DE3579C - Mechanischer Kartenvertheiler - Google Patents

Mechanischer Kartenvertheiler

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P. KLOCKE, Ingenieur, in Limburg a. L
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    • A63SPORTS; GAMES; AMUSEMENTS
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Claims (1)

1878.
Klasse 77.
PAUL KLOCKE in LIMBURG a. L. Mechanischer Kartenverteiler.
Patentirt im Deutschen Reiche vom n. Mai 1878 ab.
Der mechanische Kartenvertheiler besteht im wesentlichen aus einem Kasten K, in welchen die gebräuchlichen Spiele Karten gelegt werden, einem Bewegungsmechanismus, durch welchen die einzelnen herausfallenden Kartenblätter den verschiedenen Mitspielern bezw. den Empfängern in der beim Spiel üblichen Anzahl mechanisch zugetheilt werden.
Der Kasten K ist um eine verticale Axe drehbar, oben offen und mit einem bequem hineinpassenden Deckel zum Beschweren des Kartenspiels versehen.
Das Herausschieben der einzelnen Kartenblätter von unten bei jeder Lage des Kastens geschieht durch zwei Gummischeiben, welche gegen das unterste Kartenblatt drücken und welche durch Schnurscheiben mittelst einer Kurbel C in Räderübersetzung nach ein und derselben Richtung gedreht werden.
Durch die Reibungsscheiben D und E, von welchen die eine mit dem Kasten fest verbunden, die andere mit der Hülse F bezw. der grofsen Schnurscheibe und dem Zahnrade, welches von der Kurbelaxe aus in Bewegung gesetzt wird, fest verbunden ist, kann zugleich eine Drehung des Kastens um seine Axe hervorgerufen werden. Diese Drehung hört wieder auf, wenn die Hülse F nach unten sinkt.
Die Vertheilung der Kartenblätter geschieht nach Drehung des Kastens bis zum folgenden Empfänger; dann steht der Kasten still, so lange, bis der Empfänger so viel Karten empfangen hat, als er nach der jedesmaligen Bestimmung zu empfangen hat.
Es wird dies bewirkt durch die Vertheilungsscheibe A, welche für jede beabsichtigte verschiedenartige Karten - Vertheilung die entsprechende Anzahl Stifte in entsprechender Vertheilung besitzt, und bei Drehung der Kurbel mittelst der Stifte den Anker G gegen den Hebel H drückt und dadurch die Hülse hebt, die Reibung eintritt bezw. die Drehung des Kastens erfolgt, und zwar so lange, bis der Stift an dem Anker G vorbei ist und die Ausrückung der Reibung durch das Sinken der Hülse wieder eintritt.
In dem in der Zeichnung angenommenen Falle ist der Umfang der Gummischeibe gleich der Länge eines Kartenblattes, die Uebersetzung der Seilscheibe 1 :4, 'so dafs also bei jeder Vierteldrehung der Kurbel ein Kartenblatt herausgeworfen wird. Die Schnecke s hat eine Ganghöhe gleich der vierfachen Theilung, so dafs also während jener Viertelumdrehung der Kurbel und Schnecke die Zahnscheibe Z um einen Zahn gedreht wird. Jeder Stift der Vertheilungsscheibe A bewirkt also eine Vierteldrehung des Kastens, jedes Kartenblatt fällt somit nach der Einwirkung jedes Stiftes auf einen Platz, der von dem vorherigen um 90 Grad differirt.
Trägt daher, wie in der Zeichnung angedeutet, die Vertheilungsscheibe A acht Stifte in der Vertheilung 1, 7, 13, 19, 25, 32, 39, 46 bei einer Eintheilung des Stiftkreises in 52 (der Anzahl der Karten eines Whistspieles entsprechend) gleiche Theile, so wird also jeder der vier Kartenempfänger zunächst sechs, sodann sieben Karten auf einmal' erhalten.
Soll jeder Spieler fünf, dann drei, dann wieder fünf Karten erhalten, so wird hierfür eine Vertheilungsscheibe eingesetzt, welche Stifte in den Vertheilungsnummern 1, 6, 11, i6, 21, 24, 27, 3°> 33» 38> 43 und 48 besitzt.
Pa τ ε nt-Anspruch:
Den beschriebenen Mechanismus, welcher das Vertheilen der Karten bei den verschiedenen Kartenspielen in der bei den Spielen üblichen bestimmten Reihenfolge sicher und mit Ausschlufs des Vergebens ausführt.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
DENDAT3579D Mechanischer Kartenvertheiler Active DE3579C (de)

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