AT52204B - Verfahren zum Entfärben von Wachsen aller Art. - Google Patents
Verfahren zum Entfärben von Wachsen aller Art.Info
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Description
<Desc/Clms Page number 1> Verfahren zum Entfärben von Wachsen aller Art. Das aus Aluminiumamalgam bestehende Aluminiumoxyd (siehe Dammer, Hdb. d. anorg. Chemie, Bd. IV, 1903, S. 677, Abs. 2 und lit9, Abs. 4) hat bekanntlich stark entfärbende und adsorbierende Eigenschaften. die zum Ausscheiden des Gerbstoffes aus seinen Lösungen, zum Klären und Entfärben von Flüssigkeiten, wie Wasser. Petroleum, Glyzerin usw., verwendet worden sind. Unbekannt ist hingegen bis jetzt die Verwendung zum Entfärben von Wachsen aller Art, seien dieselben animalischen, vegetabilischen oder mineralischen Ursprungs. Ausgedehnte Versuche haben ergeben, dass unter Beachtung gewisser Vorsichtsmassregeln die Entfärbung mit verhältnismässig geringen Mengen vorzüglich gelingt und ein durchaus einwandfreies Produkt liefert. Man kann die Wachse entweder 111 geeigneten Lösungsmitteln, wie Benzin oder Benzol und dgl. lösen und die Lösungen durch eine Schicht des oben genannten Aluminiumoxydes filtrieren oder aber auch schmel/en und dann nitrieren. Das erstere Verfahren hat den Nachteil, dass durch die Lösung in Benzin usw eine Wertverminderung, wenigstens bei den aromatischen Wachsen, eintritt, welche die Anwendung, z. B. bei Bleuenwacbs. so gut wie unmöglich macht, und dass durch die Lösung und Wiederentfernung des Lösungmittels nach der Entfärbung Arbeit und Kosten entstehen, die das zweite Verfahren vermeidet. Bei diesem aber ergeben sich ebenfalls verschiedene Schwierigkeiten, die einen glatten Verlauf der Entfärbung hindern und die daher durch geeignete Massregeln beseitigt werden müssen. Erhitzt man die Wachse nur wenig, d. h. etwa 10 bis 150 C über Ihren Dchmelz- punkt und filtriert sie, so bilden sie mit dem Aluminiumoxyd eine bei dieser Temperatur ausserordentlich zähe, den Filtrationsprozess hindernde Masse ; erwärmt man das Filtrationsgefäss von aussen, so dringt das dabei flüssiger werdende Wachs an den Wandungen des Gefässes vor und gelangt untiltriert aus dem Gefässe heraus, oder das Entfärbungsmittel wird, mit dem Wachs zu einer zähen Masse vermischt, wie ein Kolben in den Filtrationszylinder vorgeschoben. Wird wieder das Wachs stärker erhitzt, so dass es auch beim Eintritt in die Filtermasse dünnflüsig bleibt, so tritt einerseits infolge der hohen Temperatur leicht eine Zersetzung des Wachses ein, die mit Verlusten, Dunkelfärbung und Minderwertigkeit des Produktes verbunden ist, andererseits nimmt die Entfärbungskraft des Aluminiumoxyds bei höheren Temperaturen ab. Um zu einem einwandfreien Resultate zu gelangen, muss man daher bei einer möglichst hoben Temperatur, d. h. bei etwa 10 bis 150 C über dem Schmelzpunkte des Wachses, filtrieren und dafür sorgen, dass zur Erzielung eines ungestörten Filtrationsprozesses die oben erwähnten Übelstände vermieden werden. Dies geschieht nach dem vorliegenden Verfahren dadurch, dass man das im Filtrationszylinder befindliche Aluminiumoxydpulver vor Beginn des Prozesses auf eine höhere Temperatur bringt, als sie das geschmolzene Wachs hat, damit sich das Wachs an dem Pulver beim Eintritt in dasselbe nicht abkühlen und die oben erwähnte zähe Masse bilden kann, die sonst wegen des ausserordentlich geringen Wärmeleitungsvormögens des Aluminiumoxyds äusserst schwierig wieder aufzulösen ist. <Desc/Clms Page number 2> Auch muss die Temperatur durch geeignete Vorrichtungen innerhalb des zu fillrierenden Gemisches auf der gleichen Höhe gehalten werden, wie sie das geschmolzene Wachs besitzt, damit die etwa heisseren Wände des Filtrationszylinders nicht die Möglichkeit eines Durchflusses von in dünnerem Zustande befindlichen Wachsmengen begünstigen. Ausserdem empfiehlt es sich in gewissen Fällen, den Zylinder unten und oben mit einer Schicht gepulverten Glases oder Quarzes zu beschicken, um ein gleichmässiges Durchfliessen des Wachses durch die Filterschicht zu bewirken und eine Zusammenpressung der letzteren zu ermöglichen, die ebenfalls eine gute Wirkung begünstigt. Beachtet man alle diese Vorsichtsmassregeln, so gelingt es, aus dunklem, unreinem ein vollkommen reines und helles, fast weisses Wachs zu erzielen, das nach dem Erstarren ein durchaus hochwertiges Produkt darstellt. Man kann das Aluminiumoxyd mit dem gelösten oder geschmolzenen Wachse auch durch Rühren oder Schütteln vermischen, einige Zeit einwirken lassen und dann beide wieder durch Filtration voneinander trennen. Dieses Verfahren erfordert allerdings grössere Mengen des Pulvers und liefert dabei ein weniger gutes Resultat wie das vorbeschriebene, so dass der Entfärbungaprozess häung zwei-bis dreimal wiederholt werden muss, Wirtschaftlich stellt sich das Verfahren insofern sehr günstig, als das Wachs bei geeigneter Apparatur ohne jeden Verlust-abgesehen von den abgeschiedenen Unreinigleiten-nach der Filtration wiedergewonnen wird und weil das gleichfalls in voller Menge wieder zu gewinnende Aluminiumoxyd durch Regenerierung immer wieder in seinen früheren wirksamen Zustand zurückverwandelt werden kann. PATENT-ANSPRÜCHE : 1. Verfahren zum Entfärben von Wachsen aller Art, dadurch gekennzeichnet, dass man die Wachse in geschmolzenem oder gelöstem Zustande durch eine Schicht von er- wärmtem Aluminiumoxyd, das in bekannter Weise aus Aluminiumamalgam hergestellt ist, nitriert.
Claims (1)
- 2. Ausführungsform des Verfahrens nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass man das geschmolzene oder gelöste Wachs mit dem Aluminiumoxyd vermischt und darauf von diesem durch Absitzen oder Filtration wieder scheidet.
Applications Claiming Priority (1)
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|---|---|---|---|
| DE52204X | 1909-12-23 |
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| AT52204B true AT52204B (de) | 1912-02-10 |
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| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| AT52204D AT52204B (de) | 1909-12-23 | 1910-08-27 | Verfahren zum Entfärben von Wachsen aller Art. |
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1910
- 1910-08-27 AT AT52204D patent/AT52204B/de active
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