DE35666C - Verfahren zur Gewinnung von Alkaliphosphaten aus Schmelzen von Thomasschlacken oder sonstigen Kalkphosphaten mit Alkalisutfaten und Kohle - Google Patents
Verfahren zur Gewinnung von Alkaliphosphaten aus Schmelzen von Thomasschlacken oder sonstigen Kalkphosphaten mit Alkalisutfaten und KohleInfo
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- C—CHEMISTRY; METALLURGY
- C05—FERTILISERS; MANUFACTURE THEREOF
- C05B—PHOSPHATIC FERTILISERS
- C05B5/00—Thomas phosphate; Other slag phosphates
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- Curing Cements, Concrete, And Artificial Stone (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
Schmilzt man Thomas-Schlacke oder sonstige Kalkphosphate mit Kalium- oder Natriumsulfat
und Kohle und laugt die dadurch erhaltene Schmelze nach dem Erkalten mit Wasser aus,
so findet man in der Lösung nur Spuren von Alkaliphosphat.
Wird dagegen die Schmelze vor dem Auslaugen mit Kohlensäure behandelt, so geht
der gröfste Theil der Phosphorsäure in die Lösung.
Durch das Schmelzen der Thomas-Schlacke mit Sulfat und Kohle erhält man im wesentlichen
eine Mischung von Schwefelcalcium und Natriumphosphat, wie folgende Reaction zeigt:
Ca3 (P OJ2 +3Na2S O4 + 6 ,C
= 3 Ca S H- 2 Na3 P O4 + 6 C O2.
= 3 Ca S H- 2 Na3 P O4 + 6 C O2.
Durch den Schmelzprocefs sollen ferner die in der Schlacke enthaltenen Phosphate von
Eisen und Mangan in lösliches Natriumphosphat übergeführt werden; Zweck der zum Auslaugen
der Schmelze liöthigen Kohlensäure ist daher nicht wie bei dem im Patente No. 32898 (Leuchs)
beschriebenen Verfahren eine Umsetzung von Ca3 (P OJ2 und Na2 C O3 zu Na2 HP O4
und Ca C O3, sondern eine Ueberführung des Ca O in Ca C O3, um zu verhindern, dafs die
P2 O5 des JViI3 P O4 an das Ca O zurückgehe,
d. h. wieder unlöslich werde. - · .
Die Kohlensäure kann in verschiedenen Formen zugeführt werden, z. B.:
a) gasförmig. Man zerschlägt in diesem Falle die Blöcke der Schmelze in Stücke von
Nufsgröfse, ladet dieselben in einen Scrubber und leitet die1 Kohlensäure durch;
b) oder 'die Schmelze wird in Stücke zerschlagen , mit doppeltkohlensaurem Natron
(Na HCO3) gemischt, dieses Gemenge gemahlen
, dann zu 100 ° erwärmt und eingelaugt;
c) oder die Blöcke werden zerkleinert, das Pulver mit einer gesättigten Sodalauge (durch
welche man so lange Kohlensäure geleitet hat, bis eine Trübung entstanden ist) begossen und
dann zu einem Brei gerührt, in welchen noch Kohlensäure eingeleitet wird.
Bei der beschriebenen Behandlung mit Kohlensäure wird mit dem sich in der Schmelze
befindenden freien Kalk auch ein Theil des Schwefelcalciums der Schmelze in Schwefelwasserstoff
und kohlensauren Kalk umgesetzt und das basische phosphorsaure Natron
(NaB P O*) in neutrales phosphorsaures Natron
verwandelt (TVa2 ii P O4).
Nach dieser Behandlung wird die Schmelze mit Wasser ausgelaugt. Neben dem neutralen
phosphorsauren Natron finden sich in der Lauge, grofse Mengen kohlensauren Natrons.
Die beiden Salze werden durch Krystallisation getrennt und gewonnen.
Je gröfser der Gehalt des Phosphats an nicht mit Phosphorsäure verbundenem Kalk ist, desto
mehr Soda rindet man in der Lauge.
Was bezüglich der Thomas-Schlacke gesagt worden ist, gilt auch für Phosphorite und
sonstige Kalkphosphate.
Claims (1)
- Patent-Anspruch:Gewinnung von phosphorsaurem Natron oder phosphorsaurem Kali aus der Thomas-Schlacke oder sonstigen Kalkphosphaten durch Schmelzen derselben mit Natriumsulfat und Kohle bezw. Kaliumsulfat und Kohle und durch Behandlung der Schmelze vor dem Auslaugen mit Kohlensäure.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE35666C true DE35666C (de) |
Family
ID=311515
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT35666D Expired - Lifetime DE35666C (de) | Verfahren zur Gewinnung von Alkaliphosphaten aus Schmelzen von Thomasschlacken oder sonstigen Kalkphosphaten mit Alkalisutfaten und Kohle |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE35666C (de) |
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0
- DE DENDAT35666D patent/DE35666C/de not_active Expired - Lifetime
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