DE360687C - Verfahren zur Gewinnung von Naphthalin, Anthrazen u. dgl. aus Teeroelen und aehnlichen Fluessigkeiten - Google Patents

Verfahren zur Gewinnung von Naphthalin, Anthrazen u. dgl. aus Teeroelen und aehnlichen Fluessigkeiten

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DE360687C
DE360687C DEP41191D DEP0041191D DE360687C DE 360687 C DE360687 C DE 360687C DE P41191 D DEP41191 D DE P41191D DE P0041191 D DEP0041191 D DE P0041191D DE 360687 C DE360687 C DE 360687C
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  • Verfahren zur Gewinnung von Naphthalin, Anthrazen u. dgl. aus Teerölen und ähnlichen Flüssigkeiten. Es wurde ein äußerst einfaches Verfahren gefunden, organische, in Teerölen oder ähnlichen Flüssigkeiten suspendierte Stoffe, wie Anthrazen, 1Taphthalin, Iiarbazol, von diesen Flüssigkeiten zu trennen, «-as bisher nur auf umständlichen @@'egen möglich war. In dem Verfahren wird von schnellaufenden Schlagmühlen, im b"sondcren der Iiolloidmühle, .in ähnlicher Weise C=ebrauch gemaclrt, wie in den bekanntcal Verfahren der Abtrennung von Ölen aus Ölschlamm, Olschiefer, Ölkuchen, Bleichererde und Filterkohle (vgl. Chemiker-Zeitung 192o, S.565). Die Ausgangsstoffe, z. B. Teeröle, werden zu diesem Zwecke mit reichlichen Mengen Wasser in An- oder Abwesenheit von Lösungsmitteln für die öligen Anteile am besten in Gegenwart von Emulgierungsmittcln, z. B. Seifen, Gelatine, Eiweiß, in der Iiolloidmühle emulgiert. Wider Erwarten «-erden dabei die suspendierten, festen organischen Stoffe, wie Naphthalin, nicht eniulgiert ; sie setzen sich vielmehr als Niederschläge ab.
  • Es wurde festgestellt, daß es besonders bei der Anthrazenabscheidung aus Anthrazenöl vorteilhaft ist, die Elnulgierung bei möglichst niedrigen Temperaturen vorzunehmen und bei dickflüssigen Ölen Lösungsmittel mit zu verwenden, in welchen die Öle, nicht aber das Anthrazen löslich sind.
  • Es ist zwar schon vorgeschlagen worden (vgl. die Patentschrift 3516S), Naphthalin, das mit Ölen verunreinigt ist, mittels einer Seifenlösung zu raffinieren. Hierbei handelt es sich jedoch um einen anderen Vorgang als bei der Erfindung; denn nach dem bekannten Verfahren wird mehr oder weniger braun gefärbtes, kristallinisches Rchnaphthaltn rillt S5° warmer Seifenlösung behandelt. Es schmilzt hierbei und kristallisiert beim Abkühlen der Reaktionsmasse in reiner Form aus, während die verunreinigenden Öle von dem Seifenwasser in Lösung schalten werden. Nach dellt vorliegenden Verfahren weiden dagegen z. B. Teeröle von darin suspendierten Stoffen befreit, während die Öle selbst i11 Emulsicncn verwandelt «erden. Die festen Stoffe befinden sich in den Ölen in so feinen Iiriställcilen, daß ihre Abtrennung auf einfachem Wege bisher möglich war.
  • An<lcrseits waj nicht ohne weiteres vorauszusehen, ob ilie gemäß der Erfindung abzuscheidonden Stoffirin der Iiolloidmühle in ähnlicher N@"t:ise unverändert bleiben würden, wie die völlig andersartigen festen Stoffe in dem Verfahren der Cllemilcer-Zi:itlillg a. a. O. und ob nicht viehhehr das in den Ölen enthaltene laphthalin, Anthrazen und Iiarbazol sich dem Pispersionsmittel g egcnfiber ebenso verhalten würden wie die Olantcile, also glciclifalls aufs feinste: clnulgiert und sonnt unabtrennbar werdeal müssen.
  • Beispiel. j Teile Antlu"azenöl werden nüt zoo Teilen einer 1/. bis 1 prozentigen Lösung grüner Seif, bei Temperaturen voll 1 bis 55 ° 111 einer Kolloidmühle oder Schlagmühle so lange bearbeitet, bis alles 0I emulgiert ist. Die Emulsion wird darauf durch ein feinporiges Filter getrieben, der Rückstand mit gleicher Seifenlösung ausgewaschen und darauf in derselben `'eise nochmals bearbeitet. Man erhält dann ein hochprozentiges Gemisch von Anthrazen und Karbazol, die nach bekannten Verfahren voneinander getrennt werden können. Die abfiltrierte Ölemulsion wird durch Zentrifugieren konzentriert und offen oder in Autoklaven nach Ansäuern bis zu schwachsaurer Reaktion erhitzt. Dadurch wird das 01 abgeschieden. Es kann dann auf übliche Weise weiter verarbeitet werden.
  • Man kann auch unter höheren Konzentrationen arbeiten. Änderungen der 1llengenverhältnisse fallen in den Rahmen der Erfindung. Statt Anthrazenöl können auf die gleiche Weise auch andere, z. B. naphthalinhaltige Öle verwendet «erden.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Gewinnung von Naphthalin, Anthrazen u. dgl. aus Teerölen und älinlichenFlüssigkeiten, dadurch gekennzeichnet, daB die Öle in scynellaufenden Schlagmühlen, z. B. Kolloidmühlen, mit reichlichen Mengen Wasser bei Ab- oder Anwesenheit für die öligen Anteile geeigneter Lösungsmittel am besten in Gegenwart von Emulgierungsmitteln behandelt und darauf durch feinporige Filter filtriert werden.
DEP41191D 1920-12-25 1920-12-25 Verfahren zur Gewinnung von Naphthalin, Anthrazen u. dgl. aus Teeroelen und aehnlichen Fluessigkeiten Expired DE360687C (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1010972B (de) * 1955-01-12 1957-06-27 Henkel & Cie Gmbh Verfahren zur Trennung von Gemischen fester kristallisierbarer und fluessiger, in Teeren vorkommender Substanzen

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DE1010972B (de) * 1955-01-12 1957-06-27 Henkel & Cie Gmbh Verfahren zur Trennung von Gemischen fester kristallisierbarer und fluessiger, in Teeren vorkommender Substanzen

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