DE398073C - Folienpapier aus einer vorzugsweise aus Pergamynpapier bestehenden Papierunterlage - Google Patents
Folienpapier aus einer vorzugsweise aus Pergamynpapier bestehenden PapierunterlageInfo
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Classifications
-
- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B44—DECORATIVE ARTS
- B44C—PRODUCING DECORATIVE EFFECTS; MOSAICS; TARSIA WORK; PAPERHANGING
- B44C1/00—Processes, not specifically provided for elsewhere, for producing decorative surface effects
- B44C1/10—Applying flat materials, e.g. leaflets, pieces of fabrics
- B44C1/14—Metallic leaves or foils, e.g. gold leaf
Landscapes
- Paper (AREA)
Description
- Folienpapier aus einer vorzugsweise aus Pergamynpapier bestehenden Papierunterlage. Die Erfindung bezweckt die Schaffung eines Folienpapiers, welches sich als Unterlage für hauptsächlich zu Prägezwecken dienende Bronze- oder Farb- oder Farbbronzefolien und als Ersatz für Goldschlägerhäutchen zum Schlagen von echtem und unechtem Blattgold und zu sonstigen Zwecken besonders eignen soll.
- Zum Auftragen von Stempelaufdrucken auf Papier, Pappe, Leinwand und sonstige Stoffe nimmt man bisher, soweit es sich nicht gerade um Luxusprägungen handelt, Bronze- und Farbfolien oder gefärbte Bronzefolien, welche zwecks Aufprägens vorher von ihrer Unterlage abgelöst werden mußten, auf welche -sie ursprünglich aufgespritzt waren. Das Ablösen der Folien von ihrer Papierunterlage ist zeitraubend und kostspielig, und die zwischen Papierstreifen zu Bobinen aufgewickelten oder zwischen Papierblättern eingelegten losen Folien müssen mit besonderer Vorsicht und übung behandelt werden, wenn sie bei ihrer Auftragung auf die Prägestelle von Hand nicht zerreißen oder zerknittern. sollen.
- Diese Empfindlichkeit der losen Folien führte schon zu Versuchen, die Folie erst im Augenblick ihres warmen Aufpressens auf die Prägestelle von ihrer Papierunterlage abzulösen, an der sie bis dahin haftete. Eine solche Ablösung wurde durch Beimischung von Glyzerin, Wachs, öl u. dgl. Stoffen zu harzigen oder ähnlichen bekannten Bindemitteln der Aufspritzmasse, die infolge der Glyzerin- usw. Beimischung nie vollständig trocknet und erhärtet, zwar schon erreicht, aber der Erfolg war insofern ein sehr mäßiger, als der Prägeaufdruck keinen Hochglanz aufwies. Zu diesem schon unmittelbar nach dem Aufprägen in Erscheinung tretenden Mißstand kam noch der weitere Nachteil, daß die Bronze, die in dem glyzerin-, wachs- oder ölhaltigen Bindemittel nicht luftdicht genug abgeschlossen war, nach kurzer Zeit oxydierte und schwarz oder sonstwie völlig unscheinbar wurde. Der mangelhafte Glanz solcher Aufdrücke rührte auch davon her, daß die Oberfläche der Bronzefolie wegen der genannten Beimischungen von vornherein nicht glatt genug war und durch das Aufprägen des Papieres auf sie auch nicht geglättet wurde. ;Man kehrte daher fast allgemein wieder zum Warmaufpressen der Folien zurück, die in Bobinen-oder auch Blattform zwischen Papier lose eingebettet in den Handel kommen.
- Mit der Erfindung ist nun in Form in an sich bekannter Weise mit einem Wasserglasüberzug versehenen Papiers, vorzugsweise Pergamynpapiers, mit einem solchen eine Aufspritzunterlage für Bronze- und Farbfolien und für gefärbte Bronzefolien ein Papier geschaffen, die sich auch erst beim Prägen von der Folie ablöst, aber ohne daß diese die glanzabstumpfende und das Oxydieren begünstigende Beimischung von Glyzerin usw. enthalten muß. Die neue Unterlage hinterläßt die Folie auf der Prägestelle in einem Zustande, in welchem sie nicht nur von vornherein einen bisher unerreichten Hochglanz zeigt, sondern diesen auch dauernd beibehält. Das für Prägezwecke neue Papier zeichnet sich durch einen Überzug aus Wasserglas (Sodasilikat) aus. Auf diesem L'berzug gewinnt die ohne bzw. am besten ohne Beimischung von Glvzerin oder Wachs aufgespritzte Folienmasse nur einen solchen Halt, daß die Folie bei Erwärmung unter Druck an dem Prägegegenstand stärker haftet ah an dem Wasserglas und daß das Papier samt seiner Wasserglasschicht sich folglich nach dem Prägen ohne weiteres von dem aufgeprägten Teil der Folie ablöst. Die durch den heißen Prägestempel auf die Folie aufgepreßte Wasserglasschicht überträgt ihre eigene außerordentliche Glätte auch auf den auf dem Prägegegenstand haften bleibenden Teil der Folie und verleiht diesem eine bisher unerreichte Glätte, die zur Erzielung des angestrebten Hochglanzes wesentlich beiträgt. Ähnliche Vorteile ergeben sich bei Verwendung der neuen Unterlage für Farbfolien, die ebenfalls infolge der Glätte und Härte der beim Prägen auf sie aufgepreßten Wasserg@asschicht eine besondere Glätte und damit einen hervorragenden Dauerglanz erhalten. In beiden Fällen zeichnen sich die Prägungen auch durch ungewöhnliche Schärfe ihrer Umrisse aus.
- Als Träger der bekannten Wasserglasschicht kann im Bereich der Erfindung beliebiges Papier Verwendung finden, doch eignet sich für Prägezwecke als Aufspritzunterlage an sich bekanntes Pergamvnpapier wegen seiner bekannten Glätte und Härte am besten. Auch zur Herstellung von Bronzepapier für Zigarettenmundstücke ist der Wasserglasüberzug sonst bekannter Auftragpapiere wegen des durch das Wasserglas gesteigerten Hochglanzes besonders zu empfehlen.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Folienpapier aus einer vorzugsweise aus Pergainvnpapier bestehenden Papierunterlage und aus einer an dieser haftenden Bronze- oder Farbenbronze- oder Farbfolie, dadurch gekennzeichnet, daß diese Papierunterlage auf der rolienseite einen an sich bekannten Wasserglasüberzug hat.
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| DE398073C true DE398073C (de) | 1924-07-01 |
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1921
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