- 1920-05-21 DE DEC29095D patent/DE368274C/de not_active Expired
Cited By (1)
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| DE1007913B (de) * | 1955-12-30 | 1957-05-09 | Pelikan Werke Wagner Guenther | Beschichtungsmasse fuer Praegefolien fuer Kunststoffe, insbesondere Kunststoffgewebe |
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