DE53601C - Verfahren zur Verwerthung von Kalkschlammrückständen aus Zucker- und anderen Fabriken - Google Patents

Verfahren zur Verwerthung von Kalkschlammrückständen aus Zucker- und anderen Fabriken

Info

Publication number
DE53601C
DE53601C DENDAT53601D DE53601DA DE53601C DE 53601 C DE53601 C DE 53601C DE NDAT53601 D DENDAT53601 D DE NDAT53601D DE 53601D A DE53601D A DE 53601DA DE 53601 C DE53601 C DE 53601C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
lime
lime sludge
sulfur
cement
factories
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DENDAT53601D
Other languages
English (en)
Original Assignee
J. S. RIGBY und A. MACDONALD in Liverpool, 35 Bagot Street, Wavertree bezw. 28—32 Neptune Street, County of Lancaster, England
Publication date
Application granted granted Critical
Publication of DE53601C publication Critical patent/DE53601C/de
Expired legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C04CEMENTS; CONCRETE; ARTIFICIAL STONE; CERAMICS; REFRACTORIES
    • C04BLIME, MAGNESIA; SLAG; CEMENTS; COMPOSITIONS THEREOF, e.g. MORTARS, CONCRETE OR LIKE BUILDING MATERIALS; ARTIFICIAL STONE; CERAMICS; REFRACTORIES; TREATMENT OF NATURAL STONE
    • C04B7/00Hydraulic cements
    • C04B7/24Cements from oil shales, residues or waste other than slag
    • YGENERAL TAGGING OF NEW TECHNOLOGICAL DEVELOPMENTS; GENERAL TAGGING OF CROSS-SECTIONAL TECHNOLOGIES SPANNING OVER SEVERAL SECTIONS OF THE IPC; TECHNICAL SUBJECTS COVERED BY FORMER USPC CROSS-REFERENCE ART COLLECTIONS [XRACs] AND DIGESTS
    • Y02TECHNOLOGIES OR APPLICATIONS FOR MITIGATION OR ADAPTATION AGAINST CLIMATE CHANGE
    • Y02PCLIMATE CHANGE MITIGATION TECHNOLOGIES IN THE PRODUCTION OR PROCESSING OF GOODS
    • Y02P40/00Technologies relating to the processing of minerals
    • Y02P40/10Production of cement, e.g. improving or optimising the production methods; Cement grinding

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Ceramic Engineering (AREA)
  • Materials Engineering (AREA)
  • Structural Engineering (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Treatment Of Sludge (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
Nach dem durch Patent No. 47071 geschützten Verfahren zur Verwerthung von Kalkschlammrückständen wird zunächst der in denselben enthaltene Schwefel durch Kohlensäure als Schwefelwasserstoff ausgetrieben, dann werden die schädlichen Chloride umgesetzt, um nach dieser Behandlung die Kalkschlammrückstände mit Thon in geeigneter Weise zu Cement zu verarbeiten.
Nun hat sich bei der Anwendung dieses Verfahrens auf die Kalkschlammrückstände aus Le B la η c-Sodafabriken gezeigt, dafs nach der Behandlung solcher Rückstände mit Kohlensäure dem erhaltenen Calciumcarbonat noch ein Gehalt an Schwefel bezw: Schwefelverbindungen verbleibt, welcher dieselben zur Herstellung von Cement ungeeignet macht. Dieses hat seinen Grund darin, dafs bei der Benutzung eines solchen schwefelhaltigen Calciumcarbonates zur Herstellung von Cement sich beim Brennen leicht Sulfite oder Sulfate, besonders Calciumsulfat oder Gyps in solchen Mengen bilden, dafs durch den so erhaltenen gebrannten Gyps vermöge seiner Ausdehnung beim Anrühren mit Wasser ein Treiben des Cementes unvermeidlich erscheint. Ferner würde in diesem Fall der kostbare Schwefel iverloren gehen und auch durch Entwicklung von gasförmiger schwefliger Säure gesundheitsschädliche Einwirkungen auf die Umgegend stattfinden.
Um nun in dieser Hinsicht das unter No. 47071 patentirte Verfahren zu verbessern, wird nach vorliegender Erfindung das bei demselben gebildete unreine Calciumcarbonat von dem noch enthaltenen Schwefel befreit, indem man diese unreine Calciumcarbonatmasse mit einer gröfseren Menge Kalk mischt, als dem in derselben enthaltenen Schwefel entspricht. Diese Mischung behandelt man unter Umrühren mit Dampf, bis der Schwefel sich mit dem Kalk verbunden hat, wozu gewöhnlich eine halbe Stunde nothwendig ist. Hierauf wäscht man mit Wasser die löslichen Salze aus und bringt die Masse, etwa vermittelst Durchleitens, mit Luft in Berührung, um die zurückbleibenden Schwefelsalze zu oxydiren. Um etwa gebildeten Gyps zu entfernen, wird zu der Masse alsdann ein Ueberschufs an alkalicarbonathal tiger Lösung behufs Auflösung bezw. Zersetzung des Sulfats zugegeben, worauf der Kalkschlamm wieder gut mit Wasser gewaschen wird. Die so behandelte Masse wird mit fein zertheiltem Thon oder ähnlichem, kieselsaure Thonerde enthaltendem Material in den zur Cementerzeugung geeigneten Verhältnissen gemengt und innig gemischt, in einem Cementbrennofen zweckmäfsig in einem um die horizontale Achse drehbaren gebrannt, indem die Hitze allmälig bis auf die zur bekannten Austreibung der Kohlensäure nothwendige Höhe gesteigert wird, worauf man die gebrannte Masse mahlt und
entweder in gewöhnlicher Weise, was meistens einen Monat dauert, der Luft oder eine kurze Zeit feuchter Luft aussetzt bezw. dämpft, indem man Luft und Wasserdampf in einem Schneckentransporteur, welcher den Cement nach dem Lagerraum befördert, einführt. Hierzu ist an Dampf ι bis 2 pCt. des Cementgewichtes genügend.
Da der aus den Le Blanc-Sodafabriken herrührende Kalkschlamm in den meisten Fällen verhältnifsmä'fsig arm an schädlichen Alkalierdchloriden ist, so kann man auch alsdann eines Alkalisilicatzusatzes, wie ein solches in Patent-Anspruch 1. des Haupt-Patentes gekennzeichnet ist, entbehren.

Claims (1)

  1. Patent-Ansprüche:
    i. Das sowohl durch Anspruch 1. als auch 2. des Patentes No. 47071 gekennzeichnete Verfahren dahin ergänzt, dafs man die der betreifenden Behandlung bis einschliefslich der Kohlensäurebehandlung unterzogenen, aus Le Blanc-Sodafabriken stammenden Kalkschlammrückstände zur Entfernung der noch in denselben verbliebenen Mengen Schwefel bezw. Schwefelsalze einer weiteren Behandlung unterwirft, im wesentlichen gekennzeichnet durch den Zusatz von Aetzkalk und die Behandlung mit Luft und Alkalikarbonatlösung, zu dem Zweck, aus den Kalkschlammrückständen ein für die Cementfabrikation geeignetes Material zu gewinnen, welches alsdann in geeigneter Weise mit Thon oder ähnlichen Materialien gemengt, zu Cement gebrannt, gemahlen und in erwünschter Weise gelagert werden kann.
    Die Verwerthung des aus Le Blanc-Sodafabriken stammenden und behufs Entschwefelung nach dem sowohl durch Anspruch i. als auch 2. des Patentes No.47071 bis einschliefslich der Kohlensäurebehandlung gekennzeichneten Verfahren zur Mischung mit Thon vorbereiteten Kalkschlammes durch Umwandlung des zurückgebliebenen freien Schwefels in ein lösliches Sulfid, Auswaschen, Oxydiren oder Zersetzen, Auswaschen der zurückgebliebenen Schwefelsalze und darauf folgende Benutzung des zu behandelnden Kalkschlammes für die Cementfabrikation an Stelle des gewöhnlichen Kalks.
    Bei dem Verfahren nach Patent No. 47071 und Patent-Ansprüchen 1. und 2. die schnelle Aufbesserung von Cement, darin bestehend, dafs man denselben der Einwirkung von Wasserdampf und Luft oder von feuchter Luft aussetzt.
DENDAT53601D Verfahren zur Verwerthung von Kalkschlammrückständen aus Zucker- und anderen Fabriken Expired DE53601C (de)

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE53601C true DE53601C (de) 1900-01-01

Family

ID=328245

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DENDAT53601D Expired DE53601C (de) Verfahren zur Verwerthung von Kalkschlammrückständen aus Zucker- und anderen Fabriken

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE53601C (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
EP0005301B1 (de) Verfahren zum Entfernen von Schwefeloxiden aus chloridhaltigen Verbrennungsabgasen
DE2421423A1 (de) Verfahren zur entfernung von schwefeloxiden aus einem gasstrom
DE600269C (de) Verfahren zur Herstellung von citratloeslichen Calciumalkaliphosphaten
DE53601C (de) Verfahren zur Verwerthung von Kalkschlammrückständen aus Zucker- und anderen Fabriken
DE736975C (de) Verfahren zur Gewinnung von elementarem Schwefel aus Gasen, die Schwefelwasserstoff, Kohlenoxysulfid und Schwefelkohlenstoff enthalten
DE69603385T2 (de) Verfahren zur Entfernung von Schwefeldioxid aus Gasen, die dieses enthalten, unter gleichzeitigen Herstellung von Elementarschwefel
DD253574A5 (de) Verfahren fuer die nasse entschwefelung von rauchgasen unter verwendung von dampfkraftwerksklaerschlamm
DE3433396C2 (de) Verfahren zur Entschwefelung von Abgas
DE28062C (de) Verfahren zur Darstellung von Strontium- oder Bariumchlorid aus den betreffenden wässrigen Sulfidlösungen mit Hülfe von Chlorcalcium und Kohlensäure
DE306441C (de)
DE2657970A1 (de) Verfahren zum entfernen von schwefeldioxid aus einem gas
DE1767896A1 (de) Verfahren zur Reinigung von Metallchloridsalzen
DE3722995C2 (de)
DE209909C (de)
DE492884C (de) Verfahren zur Herstellung von Alkalicarbonaten aus Alkalisulfaten im Schmelzfluss
DE19073C (de) Neuerungen in dem Verfahren zur Herstellung von Blanc-fixe
DE266112C (de)
DE3034822C2 (de)
DE34825C (de) Verfahren zur Verwerthung von Fabrikations-Rückständen der Industrie der Alkalien auf Schwefel und Calciumsulfit
DE552055C (de) Verfahren zur Herstellung von Kalisalpeter
DE500138C (de) Verfahren zur Herstellung von Dolomitzementen
DE250909C (de)
DE340753C (de) Verfahren zur Herstellung eines fuer die Ammoniaksynthese geeigneten Gemisches von Wasserstoff und Stickstoff
DE331637C (de) Verfahren zur Gewinnung von huettenfaehigem Zinkoxyd aus gipshaltigen Niederschlaegen
DE879090C (de) Verfahren zur Gewinnung von Schwefel aus Schwefelwasserstoff und solchen enthaltenden Gasen