DE33255C - Verfahren zur Verwerthung der Rückstände des LEBLANC - Prozesses unter Gewinnung von Schwefelwasserstoff. • - Google Patents

Verfahren zur Verwerthung der Rückstände des LEBLANC - Prozesses unter Gewinnung von Schwefelwasserstoff. •

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DE33255C
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DENDAT33255D
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E. W. PAR-NELL und J. SIMPSON in Liverpool, Lancaster, England
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C01INORGANIC CHEMISTRY
    • C01BNON-METALLIC ELEMENTS; COMPOUNDS THEREOF; METALLOIDS OR COMPOUNDS THEREOF NOT COVERED BY SUBCLASS C01C
    • C01B17/00Sulfur; Compounds thereof
    • C01B17/16Hydrogen sulfides
    • C01B17/164Preparation by reduction of oxidic sulfur compounds

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
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  • Industrial Gases (AREA)
  • Physical Water Treatments (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
Bei der Gewinnung von Soda nach dem Ammoniakprocefs verursacht die Anwendung von Kalk zum Abscheiden des Ammoniaks aus seinem Chlorid behufs seiner wiederholten Benutzung beträchtliche Ausgaben.
Gegenstand vorliegender Erfindung ist nun, die Benutzung von Kalk zu diesem Zwecke aufzugeben und die Alkalirückstä'nde des Leblanc-Processes (einschliefslich der alkalischen Abfallwässer) in der nachbeschriebenen Weise zur Verwendung zu bringen, um das Ammoniak in einer für die Gewinnung von Soda verwerthbaren Form zu erhalten, sowie den Schwefelwasserstoff in einem zur Gewinnung von Schwefel oder dessen Verbindungen geeigneten Zustande zu gewinnen.
Bei Ausführung der Erfindung wird eine Mischung von Alkalirückständen mit einer Lösung von beim Ammomaksodaprocefs gebildetem Chlorammonium in einem geschlossenen Gefäfs bis auf 1000C. oder darüber erhitzt, wodurch bei der stattfindenden Zersetzung Chlorcalcium als Lösung gebildet wird, während das Schwefelammonium mit dem Dampf weggeführt wird. Zur Vermeidung eines Verlustes an Ammoniak empfiehlt es sich, die Rückstände im Ueberschufs zu verwenden. Das gleiche Resultat kann dadurch erzielt werden, dafs man die Rückstände mit Chlorammonium auf kaltem Wege behandelt und dann die Schwefelammoniumlösung erhitzt.
Die Schwefelammoniumdämpfe werden in Wasser absorbirt oder cohdensirt und zur Gewinnung von Soda dadurch verwendet, dafs sie in gleicher Weise in eine Lösung von Kochsalz mit Kohlensäure geleitet werden, wie bei der gewöhnlichen Darstellung von Soda nach dem Ammoniakprocefs freies Ammoniak allein verwendet wird.
Bei dieser Operation verbindet sich die Kohlensäure schliefslich mit dem Natrium, während das vorher mit diesem verbundene Chlor mit dem Ammoniak Chlorammonium bildet, das zur Behandlung einer frischen Rückstandmenge verwendet wird, um die Operation zu wiederholen. Der Schwefel wird als Schwefelwasserstoff abgeschieden und kann, nachdem er zum Zwecke der Bindung jedweder Ammoniakspur mit einer Säurelösung ausgewaschen ist, verbrannt oder nach einer der zur Gewinnung von Schwefel oder dessen Verbindungen aus Schwefelwasserstoff dienenden Methoden behandelt werden.
Wenn Soda in ungefähr gleich grofsen Mengen nach dem oben beschriebenen Procefs und nach dem Leblanc - Procefs dargestellt wird, so kann der für letzteren Procefs erforderliche Schwefel zu wiederholtem Gebrauch oder.Verkauf wiedergewonnen werden, während die Ausgabe zur Fortschaffung der Sodarückstände und ein die öffentliche Wohlfahrt beeinträchtigendes Arbeiten vermieden wird. .
Zum Schlüsse sei hervorgehoben, dafs die Erfinder nicht die Herstellung von Schwefelammonium durch Erhitzen von Sodarückständen mit Chlorammonium, sowie auch keine Verbesserung in der Verarbeitung von Schwefel-
wasserstoff zur Gewinnung von Schwefel oder' dessen Verbindungen beanspruchen, für welche es verschiedene wohl bekannte Processe giebt (beispielsweise die Durchleitung des Gases durch brennende Pyrite).

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Das ' Verfahren der Nutzbarmachung der Alkalirückstände (inclusive der Abfallwässer) des Leblanc-Processes, darin bestehend, dafs die Rückstände in einem geschlossenen Gefäfs mit dem beim Ammoniakprocefs gebildeten Chlorammonium oder das durch Behandlung der Rückstände mit Chlorammonium auf kaltem Wege gebildete Schwefelammonium erhitzt wird, worauf die entwickelten Schwefelammoniumdämpfe im Verein mit Kohlensäure und Kochsalz in den Absorptionsapparat des Ammoniakprocesses abgeleitet werden, wobei das Ammoniak zur Zersetzung des Kochsalzes frei und der Schwefel als Schwefelwasserstoff weggeführt wird. -
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