DE34825C - Verfahren zur Verwerthung von Fabrikations-Rückständen der Industrie der Alkalien auf Schwefel und Calciumsulfit - Google Patents

Verfahren zur Verwerthung von Fabrikations-Rückständen der Industrie der Alkalien auf Schwefel und Calciumsulfit

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DE34825C
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J. W. KYNA-STON in Liverpool, County of Lancaster, England
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    • C01INORGANIC CHEMISTRY
    • C01BNON-METALLIC ELEMENTS; COMPOUNDS THEREOF; METALLOIDS OR COMPOUNDS THEREOF NOT COVERED BY SUBCLASS C01C
    • C01B17/00Sulfur; Compounds thereof
    • C01B17/02Preparation of sulfur; Purification
    • C01B17/06Preparation of sulfur; Purification from non-gaseous sulfides or materials containing such sulfides, e.g. ores

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Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
Cv, ■ ;
und Calciumsulfit.
Die vorliegende Erfindung bezweckt die Gewinnung des in den Fabrikationsrückständen der Industrie der Alkalien enthaltenen Schwefels in Stangenform, sowie die Verwerthung des in diesen Rückständen vorhandenen Calciums durch Ueberführen desselben in Sulfit.
Das Verfahren der Schwefelgewinnung kann auch auf Pyrite und solche Schwefelverbindungen Anwendung finden, welche beim Brennen schweflige Säure entwickeln.
Die Rückstände werden mit einer Lösung von Magnesiumchlorid von etwa 1,200 bis 1,225 specifischem Gewicht behandelt, und zwar setzt man auf 1 Aequivalent Calciumsulfit der Rückstände ι Y2 Aequivalente Magnesiumchlorid zu.
Beim Erhitzen der Mischung findet der durch folgende Gleichung veranschaulichte Vorgang statt:
Ca S + Mg Cl* + 2H2 O = H2 S + Ca CF2 + Mg H* O2.
Etwa überschüssiges Magnesiumchlorid bleibt unverändert.
Der gebildete Schwefelwasserstoff wird abgeleitet und im späteren Verlauf der Operation verwerthet. Das verbleibende Gemisch, welches gleiche Theile Calciumchlorid und Magnesiumhydroxyd, sowie das überschüssige Magnesiumchlorid und etwas Calciumcarbonat enthält, wird filtrirt, um die groben Bestandtheile auszuscheiden.
In die filtrirte Lösung wird gasförmige schweflige Säure eingeleitet, welche etwa durch Verbrennen von Pyriten oder aus Schwefelwasserstoff erzeugt werden kann.
Die schweflige Säure wird absorbirt und hierdurch das Calciumchlorid in Sulfit übergeführt. Das Magnesiumhydrat geht dabei in Chlorid über. Folgende Gleichung veranschaulicht die Wechselzersetzung:
Ca Cl2 + Mg H2 O2 + S O2 = Ca S 0s + Mg Cl2 + H2 O.
Nach vollendeter Zersetzung des Calciumchlorids wird ein weiteres Quantum schwefliger Säure eingeleitet, bis auch das Calciumcarbonat in das Sulfit übergeführt ist, wobei natürlich Kohlensäure frei wird.
Das Endproduct besteht also aus unlöslichem Calciumsulfit, welches rasch zu Boden sinkt, und einer darüber stehenden Lösung von Magnesiumchlorid, welche letztere nach gehöriger Concentration zur Zersetzung eines weiteren Quantums der Rückstände benutzt wird.
Das Calciumsulfit wird sorgfältig gewaschen, um den letzten Rest von Magnesiumchlorid daraus zu entfernen, dann mit Wasser angerührt und nun der vordem gewonnene Schwefelwasserstoff eingeleitet.
Hierbei kommt jedoch nur so viel Calciumsulfit zur Verwendung, dafs die in demselben enthaltene Menge an Schwefel halb so grofs ist wie die im Schwefelwasserstoff.
Gleichzeitig mit dem Einleiten des Schwefelwasserstoffs wird "auf dem Boden des Gefäfses flüssige Salzsäure eingeführt und der Zuflufs
derart regulirt, dafs auf je 2 Aequivalente Schwefelwasserstoff 2 Aequivalente Chlorwasserstoff kommen.
Die Salzsäure kann auch in Gasform und gleich mit dem Schwefelwasserstoffgas in gleichen Mengenverhältnissen vermischt in das Sulfitgemisch eingeleitet werden.
In beiden Fällen findet das Ausscheiden des Schwefels nach folgender Gleichung statt:
Ca S O3 + 2 H2 S + 2 H Cl = CaCP+ 3 S + 3 H* O;
da schweflige Säure nur dann frei wird, wenn sie sich-Jn:-Contact mit, Schwefelwasserstoff befindet, so wird die Bildung der Thionsäuren verhindert.
Gerade die gleichzeitige Entstehung dieser Säuren war aber daran Schuld, dafs alle bisherigen Versuche, durch Zersetzen von Schwefelwasserstoffgas mittelst schwefliger Säure sämmtlichen Schwefel zu gewinnen, zu keinem erfolgreichen Resultat geführt haben.
Der Rest des Calciumsulfits wird durch geeignete Behandlung mit schwefliger Säure in Bisulfit übergeführt.

Claims (2)

Patent-Ansprüche:
1. Die Darstellung von schwefligsaurem Kalk aus den Rückständen der Alkalifabrikation oder aus Schwefelcalcium durch Zersetzung des aus der Behandlung jener Substanzen mit Chlormagnesiumlauge herrührenden Gemisches von Magnesia und Chlorcalcium mittelst schwefliger Säure.
2. Die Darstellung von Schwefel ohne gleichzeitige Bildung von thionsäuren Salzen durch Zusammenbringen von Schwefelwasserstoff und schwefliger Säure, wobei die schweflige Säure aus schwefligsaurem Kalk mittelst Salzsäure in Gegenwart von Schwefelwasserstoff hergestellt wird und in statu nascendi zur Anwendung gelangt.
DENDAT34825D Verfahren zur Verwerthung von Fabrikations-Rückständen der Industrie der Alkalien auf Schwefel und Calciumsulfit Expired - Lifetime DE34825C (de)

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