DE360598C - Einrichtung zum Fernuebertragen von Drehbewegungen - Google Patents
Einrichtung zum Fernuebertragen von DrehbewegungenInfo
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Classifications
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- G—PHYSICS
- G08—SIGNALLING
- G08C—TRANSMISSION SYSTEMS FOR MEASURED VALUES, CONTROL OR SIMILAR SIGNALS
- G08C19/00—Electric signal transmission systems
- G08C19/38—Electric signal transmission systems using dynamo-electric devices
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf Einrichtungen zum Fernübertragen von Drehbewegungen
eines Gebers auf einen mit diesem synchron arbeitenden Empfänger. Die Erfindung bezweckt, derartige Einrichtungen so
zu vervollkommnen, daß der Empfänger eine der Einstellung des Gebers winkelgleiche Einstellung
entweder gleichzeitig oder erst nach Ablauf einer beliebigen Zeit auszuführen imstände
ist. Ein solcher Fall liegt z. B. vor, wenn der zu steuernde, mit dem Empfänger zwangläufig verbundene Gegenstand, etwa
die Lafette eines Geschützes, während der Einstellung· des Gebers aus irgendeinem
Grunde, z. B. wegen des Ladens des Geschützrohres, zunächst in Ruhe verbleiben
und erst in einem späteren Zeitpunkte der dann herrschenden Einstellung des Gebers
entsprechend verstellt wenden soll. Eine besondere Bedeutung gewinnt der
Erfindungsgegenstand in solchen Fällen, wo der Geber, dessen drehbarer Teil z. B. mit
einer \Tisiervorrichtung gekuppelt sein kann,
dauernd in Bewegung gehalten wird, wie es z. B. beim Fernsteuern der Seitenrichtmaschine
von Geschützen häufig der Fall ist. Der erwähnte Zweck wird der Erfindung
gemäß1 dadurch erreicht, daß an einem Hauptgeber ein Haupt- und Hilfsempfänger ;
mit einer die Winkelstellung der beiden Empfängerläufer angebenden Anzeigevorrichtung
angeschlossen ist, und daß die Läufer- oder die Ständerwicklung des Hauptempfängers .
über einen Hilfsgeber abschaltbar an die den . Hauptgeber speisende Stromquelle ange- j
schlossen ist. !
Auf der Zeichnung sind zwei Ausfüh- : rungsbeispiele des Erfindungsgegenstandes in ;
schematischer Darstellung veranschaulicht, : und zwar zeigt j
Abb. ι das erste, ·
Abb. 2 das zweite Ausfiihrungsbeispiel und j Abb. 3 einen Schnitt durch ein beiden Aus- !
führungsbeispielen gemeinsames, den Haupt- ; empfänger und den Hilfsempfänger mit der
Fernanzeigevorrichtung verbindendes Ge- ' triebe.
Es soll zunächst das erste Ausführungsbeispiel beschrieben werden.
;o A bezeichnet die auf dem feststehenden .
;o A bezeichnet die auf dem feststehenden .
: Teile eines'nach-Art eines Drehfeldumformers
gebauten, mit Wechselstrom gespeisten Hauptgebers angebrachte einzige Wicklung, A1 den Kommutator des Hauptgebers und B
■ seinen einstellbaren Teil, der durch einen mit zwei Bürstenpaaren b1, Zr bzw. b3, &4 versehenen
drehbaren Bürstenhalter gebildet ist. Die Bürsten b1, b2 liegen auf zwei Schleif-
■ ringen A- und A3 auf, die mit einer Wechsel-
; stromquelle C in leitender Verbindung stehen; ; das andere Bürstenpaar b3. &* schleift auf dem
■ Kommutator A1. Die Bürsten b1 und b3 bziw.
bz und b* sind paarweise miteinander leitend
verbunden. Durch drei Fernleitungen D, die an gleichmäßig über den Umfang der Wicklung
A verteilte Punkte angeschlossen sind, ist der Hauptgeber A, B mit dem dreiphasig
gewickelten Ständer E des zugehörigen Empfängers verbunden. Der gleichfalls dreiphasig
gewickelte Läufer F des Empfängers steht, in genau derselben Weise wie der Ständer E
mit der Geberwicklung A, mit der feststehenden Wicklung G eines an der Emp-·
fangssteile angeordneten Hilfsgebers in leitender Verbindung, dessen Bauart in allen
wesentlichen Teilen der des beschriebenen Hauptgebers A, B gleich ist. Der Hilfsgeber
enthält dementsprechend einen Kommutator G1. zwei Schleifringe G2 und G3 und einen
mit Schleif bürsten h1, Λ2 bzw. h3, h* versehenen
drehbaren Bürstenhalter H. Die Schleifringe G-, G3 können zwecks Speisung
des Hilfsgebers G, H durch Leitungen J über einen Ausschalter J1 mit derselben Wechselstromquelle
C in Verbindung gesetzt werden, die auch zur Speisung des Hauptgebers A, B
dient.
Die Übertragung der Drehbewegungen des Empfängerläufers F auf den zu verstellenden·
Teil, z. B. die (nicht dargestellte) Lafette eines Geschützes, geschieht durch Stirnräder
F1 und K, von denen das eine F1 mit
dem Läufer F, das andere K mit der Lafette
starr verbunden ist. Das Stirnrad1 F1 steht außerdem in Eingriff mit einem Stirnrade M
(Abb. ι und 3), das mit einem einen Teil eines Umlaufrädergetriebes bildenden, innen
verzahnten Rade M1 aus einem Stück besteht. Das innen verzahnte Rad M1 (Abb. 3) bildet
das eine ilittelrad des Umlaufrädergetriebes,
dessen anderes Mittelrad N auf eine Welle w1
fest aufgekeilt ist, die durch den Läufer P eines Hilfsempfängers P, Q ihren Antrieb erhält.
Mit den- Zahnrädern M1 und N steht
' 5 das Umlaufrad R im Eingriff, dessen WeIlean
einem lose auf der Welle ηχ sitzenden
Stege n? drehbar gelagert ist. Mit dem Umlaufradc R ist ein lose auf der Welle n1 sitzender
Zeiger 5" derart verbunden, daß er sich ο um die Welle n1 über einer feststehenden, mit
einer Einteilung versehenen Scheibe T frei drehen kann, deren Nullpunkt durch eine
Marke t1 festgelegt ist. Der Läufer P des
HiIfsempfangers ist an die Wechselstrom-C]UeIIe
C-, der Ständer Q an die vom Hauptgeber A, B ausgehenden Fernleitungen D angeschlossen.
Der Hilfsempfänger P, Q muß sich daher synchron mit dem Bürstenhalter B
stets um den gleichen .Drehwinkel wie dieser Ό drehen. Steht das Mittelrad M1 still, so
überträgt .sich eine Drehung des Hilfsempfängerläufers
P über das Mittelrad N auf das Umlaufrad R, das sich an dem Mittelrade M1
abwälzt und dabei den Zeiger 5" der Fernanzeigevorrichtung
S, T um die Achse der Welle μ1 dreht.
Vor der Benutzung sind die einzelnen Teile der beschriebenen Einrichtung in eine derartige
Stellung zueinander zu bringen, daß der Zeiger S der Fernanzeigevorrichtung S, T
auf die Nullmarke t1 der Scheibe T einspielt
und gleichzeitig eine völlige Übereinstimmung der Winkelstellungen des Bürstenhalters B, des Hauptempfängerläufers F und
•5 des Hilfsempfängerläufers P besteht. Soll auf die mit dem Empfängerläufer F z-wangläufig
verbundene Lafette eine !lichtbewegung übertragen werden, so wird der Bürstenhalter B
des Hauptgebers um denjenigen Winkel aus \o seiner AnfangssteHung gedreht, der dem einzustellenden
Seitenrichtwinkel des Geschützes entspricht Dies kann z. B. dadurch geschehen,
daß ein mit dem Bürstenhalter B fest ■ verbundenes (nicht dargestelltes) Zielfernrohr
auf das Ziel gerichtet wird. Die Verdrehung des Bürstenhalters B überträgt
sich durch Vermittlung der Fernleitungen D in der Weise auf die Empfängerläufer F
und P, daß beide die Einstellung des Bürsten- >° halters B synchron mitmachen. Da die Lafette
mit dem Hauptempfängerläufer F zwangläufig· verbunden ist, erhält sie bei diesem
Vorgange die der Einstellung des Bürstenhalters B entsprechende Einstellung. Da
>5 der" Hauptempfängerläufer F ferner durch
das Getriebe F1, M, mit dem einen Mittelrade
il/1 und der Hilfsempfängerläufer P mit
dem anderen Mittelrade N des Umlaufrädergetriebes M1, N, R zwangläufig verbunden
•o ist, so dreht sich auch jedes der Mittelräder
M1, N um einen der Einstellung des Bürstenhalters B verhältnisgleichen Winkel. Das
Übersetzungsverhältnis des zum Antriebe des Mittclrades M1 bestimmten Zahnradgetriebes
F1. .][ ist dabei so bestimmt, daß das Umlaufrad
R bei der angegebenen Drehung der Mittel räder M1. N sich nicht abwälzt und die
Achse der Welle des Rades R ihre Lage im Räume daher nicht ändert. Der Zeiger 5"
bleibt dementsprechend bei der geschilderten Einstellung der Lafette dauernd auf der
Marke i1 stehen.
Soll dagegen die mit dem Haupteuipfäniferläufer
F zwangsläufig verbundene Lafette
heim Einstellen des Bürstenhalters B zunächst in Ruhe verbleiben, so wird der Ausschalter
P geöffnet und dadurch der Hilfsgeber G, H von der Wechselstromquelle C
abgeschaltet. Wird nun der Bürstenhalter B des Hauptgebers A, B um einen beliebigen
Winkel gedreht und dann wieder fest gestellt, so bleibt der Läufer F des Hauptempfängers
E, F und damit auch die mit diesem zwangläufig
verbundene Lafette stehen, da das Feld im Läufer F beim Öffnen des Ausschalters
P verschwindet. Dagegen macht der Hilfsempfängerläufer P die Drehung des
Bürstenhalters B synchron mit, da sein Läuferfekl
dauernd au die Wectoselstromquelle C angeschlossen ist. Die Bewegungen des Hilfeempfäiigerläufers
P übertragen sich durch Vermittlung des Getriebes n1, N, R (Abb. 3)
auf den· Zeiger S, der sich dabei, da das Stirnrad M und das andere Mittclrad M1
stehenbleiben, um einen dem Drehwinkci des Bürstenhalters B verhältnisgleichen Winkel
dreht und in der neuen Stellung stehenbleibt.
Soll nun der Empfängerläufer F und damit die mit diesem zwangläufig verbundene Lafette
nach Ablauf einer beliebigen Zeit auf die dem Bürstenhalter B des Hauptgebers
.'/. B erteilte Winkelstellung eingestellt werden,
so wird der Schalter 71 wieder geschlossen.
Durch das Schließen des Schalters P wird im Läufer F das Feld wiederhergestellt.
Unter der Wirkung des im Läufer F erzeugten Feldes beginnt sich der
Läufer F um einen Bruchteil einer Polteilung· so zu drehen, daß seine Stellung der Stellung
des Bürstenhalters B in bezug auf die diesem no
benachbarten Pole des Gebers A, B entspricht. Dementsprechend dreht sich auch der bei
Stillstand des Hilfsempfängerläufers P mit dem Hauptempfängerläufer F zwangläufig
verbundene Zeiger 6" um einen dem Drehwinkel des Läufers F entsprechenden Winkel und
bleibt dann wieder stehen. Jetzt dreht man den Bürstenhalter H des Hilfsgebers G, H.
Die Drehung des· Bürstenhalters H hat eine entsprechende Drehung des im Hauptempfängerlaufer
F erzeugten Feldes zur Folge, unter deren Wirkung dieser sich wieder zu
Claims (4)
1. Einrichtung zum Fernü'bertragen von Drehbewegungen mit synchron arbeitendem
Geber und Empfänger, dadurch gekennzeichnet, daß an einen Hauptgeber (A. B) ein Hauptempfänger (F, G bzw.
/\ (/*) uikI ein Hilf sempf anger (P, Q)
mit einer die Winkelstellung der beiden Empfängerläu'fer (F und P) angebenden
Anzeigevorrichtung (S, i1) angeschlossen
ist, und daß die Läufer- oder die Ständerwicklung (F oder G4) des Hauptempfängers
über einen Hüfsgeber (G, H bzw. G\ H) abschaltbar an die den Hauptgeber
(A, B) speisende Stromquelle (Q
angeschlossen ist.
2. Einrichtung "nach Anspruch 1, da-,
durch gekennzeichnet, daß zwischen die •drehbare Marke (S) der Anzeigevorrichtung
(S, r1) und die Läufer (F und P)
■der beiden Empfänger ein Umlaufrädergetriebe (M1, R, N) eingeschaltet ist.
3. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Ständer
(E) des Hauptempfängers (E, F) mit
dem Hauptgeber (A. B) und der Läufer
(F) mit dem Hüfsgeber (G, H) leitend verbunden ist.
4. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die-Erregerwicklung
(G4) des Hilfsgebers (G4, H) no
zugleich die Ständerwicklung des Hauptempfängers bildet, dessen Läuferwicklung
(/-') mit dem Hauptgeber (A, B) in leitender
Verbindung steht.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Priority Applications (2)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEK62708A DE360598C (de) | 1916-07-26 | 1916-07-26 | Einrichtung zum Fernuebertragen von Drehbewegungen |
| FR518967A FR518967A (fr) | 1916-07-26 | 1920-07-05 | Dispositif pour la transmission à distance de mouvements de rotation avec transmetteur et récepteur fonctionnant synchroniquement |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEK62708A DE360598C (de) | 1916-07-26 | 1916-07-26 | Einrichtung zum Fernuebertragen von Drehbewegungen |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE360598C true DE360598C (de) | 1922-10-05 |
Family
ID=95451094
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEK62708A Expired DE360598C (de) | 1916-07-26 | 1916-07-26 | Einrichtung zum Fernuebertragen von Drehbewegungen |
Country Status (2)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE360598C (de) |
| FR (1) | FR518967A (de) |
Cited By (5)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE768089C (de) * | 1938-11-12 | 1955-06-23 | Siemens App | Nachdreheinrichtung mit einstellbarem UEbersetzungsverhaeltnis zwischen Vorlauf- und Nachlaufglied |
| DE1022940B (de) * | 1956-05-11 | 1958-01-16 | Licentia Gmbh | Anordnung zur Messung des relativen Kurbelwinkels |
| DE1099402B (de) * | 1956-06-11 | 1961-02-09 | Licentia Gmbh | Anordnung zur Messung des relativen Kurbelwinkels |
| DE1116579B (de) * | 1955-04-01 | 1961-11-02 | Sperry Rand Corp | Einrichtung zur Kompensation zweiperiodischer UEbertragungsfehler |
| DE1133284B (de) * | 1960-07-21 | 1962-07-12 | Siemens Ag | Einrichtung zur elektrischen Winkelwertuebertragung |
-
1916
- 1916-07-26 DE DEK62708A patent/DE360598C/de not_active Expired
-
1920
- 1920-07-05 FR FR518967A patent/FR518967A/fr not_active Expired
Cited By (5)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE768089C (de) * | 1938-11-12 | 1955-06-23 | Siemens App | Nachdreheinrichtung mit einstellbarem UEbersetzungsverhaeltnis zwischen Vorlauf- und Nachlaufglied |
| DE1116579B (de) * | 1955-04-01 | 1961-11-02 | Sperry Rand Corp | Einrichtung zur Kompensation zweiperiodischer UEbertragungsfehler |
| DE1022940B (de) * | 1956-05-11 | 1958-01-16 | Licentia Gmbh | Anordnung zur Messung des relativen Kurbelwinkels |
| DE1099402B (de) * | 1956-06-11 | 1961-02-09 | Licentia Gmbh | Anordnung zur Messung des relativen Kurbelwinkels |
| DE1133284B (de) * | 1960-07-21 | 1962-07-12 | Siemens Ag | Einrichtung zur elektrischen Winkelwertuebertragung |
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| FR518967A (fr) | 1921-06-02 |
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